Freitag, 25. Dezember 2020

Michael Repkowsky / Hochensibel und glücklich

Das kleine Buch für große Herzen

Ich möchte gerne zwei Bücher zu dieser Thematik hier rein stellen. Es kann gut sein, dass ich später in einem separaten Posting ein drittes Buch dazu nehmen werde, um es zu besprechen. Ich bin vermehrt von anderen mit der Nase darauf gestoßen worden, und weil sich dies nun wiederholt hat, bin ich bereit, dieses Thema auch auf meinem Blog zu behandeln, da ich es mit einigen hochsensiblen Menschen zu tun habe.

Selbst in Irvings Buch Owen Meany, das ich gerade lese, geht es um eine hochsensible Persönlichkeit. Und ich lese ausgerechnet jetzt, zufallsbedingt, diesen Irving. Von allen Seiten scheint diese Thematik gerade auf mich einzudringen. 

Ich stelle erst einmal das Buch von Michael Repkowsky vor, weil mir dieses zu Weihnachten geschenkt wurde. Ich notiere ein paar Leseeindrücke am Ende der Vorstellung, bevor ich ein ein anderes Buch daran anschließen werde. Es ist das Buch von Sylvia Harke mit dem Buchtitel Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet ... Auch zu diesem Band halte ich am Ende ein paar Eindrücke fest, vor allem was der Tierschutz und die Spiritualität betreffen. 

Klappentext  

Hochsensibilität ist keine Schwäche, die zu einer Stärke gemacht werden muss, sondern eine Gabe, die bereits kraftvoll genug ist.

Dieser Ansatz müsste sowohl hochsensiblen Kindern als auch Erwachsenen vor Augen geführt werden, damit sie sich selbst besser verstehen und sich nicht mehr kleiner machen, als sie sind.

Das kleine Buch für große Herzen richtet sich an Menschen, mit sensiblen Wahrnehmungskanälen. Menschen, die mehr spüren als andere. Menschen, die intensiver fühlen, weil sie mit ihrer Intuition tief verbunden sind, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wissen.

In einer hektischen Welt fällt oftmals derjenige auf, der von den enormen Sinneseindrücken überfordert ist. Derjenige, der Missstände und Ungerechtigkeit frühzeitig erkennt und sich entsprechend äußert, wird nicht selten als „abnormal“ bezeichnet.

Demjenigen, den ehrliche Worte, herzliche Gesten und friedvolle Taten berühren, sagt man häufig nach, er sei „zu sensibel“ für diese Welt.

Autor*inporträt

Michael Repkowsky, dipl. Motivationscoach und mehrfacher Nr. 1-Bestsellerautor, besticht vor allem durch seine authentische lösungsorientierte Denk- und Herangehensweise. Bereits in jungen Jahren wird er „der wandelnde Wecker“ genannt, da er seine Mitmenschen permanent zum Hinterfragen anregt, sie gewissermaßen aufweckt. Heute werden seine Bücher als „Spiegel in Schriftform“ bezeichnet, da sich der Leser darin selbst wiedererkennt.

Meine ersten Leseeindrücke

Viele Hochsensible fühlen sich von ihren Mitmenschen meist völlig falsch eingeschätzt, sodass sie häufig mit Vor- und Fehlurteilen anderer kämpfen würden, nicht selten auch mit einer sehr überheblichen Art, was ihnen in der Auseinandersetzung mit diesen sehr viel Kraft kosten würde. 

Ich bin keine Leserin von Ratgeberbüchern, mache hier aber eine kleine Ausnahme, da diese Thematik in Fachkreisen noch zu dünn gestreut ist.

In diesem Werk werden die verschiedenen sensiblen Wahrnehmungskanäle beschrieben, mit denen HSP ausgestattet seien. Ich habe mich mit vielen HSP-lern ausgetauscht, sie befragt, wie sie sich fühlen, wenn sie Ungerechtigkeiten wahrnehmen, oder versteckten Rassismus, oder viele andere subtile Missstände ... Viele von ihnen haben den Eindruck, mit ihrer Wahrnehmung  alleine zu stehen, in dem man versuchen würde, ihnen ihre Sichtweisen auszureden in einer Art, als wären sie gefühlt beschränkt. Und tatsächlich, denn auch ich beobachte häufig, dass für viele das Gros dieser Missstände zur Normalität geworden ist, man sich daran gewöhnt hat, und man dadurch zu wenig die Presse bzw. die Medien hinterfragt, die häufig in ihren Berichterstattungen sehr einseitig und undifferenziert sich entwickelt haben ... Aber soweit muss man noch nicht mal gehen. Selbst im einfachen Alltag, im zwischenmenschlichen Bereich, erleben viele häufig Beschimpfungen und ein Kleinmachen, wenn sie sich für etwas einsetzen oder wenn sie Gedanken zu bestimmten Themen vorsichtig offen darzulegen versuchen, die nicht der Sichtweise der Allgemeinheit betreffen. Viele von ihnen beginnen an sich selbst zu zweifeln. 

Lege dir ein dickes Fell zu, bekommen sie häufig beim Aufdecken der Missstände zu hören. Oh je, sagte mir eine Betroffene, die wollen doch nicht, dass ich abstumpfe ...

Tolle Erfahrungen mit bestimmten Menschen
Viele hätten aber auch die tolle Erfahrung gemacht, dass je höher der Mensch intellektuell gebildet sei, desto mehr würden sie sich von diesen Menschen verstanden und sich bei ihnen gut aufgehoben fühlen. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, Da hier ein konstruktiver Austausch gehobener Art stattfinden würde, der allen Beteiligten gut tut, und sie alle sogar gleichermaßen voneinander profitieren. Niemand ist hier falsch, alle sind so, wie sie sind, richtig, solange man niemanden mit seiner Art schadet.

Vielen Dank demnach an meinen Schenker für dieses wunderbare Buch, das in einem Selbstverlag herausgebracht wurde. Mit diesem Buch werde ich vielen Menschen dieser Art eine Orientierung geben können, mit sich und ihrer Hochsensibilät besser klar zu kommen. Vor allem die Selbstwertschätzung ist hier ganz wichtig. 

Das Cover finde ich wunderschön und sehr ansprechend. 

FazitEin sehr lesenswertes Buch. Menschen mit psychologischer Vorbildung können es auch gut quer lesen. 

Buchdaten

·            ASIN : B0897B3Z9R

·            Herausgeber : Independently published (26. Mai 2020)

·            Sprache: : Deutsch

·            Taschenbuch : 118 Seiten


Weiter geht es nun mit Sylvia Harke.

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Sylvia Harke / Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet

Klappentext  

Von Partnerschaft bis Berufsleben: Hochsensible Menschen 
müssen sich in allen Lebensbereichen besonderen Herausforderungen stellen. Vieles, was für normalsensitive Menschen keine Belastung darstellt, ist für Menschen mit HSP bereits eine Überstimulation, die Stress auslösen kann.

Wie Hochsensible den Alltag gelassen meistern können, erklärt die Psychologin Sylvia Harke in ihrem zweiten Ratgeber. Wunderbar praktisch, feinfühlig und ermutigend gibt sie konkrete Tipps:

·        Was ist Hochsensibilität und wie funktioniert die Wahrnehmung bei hochsensiblen Menschen?

·         Wie lerne ich, mit Stresssituationen umzugehen und fit für den Alltag zu werden?

·         Wie kann ich hochsensible Kinder stärken und wertschätzend begleiten?

·         Von Arztbesuch bis Vorstellungsgespräch: Typische Lebenssituationen und wie Hochsensible sie meistern können

Antworten auf Fragen hochsensibler Menschen

Mit großem Fingerspitzengefühl und viel Einfühlungsvermögen gelingt es der erfahrenen Therapeutin, Männer und Frauen mit HSP zu erreichen und sie dort abzuholen, wo sie sich innerlich wirklich befinden. Sie kennt die Fragen hochsensibler Menschen und ihrer Angehörigen aus eigener Erfahrung – sowohl als Therapeutin als auch als Betroffene.

In ihrem Ratgeber Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet gibt Sylvia Harke konkrete Antworten auf alle relevanten Fragen und lässt uns an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben. Eine wahre Schatztruhe an Tipps und Inspirationen, die bei allen hochsensiblen Menschen - stets griffbereit zum Nachschlagen - ihren festen Platz im Regal haben sollte!

Autor*inporträt

Sylvia Harke (*78) ist Diplom-Psychologin und selbst hochsensibel.
Sie gründete die www.hsp-academy.de

Gemeinsam mit ihrem Mann Arno gibt sie Seminare, Online-Kurse & Ausbildungen zur Hochsensibilität. Die Autorin ist Expertin in den Bereichen Selbstwert & Abgrenzung, Berufung, Kreativität und Beziehungen.

Sylvia steht mit ihrer Arbeit für Tiefe, Klarheit, Intuition: gepaart mit einer pragmatischen und ganzheitlich-spirituellen Psychologie. Sie lebt, was sie schreibt.

Mit ihren Büchern, Seminaren und im Coaching vermittelt sie effektive Methoden, um Selbstbewusstsein zu stärken, die eigene Identität zu verstehen und- wenn es sein muss: neu zu sortieren. Dabei geht sie intuitiv vor.

Sylvia Harke lebt mit ihrem Mann in den Bergen des Hochschwarzwaldes, in der Nähe von Freiburg im Breisgau.

In ihrer Freizeit widmet sie sich kreativen Hobbys: wie Malen, Schreiben, Tanzen und Musik.

 

Meine ersten Leseeindrücke

Mich hat beeindruckt, wie umfassend die Autorin in nur wenigen Sätzen in der Einleitung ihres Buches die Hochsensibiltät zusammengetragen hat. In dem unteren Abschnitt hätte ich auch hier alles fett markieren können, beschränke mich aber nur auf zwei Bereiche, von denen ich oben noch nichts geschrieben habe. 

Was ist Hochsensibilität?

Allgemeine Merkmale Hochsensibilität wird in der Psychologie als eine Veranlagung des Temperaments beschrieben, die Menschen und Tiere zu einer feineren Wahrnehmung befähigt. Eine grundlegende Eigenschaft von Hochsensiblen besteht in der sorgfältigen Informationsverarbeitung. Das bedeutet, dass sie gründlich über alles nachdenken, bevor sie handeln. Die intensive Verarbeitung von Umweltreizen befähigt sie zu einer ausgeprägten Empfindungsfähigkeit und einer differenzierten Wahrnehmung für andere Lebewesen. Man schätzt, dass ca. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel sind. Da Hochsensible deutlich mehr wahrnehmen, fühlen sie sich schneller von Eindrücken überreizt. Sie brauchen Rückzug und Ruhe, um Erfahrungen zu verarbeiten. Hochsensible verspüren starke emotionale Empfindungen und reflektieren ihre Lebensereignisse überdurchschnittlich. Dabei können sie zum Grübeln neigen. Etwa 70 Prozent der Hochsensiblen sind introvertiert veranlagt, eher schüchtern und gehemmt. Sie neigen zu Perfektionismus und Gründlichkeit bei der Erledigung von Aufgaben. Viele Hochsensible sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und interessieren sich für Spiritualität. Sie engagieren sich, motiviert durch ihre Naturverbundenheit, für den Tier- und Umweltschutz oder in sozialen Projekten. Bildlich gesprochen, haben Hochsensible feine Fühler, mit denen sie kleinste Details und größere Zusammenhänge erkennen. Sie sind interessiert an Kunst, Literatur, Philosophie, Natur und Meditation.

Denn die Autorin hat noch andere Aspekte benannt. Z. B. Aspekte des Tierschutzes und der Spiritualität; ich habe dies im Text oben durch den Fettdruck hervorgehoben. Mit diesen verschiedenen sensiblen  Wahrnehmungskanälen erkläre ich mir, weshalb die Tierkommunikation bei Hochsensiblen Menschen gelingt, während sie bei vielen anderen nur Humbug ist. Und beide Seiten haben dennoch recht. Für die einen ist die Wirksamkeit der Tierkommunikation wahr, für andere wegen des Nichtgelingens eben nicht. Beide Sichtweisen haben recht. Es gibt immer mehrere Realitäten, mehrere Wahrheiten. Und beides gilt zu achten und zu respektieren.

Aber es geht nicht nur um die Tierkommunikation. Jedes Tierleid, von dem HSP-ler mitbekommen, "zerreißt" ihnen innerlich das Herz und sie benötigen viel Zeit und Kraft, um diese Ereignisse zu verarbeiten. Selbst in einer Wurst würden viele nicht nur die Wurst sehen, sondern das ganze Tier sehen. Und dies schmerzt innerlich dermaßen, zu sehen, wie Tiere im Schlachthaus vor dem inneren Auge abgeschlachtet werden, während andere genüsslich und gedankenlos ihre Wurst dabei verzehren. Warum schmerzt die Tiertötung den einen, während andere gedankenlos Teile eines toten Tieres so selbstverständlich in sich hineinschlingen? Das Tier ist tot, das gerne weiter gelebt hätte, wird noch vor seinem Tod gequält und misshandelt. Viele Tiere werden bei unsachgemäßer Behandlung bei lebendigem Leib geschlachtet ... Bis der Tod hier einsetzt, dauert länger, als der Verzehr dieses Fleisches. 

Die Sinnsuche
Viele weitere wichtige Aspekte wie z. B. Sinnsuche und stark ausgeprägtes Interesse für Grenzwissenschaften sind dem Buch zu entnehmen. Von vielen Hochsensiblen höre ich, dass sie einen Hang dazu haben, das allerdings nichts mit Leichtgläubigkeit und Naivität zu tun hätte. 

Demnach kann ich dieses Buch ebenfalls sehr empfehlen, auch für Profis, da diese Thematik noch relativ neu in Kreisen der Fachleuten besetzt ist. In Fachzeitschriften findet man gelegentlich einen wissenschaftlichen Artikel dazu. Im Netz sind sogar einige Selbsttests zu finden, die ich nicht wirklich empfehlen kann. Viele Fragen fand ich zu schwammig. Wen das aber nicht stört, und eine kleine Orientierung für den Anfang sucht, um sich im Anschluss daran weiterzubilden, kann diese ruhig selbst einmal ausprobieren.

Und hier geht es zu einer weiteren Buchbesprechung dieser Thematik.

Buchdaten / Kindleversion

·       ASIN : B01N12NGHR

·       Herausgeber : Via Nova, Verlag; 2. Edition (30. Januar 2017)

·       Sprache: Deutsch

·       Dateigröße : 3129 KB


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Wehe denen, die Böses gut, 
und Gutes böse nennen.

(In Owen Meany von John Irving)

Dienstag, 15. Dezember 2020

John Irving / Owen Meany

Klappentext  

Aus dem Amerikanischen von Edith Nerke und Jürgen Bauer

John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt: die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright. Man schreibt den Sommer 1953, die beiden elfjährigen Freunde Owen und John spielen Baseball, als ein fürchterliches Unglück passiert…  

Autor*inporträt

John Irving, geboren 1942 in Exeter, New Hampshire, lebt in Toronto. Seine bisher vierzehn Romane wurden alle Weltbestseller und in mehr als 35 Sprachen übersetzt, vier davon verfilmt. 1992 wurde Irving in die National Wrestling Hall of Fame in Stillwater, Oklahoma, aufgenommen, 2000 erhielt er einen Oscar für die beste Drehbuchadaption für die Verfilmung seines Romans ›Gottes Werk und Teufels Beitrag‹. 2013 erhielt er die weltweit wichtigsten Auszeichnungen für seine Darstellung von sexueller Toleranz und Gleichbehandlung in seinem literarischen Werk.

Meine ersten Leseeindrücke

Mit obigem Buch setze ich nun mein Leseprojekt, diesmal mit John Irving, fort. Ein Autor, der aus der Reihe tanzt. John Irving, der Exzentriker. Ich lese mit Lucia Hig, die ich auf der Diogenes-#backlistenlesen auf Facebook kennengelernt habe.

Es ist ein opulentes Werk, das mich lange beschäftigen wird, weil ich es von der Thematik bzw. von der Handlung her nicht in einem Rutsch lesen kann. Außerdem lese ich es langsam, weil ich es genießen möchte.

Dieser Irving gefällt mir total gut. Eine sensible Sprache und wie immer gesellschafts- und familienkritisch geschrieben, diesmal ohne künstlich abzuheben, ohne arge Übertreibungen wie ich dies bei manch anderen Werken von ihm erlebt hatte, und dennoch pointiert genug. Gefällt mir sehr. Irving weitet hier mit seinem Buch mein Herz ... 

Ich habe außerdem auch schon raus, was das Bild auf dem Cover bedeutet. Ich finde es ein sehr schönes Buchmotiv, das total zu Irving passt, viel mehr zu eine der Protagonistinnen.

Ich würde so gerne John Wheelright und Owen Meany persönlich kennenlernen. Dadurch würde ich mir gerne die Verfilmung anschauen, wenn ich mit dem Buch durch bin. In meiner Recherche habe ich eruieren können, dass es zu dem Buch tatsächlich eine Verfilmung in etwas abgewandelter Form gibt.

Macht zudem Freude, Buch und Film miteinander zu vergleichen.

Meine Identifikationsfigur habe ich auch schon gefunden. Leider hat sie nicht lange gelebt aber ich hoffe, sie wird weiterhin noch viele Seiten füllen. Ich befinde mich erst auf der Seite 170.

Buchdaten

·       Herausgeber: Diogenes Verlag; 1992

·       Sprache: Deutsch

·       Taschenbuch; 864 Seiten

·       ISBN-10: 3257224915

Hier geht es zur Verlagsseite von Diogenes.

Hier geht es zur Buchbesprechung.


Sonntag, 6. Dezember 2020

Beispiele, wie Tiere mit uns sprechen - Teil I

Foto: Pixabay
Lerne denken mit dem Herzen,
und lerne fühlen mit dem Geist.
(Theodor Fontane)

Einleitung  

Wie ich im Mai des Jahres 2020 schon angekündigt habe, wollte ich neben den vielen Sachbüchern, die ich zur Tierkommunikation gelesen habe und noch lesen werde, aus meinem eigenen Erfahrungsschatz schreiben. Viele Sachbücher habe ich nicht auf meinem Blog besprochen, da ich damals noch keinen besaß... Noch immer wird diese Thematik belächelt. Doch es gibt viele andere, die diese Erfahrungen mit mir teilen, vor allem auch, wer hätte das gedacht, Wissenschaftler*innen. Andere Menschen dagegen, die Interesse bekunden, die offen sind, sich diese Praxis selbst auch anzueignen und nur nicht wissen, wie sie das anstellen sollen, können hier ein paar Anregungen finden, denn ich werde immer häufiger gefragt, was ich unter der Tierkommunikation im Alltag neben der Wissenschaft verstehe. Wie würde der kommunikative Austausch mit Tieren konkret aussehen, da Tiere angeblich nicht sprechen können.

Ich kann schon gleich sagen, dass die Kommunikation mit Tieren kein großes Hexenwerk ist. Was man benötigt ist auf jeden Fall einen offenen Geist, wenn man sich frei gemacht hat von Vorurteilen jeglicher Art, wie z. B. dass wir damit die Tiere nur allzu sehr vermenschlichen würden. Das sagen hauptsächlich Leute, die nicht in der Lage sind, mit ihren Tieren zu kommunizieren, vielleicht, weil sie viel zu verkopft sind und sich noch nie zuvor damit befasst haben … Und man benötigt neben dem gesunden Menschenverstand auch die Feinfühligkeit. Beides ist hierfür wichtig und von Belang.

Den Dingen auf den Grund gehen
Doch neben diesen beiden ganz wesentlichen Merkmalen wie  Kognition und Intuition benötigt man einen gewissen inneren Wissensantrieb, der einen anspornt, den Dingen auf den Grund zu gehen, weil man sich mit den alltäglichen trivialen Erklärungen nicht befriedigen möchte. Man spürt einfach, dass an diesen vereinfachten Theorien etwas nicht stimmen kann. 

Mein Wissensurst: Wissen wollen, wissen wollen, wissen wollen
Ich kann mich einfach nicht mit allgemein gültigen Erklärungen zufrieden geben. Ein Beispiel: Wenn Katzen tote Mäuse oder Vögel nach Hause anschleppen, sollen diese der Halter*in als Geschenk dienen?????!!!! Nein, wer hat dieses Gerücht in die Welt gesetzt? Dem musste ich nachgehen, und mein Kater Mio lieferte mir tatsächlich die Antwort. Dazu ein ganz konkretes Beispiel im neuen Thread. Ich freue mich schon darüber zu schreiben, um für mich die stumpf gewordenen Aussagen mit Gegenbeispielen anzustoßen. 

Fragen, die mich anspornen
Sie bewegen mich, dieses Medium immer weiter auszubauen. Ich möchte wissend sein und nicht naiv an blinde gesellschaftliche übliche und ungeprüfte Theorien glauben zu müssen, die dadurch von mir hinterfragt werden.

Anthropomorphistische Vorstellungen?
Was heißt, Tiere vermenschlichen? Tiere haben dieselben Grundbedürfnisse wie wir Menschen. In der TK geht es um die Bedürfnisse und Probleme der Tiere, nicht um die der Halter*innen, es sei denn, die Probleme werden von der Halter*in verursacht. Dann geht es um die Probleme beider, wie ich das vereinzelt im Fall Alice und mir noch aufzeigen werde.

Falsche Vorstellung von Tierkommunikation
Viele Menschen verstehen unter einer Kommunikation ausschließlich die verbale, menschliche Kommunikation, sodass bei dieser Betrachtung die tierische Sicht ausgegrenzt wird, weshalb sie mit der TK ein Problem haben. Wenn Tiere anatomisch dazu ausgestattet wären, dann könnten sie auch die Sprache mit Worten beherrschen. Aber das Phänomenale ist, dass sie die Worte gar nicht benötigen, und dennoch in der Lage sind, untereinander und mit uns Halter*innen in mentaler und feinstofflicher Form zu kommunizieren. 

Die Sprache der Tiere wird oft unterschätzt
Weil die Menschen die Sprache der Tiere nicht verstehen, heißt es nicht, dass Tiere ohne Sprache sind. Dem bin ich aber nachgegangen, unbewusst bin ich auf diesen Gleis gesprungen, um herauszufinden, wie Tiere sich untereinander und wie sie sich uns Menschen gegenüber mitteilen. Ich wollte es genau wissen, und so fing ich erste Experimente bei meinen Tieren an, weitete später mit den Tieren anderer Leute aus, da ich jedes Jahr in Urlaubszeiten catsitting bei Nachbarn mache. Leider kann ich aus Zeitgründen die Experimente anderer Tiere nicht auch noch aufschreiben. Ich halte sie in meinem Kopf gespeichert und warte auf die Gelegenheit, diese in meine Protokolle mitaufführen zu können. Mich haben diese Erlebnisse dadurch von der TK überzeugt. Dennoch bin ich keine professionelle Tierkommunikatorin. Ich experimentiere weiterhin mit meinen eigenen Tieren, mache aber offiziell nichts mit Tieren anderer Haushalte, nur im Stillen für mich der empirisch-wissenschaftlichen Neugier halber, und um zu üben. 

Nachtrag, Aug. 2021
Basiskurs Tierkommunikation
Im Juni 2021 habe ich dazu zum ersten Mal an einem zweiwöchigen Webinar- Basiskurs teilgenommen und konnte danach mit großem Erfolg weitere Experimente durchführen, die ich hier aber noch nicht aufschreiben werde. Ich plane einen zweiten Blogbeitrag zu eröffnen, den ich an dem ersten anzuknüpfen beabsichtige. In dem neuen Beitrag sollen dann nur die aktuellen Beiträge festgehalten werden, die ich in der Kommunikation mit meinen Tieren neu gesammelt habe. Ältere bleiben dort aus. Meine beiden KätzInnen Monalisa und Momo verweilen nicht mehr unter uns, sodass ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat, den ich gerne trennen würde. 

Momos Abschied - Zweites Webinar
Mit Momos Tod habe ich in der Zwischenzeit abgeschlossen. Den letzten Schliff meiner Trauerarbeit habe ich noch durch einen weiteren 90-minütigen Online-Kurs Abschied aus tierischer Sicht versetzen können, wenn ich auch noch nicht alle Fragen beantworten bekommen habe, die  an Momo gerichtet wären. Und im Webinar habe ich die Gelegenheit wieder mal nicht ergriffen, diese oder andere Fragen allgemein formuliert in die Runde zu stellen. Schade. Diese Fragen würden auch andere Tiere betreffen, wären somit für andere ebenso spannend gewesen. Meine Zurückhaltung steht mir häufig im Weg. 
Beide Online-Kurse habe ich bei Gabriele Sauerland belegt und ich die Absicht habe, noch einen Präsentkurs dranhängen.

Vielleicht tut sich hierzu durch Momo auf feinstofflicher Art noch was, denn selbst nach einem Trauerabschluss können Tiere eine Verbindung zu uns aufnehmen. Das unsichtbare Band, das uns verbindet, ist mit der Trauerbewältigung deshalb nicht durchtrennt. 

Momos letzter Nachruf
Am 31.08.21 gibt es einen letzten Nachruf, weil sich mir in diesem vierten Jahr der Trauer neue und abschließende Erkenntnisse aufgetan haben. Mit diesem möchte ich Momos Gehen beendigen und behalte ihn anschließend im Stillen in Erinnerung.

Neuer Lebensabschnitt
Und damit beginnt für mich, uns, ein neuer Lebensabschnitt verknüpft mit; neuen Versuchen, neuen Erfahrungen, neuem Vertrauen, neuer Thread. Aber ich bin noch nicht so weit, den neuen Thread schon jetzt aufzubauen, obwohl ich so viele Wunder nach dem Webinar erfahren durfte, für die ich unendlich dankbar bin. 

In diesem Thread reichen die Beiträge zeitlich betrachtet bis März '21.

Der Ablauf meines Schreibprojekts
Besprechen möchte ich die Kommunikation anhand meiner Katzen in der Reihenfolge von Monalisa, Momo, Alice und Mio und wie alles begann. Mit Monalisa hatte eigentlich alles begonnen und sie soll nun die Erste sein, die hier von mir einen Platz bekommt. Ohne sie wäre ich niemals an Momo und Alice geraten. Zwei wunderbare tierische FreundInnen. Zehn Jahre später kam Mio hinzu, nach Momos Heimgang. Mit Mio begann für mich die größte Herausforderung, die ich mit Tieren jemals hatte. Einzeln habe ich hier darüber begonnen zu schreiben, aber im zweiten Thread beschäftige ich mich mit neuen Kenntnissen und neuen Entwicklungen, die aktuell aber noch nicht abgeschlossen sind. 

Erstes unbewusstes Kindheitserlebnis mit der Tierkommunikation am Beispiel einer Siamkatze
Ist hier in einem anderen Posting nachzulesen, über die ich in einem unteren Themenpunkt geschrieben habe. 

Mein Schreibkonzept?
Damit man gewisse Themen, die man selbst für sich als interessant empfunden hat, schnell wiederfinden und nochmals nachlesen kann, werde ich meinen Text ein wenig gliedern, um eine gewisse Struktur hinzubekommen.

Der Text besteht aus fünf Kapiteln. Kurze Beiträge von Februar 2006 bis März 2021.

Fünf Kapitel

1. Kapitel Monalisa 

2. Kapitel Momo

3. Kapitel Alice

4. Kapitel Mio

5. Neue Erlebnisse mit Mio und Alice bis März 2021

Warum nur Katzen? 
Weil ich durch meine Berufstätigkeit keine Hunde halten kann. Bin zu lange aus dem Haus. Aber die TK funktioniert auch mit anderen Tieren wie Vögel, Hamster, Hasen ...

Momos Eintragungen bestehen nun hauptsächlich aus Erinnerungen und Fragmenten. Mio ist nicht so der Kommunikator, zumindest äußert er sich nicht in Symbolen, sondern hauptsächlich über Gerüche. Zu Beginn unserer Beziehung verlangte er meist Ausgang und Futter und dies auch zu allen Tages- und Nachtzeiten, und mit einer vehementen Jammer- und Klagestimme, als müsse die Welt gleich untergehen, wenn seine Grundbedürfnisse nicht sofort gestillt werden.   

Der Grund des Schreibens über die Tierkommunikation aus der Selbsterfahrung heraus
Erst mal weil ich mich der Thematik bezogen auf die Verhaltensstörung meiner Katzendame Alice stellen muss, auf die ich in einer meiner letzten Buchbesprechung zu David Michies Buch Buddhismus für Mensch und Tier - Über die Achtsamkeit zwischen Mensch und Tier schon mehrfach hingewiesen habe. Längst wollte ich dieses Schreibprojekt in Angriff nehmen und konnte mich nie so recht dazu aufraffen.  

Auch für andere schreiben
Schon Momo gab mir durch die Tierkommunikatorin zu verstehen, dass ich darüber schreiben solle, öffentlich, vor allem über die belastenden Probleme zwischen Alice und Mio, damit auch andere daraus lernen könnten, die ihre Tiere in Problemfällen weggeben. Ich aber hatte nicht die Muße dazu, nicht die innere Ruhe, und habe drei Jahre benötigt, bis ich mich dazu entschließen konnte. Ich war außerdem noch nicht bereit, es öffentlich zu machen. Erst durch die wissenschaftlichen Autoren, die es mir vorgelebt haben, damit offen umzugehen, konnte ich den Antrieb dazu nun endlich aufbringen. Die Theorien und die verschiedenen Studien können dort nachgelesen werden, siehe Label Gegen Tierleid / Sachbuch. 

Ich hoffe nun, dass ich durch die Auseinandersetzung mental, gegenwärtig und in der Retrospektive meiner Alice helfen kann, Stress besser zu bewältigen, weil ich dabei in diesem Prozess auch mit ihr intuitiv und mental kommuniziere. 

Der zweite Grund ist, dass ich damit anderen helfen möchte, die Tierkommunikation auch mit ihren Haustieren im Alltag anzuwenden, da ich, wie oben schon geschrieben, immer nach konkreten Beispielen gefragt werde, wenn ich zu dieser Thematik ein Fachbuch besprochen habe. Zu viele Tiere werden einfach abgegeben, wenn schwerwiegende Probleme auftauchen, mit denen die Halter* innen überfordert sind und sie nicht weiter wissen. Ich selbst stand auch vor diesem Problem. 

Zur Erinnerung
Meine Katzendame Alice leidet unter einer FSA - feline selbstinduzierte Alopezie, d. h. sie schleckt sich die Fellhaare vom Bauch, weil sie mit Stress, verursacht durch den neuen kätzischen Mitbewohner Mio, nicht umgehen kann. Weitere Details folgen im späteren Kapitel.

Dennoch habe ich eine Katzentherapeutin eingeschaltet, von meinem Tierarzt empfohlen, die derzeit wegen der Pandemie keinen Hausbesuch machen kann, und wir das noch etwas verschieben müssen.

Inzwischen  haben wir Dezember 2020 und die Pandemie ist noch nicht überwunden, sodass die Katzentherapeutin noch immer nicht eingeschaltet werden konnte. Mittlerweile habe ich die Störung akzeptiert und ich vertraue darauf, dass Alice mit meiner speziellen Hilfe das selbst wieder in Griff kriegt. (Hierbei gibt es neue Adressen mit einer Tiertherapeutin namens Bianca Kerstan und der Tierheilpraktikerin Erika Kalbfleisch, worüber ich aber erst im neuen Theread schreiben werde.)

Wie spielt sich eine Tierkommunikation ab?
Mental, durch Empathie, Telepathie, Intuition, Gerüche, visuell, durch Bildsprache im Kopf, bzw. über die Übermittlung von Symbolen. Beispiel: Wenn ich z. B. meinen Katzen mental Fragen gestellt habe, bekam ich häufig die Antwort über ein Bild und über Düfte,  je nach Fragestellung zur bestimmten Thematik. Nach Überprüfung des Sachverhalts konnte später die Antwort immer als richtig herausgestellt werden. Ich hatte selber experimentiert, wie ich weiter unten noch schreiben werde. Es gibt mehrere Formen, mit Tieren zu sprechen. Und jeder kann sie ausführen, wenn man mit einer guten Portion Neugier ausgestattet es tatsächlich möchte. Bei komplexen Problemen macht es tatsächlich Sinn, einen versierten Profi einzuschalten und nicht zu lange damit zu warten. 

Tipp; Wo findet man gute Profis?
Ich gebe den Rat, sich im Bekanntenkreis umzuhören, als blind im Netz nach Adressen zu suchen. Das wäre wie die Nadel im Heuhaufen finden zu wollen. Auch manche Tierarztpraxen und Tierheime, die offen für solche Themenbereiche sind, können hier häufig Adressen von kompetenten Ansprechpartnerinnen nennen. Zum Schluss habe ich eine neue Adresse über meine Tierheilpraktikerin Erika Kalbfleisch erworben, die mich zu Gabriele Sauerland geführt hat. Frau Kalbfleisch lernte ich erst im April 2021 kennen.

Woran man einen guten Profi erkennt
Wenn dieser es schafft, Einzelheiten über das Haustier bezogen auf seine Lebensweise und seinen Charakter zu benennen, die nur mit dem eigenen Haustier in Verbindung zu bringen sind und man es nicht erst in den Beschreibungen des Profis suchen muss. Wie bei Menschen ist auch jedes Tier ein Individuum, das seinen eigenen Lebensstil und Charakter besitzt. 

Los geht's ...

1.
Monalisa von Februar 2006 bis Februar 2007 
Monalisa ist eine 20 Jahre alte schwarze altersbedingte taube Katze gewesen, die aufgrund ihres Alters ins Tierheim verlegt werden sollte. Ich habe sie schließlich zu mir genommen, nachdem sie vorübergehend bei einem tierliebenden Menschen untergebracht war, der die Katze aber aus Platzgründen nicht dauerhaft aufnehmen konnte. Ich möchte den Vorbesitzer nicht verurteilen, denn jede Medaille hat auch eine zweite Seite. Ich hätte Monalisa nie kennengelernt und wäre ohne sie auch nie zu Momo und Alice geraten, hätte man sie behalten wollen. 

Monalisas Erkrankungen
Monalisa litt altersbedingt auch unter einer Herz- und Niereninsuffizienz, was aber erst mein Tierarzt diagnostiziert hatte, zuvor waren die Erkrankungen unbekannt, da der Vorbesitzer sie zuvor nicht einmal zum TA bringen ließ. Monalisa hatte Glück mit ihren Genen, dass sie ein langes und gesundes Leben geführt hatte, und dadurch kostenarm in einer großen Familie leben konnte. Ich wusste, dass ich meine neue Freundin aufgrund ihres Alters nicht lange haben werde. Sie sah aus der Nähe wirklich wie eine Greisin aus, ähnlich wie bei einem ganz betagten Menschen. Ich hatte so ein altes Katzengesicht zuvor noch nie gesehen.

Heitmatlosen Tieren ein Zuhause geben? War das ihre Botschaft?
Durch die Beziehung mit Monalisa habe ich erkannt, wie wichtig es war, heimatlosen Tieren wieder ein Zuhause zu geben, als ich mich durch einen Tierverlust in meinen jungen Jahren dagegen gesperrt hatte.



03.02.2006 / Monalisas Einzug
Als Monalisa zu mir gebracht wurde, war sie sehr ängstlich und verkroch sich unter meiner Couch. Ihr zuzureden half nicht, ich ließ sie somit in Ruhe. Mitten in der Nacht schließlich wurde ich durch ein Mauzen geweckt. Als ich das Licht angeknipst hatte, sah ich Monalisa neben meinem Bett sitzen, die mich gerufen hatte, als wollte sie mich fragen, ob sie zu mir ins Bett springen dürfe. Ich sagte ihr, sie könne zu mir ins Bett kommen, ich signalisierte es zusätzlich mit meiner Hand, indem ich auf das Bett klatschte, was sie schließlich auch tat und seitdem nachts bei mir schlief.

Nun war das Eis gebrochen und sie sich in der Wohnung weitere Plätze gesucht hatte.
Mit Monalisa konnte ich nicht mehr viel anstellen. Sie schlief die meiste Zeit. Aber sie machte auch Probleme. Dadurch, dass ich tagsüber auf der Arbeit war, war sie viel alleine, was sie nicht vertrug, und pinkelte mir im Badezimmer aus Protest auf meine Socken. Das ließ sich aber noch verkraften. Ich hatte erst nach ihrem Tod durch eine Tierkommunikatorin, die nichts von ihr wusste, in Erfahrung bringen können, weshalb sie auf meine Socken urinierte. Das war damals schon der erste Beweis, dass TK funktionierte und dass es nach dem Tod noch etwas gibt, denn Monalisa hat mir die Gründe durch die Tierkommunikatorin ausrichten lassen und sich auf diesem Weg bei mir entschuldigt, wobei ich die Pinkelei auf den Socken nicht schlimm fand, ich nur die Sorge hatte, dass ihr psychisch etwas fehlen würde. 

Der Umzug in eine andere Wohnung
Ein paar Monate später, nachdem sie bei mir eingezogen war, stand ein plötzlicher Umzug an. Innerhalb dieses Hauses wurde eine größere Wohnung frei, die ich beziehen konnte. Glücklicherweise war Monalisa taub und bekam von dem Umzugslärm nichts mit. Sie lag währenddessen auf dem Bett und schlief, als bei mir das Treiben begann. Den Schlafbereich hatte ich erst zum Schluss aufgelöst, um sie nicht zu stören.

Monalisa - Ich habe Durst
Nach dem der Umzug endlich vollzogen war, lebte Monalisa sich recht schnell in der neuen Wohnung ein. Sie liebte den Korbschaukelstuhl, lag viel darin, und nachts schlief sie bei mir im Bett. Angelspiele liebte sie auch. Irgendwann kam sie zu mir gelaufen und mauzte mich an. Als ich ihr in die Augen blickte, wusste ich sofort, was sie mir mitteilen wollte, nämlich, dass sie Durst hatte. Ich wunderte mich, da der Trinknapf hätte gefüllt sein müssen. Ich ging zum Trinknapf, um es zu prüfen. Tatsächlich war der Napf leer, und als ich ihn füllte, trank sie sofort daraus. Auch dies war eine Kommunikation zwischen uns beiden. Ich war damals noch total unerfahren, und hatte mir nicht viel dabei gedacht. Unbewusst kommunizierte ich mit meiner Katze, ohne dass ich über theoretische Kenntnisse verfügte. Erst rückblickend wurde mir die Kommunikation mit meinen Tieren klar.
Monalisa soff das Wasser, wie Trinker ihren Alkohol, und ich wunderte mich bald über ihr Trinkverhalten. Erst mein Tierarzt konnte mich aufklären, dass die Niereninsuffizienz die Ursache dafür war.

Monalisas Rückzug
Mit der Zeit zog sich Monalisa immer mehr von mir zurück. Sie kam nicht mehr zu mir ins Bett. Sie hatte begonnen, zu gehen, wenn auch sehr langsam. Wenn ich die Zeit und die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich sie bis zum Eintreffen ihres natürlichen Todes begleitet. Gerade in der letzten Lebensphase benötigen Tiere zwar ihren Rückzug, aber sie wollen begleitet sein, und wollen nicht aufhören, von uns weiter geliebt zu werden. Das hat mir auch Momo später durch Dritte gezeigt.

Mein Tierarzt in Darmstadt wollte sie erlösen, da Monalisa aufgrund ihrer Einschränkungen keine Lebensqualität mehr besaß. Ich war noch nicht bereit, sie gehen zu lassen, also behielt ich sie noch eine Weile. Ich hob sie oft knuddelnd in meine Arme. Später sprach ich mit ihr, dass ich nach ihrem Tod wieder anfangen möchte, eine Katze zu mir zu nehmen, die kein Zuhause haben würde und dankte ihr für die Erkenntnis, die sie mir brachte.

02.02.2007 - Euthanasie
Der von mir gefürchtete Tag X brach heran. Ich brachte Monalisa nach einem Jahr, das wir gemeinsam verbracht haben, es war just ein Jahr, zum Tierarzt, um sie zu erlösen. Ich hatte vorher mit ihr gesprochen, ob sie dazu bereit sei. Sie litt und der Tod zog sich noch weiter in die Länge. Mir wäre es viel lieber, sie wäre einen natürlichen Tod gestorben, auf ihrem Korbsessel. Monalisa war bereit zu gehen, das hatte sie mir signalisiert. Doch beim Tierarzt, meine Freundin Carmen hatte mich zu diesem schweren Schritt begleitet, bekam sie Angst und flüchtete in meine Arme, als der TA die Spritze ansetzen wollte. Mit meinem heutigen Wissen hätte ich sie wieder zu mir nehmen sollen, dennoch habe ich ihr die Spritze geben lassen. In meinen Armen lag sie nun, ich redete mit ihr in einem Flüsterton, sie antwortete mir sogar mit einem letzten Mauzen, bis sie schließlich eingeschlafen war, und sie die nächste Spritze erhalten konnte, die den Tod herbeiführen sollte. Mir kommen erneut die Tränen, wenn ich das schreibe, denn die Tiere haben wie wir Menschen auch, Angst vor dem Tod, und ich möchte eigentlich kein Tier mehr einschläfern lassen, aber ich war dazu noch nicht in der Lage. Auch später bei Momo nicht, denn ich besaß nicht das nötige Knowhow und die nötige innere Reife. 

Der Unterschied zwischen einem natürlichen und einem künstlichen Tod
Der Unterschied ist der, dass Tiere bei einem natürlichen Tod lernen zu sterben und sich von der Welt zu verabschieden. Sie lernen, im Sterbeprozess ihren eigenen Tod zu sterben, um ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Sie lernen, die Todesangst allmählich zu überwinden. Während die Euthanasie ihnen diese Erfahrung nimmt, auch, weil der Tod zu schnell herbeigefügt wird, und sich die Tiere darauf nicht vorbereiten können. Die Seele wird dadurch zu schnell von dem Körper getrennt. 

Nun, man könnte fragen, was mit Tieren ist, die im Straßenverkehr verunglücken, und sie auch einen raschen Tod erleben? Das mag sein, dann haben diese Tiere eben ein anderes Schicksal und eine schnelle Erlösung würde hier auch Sinn machen wegen der massiven Schmerzen, die sie durch den Unfall erleiden. Aber das wäre dann ihr Tod, der in dem Rahmen jenes Tieres passt. Ich habe nicht auf alles eine Antwort. Antworten finde ich nur auf die Fragen meiner Tiere, die mit mir zusammen leben und gelebt haben.

Das Versprechen, nach Monalisas Ableben ein anderes heimatloses Tier zu mir zu nehmen, wurde schon eine Woche nach ihrem Tod erfüllt, ohne dass ich selbst etwas dafür getan hatte. Momo, ein Fundkater, wurde mir gebracht. 

Die Quintessenz der Tierkommuniktion über Monalisa
Zurück zur Tierkommunikation. Erste neuere Erfahrungen hatte ich also schon mit Monalisa gemacht, ohne mich vorher damit befasst zu haben. Ich fing an, wenn auch ein paar Jahre später, mich über diese Thematik zu belesen. Den Keim hierfür hatte Monalisa in mir gelegt. Weil auch mein Verstand über das rebellierte, was meine weise Seele längst schon wusste, machte ich später mit Momo und Alice sogar richtige Tests, um die  Wirksamkeit der Tierkommunikation zu überprüfen, bis ich keine Zweifel mehr hatte, dass sie funktionierte.

Der Abschiedsbrief
Nach dem Ableben von Monalisa habe ich ihr einen Abschiedsbrief geschrieben. Leider weiß ich nicht mehr, wo der liegt und kann nur so ungefähr sagen, worum es in dem Brief ging. Ich war mir sicher, dass Monalisas Schmerzen eher seelischer Natur waren. Als eine ehemalige Familienkatze war sie es gewöhnt, unter vielen Menschen zu sein. Sie litt tagsüber während ich meinem Beruf nachging unter der Einsamkeit. Niemand konnte vorhersehen, dass Monalisa einsam sein konnte, wie ich mir im Laufe ihrer Betreuung habe sagen lassen. In dem Brief drückte ich ihr nochmals mein Wohlwollen aus, dass sie eine wunderbare Katze gewesen wäre und ich ihr für diese kurze Zeit für die Freundschaft gedankt habe. Auch das Pinkeln auf meine Socken hatte ich angesprochen, dass sie damit einen seelischen Hilferuf ausgesendet hatte. 

Antworten auf meinen Abschiedsbrief - Faktenbasiertes Wissen über eine Tierkommunikatorin
Meine Schwester hatte eine Kollegin namens Birgit, die eine Ausbildung zur Tierkommunikatorin gemacht hatte. Sie bekam den Auftrag, etwas über Monalisas Tod in Erfahrung zu bringen. Alle Botschaften, die mir B. übermittelt hatte, passten zu Monalisa, die in meinem Brief thematisiert wurden. Birgits Nachrichten waren dermaßen katzenpersönlich, dass diese mit einer anderen Katze nicht austauschbar gewesen wären. Dass meine Katze auf meine Socken gepinkelt hatte, hatte Monalisa der Tierkommunikatorin offen gelegt und sich dafür entschuldigt. Ein Fakt über diese Pinkelei konnte nicht mal meine Schwester wissen, da ich ihr davon nichts erzählt hatte. Erst nach dem Protokoll haben wir darüber gesprochen. Demnach konnte sie es auch der Birgit nicht weiter getragen haben. Außerdem wusste niemand über den Abschiedsbrief Bescheid, den ich Monalisa geschrieben hatte ... Leider haben wir B. durch den Berufswechsel aus den Augen verloren. Rückblickend war sie zu dieser Zeit die einzige patente Tierkommunikatorin, die ihr Wissen und ihr Können nicht mit esoterischen Theorien vermischte, stattdessen faktenorientiert gearbeitet hatte.

Mit Monalisa hatte ich demnach schon meine ersten Beweise, dass es nach dem Tod ein Weiterleben über die Seele gibt und dass die Tierkommunikation tatsächlich funktioniert hat. Aber ich hatte mich nicht näher mit dieser Materie beschäftigt, denn auch ich war von einer Vernunft geplagt, die solche Erfahrungen permanent infrage gestellt hatte. Ich musste diese übersinnliche Erfahrung einfach so stehen lassen, weil ich keine Erklärung dafür hatte. Für weitere Kenntnisse auf diesen Gebieten sorgten schließlich meine weiteren Katzen; Momo, Alice und später auch Mio. 

2.
Momo, ehemals Mikesch, vom 09.02.2007 bis 31.08.2017, Fundkater 

Leider ist das Foto rechts nicht so scharf, aber das ist mein Lieblingsfoto aus der Zeit, wo Momo bei mir eingezogen ist. Wie konnte ich damals in der Anfangszeit nur denken, dass er hässlich war?, siehe weiter unten.

Momo kam durch meine Freundin Carmen zu mir. Sie wiederum hatte eine sehr tierliebende Freundin namens Gabi, die drei Hunde besaß und vorübergehend Mikesch bei sich aufgenommen hatte. G. wohnte in Darmstadt in einem mehrstöckigen Mietshaus im obersten Stockwerk, wo Momo keinen Freigang hatte.

Herkunft
Der Kater hatte in einem Hochhaus in Darmstadt - Eberstadt durch sein lautes Mauzen auf sich aufmerksam gemacht. Drei Jugendliche fanden ihn im Treppenhaus. Die Besitzer sind  ausgezogen und haben den Kater zurück gelassen. Einer der Jugendliche nahm den Kater zu sich nach Hause und brachte ihn zu seiner Mutter, die gut mit Tieren umzugehen wisse. Die Mutter, mit dem Namen Gabi, hatte eigentlich nicht mehr so viel Platz in ihrer Wohnung aber sie nahm den Kater bei sich auf unter der Prämisse, bis sie ein passendes Zuhause für den Kater gefunden habe. Sie nannte ihn Mikesch. Nach dem Monalisa von mir gegangen war, meinte Carmen, dass es einen Kater geben würde, der es gut bei mir haben würde und erzählte mir von Gabi, ihren drei Hunden und von Kater Mikesch. Ich wollte eine Wohnungskatze, da ich vorne herum auf einer verkehrsträchtigen Straße wohne. Carmen meinte, dass Mikesch genau der Richtige für mich sei, da er bei Gabi in einem Hochhaus wohnen würde, und dadurch keinesfalls Freigang haben würde. Der ideale Kater für mich. Und so gab ich meine Zustimmung. Das Versprechen, das ich Monalisa gab, schien sich schneller zu erfüllen als erwartet.

Momos Einzug
Innerhalb weniger Tage waren sie alle bei mir. Carmen, Gabi und Mikesch. Carmen hatte mir erzählt, dass es der Gabi etwas zu schnell ging, sich von Mikesch zu trennen, aber sie ließ es zu. Doch es war Carmen, die Mikesch in die Transportkiste steckte, was sehr schwierig gewesen sein soll. Er solle sie auch gebissen haben. 

Den Kater nannte ich um und entschied mich für den Namen Momo. Mikesch hat mir nicht gefallen, so heißt jeder dritte Kater. Momo, weil der Name mich an die Figur von Michael Ende erinnert hat und ein Symbol für die Weisheit darstellte. 

Als Momo von der Transportkiste befreit wurde, ging er außergewöhnlich mit der neuen Situation um. Während wir uns ins Wohnzimmer setzten und wir uns über Monalisa und Momo austauschten, rannte Momo durch meine ganze Wohnung. Jede andere Katze würde sich erst mal unter einem Möbelstück verstecken. Nicht Momo. Er rannte in jedes Zimmer, schnupperte alles ab, kam zurück und sprang auf Gabis Schoss. Dann sprang er wieder runter, und ging wieder durch die Wohnung. Er war sehr unruhig. Ganz zum Schluss kam Momo auf meinen Schoss gesprungen. Er hat ganz genau gewusst, dass ich sein neues Zuhause werden würde. 

Aber als ich Momo das erste Mal gesehen habe, war ich über seine Leibesfülle schockiert. Carmen hatte sehr wohl meinen Gesichtsausdruck vernommen, den sie mir heute noch lachend vorwirft. Momo war hässlich, so empfand ich es damals. Noch dazu hatte er ein trübes Auge, das ich später von meinem Tierarzt untersuchen ließ, weil wir alle dachten, dass er auf dem einen Auge blind sei. Nein, Momo war nicht blind. Er hatte sich mal eine Verletzung zugezogen, die von seinen Vorbesitzern nicht behandelt wurde. 

Momo sollte so schlank werden wie Monalisa
Des Weiteren setzte ich ihn auf Diät. Er sollte so schlank werden wie Monalisa. Bis mir bewusst wurde, dass ich noch um sie getrauert hatte, und ich aus Momo eine Monalisa machen wollte. So etwas passiert, wenn man sich nicht genug Zeit nimmt, um die Trauer zu verarbeiten. 

Nach zwei Wochen hatte ich mich noch immer nicht an Momo gewöhnt. Obwohl er von der ersten Nacht an bei mir im Bett geschlafen hatte, und er mir schnell zutraulich wurde. Meiner anderen Freundin, die Margot hieß, teilte ich mein Leid zu Momo mit, die mir geraten hatte, ihn schnellstens wieder zurückzugeben. Das konnte ich aber auch nicht, dieses Hin- und Her, das wollte ich dem Tier ersparen. Momo litt unter Verlustängsten, denn immer wenn ich nachts wach wurde und auf die Toilette ging, kam er vom Bett gesprungen, und lief wie ein Hund hinter mir her. 

Die Eingewöhnungsphase
Momo war sehr anspruchsvoll. Er mauzte immer sehr ausgiebig. Er wollte raus. Der Garten vor meinen Fenstern ließ Momos Triebe wieder aufleben. Ich konnte ihn nicht einsperren. Ich musste ihn rauslassen, obwohl es Winter war und Schnee lag, konnte ich ihn nicht von dem Ausgang abbringen. 

Und ich hatte Angst vor den Autos. Aber er ließ sich nicht einsperren. Er wäre bei mir eingesperrt sehr unglücklich geworden. 

Momo wuchs mir immer mehr ans Herz. Ich konnte ihm keinen Wunsch mehr abschlagen. Er wurde mir ein so treuer Freund, dass ich das Reisen aufgegeben hatte, weil ich ihn nicht zurücklassen konnte, da er durch seine Verlustängste denken müsste, dass ich nicht wieder zurückkommen würde. Auch ihn zu anderen geben wäre Horror für ihn. Ich konnte ihn nicht nochmals diesem Schmerz aussetzen, den er schon zwei Mal erlebt hatte. 

Was für ein Glück für uns beiden, dass ich Margots Rat nicht befolgt hatte. 

Momo war sehr verschmust, niemals hatte er mir einen Fehler nachgetragen, er war ein sehr gütiger Kater mir und Alice gegenüber. 

Carmen sagt heute zu mir, die ich unterrichtet habe, dass ich über die Tierkommunikation schreibe und ich sie darin  einbeziehen würde. Für Momo ist es ein großes Glück gewesen, dass er bei dir war. Gabi erfuhr von Momos Tod und sie hatte nicht damit gerechnet, dass er so lange gelebt hatte.

Das konnte mich trösten, dass er doch ein langes Leben bei mir hatte. Momo war meine duale Seele. .... Vielleicht war es Schicksal, dass Momo auf diesem Weg zu mir gefunden hat. Wenn man bedenkt, dass er ein verletztes Auge hatte, das nicht behandelt wurde, konnte er es in Eberstadt in dem Hochhaus nicht so gut gehabt haben. 

Das Schicksal geht manchmal merkwürdige Wege. 

Nach ein paar ersten Versuchen via professioneller Tierkommunikatorinnen ...
... habe ich schließlich selbst angefangen, mir Techniken durch ein Buch anzueignen, und habe Momo immer wieder befragt, wie er in Eberstadt gelebt hatte? Ich habe diesbezüglich nie eine Antwort erhalten. Ich habe oben schon geschrieben, dass Katzen Verdrängernaturen sind. Viele haken belastende Erlebnisse einfach ab, als sich weiter damit zu plagen. Aber die negativen Erfahrungen bleiben dennoch gespeichert, wie ich dies später von Mio noch gezeigt bekomme. 

Meine ersten eigenen Erfahrungen mit der Tierkommunikation

Anfang März 2007 / Kleines Kätzchen für Momo
Ich saß am Schreibtisch am PC und Momo lag auf meinem Schoss. Ich eruierte etwas im Netz über artgerechte Katzenhaltung. Außerdem hatte ich vor, Momo ein Kätzchen zu holen, damit er, wenn ich den ganzen Tag auf der Arbeit bin, nicht alleine sein musste. Ich erzählte Momo, dass ich ein kleines Kätzchen für ihn holen wolle. Momo sprang abrupt von meinem Schoss, stellte sich an die Wand, und kratzte daran. Damals hatte ich mir nicht viel dabei gedacht. Später erst begriff ich, dass Momo keinen Mitbewohner haben wollte. Er hatte Angst davor, wieder abgeschrieben zu werden. 

Gabi begleitete mich ins Tierheim. Und dort hang ein Blatt an der Wand, Kleine Katzen zu verschenken. Gabi rief dort an, und tatsächlich waren noch nicht alle Kätzchen vergeben und so vereinbarten wir noch am selben Tag einen Termin. Wir fuhren gleich hin. Und wieder führte uns der Weg nach Eberstadt, ein Vorort, aus dem auch Momo kam. Es waren mit einer Ausnahme alles schwarze Kitten. Ein einziges war grau. Ich war erstaunt, weil sie mich an Monalisa erinnert haben. Und so entschied ich mich für das schwarze Kitten. Ich bekam von den Halter*innen aber noch Bedenkzeit. Das graue Kitten war eine Verlockung, aber ich änderte meine Wahl nicht. Das Schicksal führt mich ausgerechnet zu schwarze Kitten. Für mich war klar, meine schwarze Alice sollte es sein. In ihr lebte Monalisa weiter, vielleicht, weil Monalisa nicht wollte, dass ich sie vergesse. Merkwürdige Zufälle. Aber ein Double sollte es nicht sein, denn Alice besaß zwei weiße Flecken. Einen auf der Brust, einen anderen am Unterbauch. (Weiteres mehr im dritten Kapitel).

Ein weiteres Beispiel

Mai 2007 - Tote Taube / Von wegen, ich bin zum Jagen zu dick, dir zeig ich's
Im Mai erhielt ich für mehrere Tage Besuch. Alice war schon bei uns eingezogen und war ein kleines Kätzchen. Meine Besucherin schäkerte viel mit ihr. In der Küche unterhielten wir uns über Momo, wie er zu mir kam, etc. Ich teilte ihr mit, dass Momo wegen seiner Leibesfülle und seiner Gemütlichkeit keine Mäuse jagen würde. Das hätte ich besser nicht sagen sollen, denn was geschah, war Folgendes: 

Momo weilte unter uns, während wir uns über ihn unterhielten und bekam dadurch unser Gespräch mit. Er bettelte daraufhin um Ausgang. Ich ließ ihn hinaus, ohne mir etwas dabei zu denken. Kurze Zeit später hörte ich ein lautes Mauzen vor meiner Haustüre. Als ich die Türe öffnete, befand sich auf der Fußmatte eine tote Taube, die mir Momo angeschleppt hatte. Ich begriff sofort: Von wegen, ich kann nicht jagen, weil ich zu fett und zu gemütlich bin. 

Momo hatte das ganze Gespräch mitangehört.

Momo hatte seit dem nie wieder gejagt und ich begriff den Grund erst Jahre später. Momo erkannte in mir die besondere Tierliebe, weshalb er aus Rücksicht vor mir keine Tiere gejagt hatte. Ich bin ihm dafür so dankbar. 

Anthropomorphistische Haltung? Auch an diesem Beispiel wird deutlich, dass die Kommunikation auf Momos Bedürfnisse abgestimmt war. Ich hätte nicht das Bedürfnis gehabt, in den Garten zu gehen, um eine Taube zu reißen, nur um zu zeigen, dass meine Jagdtriebe trotz Übergewicht gut funktionieren. 


Weitere Experimente mit der Tierkommunikation über Literatur


In dem Buch Lautlose Sprache von Martha William beschäftigte ich mich durch Momo und Alice weiter theoretisch mit der Tierkommunikation. Intuitive Kommunikation mit Tieren und Natur war der Untertitel. Ich besaß noch keinen Bücherblog, als ich dieses Buch gelesen habe, weshalb es hier nicht besprochen wurde. Es war auch ein Übungsbuch. Frei von Esoterik. Mit einigen Übungen habe ich gleich mit Momo und Alice experimentiert.

Experiment 1: Mentales Rufen
Es war Sommer. Momo und Alice waren dadurch viel draußen bei uns im Garten und in Nachbargärten. Die Nachbargärten waren groß und zahlreich. Meine Katzen waren dadurch häufig aus meinem Blickfeld verschwunden. Ich rief Momo lautlos, mental. Und tatsächlich. Er kam über die Wiese gerannt auf mich zu. Dieses Experiment habe ich drei Mal vollzogen. Drei Mal kam Momo angerannt. Es hatte funktioniert. Zuvor habe ich meine Katzen immer laut gerufen und Momo kam genauso angerannt, wenn ich ihn mental rief. Mit Alice habe ich das nicht versucht. Mit ihr habe ich andere Experimente durchgeführt. Was bei beiden funktioniert hat, waren die Fragen, die ich ihnen bezogen auf bestimmte Ereignisse mental gestellt hatte, bekam ich immer eine Antwort. Ich hatte ganz nach dem Buch gearbeitet, viele Anregungen habe ich ausprobiert. Ich überlege, das Buch nochmals zu lesen, und es auf dem Blog zu besprechen, um mein Wissen aufzufrischen, was der Alice helfen könnte, mit weiteren Methoden besser Stress abzubauen, die ich in der Zwischenzeit vergessen haben könnte. 

Die Beispiele mit der toten Taube und dem mentale Rufen waren Erlebnisse, die ich niemals mehr vergessen konnte. Das Erlebnis mit Monalisa, als ich wusste, dass sie Durst hatte, bleibt mir auch in Erinnerung. Das waren wichtige Erlebnisse, noch bevor ich mich mit dieser Materie bewusst auseinandergesetzt hatte. Viele kleinere Begebenheiten kamen von Tag zu Tag hinzu.  

Experiment zwei, drei, vier ... 
Waren die vielen Fragen, die ich meinen Katzen stellte, deren Antworten überprüfbar waren. Wie dies funktionierte, konnte man gut in dem obigen Buch nachlesen. Mit den eigenen Experimenten und Erfahrungen fand ich Beweise, dass die Theorien stimmten. Rückblickend auch bezogen auf Monalisa. Ich bin selbst eine große Skeptikerin und habe meine Zeit gebraucht, bis ich an diese Theorien glauben konnte, als ich in der Lage war, meinen Geist dafür zu öffnen, ohne zu bewerten. Mittlerweile sind diese Theorien sogar wissenschaftlich belegt. 

Momos Katzenschnupfen
Momo litt unter Katzenschnupfen, obwohl er dagegen geimpft war. Er hatte mehrere Schübe. Die ersten Jahre konnten wir noch gut damit umgehen, da der Schnupfen noch relativ milde Verläufe hatte und habe ihn auch homöopathisch behandelt und als die Symptome wieder anstiegen, fragte ich ihn, ob er die Homöopathie nehmen wolle. Er kam zu mir und nahm sein Cocktail, das ich ihm zurechtgemixt hatte, freiwillig. Doch die Homöopathie hatte ihre Grenzen. Wenn nichts mehr half, half Tierarzt Kniese mit einem Antibiotikum. Zum Schluss wurden die Abstände immer kürzer. Er brauchte immer öfter dieses Zeug. 

Aber ich war auch viele Jahre bei einer Kinesiologin, die mit ihrer Methode Mittel herausfinden wollte, die Momo noch weiter unterstützen sollte. Alle Mittel haben eines bewirkt, den Schnupfen zu mildern. Ein großes Dankeschön an meine Kinesiologin Friederike Stuke, die Momo mit viel Empathie mitbegleitet hat.

Momos Ende
Momos letzter Tag in seiner Höhle / Lass mich nicht allein
Momo lebte in seiner Höhle zurückgezogen. Dies war wohl der Anfang seiner Sterbephase. Ich schaute oft nach ihm, aber ich ließ ihn in Ruhe, da ich dachte, dass sterbende Tiere alleine sein wollen. Ich trug ihn lediglich auf die Katzentoilette und bot ihm Futter an, streichelte ihn, aber immer nur kurz. Meine Freundin Maria, die mich am 31.08.2017 zum Tierarzt begleiten sollte, setzte sich an die Höhle und streichelte Momo. Als sie ihre Hand wieder zurückgezogen hatte, streckte Momo seine Pfote aus und griff erneut nach ihrer Hand. Maria erzählt heute noch von diesem Ereignis. Ganz klar war seine Botschaft, dass er in seiner Sterbephase nicht alleine sein wollte, und ich ihn aber allein gelassen habe. Wenn die Freundin davon erzählt, stimmt mich das sehr traurig und besetzt mich erneut mit Schuldgefühlen. Maria war erstaunt, wie Tiere sich ausdrücken, sich bemerkbar machen. 

Tiere während der Sterbephase nicht alleine lassen
Als Momo gegangen ist, hatte ich mich gefragt, ob er bei mir ein schönes Leben hatte? Ich war mir sicher, dass er es schön bei mir und Alice hatte, aber ich war mir nicht sicher, ob ich zum Schluss alles richtig gemacht habe und heute weiß ich die Antwort. Ich hätte Momo mehr Nähe bieten sollen, mich zu ihm setzen, wie Maria dies getan hat. Und auch beim TA, als er eingeschläfert wurde, hätte ich ihn vom Inneren heraus mehr für ihn da sein sollen. Ich war zu sehr mit meinem eigenen Schmerz beschäftigt. Und das darf nicht sein. Aber mir ist bewusst, dass das nicht einfach ist, einen so geliebten Freund gehen zu lassen, und dabei den Schmerz zu verbergen.

Das Tier fragen, wie es in der letzten Lebensphase zubringen möchte
Diese Erkenntnis kommt für Momo zu spät. Für meine beiden anderen werde ich es hoffentlich besser machen. 

Falsche Informationen durch Fach-Tierdokumentationen
Tiere, die an Menschen gewöhnt sind, sterben nicht wie die Tiere in der Wildnis. Sie brauchen unsere Liebe und unsere Nähe bis zum Schluss. Ich war falsch informiert. Ich dachte, dass Tiere in der Sterbephase alleine sein wollen. Ich war geprägt von den vielen Dokumentationen zu Wildtieren, die ich seit meines Lebens im TV konsumiert hatte. Aber bei Haustieren sind die Bedürfnisse ganz andere. Dies ist mir rückblickend bezogen auf Monalisa und Momo heute erst klar geworden. 

Alice und der Umgang mit Momos Tod / Sei nicht traurig, du hast ja noch mich
Nachdem ich vom TA ohne Momo wieder nach Hause gekommen bin, ist Alice sofort auf mich zugekommen und verhielt sich mir gegenüber außergewöhnlich zärtlich. Keine Spur von Trauer. Ich hatte sie so noch nie erlebt, als wollte sie mir sagen, sei nicht traurig, du hast ja noch mich. Sie wusste von Momos Tod. Vielleicht war sie auch einfach nur froh, dass sie mich von nun an alleine hat. Momo hatte tatsächlich viel Raum eingefordert. Alice forderte selten meine Nähe ein, und ich dachte immer, dass sie eben nicht so viel Nähe benötigen würde. Seit Momo nicht mehr hier ist, zeigt sie mir eine völlig andere Seite. Jetzt kommt sie immer auf meinen Schoß gesprungen und fordert ähnlich wie Momo viel Nähe ein. Kein Wunder, dass sie Mio nicht akzeptieren kann. Sie denkt, sie muss durch ihn wieder zurückstecken. Ich versuche alles, um sie von dieser Angst abzubringen. 

Weiter geht es mit Alice.
Aus Punkt 2.2  geht hervor, wie Alice zu uns fand. 

3. 
Alice seit 31.03.2007 
Alice wurde am 01.02.2007 in einer liebevollen Menschenfamilie in Eberstadt geboren. Ihre Mutter war auch eine schwarze Katze. Mit acht Wochen durfte ich sie abholen, auf die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Sicher war Monalisa der Antrieb, mich für Alice zu entscheiden. Ich hätte auch ein graues Kätzchen haben können. Aber ich wollte unbedingt Alice haben. Mit acht Wochen war es eigentlich zu früh für ein Kitten, es aus der Katzenfamilie herauszuholen. Die Halter*innen hatten genug von den vielen kleinen Kätzchen,  die viel Wirbel in der Wohnung verursachten. Ich fuhr ohne die Transportkiste mit der Straßenbahn nach Eberstadt. Ich wollte Alice in meine Jacke und auf meine Brust legen, damit sie meinen Geruch kennen lernt. Die Transportkiste war mir zu kalt für ein kleines Kätzchen, das aus der Familie herausgenommen wurde. Die Halterin weinte, als ich Alice abgeholt habe und noch dazu ohne die Transportkiste. Aber sie hatte es akzeptiert. Und es war auch kein Problem. Alice ließ sich  wunderbar von mir nach Hause tragen. Im Wohnzimmer hatte ich Spielsachen und Anderes für sie schon  bereitgestellt. Trotzdem muss es ein Schock für sie gewesen sein, sie so früh von der Familie rausgenommen zu haben. Das war mir damals zwar schon bewusst, aber ich hatte den Gedanken schnell wieder verdrängt. Ich konnte das eh nicht ändern und machte das Beste daraus. 

Die Eingewöhnungsphase
Alice bekam von mir ihren Namen, weil ich an vielen Vorbilderinnen dachte, wie z. B. Alice Miller, Alice Schwarzer, Alice im Wunderland. Für mich waren diese Namen Symbole, die für Kraft und Stärke stehen, die ich Alice wünschte, um sich von Momo nicht unterkriegen zu lassen.

Momo war sehr eifersüchtig auf unser Katzenbaby und versuchte sie anzugreifen und zu kratzen. Alice hatte Angst und bekam Durchfall. Mir tat das innerlich sehr weh, aber ich durfte mich nicht einmischen. Ich achtete nur darauf, dass Momo sie nicht verletzte ...

Nach 14 Tagen hatte ich es geschafft, die beiden zusammenzuführen. Der noch traumatisierte Momo, der durch sein Trauma an erster Stelle bleiben sollte, hatte mir schließlich vertraut. Er war der erste, den ich morgens mit Futter und Begrüßung und Streicheleinheiten versorgt hatte, bis  anschließend Alice dran war. Momo lernte die Alice schließlich zu akzeptieren, bis er sie richtig lieb gewonnen hatte. 

Auf dem Foto oben rechts sieht man Alice, die zu mir kommt, wenn ich in meinem Ohrensessel sitze und sie etwas von mir möchte. Meistens weiß ich ihren Wunsch zu deuten. Häufig aber muss ich vom Sessel aufstehen, und sie läuft vor mir her in den Raum, in dem sie etwas möchte. 
 
Tierkommunikation mit Alice / Beispiele von 2020 in Tagebuchform

Di., 02.06.2020 
Ich hatte heute Nacht mit Alice einen kleinen Konflikt, der kommunikativ ausgetragen wurde. Ich erhielt heute Morgen von ihr vor dem Aufstehen ein Bild, das ich erst entschlüsseln musste, weil ich es noch nicht einordnen konnte. 

Gegen 3:00 Uhr werde ich geweckt, als Alice auf ihrem Kratzbaum im anderen Zimmer erbrochen hat. Viele Katzen müssen wegen der bei ihrer Körperpflege verschluckten Fellhaare brechen. Ich bin davon wach geworden, bin aufgestanden, um das Erbrochene wegzumachen. Ich hatte mich geärgert, und habe sie mit leiser Stimme nur in einem Satz gefragt, warum sie nicht auf den Boden springen könne, wenn sie brechen müsse, und habe weiter still vor mich hingeschmollt, bis die Putzerei beendet war. Mio springt immer auf den Boden, wenn er bricht. Ich habe die Plüschkissen von dem Kratzbaum weggemacht, und in die Waschmaschine gesteckt, die ich erst nach Dienstschluss am Nachmittag anstellen konnte. Ich war verärgert, weil Alice keine anderen Kissen akzeptiert, und sie den Kratzbaum dann ohne diese nicht mehr nutzen würde ... Manche Katzen sind wie Autisten, es darf sich räumlich einfach nichts verändern ... Während ich alles geputzt hatte, habe ich gesehen, wie Alice sich in eine Ecke verkrümelt hat. Aber ich bin nicht auf sie eingegangen, ich war zu müde und habe sie damit alleine gelassen. Nach der Putzerei bin ich zurück ins Bett, bin wieder eingeschlafen, und als mein Radiowecker sich später eingeschaltet hat, hatte ich ein Bild in meinem Kopf. Ich sah, als unter einem Schrank eine Lache Erbrochenes lag, das ich nicht weggemacht hatte, weil sie schwer erreichbar war. Es war nur ein fiktives Bild, ein Symbol, eine Übertreibung, weil es nachdenklich stimmen sollte, aber Tiere kommunizieren häufig über Symbole. Diesen Schrank in meiner Wohnung gibt es nicht und ich bisher alle Lachen auch wegbekommen habe. Also, was sollte dieses Bild ausdrücken? Auf dem Weg zur Arbeit fiel es mir wie Schuppen vor den Augen. Alice wollte mir sagen: "Was regst du dich denn so auf? Würde ich auf den Boden brechen, wo du schwer dran kommst, würdest du das auch nicht gerne wegmachen". 

Sie hatte recht, denn müsste ich unter einen Schrank kriechen, wo Katzen gut hinkommen und Mensch nicht, um Erbrochenes wegzumachen, hätte mich das tatsächlich genervt. Und ich habe wieder mal erkennen müssen, dass meine Alice ein Mimöschen ist. Mein leises Motzen ist ihr sehr zu Herzen gegangen, und habe mich erinnert, als sie sich in der Nacht, während ich geputzt hatte, in die Ecke verdrückt hatte, und mich beobachtet hat. Das hatte sie bisher noch nie gemacht. Nachdem ich ihre Botschaft entschlüsseln konnte, habe ich Alice von unterwegs aus mental in meine Arme genommen, und habe mich bei ihr entschuldigt. Ich habe ihr aber auch gesagt, dass sie ein Mimöschen sei, da ich einfach für die Putzaktion in der Nacht zu müde war ... Aber ich habe daraus gelernt, und werde es das nächste Mal still ertragen und ihr keine Vorwürfe mehr machen. 

Do. 04.06.2020
Weiter geht es mit Alice, die mir mein Verhalten noch immer nachzutragen scheint. Sie verschmäht seit dem kurzen Zwischenfall von Dienstag diesen Kratzbaum, obwohl alle Plüschkissen seit Dienstag Abend gewaschen sind und wieder auf ihrem Platz liegen. Das stimmt mich sehr traurig und hoffe, dass sie ihn wieder nutzen wird, da ich ihr eindringlich eingeflüstert habe, dass es ok sei, wenn es wieder passieren sollte. Alice bricht in Abständen seit 13 Jahren, und ich habe ihr Erbrochenes immer mit Geduld weggemacht. Das war am Dienstag das erste Mal, dass ich motzig reagiert hatte. 

Sie holt sich ihre Streicheleinheiten zwar immer noch ab, aber ihr Bäumchen verschmäht sie seit dem Zwischenfall nach wie vor
. Ich hoffe, dass sich das wieder legen wird. Sie meidet nur diesen einen. Wir haben in der Wohnung drei Kratzbäume, die anderen beiden bezieht sie weiterhin. 

Fr. 05.06.2020
Alice meidet noch immer den Kratzbaum. Sie holt sich zwar nach wie vor ihre Streicheleinheiten bei mir ab, aber auf den Kratzbaum geht sie nicht. Ich hebe sie hoch, wenn sie gestreichelt und beschmust werden möchte, setze sie auf den Kratzbaum, auf dem der Zwischenfall sich ereignet hat, aber sie springt immer wieder runter. 

Alice, meine Traumwächterin  (Trotz des Zwischenfalls)
In der Nacht zum 06.06. hatte ich einen Albtraum. Mindestens zwei Mal im Jahr werde ich von einem Albtraum geplagt, und immer ist es meine Alice, die bei mir im Bett am Fußende schläft, und dadurch mitbekommt, wenn ich schlecht träume, und sie mich weckt. Sie springt auf meinen Bauch, und wenn ich wach geworden bin, geht sie wieder zurück auf ihren Schlafplatz. Wenn ich seitlich schlafe, kommt sie an mein Gesicht und mauzt mich an. Das macht sie nur, wenn ich Albträume habe. Menschen, die nicht wahrhaben wollen, dass Tiere zu so einem sensitiven Verhalten fähig sind, finden immer Erklärungen, um diese kätzischen Fähigkeiten auszureden. Ich erspare mir die vielen irrationalen Statements von kopflastigen Menschen, die sich dazu Meinungen bilden, ohne sich selbst damit näher befasst zu haben. Noch immer denkt der Mensch, die Krone der Schöpfung zu sein und dass nur er über diese Gaben verfügt. Alice weckt mich sogar, noch bevor ich einen Laut von mir gebe. Sie verfügt über eine feinstoffliche Auffassungsgabe, über die nicht einmal Menschen verfügen. 

Momo hatte auch bei mir am Fußende, neben Alice geschlafen. Und Mio schläft manchmal oben neben mir. Aber Alice ist die Einzige, die auf meine Albträume reagiert. Zufall? Nein, weil sie das wirklich nur macht, wenn ich schlechte Träume habe. Sonst bleibt sie die ganze Nacht auf ihrem Platz liegen. 

Obwohl wir vor ein paar Nächten unseren Disput hatten, ist sie weiterhin um mein Wohl besorgt gewesen. 

Am Abend, als sie von mir wieder beschmust werden wollte, springt meine Alice zum ersten Mal erneut auf ihren Kratzbaum. Aber sie blieb nicht drauf, ist gleich wieder runtergesprungen. Aber immerhin. Gefreut habe ich mich dennoch. 

Sa. 06.06. 2020
Noch immer meidet Alice den Kratzbaum. Das ist schon der fünfte Tag, mit einer klitzekleinen gestrigen Ausnahme. 

So., 07.06.2020
Alice geht auf ihre Katzentoilette. Sie erledigt ihr großes Geschäft. Doch ein kleiner Kotknollen macht sie auf die Matte vor der Toilette. Ich wundere mich, mache es aber kommentarlos weg, und säubere auch die Streu in der Kiste, in der die anderen Knollen liegen. Sie beobachtet mich, als sie schließlich das Badezimmer verlässt. Doch als auch ich nun den Toilettenraum nach der Säuberung verlassen habe, sehe ich meine Alice, na was wohl? Alice ist nach der Toilettenaktion auf ihren Kratzbaum gesprungen.

Sie hat mich getestet, ganz klar. Mit ihrem kleinen Kotknollen auf der Matte wollte sie meine Reaktion abchecken, und weil ich nicht gemotzt habe, konnte sie mir nun glauben, dass ich Wort gehalten habe. Mich wundert nur, wieso sie mich erst prüfen musste? Wir leben schon so lange zusammen, nie habe ich mit ihr geschimpft. Aber sie hat mir gezeigt, was ich zwar schon wusste, wie sensibel Tiere sind, und man sollte immer achtsam miteinander umgehen. Und dies auch im Umgang mit Menschen. Miese Launen sollte man immer für sich behalten und nicht an anderen auslassen.

Dieses Erlebnis war ein deutliches Beispiel, wie Tierkommunikation zwischen Mensch und Tier sich abspielen kann. 

Alice will beschmust werden, wie zeigt sie das? Eine neue Art seit Mio bei uns ist
Alice ruft mich aus der Küche. Ich folge ihren Ruf vom Wohnzimmer aus. Sie steht in der Küche und vibriert mit ihrem Schwanz. Sie mauzt weiterhin. Ich weiß intuitiv, was ich zu tun habe. Sie möchte, dass ich mich auf den Küchenboden setze. Ich folge ihrem Wunsch. Ich setze mich auf den Küchenboden, angelehnt an die Spülmaschine. Sie kommt und schmiegt sich auf meinen Schoß. Sie schmiegt sich so ausgiebig, dass ich das Gefühl habe, einen Säugling in meinen Armen zu halten. 


Hier sitze ich auf meinem Küchenfußboden. Fast täglich ruft Alice mich hierhin, sodass ich mich fragen musste, warum ausgerechnet die Küche, wo wir ein Wohnzimmer mit bequemer Sitzgarnitur haben? Ich habe Wochen gebraucht, bis ich in der Lage war, ihr Verhalten zu verstehen. Die Küche ist eine Mio-freie-Zone. Mio hält sich selten in der Küche auf. Alice will mich alleine haben für einen kleinen Moment. Dieser kleine Moment kann sich bis zu einer Stunde hinziehen. Dennoch ein kleiner Moment verglichen zu den 24 Stunden, die der Tag so hat. 


Dass ich mit meiner Deutung richtig gelegen habe, hat mir Alice kürzlich ziemlich deutlich gezeigt. Mio hat mitbekommen, was wir in der Küche treiben. Ist einfach dazu gekommen, und hat sich neben uns gelegt. Alice ist daraufhin von meinem Schoß aufgestanden und aus der Küche gelaufen. 

An diesen Beispielen möchte ich deutlich machen, wie exakt die TK-funktionieren kann, wenn man sich auf die Tiere gut einzustimmen weiß. 

4.
Mio, seit 16.09.2017

Einzug
Im Tierheim kam Mio auf mich zu und miaute mich an. 


Als mein Kater Momo von uns gegangen ist, war das sehr schmerzvoll für mich, dass ich mir aus dem Tierheim just zwei Wochen später, am 16.09.2017, einen anderen Kater nach Hause geholt habe, um mit einer neuen Herausforderung etwas von meinem Schmerz abgelenkt zu werden.

Alice sollte aber auch nicht alleine sein
Aber mir ging es auch um Alice, die nicht so lange alleine bleiben sollte, während ich tagsüber für viele Stunden aus dem Haus war. Monalisa hatte mich hierzu einfach auch geprägt, die unter der Einsamkeit gelitten hatte. Und genau das wollte ich damals Momo und jetzt auch Alice ersparen.

Alice um Erlaubnis gefragt
Obwohl ich mit Alice telepathisch kommuniziert hatte, ob das in Ordnung sei, dass ich einen Kater aus dem Tierheim hole, übermittelte sie mir, dass ich selbst entscheiden solle. Aber im Nachhinein hat sich die Entscheidung scheinbar als falsch herausgestellt, da Alice Mio nicht akzeptieren kann, mit der Konsequenz, dass sie sich die Fellhaare vom Bauch abschleckt. Und Mio fühlt sich von ihr abgelehnt und provoziert sie. Obwohl ich mir viel Zeit für die Zusammenführung genommen hatte.

Mio eine Fehlentscheidung?
Ich möchte aufhören zu sagen, dass Mio eine Fehlentscheidung war. Das wäre ihm gegenüber nicht fair. Er hat uns als sein Zuhause angenommen, dann kann dies keine Fehlentscheidung gewesen sein. Mittlerweile weiß ich, dass Alice mir niemals hätte eine Bitte abschlagen können. Ich hätte von Anfang an für sie die Entschedung treffen sollen,
Momo wollte aber erst auch keine weitere Katze haben und hat sich später super mit Alice angefreundet.

Tierschutzvertrag: 14 tägige Probezeit
Im Tierheim bekam ich die Auflage, Mio 14 Tage zu testen, ob es mit uns klappen würde. Eine Probezeit sozusagen. Und diese Probezeit war nicht überschritten, als ich ihn zurückbringen wollte, zu dem mir auch der Tierschutz geraten hatte, als ich um Rat bat. 

Zurück ins Tierheim / Gescheiterter Versuch
Doch was ich bei diesem Versuch erleben musste, hätte nicht nur Mios, sondern auch mein Herz gebrochen. Als ich Mio in die Transportkiste stecken wollte, schrie er aus tiefster Seele und urinierte dabei vor lauter Angst. So einen herzzerreiseneden Schrei hatte ich zuvor noch nie gehört. Ich werde diesen seelischen Schmerzenslaut niemals mehr vergessen, der nun tief in meiner Seele eingebrannt ist. For ever. Mio wollte bei uns bleiben, und hat dafür gekämpft, es zu dürfen. Und nun liegt es an mir, dass daraus sich Bestmögliches noch entwickeln wird, auch mit professioneller Hilfe.

Eingewöhnungsphase / Katzenzusammenführung
Diese habe ich als sehr anstrengend und bewegend erlebt. Ich musste über mehrere Wochen beide Katzen räumlich trennen und habe eine Extratüre anbauen lassen. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, weiß ich heute, was wir drei alles geschafft haben. Das waren für mich neue aber wichtige Erfahrungen und für irgendwas werden sie gut sein. 



Tierkommunikation mit Mio

Mios Ängste, wieder abgeschoben zu werden
Mio schickte mir in Zeitabständen immer wieder einen Duft, einen Kotduft, weil er große Angst hatte, wieder abgeschoben zu werden, solange, bis er sicher war, dass er bleiben durfte. Mitten in der Nacht wachte ich von dem Kotduft auf. Die Katzentoilette war bei Überprüfung aber immer sauber. Heute, nach drei Jahren, haben sich diese Dürfte nicht mehr wiederholt. Mio fühlt sich mittlerweile sicher. 

Alice hat die älteren Rechte
Alice gegenüber entwickelte ich einen Beschützerinstinkt. Ich wollte, dass Mio sie respektiert, da er sie häufig auflauernd erschrecken musste. Immer, wenn ich ihn auf den Arm nahm und ich ihm das mit den älteren Rechten sagte, haute er mich mit der Pfote und kratzte mich. Mittlerweile macht er das nicht mehr, weil ich diesen Spruch nicht mehr sagen muss, denn sie haben beide dieselben Rechte, dennoch passe ich immer auf, dass meine Alice gut behandelt wird, und dass er sie nicht stresst.

Begrüßung 
Ich frage Mio jeden Tag nach einer Begrüßung; denn wenn ich ihn nach der Arbeit rauslasse, und er schnell zur Gartentür rennt, weil er es nicht abwarten kann, raus zu kommen, dann frage ich:

"Mio, sagst du mir nicht Hallo? Sag mir doch Hallo"
Mio bleibt stehen, hört auf zu rennen, und lässt sich von mir begrüßen und graulen. Und das macht er nur, wenn ich ihn dazu auffordere, und dies jeden Tag. Ansonsten rennt er einfach weiter, um endlich rausgelassen zu werden. 

Meine Katzen haben nur kontrollierten Ausgang. Sie sind TeilzeitfreigängerInnen, das heißt, sie dürfen nur raus, wenn ich zu Hause bin.

5. Neue Erfahrungen mit Mio und Alice

30.11.2020
Ich hatte vor einer Woche neue Kuschelmatten gekauft, um von den Fleecedecken wegzukommen, da sie viele Katzenhaare anziehen. Außerdem wollte ich zu diesen Matten greifen, weil man sie auf den Bogen legen kann, da Mio viel auf dem Boden liegt. Mio hatte eine Woche gebraucht, bis er die Matte annehmen konnte. 



03.12.2020


Ich hatte jede Menge von diesen Kuschelmatten in verschiedenen Größen gekauft, so als Vorrat, damit ich waschen und auswechseln kann. Ich wollte die anderen Matten in den Schrank wegpacken. Alice, die alles beobachtet haben muss, bekommt das mit, mauzt mich an. Ich schaue ihr in die Augen, als wollte sie, sagen: " Sind die alle nur für Mio?, bekomme ich denn keine?" Tatsächlich hatte ich ihr keine angeboten, obwohl ich für sie mitgekauf hatte. Daraufhin habe ich eine von den kleineren Matten wieder aus dem Schrank gepackt und auf ihren kleinen Sessel gelegt und schwupps ist sie draufgesprungen und sie schien die Matte mehr als zu genießen. Ich habe ihren Wunsch telepathisch aus ihren Augen herauslesen können, wie sich das sofort gezeigt hat.

04.12.2020




17.02.21


Noch immer ihre Lieblingsdecke, auf der sie wie ein Embryo schläft. 


23.01.2021
Nun liegen ein paar Monate zurück, als Alice mich wieder in die Küche gelockt und mich aufgefordert hat, mich auf den harten Küchenboden zu setzen, damit sie auf mir kuscheln konnte.


Mi. 17.02.2021
Gestern kam ich früher von der Arbeit, und Alice nutzte dies. Sie lockte mich erneut mit ihr Stimmchen in die Küche. Ich musste mich also wieder auf den Boden setzen. Und sie kuschelte sich auf meinen Schoß. Wir schmusten miteinander. Ich bin dann mit meinen Gedanken abgedriftet. In meinem Kopf ist immer viel los. Jede Menge Lesehobbys verursachen bei mir nach Dienstschluss häufig denselben Stress, wie man ihn von der Arbeit her kennt. Der Abend ist dadurch sehr kurz. Meine Alice merkt das, sie hat auch meine Gedanken über die Arbeit und zu meinen Büchern aufgenommen, als sie schnurrend auf meinem Schoß lag, und sie meine innere Hektik und meine Ambivalenz sehr genau wahrgenommen hatte, als ich eigentlich auch zu meinen Büchern wollte. Als sie mir schließlich im Traum eine Botschaft schickt. 

Alice im Zug vergessen; Auf den ersten Blick ein Albtraum. Bei näherer Betrachtung aber eine Botschaft 
Ich befand mich mit meiner Alice im Zug. Sie lag neben mir auf dem Sitz. Wir waren beide relaxt. Plötzlich befand ich mich draußen. Ich hatte den Zug verlassen. Am Gleis, als mir plötzlich bewusst wurde, dass ich meine Alice darin vergessen hatte, erschrak ich. Meine Ailce war weg. Der Zug war weg. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Wie konnte ich nur meine Katze im Zug vergessen? Ich wartete, bis der Zug wieder zurückkam, wenn er die Strecke abgefahren hatte. Es kam aber nur die Lok, und der Lokführer sagte mir, dass er eine Katze gesehen habe, die aber jemand mitgenommen hätte.

Die Botschaft
Auf dem Weg zur Arbeit dachte ich über die Bedeutung des Traumes nach, und ich mich fragte, wie ich meine Katze nur im Zug habe vergessen können? Wie konnte das passieren? Dabei erinnerte ich mich an den Vorabend, als ich mit Alice mental kommuniziert hatte, und ich mich im Stillen bei ihr entschuldigt habe, dass ich wenig Zeit hätte und ich zu den Büchern müsste  Ich bekam die Antwort im Traum. Sie sprach Tacheles mit mir. Schonungslos geigte sie mir ihre Meinung. Sie wollte mir sagen, dass ich mit meinen Gedanken immer woanders bin, wenig bei ihr. Und ob die Bücher und alles andere Drumherum nicht wichtiger wären als sie? Und sie hatte recht.

Durch meinen anspruchsvollen Alltag bin ich immer so tief in Gedanken, dass ich alles um mich herum vergesse; Beruf, Bücher, Buchbesprechungen, etc., da geht tatsächlich viel in mir vor.  Alice`s Botschaft: Ich solle ganz bei ihr sein und ich solle aufhören, mich von anderen Dingen ablenken zu lassen. Im Hier und Jetzt leben.

Diese ungeschminkte Antwort hat so viel bewirkt, dass ich dankbar bin, weil Alice mich wachgerüttelt hat. Das war mit auch ein Grund, weshalb ich die sozialen Netzwerke verlassen habe, um mehr Zeit für meine Tiere zu haben.

Ich hatte Alice nach diesem Traum mental versprochen, dass ich daran arbeiten werde. Ich liebe meine Katze über alles und ich möchte, dass sie das zu spüren bekommen. Die Liebe sollte keine Floskel sein. Bücher und digitale Welten dürfen einfach nicht wichtiger sein als ein Lebewesen, das eines Tages nicht mehr anwesend sein wird

Tierkommunikation aus der Ferne
Wenn ich auf der Arbeit bin, möchte ich mir wieder angewöhnen, so wie früher, als Momo noch da war, in kurzen ruhigen Momenten meinen Tieren mental meine Herzensverbundenheit zuzusenden. TIERKOMMUNIKATION aus der Ferne.

Ende Februar 2021


07.03. 2021


Sa. 13.03.21



Immer wieder lockt mich meine Alice auf den Küchenboden und immer wieder folge ich ihrem Ruf. Sie ist jetzt 14 Jahre alt und ich genieße jeden Moment, den ich mit ihr teilen kann, auch, weil ich nicht weiß, wie lange sie noch hier auf Erden verweilen wird. 

21.03.2021
Heute hatte sie sich wieder mit mir auf dem Küchenboden gelegt. Und immerzu beteuerte ich ihr, wie wichtig sie mir sei, wie viel sie mir bedeute. Und jedes Mal, wenn ich ihr bestimmte Worte sage, visualisiere ich zusätzlich Herze, die in ihr Herz und ins Universum strömen, dort, wo sie später ihren Platz einnehmen wird. Das müssten momentan unendlich viele Herzen sein. 


Dann plötzlich wollte ich ihr meine an sie gerichteten liebende Worte vorsingen, weil sie sich wiederholt hatten. Aus diesen Worten habe ich ein Mantra gemacht. Eine ganz einfache aus der Situation heraus eine Melodie improvisiert und aufgenommen, sodass ich das Lied mit dem Video im Duett singen konnte. Das hat ihr wirklich gefallen. Sie hat sich richtig in meinen Schoß eingekuschelt. 

Im zweiten Durchlauf, als wir erst wieder eigene Wege gegangen sind, habe ich das Lied in der Küche vor mich hingesummt, dann mit dem Video im Duett wieder laut gesungen. Alice hört das, kommt in die Küche, schlängelt sich um meine Beine, ich setze mich also wieder auf den Küchenboden. 

Sie setzt sich zu mir und hört zu:


Ich singe weiter, dann legt sie sich in meine Nähe  ... 


Ich singe immer weiter und weiter. Wiederholt spule ich die Worte auf unserem Lied wie ein Mantra ab. Alice kommt näher, und lehnt ihr Köpfchen auf mein rechtes Bein.


Ich singe weiter im Duett mit der Videobegleitung, und Alice wird immer anschmiegsamer, sodass ich meine gesungenen Worte mit einer liebevollen Gestik unterstreiche.


Sind das nicht wunderschöne Aufnahmen? Sie genießt es mit geschlossenen Augen. Ich gehe nicht einmal ans Telefon, wenn es klingelt, weil ich in diesem Moment ganz für sie da sein möchte. Und das soll sie spüren, dass sie die Nummer eins ist. In diesem Lied hat sie mich ganz alleine. Es gibt nur nur sie und mich, ohne Momo und ohne Mio. Und ihre Botschaft im Hier und jetzt zu leben habe ich beherzigt.

Mir kommt es einzig und allein auf meine Katze an. Ich wünsche mir so sehr, dass ihr Bäuchlein wieder mit Fell bedeckt wird. Ihren weißen Fleck vermisse ich so sehr. Ich hoffe, dass mir das gelingen wird. Ich befürchte aber fast, dass ich die zehn Jahre nicht aufholen kann, die der Momo so sehr für sich gekostet hat. Ich werde mir das später, wenn sie mal nicht mehr hier ist, sicher groß vorwerfen. Ich leide schon jetzt im Stillen unter Schuldgefühlen, obwohl mir auch bewusst ist, dass wir Menschen keine Heiligen sind, und wir dadurch auch Fehler machen müssen, um aus ihnen lernen zu können.
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Jeder kann die Welt mit seinem
Leben ein kleinwenig besser machen.
(Charles Dickens)

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Ein Mensch ... erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle, als etwas vom Rest Getrenntes - eine Art optische Illusion seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist einem Gefängnis vergleichbar, das uns auf unsere persönlichen Wünsche und die Zuneigung für die wenigen Personen reduziert, die uns am nächsten stehen. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Radius unseres Verständnisses und Mitgefühl erweitern, um alle Lebewesen und die gesamte Natur in ihrer ganzen Schönheit zu erfassen. 
(Albert Einstein)