Montag, 20. Juni 2022

Ronja von Wurmb-Seibel / Wie wir die Welt sehen (1)

Ich schreibe und lese weiter, dabei In Gedenken an die Kriegsopfer; an alle Menschen und Tiere dieser WELT.
Ich fordere eine ganzheitliche Bildung für Herz und Verstand!
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Pixabay-Foto
Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen 
und 
wie wir uns davon befreien

Nun wird es aber Zeit, dieses Buch endlich zu besprechen, von dem ich vor mehreren Wochen so sehr geschwärmt habe. Es war spannend zu lesen, von der ersten bis zur letzten Seite und hat mir sehr viel Freude bereitet. In meinen Kreisen habe ich es zwischenzeitlich mehrfach weiterempfohlen und einmal sogar verschenkt. 


Die Autorin hat mich ein wenig aus meiner politischen inneren Einsamkeit herauslocken können. Ihre Berichte würde ich von anderen Zeitungen jederzeit vorziehen. Sie machen Mut, sie geben Kraft, sie helfen, den Fokus auf das Gute zu setzen, weil sie das sind, was Presseberichte sein sollten; wertfrei, differenziert und gut recherchiert. 

Ich gehe in meiner Besprechung hauptsächlich auf die ersten Seiten ein. Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass sich die späteren Kapitel als uninteressant erwiesen haben. Nein, das haben sie keineswegs. Nur auf den ersten Seiten sind genau die Punkte aufgeführt, mit denen ich im Alltag häufig zu kämpfen habe. Es tut in der Seele weh, wenn bestimmte Personengruppen von der Presse durch einseitige Berichte diffamiert werden ...

Das Aufführen späterer Kapitel würde den Rahmen hier zu sehr sprengen. Ich möchte mit meiner Buchbesprechung allen aufgeschlossenen Leser*innen nur neugierig machen, ohne das komplette Buch rezitieren zu müssen. Außerdem ist mir mehr nach einem Diskurs zumute, wenn doch der Inhalt von jedem selbst aus dem Buch zu entnehmen ist.

Aber am Ende dieser Besprechung habe ich speziell zu diesem Buch aus dem Youtube-Kanal ein Video hochgeladen, das sogar persönlich von der Autorin besprochen wird. Es ist ihre Buchpremiere von Februar 2022. So könnt ihr euch ein umfassenderes Bild dazu machen. Ein sehr lebendiges Video.

Fettgedruckte Zitate wurden durch mich hervorgehoben. 

Ein kurzes Zitat habe ich in meine Signatur gesetzt, passt wunderbar als Kontrast in diese einseitige und empathielose, rationale Praxis unserer hiesigen Politiker*innen. 

Ich lade euch ein, zwecks einer Diskussion in die Kommentare zu schreiben.

Hier geht es zum Klappentext, Autor*inporträt, zu den ersten Leseeindrücken und zu den Kommentaren. 

Um was geht es in diesem Sachbuch?
Wie aus dem Klappentext zu entnehmen ist, bekommen die Leser*innen hier methodisch einen anderen Blick zu der medialen Berichterstattung zu lesen. Fragen werden beantwortet, wie z. B. Geschichten entstehen. Wie diese in die Medien getragen werden. Unter welchen Einflüssen der Stoff gesammelt und geschrieben wird, bevor er fertig als Geschichten bei den Leser*innen in den Köpfen landet und deren Gedankenwelt wiederum beeinflussen. Geschichten sind niemals einseitig, sie werden größtenteils nur einseitig erzählt, so auch die Autorin. 

Wurmb-Seibel spricht aus ihrer eigenen journalistischen Berufspraxis und lässt ein wenig hinter die Kulissen schauen. Obwohl sie gerne die Nachrichten verfolgt hatte, distanziert sie sich konsequent von dem regelmäßigen Medienkonsum aus folgenden Gründen:

Ich bin Journalistin. Ich liebe Geschichten. Und ich liebe Zeitungen. Ich liebe es, beim Lesen von einem Artikel zum anderen zu springen, nicht wissend, wo ich mit dem nächsten Text landen werde. Ich liebe es, in eine Geschichte einzutauchen, in ihr herumzuspazieren, mich umzusehen, alles aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken, so lange, bis ich irgendwann wieder an Land gehen und zurück in die Gegenwart kommen will - jedes Mal verwandelt, auf eine mir unerklärliche, nahezu magische Weise: Als würde ich die Welt und meinen Platz darin mit neuen Augen sehen. 

Trotzdem habe ich seit Jahren keine Zeitung mehr gelesen. Ich schaue keine Nachrichten, keine Talkshows, keinen Brennpunkt. Ich habe keine News-App auf meinem Handy und wenn ich beim Autofahren Radio höre und Nachrichten beginnen, schalte ich noch vor der ersten Meldung weg. Hin und wieder komme ich nicht darum herum, für meine Arbeit Nachrichten zu lesen. Ansonsten meide ich es, wann immer es geht. (7,2022)

Ich finde diese Textstelle wunderschön beschrieben und kann ihr sehr nachfühlen.

Geschichten anders erzählen
Die Autorin schlägt vor, die Geschichten anders zu erzählen. Z. B. den Leser*innen Lösungsansätze anbieten. Dokumentationen von Menschen darlegen, die sich in einer ähnlichen Krise befunden haben, um aufzuzeigen, wie sie aus ihr herausfinden konnten. 

Es geht nicht darum, Negatives auszusparen, nur noch Wohlfühlgeschichten zu erzählen oder Recherchen auf irgendeine Weise 'weicher' zu machen. Im Gegenteil: Gerade politische, kritische, hart recherchierte und investigative Geschichten profitieren davon, wenn Journalisten auch mögliche Auswege berichten. Die Psychologin Jodie Jackson bringt es in einem Interview auf den Punkt: 'Wer aufzeigt, dass ein als unlösbar geltendes Problem lösbar ist, übt Druck aus auf Regierung und Opposition - und hinterfragt so die Machtverhältnisse. (24)

Wie Medien unser Weltbild prägen und beeinflussen
Außerdem beschreibt das Buch, wie die Medien unser Weltbild beeinflussen und wie sie bei einseitigen Negativberichten die menschliche Psyche sogar belasten. Worst-Case-Szenarien: Selbst wenn wir an Katastrophen bzw. den Unglücken der Protagonisten nicht beteiligt waren, erleben wir die Erzählungen real, als habe man sie selbst erlebt. 

Zusätzlich beantwortet sie die Frage, weshalb negativ besetzte Schlagzeilen stärker ansprechen als positive? Warum lassen sie sich besser verkaufen? Was macht es mit dem Kopf, der permanent mit, so die Autorin, Junkfood gefüttert wird?

Medienberichte als unsere geistige Nahrung
Ist der Mensch, was er isst? Die Autorin vergleicht die geistige Nahrung mit körperlicher Nahrung. Vollwertnahrung versus Junkfood. Vollwertnahrung, ein Mix wichtiger Nährwertstoffe, während Junkfood einseitig und auf Dauer konsumiert krankmachend ist. Das finde ich sehr schöne Vergleiche, die auch für unseren Geist zutreffen. Geistiges Junkfood ist nicht nur ungesund für Kopf und Seele, es gefährdet sogar den Umgang mit anderen Menschen, wenn Vorurteile und Stereotype von der Presse forciert werden. Nicht zielführend, wenn man sich nach einem Weltfrieden um den gesamten Globus sehnt und man Menschen aus Krisenländern mit Misstrauen begegnet.

Was hat mir besonders gut gefallen?
Diese andere Art von differenziertem Blick. Mir hat gefallen, dass die Autorin sich den Klischees und den Stereotypen widersetzt und sie bewusst darauf verzichtet. Das einbindende Wir anstelle das ausgrenzende Ihr hat mir ganz besonders imponiert. Ein kleines Wörtchen zwar, aber als ein Personalpronomen sticht es kontextuell mächtig heraus.

Stellen wir uns vor, die Nachrichten würden uns Tag für Tag nicht nur zeigen, dass Missstände und Ungerechtigkeiten existieren, sondern dass gesellschaftlicher Wandel bereits passiert. Dass sich überall auf der Welt Menschen dafür ins Zeug legen, damit wir freier, sicherer und selbstbestimmter leben können.

Es gibt diese Menschen in jedem Land. In jeder Stadt. In jedem Dorf. Nur in den Nachrichten finden wir sie fast nie. Stellen wir uns einmal vor, es wäre anders. Wie würde das ihr Leben verändern? Wie würde es ihre Entscheidung beeinflussen? (27)

Was macht es so schwierig wahrzunehmen, dass die Welt überall bunt ist? Begriffe wie rückständige Länder gehören m. E. abgeschafft. Menschliche Entwicklungen können sowohl kollektiv als auch im Stillen und vereinzelt stattfinden, für das äußere Augen nicht immer sichtbar. Es könnte dadurch mit einer respektvolleren Sicht so viel wertfreier und dadurch friedlicher auf unserem Planeten zugehen. 

Was hat mir nicht gefallen?
Immer wieder die Vorstellung, wie Menschen bestimmter Länder zu erscheinen haben. 

Während meiner Zeit in Kabul habe ich immer wieder erlebt, dass Kolleg*innen in deutschen Redaktionen verwirrt waren, wenn meine Berichte nicht ihren Vorstellungen von Afghanistan entsprachen. Obwohl sie selbst noch nie dort gewesen waren und niemanden kannten, der oder die dort aufgewachsen war, glauben sie zu wissen, wie das Leben, der Krieg und sogar einzelne Menschen auszusehen hatten. Als mein Partner und ich einen Dokumentarfilm über die Afghan Peace Volunteers drehten, eine Gruppe Jugendlicher Friedensaktivisten, hörten wir während des Schnitts mehrfach, die Protagonist*innen sehen ja gar nicht aus wie echte Afghanen, eher wie junge Menschen aus Europa. Jugendliche, die Jeans und T-Shirts tragen und offenherzig vor einer Kamera über ihre Gefühle sprechen - so konnten Afghanen unmöglich sein. Zu sehr wie wir, zu wenig wie die anderen. Zu wenig fremd.

Cover und Buchtitel
Beides sehr passend. Der Buchtitel hält, was er 
verspricht. 

Zum Schreibkonzept
Das Buch besteht aus einem Umfang von 238 Seiten. Auf der ersten Seite befindet sich einleitend ein passender englischsprachiger Vers von Elif Şafak, darauf folgt ein Inhaltsverzeichnis mit neun Kapiteln und einem Nachwort. Im Anhang findet man einen Quellennachweis und anschließend darauf aufbauende Literaturempfehlungen.
Der Schreibstil ist flüssig und mit vielen Beispielen belegt.

Meine Meinung 
Weshalb Vorurteile und Stereotypen so mächtig sind und es schwierig ist, sich davon zu befreien, möchte ich gerne für alle hier zusätzlich festhalten; hierzu ein Erklärungsversuch von der Autorin:

Wenn wir dutzende Male die gleiche Realität gezeigt bekommen, können wir uns irgendwann einfach nicht mehr vorstellen, dass um sie herum noch etwas anderes existiert. Journalist*innen sind vor dieser Wahrnehmungsfalle nicht geschützt. Im Gegenteil: Weil wir überdurchschnittlich viele Nachrichten konsumieren, glauben wir schnell, dass wir die Welt überdurchschnittlich gut kennen. In vielen Fällen sind es jedoch bloß immer die gleichen Geschichten, die Journalist*innen kennen - und berichten. (38)
Doch nicht erst seit der Pandemie sind solche Negativberichte zu beobachten, aber seit der Pandemie vermehrt.

Die Macht der Medien / Rufmord
Häufig ist es schaurig zu lesen, wie viel Macht die Medien haben, wenn Bücher oder Zeitungen einseitig schlecht über bestimmte Menschengruppen geschrieben haben. Ich bekomme richtige Gänsehaut und fühle mich den Artikeln gegenüber ohnmächtig. Sämtliche südeuropäische Länder, islamische Länder und viele andere, die nicht in unser Konzept passen und als Exoten angepriesen werden, leiden unter solch einer Presse. Die Medien haben ihnen den guten Ruf gestohlen, so nenne ich es mal, ihnen ihre Identität als Mensch geraubt, was mit einem Rufmord gleichzusetzen wäre. Selbst nach Jahrzehnten wird nicht revidiert, obwohl sich auch in diesen Ländern einiges an Entwicklung vollzogen hat. Der verlorene Ruf kann gefühlt nicht mehr rehabilitiert werden. Diese stigmatisierten Länder haben keine Chance, aus den Vorurteilen jemals wieder herauszukommen, solange der Stil an Presseberichten sich nicht verändern wird, zu tief sitzen sie in den Köpfen der ausländischen Medien, während über die Missstände nordischer Länder eher zurückhalten und nur marginal berichtet wird. Sie erleben das andere Extrem, da über sie hauptsächlich nur Gutes berichtet wird. 

Wenn Jahrzehnte lang nur einseitige Dokumentationen konsumiert wurden und das Meiste davon noch als sehr konfliktreich mit wenig Aussicht auf Veränderung, so besteht die Gefahr der inneren Abstumpfung, wobei ich die Beobachtung mache, dass über die Deutschen in Deutschland weitaus differenzierter herangegangen wird. Auch nehme ich eine größere Sensibilität gegenüber den eigenen Landsleuten wahr. Man reagiert ihnen gegenüber sehr viel empfindlicher als anderen Völkern gegenüber; wenn alle Deutschen stereotypisiert und sie somit in eine Schublade gepresst werden, gibt es zu Recht ein großer Aufschrei. Allerdings wird diese Sensibilität selten an Menschen nichtdeutscher Nationen übertragen, die über andere Lebensweisen verfügen als die eigenen. Ich frage mich häufig, ob diese Spaltung durch die Medien und durch die Regierung mutwillig angstschürend gewollt ist? 
Frieden kann nur durch gegenseitigem Respekt erworben werden (Gabriele Krone-Schmalz)

Diskriminierung ausländischer Gewaltverbrecher*innen
Ich denke hiezulande an die Gewaltverbrechen. Verübt ein*e Migrant*in ein Verbrechen, wird es in den Medien sehr großzügig aufgebauscht und bleibt tagelang oder länger die Nummer eins in den Schlagzeilen. Die Nationalität wird dabei immer erwähnt. Bei einem deutschen Gewaltverbrechen dagegen bleibt die Nationalität und häufig auch der Name verborgen und die Schlagzeile ist am nächsten Tag schon wieder obsolet. Polarisierte Welt ausschließlich als Gut und Böse zu verkaufen, Schlagzeilen dramatischer Art, färben unsere Wahrnehmung mit den unbunten Farben von Schwarz und Weiß, von Gut und Böse. Das geht so weit, dass diese Sichtweisen von der Mehrheit der Gesellschaft noch als sachlich richtig abgetan werden. 

Länder mit einer intakten Regierung, die für alle Menschen gleichermaßen gut sorgt, deren Bürger*innen haben es nicht nötig, krumme Wege zu gehen, um es sich im Land gut gehen zu lassen. Hierbei sind z. B. Schweden und Finnland tatsächlich ein gutes Beispiel, und deren Politiker*innen sind nicht darauf angewiesen, in ihrem Land andere Länder schlecht zu machen.

Empathielosigkeit
Die Abgrenzung zu Völker anderer Nationen führt meiner Beobachtung zufolge häufig in die Empathielosigkeit. Böse ist nicht immer der, der in unserem Wertesystem durch Gesetzesbruch Böses begangen hat:

Damit es blitzschnell und in großem Umfang zu barbarischer Gewalt kommt, müssen nicht unbedingt mehr Menschen unmoralisch oder böse werden, es genügt, wenn eine ausreichend große Zahl abstumpft. Menschen, die gleichgültig, voneinander isoliert, gewissermaßen atomisiert und zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind, als dass sie sich um andere sorgen würden. Menschen, die das Leid anderer weder interessiert noch anrührt. Der Mangel an Gefühl ist das gefährlichste Gefühl von allen. (Wurmb-Seibel zitiert Elif Şafak, 71)

Besteht eine Bereitschaft für ein buntes Menschenbild? - Ein Anfang zum Weltfrieden
Ich ziehe das in Zweifel. Diese Schlagzeilen in Ihr und Wir, daran halten die meisten Deutschen von den Medien vorgelebt fest. Mutwilligkeit? Kann die Welt außerhalb von Deutschland in Richtung Süden tatsächlich so böse sein? Wären die Menschen wirklich solche unfähigen und bemitleidenswerte Kreaturen, dann müssten einige Länder längst dem Untergang geweiht sein. Da dies aber nicht der Fall ist, muss es auch Gutes in ihnen geben. Zur besseren Orientierung benötigen viele Menschen solche Vorgaben. Aber auf Kosten anderer?

Es fällt uns schwer zu erkennen, wie viel uns verbindet - wie viele Gefühle, Wünsche, Träume, Hoffnungen, wie viel Angst und Schmerz. Anstatt zu sehen, wie viel wir gemeinsam haben, legen wir unseren Fokus auf das, was uns trennt. Fragen Sie sich einmal, (...) welche Wahrheiten über marginalisierte Minderheiten sind in Deutschland im Umlauf? Wie facettenreich sind unsere Darstellungen von Schwarzen Söhnen, migrantischen Vätern und muslimischen Großmüttern? (36)

Mein Fazit?
Ein wunderbares, fulminantes Buch. Einleuchtend. Überzeugend, wenn auch nicht ganz neu für mich. Trotzdem inspirierend für mich, zu wissen, mit den Beobachtungen nicht ganz so falsch zu liegen. Macht Lust, die sowohl lesende Herangehensweise, als auch die eigene Sichtweise und das eigene Erzählen von Geschichten auch im Alltag bewusst mit mehr Farbe zu transformieren, ohne die Angst zu haben, als naiv und als Realitätsleugnerin abgestempelt zu werden. Jeder kann nur bei sich selbst anfangen. Ich beginne damit, zu meiner bunten Wahrnehmung zu stehen und mich weiterhin durch den einseitigen Journalismus gegen die Benachteiligung aller Randgruppen einzusetzen.

Und dazu verhilft mir auch mein Blog, denn hier kann mir keine*r Hausverbot erteilen, symbolisch gedacht. 

Wie ist das Buch zu mir gekommen?
Ich habe es zufällig auf dem Bloggerportal entdeckt. Der Buchtitel hat mich durch meine derzeitige persönliche Krise mit Presse und Politik sofort angesprochen. 

Vielen herzlichen Dank an den Kösel Verlag für das Bereitstellen des Leseexemplars.

Und hier eine Lesung zu dem Buch auf Youtube / Eine Buchprämiere mit der Autorin Ronja Wurmb-Seibel vom Februar 2022


Dazu kann ich euch auch unbedingt das Buch von Gabriele Krone-Schmalz Respekt geht anders empfehlen, s. hier, auditiv oder in Printe - Version. Einige Zitate werde ich gleich noch in die Kommentare setzen, nach dem ich es soeben zu Ende gehört habe. 

Meine Bewertung - 14 Punkte

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Empathisch, fantasievoll) 2 Punkte: Differenzierte Geschichten und Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichten
2 Punkte: Anregung zur Vertiefung, zum weiteren Erforschen und zur Erkundung
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
2 Sonderpunkte wegen des Lesehighlights.

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Ich hamstere kein Speiseöl,
keine Hefe,
kein Mehl
und sonstige Lebensmittel!
Ich hamstere stattdessen:
Bücher
Musiknoten
Notizhefte
leere Tagebücher
Stifte
Musik;
obwohl ich weiß,
dass man Papier nicht essen und nicht trinken kann.
Aber die Buchstaben und die Musiknoten beruhigen mich nun mal 🙈.
Sie nähren meine Seele und meinen Geist von innen!

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Stoppt die Milliarden für die Aufrüstung!
Investiert  die Milliarden in Bildung und Menschlichkeit!
Für einen Wohlfühlort für alle!
Soldaten! Hört auf Bomben zu werfen! 
Werft Weizensamen! (Andrej Kurkow)

Soldaten; nieder mit den Waffen! (M. Gandhi)
Alle!
Nie wieder Krieg! (Käthe Kollwitz)
Kriegswillige Politiker an die Front!
Empathische Frauen und Männer an die Macht!
Solidarität mit Ukrainer*innen und allen friedliebenden
Menschen dieser Erde!
Solidarität mit russischen Kriegsgegner*innen!
Schluss mit Diskriminierungen!
Liebe für alle! Hass für keinen! (Ahmadiyya-Muslime)
Kriege entstehen aus dem Scheitern,
das Menschsein der Anderen zu verstehen.
(Dalai Lama)
Wir brauchen keinen Krieg! Krieg brauchen diejenigen, 
denen Gerechtigkeit fremd ist und die die Völker versklaven wollen.
(Andrej Kurkow)
Der Mangel an Gefühl ist das gefährlichste Gefühl von allen. (Elif Şafak)

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Ein Wettrennen mit der Zeit
Fazit: Je schneller man das Leben lebt,
desto weniger Zeit kommt dabei heraus.

Neues Fazit:
Ich habe keine Zeit mehr, keine Zeit zu haben.
Es gibt zu viel zu tun! In meinem
 Tempo!

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Imprecht für alle!
Impfzwang für keinen!

Partnerschaft zwischen
Wissenschaft und Intuition!

Lesen mit Herz und Verstand!
Um die Welt, Menschen und Tiere
besser zu verstehen.

Mitgefühl für alle Mitseelen / Mitgeschöpfe
Deine Probleme könnten meine Probleme sein,
und meine Probleme könnten Deine Probleme sein.
Mein Schmerz, Dein Schmerz
Dein Schmerz, mein Schmerz.
Wir sind alle fühlende Wesen.
(Den Tieren eine Stimme geben)

Klopf an dein Herz, denn dort sitzt 
das Genie!
(Alfred de Musset)

Auch Expertenwissen ist subjektiv!
(Tom Andersen / Psychiater und Syst. Therapeut)

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Gelesene Bücher 2022: 06
Gelesene Bücher 2021: 17
Gelesene Bücher 2020: 24
Gelesene Bücher 2019: 29
Gelesene Bücher 2018: 60
Gelesene Bücher 2017: 60
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86

Ich höre:
Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, Teil 3
Ovid - Metamorphosen
Fjodor F. Dostojewski: Der Idiot
Helene Schucmann u. William Thetford: Ein Kurs in Wundern
Gabriele Krone-Schmalz: Respekt geht anders
(Diese Autorin spricht mir auch aufgrund der aktuellen polit. Lage aus der Seele.)
Spencer Wise: Im Reich der Schuhe


Montag, 6. Juni 2022

Impfrecht für alle! Impfpflicht für keinen! - Warum ich denke, dass das nicht erwünscht ist

Ich schreibe und lese weiter, dabei In Gedenken an die Kriegsopfer; an alle Menschen und Tiere.
Ich fordere eine ganzheitliche Bildung für Herz und Verstand!
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Eine innere Stimme?
Wo-ist-sie?
Wem-gehört-sie? 
Gibt-es-sie-noch?
Wem müssen wir in schwierigen Fragen folgen?
Der inneren oder der äußeren Stimme?
Wohin uns eine strikte Rationalität führen kann, soll dieser Text angelehnt an einem Podcast zu Die Abschaffung der Seele führen. Autor*innen und Sprecher*innen sind Julia Weiß, Sabrina Khalil und Ulrich Allroggen, die sich auf das Buch von Klaus Schwab Die vierte industrielle Revolution beziehen.

Ich habe beschlossen, nun einen Blogbeitrag über unsere Coronapolitik und alles, was damit zusammenhängt, zu eröffnen, damit wir hier die Möglichkeit bekommen können, uns zu dieser Thematik in den Kommentaren zu äußern. Ich habe über einen Mix zwischen dem Vierenkrieg und dem heißen Krieg Beiträge geschrieben, weil ich darin Zusammenhänge knüpfen konnte, ich aber den Fokus mehr auf den heißen Krieg gesetzt habe, da ich die Hauptthematik Kriegsausbruch in Europa nicht mit Kommentaren über die Coronapolitik überschwemmen wollte, weshalb ich jetzt 
auf einer separaten Blogseite dafür Platz schaffen möchte. 

Es hat etwas gedauert, bis ich mir diese Seite zutrauen konnte. Ich wollte nicht mehr so viel an eigener Meinung dazu schreiben, und habe in mich hineingehorcht. Was tun? Einen Text, über die vielen kritischen Gedanken zu unserer politischen Lage habe ich schon recht häufig geäußert. Nach so vielen zwangsaufgesetzten Maulkörben durch die breite Masse in der Gesellschaft war dies aber auch nötig. Das Vertrauen ist durch die Politiker*innen und ebenso durch das gemeine Volk, das die Politiker*innen größtenteils mitunterstützt hat, ziemlich erschüttert. Obwohl mir mittlerweile bewusst ist, dass es nicht nur mir so ergangen ist. Viele Journalist*innen und Wissenschaftler*innen hätten ähnliche Erfahrungen mit mir teilen können. Wo sind die vielen kritischen Ärzt*innen, die ich einst mal kannte? Wo sind sie nun alle versteckt? Ich kenne persönlich kaum noch eine*n. Das ist sehr traurig, wenn aus deren Mündern alle nur dasselbe an einseitigen, unausgegorenen Theorien festhaltend, zelebriert wird. 

Nun hat mich Andrej Kurkow mit seinen Büchern noch weiter sensibilisiert und das zuletzt gelesene Werk Die Welt des Herrn Bickford, siehe hierhat mich in meiner Beobachtung über die schleichende Entwicklung einer in Ansätzen zu spürenden Diktatur hierzulande bestätigt. Noch immer lässt mich dieses Buch nicht los. Darin hatte ich noch Mitgefühl für die vielen Normalen, die sich wie Marionetten an den Fäden haben ziehen und führen lassen. Eine eigene Orientierung besaßen sie durch den langwierigen epochalen politischen, despotischen Machtapparat nicht mehr. Und doch verstand ich mein Mitleid den Figuren gegenüber nicht. Warum Mitleid? Durch den Streifzug der russischen Geschichte war  deutlich geworden, dass die Menschen sehr wohl die feste Absicht hegten, eine neue Regierung zu wählen, doch mit der Wahl eines neuen Ministers etc. wurden sie abermals mit menschenfeindlichen Reformen enttäuscht. Nach der Wahl sind sämtliche Hüllen und Masken gefallen und der Neue zeigte sein wahres Herrschaftsgesicht. Ein Präsident zum Beispiel, der sich einst für die Armen, für die Arbeiter und für die Bauern einzusetzen bereit war, outete sich nach der Wahl zu einem Despoten, dem Menschlichkeit plötzlich fremd zu sein schien ... Ich gehe explizit  bewusst auf keinen Namen des russischen Politikers ein, weil solche Arten von Machtergreifenden gegenwärtig überall auf der Welt neu in Erscheinung treten können. 

Sind die Menschen deshalb Opfer? Wenn man bedenkt, dass Politiker*innen eines Landes gegenüber einem Volk in der Minderzahl stehen, könnte von der Mehrheit mehr bewogen werden, um zum Beispiel macht- und profitgierige Politiker*innen zum Stürzen zu bringen. Aber durch gekonnte manipulative Techniken von Seiten der Herrscher, die bis tief in die menschliche Psyche greifen, sind sie dazu nicht in der Lage. Ich verweise hierzu auch auf Ian McEwans Buch Die Kakerlake, siehe hier. Eine kafkaeske Metamorphose nur in umgekehrter Folge. Ein Käfer, der sich zu einem Menschen, zu einem nimmersatten parasitären Politiker verwandelt, der seine Fühler stets dazu nutzt, um die Bedürfnisse seiner Wähler* innen feinfühlig zu seinen Gunsten zu erspüren... Ihr seht, ich versuche an das Gute im Menschen zu glauben. Ich werde morgen Abend meine Buchbesprechung dazu verlinken. 

Aber so traurig wie das klingt, es sind die Normalen, die für das Böse mitverantwortlich sind. Auch sie schaden Menschen und je nach Situation sogar massiv ... . Diese ist auch in den sozialen Netzwerken z. B. am Umgangston sehr gut zu beobachten und zu spüren, aber dort kann man sich mit einem einfachen Mausklick einfach entziehen. Im realen Leben ist dies allerdings nicht möglich. 

Und darum geht es hauptsächlich in Kurkows Buch, wie die Masse, die sog. Normalen, ein politisches System tragen und unterstützen. Die Normalen sind es, die ihm Macht verleihen. Ich habe auch in meinen Kommentaren dazu zitiert, zu welchen Konsequenzen ihr blinder Gehorsam in einer Gesellschaft führen kann. Da müssen wir nicht nur nach Russland schauen. Hitler hätte mit seiner mörderischen Judenpolitik niemals so viel Erfolg gehabt, hätten ihn die Mehrheit der Deutschen dabei passiv und / oder aktiv nicht unterstützt. 

Heißer Krieg und Vierenkrieg, in Zügen die neue Entwicklung eines totalitären Staates durch unsere scheinbare Expertokratie auf falschem Gebiet, denn alles muss zum Beispiel durch den Monitoring und den Alarmismus perfekt kontrolliert und überwacht werden; Sanktionen und Ausgrenzung waren die Folge für Menschen, die das System zu hinterfragen begonnen hatten, und sich weigerten, ihm zu folgen. Eine miese und linke Impfpflicht durch die Hintertür wurde von der alten Regierung eingeführt und von der neuen fortgesetzt, u. v. m. . Diese Umgangsformen haben uns gesamtgesellschaftlich menschlich und wirtschaftlich gespalten und nicht weiter gebracht. Jene Politik hat mehr geschadet als genützt.

Ich bin in mich gegangen, und habe überlegt, wie ich einen Blogbeitrag aus dieser Thematik machen könnte, auf dem ich nicht nur mich hören muss. Und habe gewartet, bis die Zeit mich rief. Manchmal kommt das Wissen zu mir und so geriet ich auf einen Podcast aus dem Youtube-Kanal, der genau diese Themen behandelt, ohne dass ich gezielt danach suchen musste, da ich nicht damit gerechnet habe, Autor*innen mit ähnlichen Verknüpfung zwischen Russland und Deutschland zu finden.

Interessanterweise gehen die Autor*innen speziell auch auf russische Diktatoren ein und stellen ähnlich wie ich durch die repressive politische Entwicklung in Deutschland eine Verbindung zu uns her, und wir Gefahr laufen, auf eine Diktatur zuzusteuern. Und genau diesen Podcast möchte ich nun hier parallel zu meinen geschriebenen Worten hineinstellen.

Ein Podcast über Die Abschaffung der Seele von der Autorin Julia Weiß, Sabrina Khalil und Ulrich Allroggen

Sieben Seiten davon habe ich mithilfe moderner Geräte transkribiert, weil man sich lesend einen schnelleren Überblick verschaffen kann. Den Rest könnt ihr euch aus dem Podcast am Ende des schriftlichen Teils selbst erarbeiten. Ich lade herzlichst dazu ein:

Herzlich willkommen bei Radio München

Verblüffend offen legen das Weltwirtschaftsforum, kurz  WORLD ECONOMIC FORUM (WEF), und sein Vorsitzender Klaus Schwab in ihren Vorträgen und Publikationen dar, dass sie gedenken, in die Natur des Menschen und seine Beziehung mit allen ihnen zu Gebote stehenden technischen Mitteln einzugreifen. Menschen, Tiere und Pflanzen sollen völlig neu entworfen werden. Die Natur des Menschen steht zur Disposition. 

Hören Sie hier den Text Die Abschaffung der Seele von der Autorin Julia Weiß, Sabrina Khalil und Ulrich Allroggen haben ihn eingelesen.

Das eigentliche Ziel totalitärer Ideologie ist nicht die Umformung der äußeren Bedingungen menschlicher Existenz und nicht die revolutionäre Neuordnung der gesellschaftlichen Ordnung, sondern die Transformation der menschlichen Natur selbst, die, so wie sie ist, sich dauernd dem totalitären Prozess entgegenstellt. Was in der totalen Herrschaft auf dem Spiel steht, ist wirklich das Wesen des Menschen. Hannah Arendt, 1951 

Als eine der einflussreichsten Institutionen der westlichen Welt setzt das WEF seine Pläne seit 2020 mit überwältigender Geschwindigkeit in die Tat um, Arbeitstitel: The Great Reset, Einfallstor: die Pandemie. Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass das Weltwirtschaftsforum mit seinem Transhumanismus totalitäre Ziele verfolgt. Trotzdem scheint eine Mehrheit nach wie vor darauf zu vertrauen, dass die globalen Wirtschaftseliten im Großen und Ganzen zum Wohl der Menschheit handeln. Das ist ein Irrtum und zwar unabhängig davon, ob diese Eliten selbst davon überzeugt sind, Gutes zu tun oder nicht. 

Ein modischer begriff wie "Transhumanismus" kann einen ziemlich unberührt lassen, wenn man sich nicht ohne Scheu vor Augen führt, was er bedeutet. Irreführenderweise suggeriert er, dass das damit bezeichnete Vorhaben noch irgendetwas mit human, Humanität oder Humanismus zu tun hat; (2:24) das hat es nicht. Zutreffender wäre es, von Antihumanismus zu sprechen, denn das transhumanistische Anliegen läuft darauf hinaus, alle Lebendigkeit überhaupt abzuschaffen. Dieses Projekt ist in seiner Vermessenheit ganz sicher zum Scheitern verurteilt, aber es könnte lebenden Müll, Elend und großes Leid verursachen.

 Deshalb soll im Folgenden deutlich gemacht werden, dass und warum die Pläne des Weltwirtschaftsforums zutiefst totalitär sind. Als Hauptauskunft dient Klaus Schwabs Buch Die vierte industrielle Revolution. Weil diese Publikation des WEF dessen Pläne besonders unverblümt beschreibt und, obwohl bereits 2016 erschienen, nach wie vor mit den Äußerungen des überaus einflussreichen Davoser Forums übereinstimmt. Als Hintergrund und Maßstab dieser Einschätzung dient Hannah Arendts berühmtes Werk: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. In ihrer Analyse der totalitären Systeme ihrer Zeit des Stalinismus und des Nationalsozialismus hat Hannah Arendt ein Streben nach Kontrolle entdeckt, das über die Machtambitionen von Diktatoren, Despoten und Tyrannen aller Art weit hinausgeht. 

Das eigentliche Ziel totalitärer Ideologie ist nicht die Umformung der äußeren Bedingungen menschlicher Existenz, und nicht die revolutionäre Neuordnung der gesellschaftlichen Ordnung, sondern die Transformation der menschlichen Natur selbst. Die, so wie sie ist, sich dauernd dem totalitären Prozess entgegenstellt. Was in der totalen Herrschaft auf dem Spiele steht, ist wirklich das Wesen des Menschen. 

 Was die totalitären Eliten miteinander verbindet, sei:

die Überzeugung von der Allmacht des Menschen. Dem moralischen Nihilismus des 'Alles ist erlaubt' haben sie durch den sehr viel radikaleren Nihilismus eines 'Alles ist möglich' erst seine wirkliche Grundlage gegeben. Ihnen genügt die Hybris, wirklich zu meinen, dass alles gemacht werden kann, dass alles Gegebene nur ein zeitweiliges Hindernis ist, das durch überlegene Organisation überkommen werden kann. (5:00)

Ersetzt man 'überlegene Organisation' durch 'überlegene Technik', beschreibt das ziemlich genau die Überzeugungen des Weltwirtschaftsforums. Bereits im ersten Satz seines Buchs sagt Klaus Schwab, dass die von ihm so getaufte vierte industrielle Revolution

  ... nichts Geringeres als die Transformation der Menschheit mit sich bringt.

Die diese Revolution treibenden Technologien werden ...

 ... unsere menschliche Identität grundlegend verändern. 

Sie werden verändern ...

 ... was es bedeutet, ein Mensch zu sein. 

 Die vierte industrielle Revolution Zitat verändert, wer wir sind.

Diese Vorstellungen sind in der Tat umstürzend: Mit ihrer Verwirklichung würde der Mensch - und auch andere Lebewesen - endgültig zum Objekt industrieller Produktion werden. Die Natur wäre in keiner Weise mehr etwas Gegebenes, das als solches ein Existenzrecht und eine Würde besitzt. Synthetische Biologie und Neurotechnologie machen laut Schwab die tiefgreifenden Veränderungen der menschlichen Natur möglich. Die synthetische Biologie ...

 ... wird es uns ermöglichen, Organismen durch das Schreiben von DNA maßzuschneidern. 

 Das wiederum ...

... ermöglicht die Schaffung von genetisch veränderten Pflanzen oder Tieren, sowie die Veränderung von Zellen erwachsener Organismen, einschließlich des Menschen. (6:48) 

Alle lebenden Organismen und alle noch nicht geborenen Organismen sind nunmehr Objekte der Gestaltung:

Wir sind mit neuen Fragen konfrontiert, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, wenn es darum geht, die genetischen Codes zukünftiger Generationen zu verändern. (7:09) 

Fortschritte in der Medizin, die dadurch möglich werden, finden zwar oft Erwähnung, aber es geht doch eindeutig ums ganze Genom, ...

... Es ist jetzt viel einfacher, das menschliche Genom in lebensfähigen Embryonen präzise zu manipulieren. Wir werden in Zukunft wahrscheinlich Designer-Babys sehen.

 Wikipedia verdeutlicht noch einmal, dass es in der synthetischen Biologie darum geht, ..

 ... biologische Systeme zu erzeugen, die in der Natur nicht vorkommen.

 und man beachte, ...

... diese Systeme sind der Evolution unterworfen.

Das WEF begrüßt diese Aussichten nicht nur, es hält die Wissenschaft auch für fähig, sie jederzeit umzusetzen. ...

... Stellen Sie sich eine Welt vor, in der wir unsere Wunschkörper selbst gestalten können. In dieser Welt können wir auch die mit uns lebenden Pflanzen und Tiere entwerfen und wieder entwerfen. Wir können Organismen verändern und sie so formen, wie wir sie haben wollen und das ist nicht die Welt von morgen. Man braucht dazu keine Fantasie. Das ist die Welt von heute. 

Der ganze Mensch wird zum Gegenstand technischer Gestaltung und ebenso werden es seine Beziehungen zu anderen Menschen und Dingen. Die Neurotechnologie ...

... umfasst alle Verfahren oder Geräte, bei denen die Elektronik eine Schnittstelle zum Nervensystem bildet, um die neuronale Aktivität zu überwachen oder zu regulieren. (8:57)

 Die Möglichkeiten, das zu tun, sind derart vielfältig, so das Weltwirtschaftsforum, dass sie ...

... den menschlichen Körper in eine neue Technologieplattform verwandeln.

Dagegen hat das WEF nichts einzuwenden. Wir treten damit ...

... in die Ära des 'Internet der Körper' ein: Wir Sammeln unsere physischen Daten über eine Reihe von Geräten, die implantiert, verschluckt oder getragen werden können. Das Ergebnis ist eine riesige Menge an gesundheitsbezogenen Daten, die das Wohlbefinden der Menschen auf der ganzen Welt verbessern. (9:21)

Aber nicht nur das:

Gleichzeitig können die Daten aus dem Internet der Körper genutzt werden, um Vorhersagen und Rückschlüsse zu treffen, die den Zugang einer Person oder Gruppe zu Ressourcen wie Gesundheitsversorgung, Versicherung und Beschäftigung beeinflussen können. 

Die Erfahrung dass, 'Beeinflussen' auch Sperren bedeuten kann, haben viele Bürgerinnen und Bürger bereits gemacht. Ohne Impfpass gab es bei uns bis vor kurzem zum Beispiel keinen Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken, Theatern oder Schwimmbädern. Während der Trucker Proteste in Kanada ließ Premierminister "Joung Global Leader" des WEF Justin Trudeau die Konten der 50.000 Trucker und ihrer Unterstützer kurzerhand sperren. Angesichts solcher Willkür-Eingriffe in die schlichtesten Rechte unliebsamer Bürger kann es nicht verwundern, dass viele darin die Drohung sehen: Wenn Dein Verhalten uns nicht gefällt, sperren wir Deinen Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen. Aber man muss ja nicht alles so negativ sehen, denn ...

... Neurofeedback - die Möglichkeit, die Gehirnaktivität in Echtzeit zu überwachen, bietet zahllose Möglichkeiten, um Süchte zu bekämpfen, das Essverhalten zu regulieren, und die Leistungen vom Sport bis zum Unterricht zu verbessern. (10:59)

Das klingt gut. Keine Dicken mehr, keine Süchtigen und lauter gut überwachte Schulkinder, die nie mehr herum hampeln, vor Langeweile einschlafen, geistesabwesend aus dem Fenster träumen, oder Blödsinn machen. Keine Pippi Langstrumpf mehr, kein Tom Sawyer, keine Alice im Wunderland. Schüler wie der Lernverweigerer Winston Churchill oder Alexander von Humboldt, der als Kind ebenfalls eine geringe Auffassungsgabe gezeigt haben soll, würden von den Gehirnprogrammieren des WEF zu unauffälligen, gut angepassten Schülern gemacht, wenn wir mal annehmen, dass die Neurotechnik tatsächlich funktioniert. Es würde in einem solchen Überwachungssystem, der vom 'richtigen' Lernverhalten abweichende Schüler oder Student zwangsläufig für falsch befunden werden und das Lehr- und Lernsystem für richtig. 

Überhaupt: Nicht die Arbeitswelt, nicht die Schulen, nicht unsere Lebensbedingungen brauchen eine Generalüberholung, sondern wir:

Stellen Sie sich die vielfältigen Möglichkeiten vor, wie wir die Art und Weise, wie wir Lernen, Arbeiten und Leben zum Besseren verändern könnten.

 Und, ganz aktuell, um alle eventuellen Widerstände aus dem Weg zu räumen,

Stellen Sie sich vor, wie wir dazu beitragen könnten, all unsere Gehirne und Köpfe besser für die vierte industrielle Revolution zu rüsten.

Idealerweise werden wir also zunächst mittels Neurotechnik positiv eingestimmt auf die vierte industrielle Revolution und dann erfahren wir am ehemals eigenen Leibe bzw. der ehemals eigenen Seele, was es heißt, von ferne kontrolliert und nach wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen versteht sich, verhaltensoptimiert zu werden. Dabei ist es folgerichtig ganz unerheblich, was wir selber wollen denken oder fühlen:

Unsere Geräte werden immer mehr zu einem Teil unseres persönlichen Ökosystems. Sie hören uns zu, sie nehmen unsere Bedürfnisse vorweg und helfen uns bei Bedarf, auch wenn wir sie nicht darum gebeten haben. (13:36)

So, hier mache ich mal Schluss mit meiner sehr, sehr zeitaufwendigen Transkription. Es ist lohnenswert, sich den Rest auditiv abzuholen. 
Hoffen wir, dass der Mensch wach wird ... 

Und hier dieses Video in voller Länge: 

Die Abschaffung der Seele - Von Julia Weiss, Sabrina Khalil und Ulrich Allrogen


Doch ein absichtlicher Laborvirus?, frage ich mich ... Wem das alles zu negativ ist, und an diese künstliche Intelligenz nicht wirklich glauben kann, und es in der oben gegebener Form noch immer nicht wahrhaben möchte, so verweise ich auf das Buch von Ian McEwan: Menschen wie ich. Klick hier.

Als ich diesen McEwan gelesen habe, konnte ich es nicht wahrhaben. Mir hatte dieser Buchband partout nicht gefallen, doch jetzt, seit dem Ausbruch der Pandemie, halte ich alles für möglich. 

Nochmals zu Kurkow. Ich wollte zweimonatlich ein Buch von ihm lesen. Aber dazu bin ich seelisch nicht in der Lage. Mich stimmen diese Bücher dermaßen betroffen, dass ich Zeit benötige, bis ich mit einem weiteren Werk mein Leseprojekt fortzusetzen in der Lage bin. Die Anhebung meiner eigenen Sensibilität kann ich mir nicht weiter leisten. Sind es die Verkehrten, die solche Bücher lesen?

Ich mache jetzt Schluss. Ich möchte nicht weiter schreiben, aber ich lade zum Diskutieren in den Kommentaren ein. 

Mein Fazit: Ich gebe das Gute im Menschen nicht auf, weil jeder Mensch Gutes in sich trägt, wir alle haben beide Pole in uns, gute und böse. Jeder Mensch muss sich nur entscheiden, für welche Seite er sich einzusetzen bereit ist, welche Seite er stärker mit Nahrung füttern möchte. Jeder Mensch besitzt Potenziale, sich, die Welt und seine Mitmenschen reicher zu machen, statt ( sich) und oder anderen zu schaden. Aber ... 

... (w)er in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. 
(Johann Wolfgang von Goethe)

Vielen herzlichen Dank an die Autor*innen und Sprecher*innen dieses so tollen Podcasts. Es macht Mut, zu wissen, dass draußen in der Welt noch andersdenkende Menschen zu finden sind. 

Im Folgenden verlinke ich nach und nach zu verschiedenen Podcast. 

Ulrike  Quérot: "Unsere Demokratie muss vor Corona gerettet werden"


Mir macht es zudem noch Sorgen, dass es uns ähnlich geht wie den russischen Wählern. Sie wählen eine neue Partei,  um sich von dem alten despotischen System zu befreien, und geraten in ein neues Unglück, erkennen nach der Wahl, als sich der Wolf aus dem Schafspelz schält ... Die hiesige Regierung wird bei uns abgewählt, da bin ich sicher. Was kommt danach? Es wird wieder zurück zur CDU gewählt. Auch hierhin bin ich mir sicher, hoffe aber, mich zu täuschen. Die CDU, die aus meiner Sicht ganz besonders auf der Seite der Profiteure steht, das ist kein Geheimnis ... kann auf gar keinen Fall eine Alternative sein.

Wir benötigen fähige Politiker, die sich um das Wohl aller Menschen einsetzen. Eine schlechte Partei lässt sich daran erkennen, wenn sie irgendeine Menschengruppe ausschließt. 

Im Folgenden ein neues Video, wem die Impfpolitik verknüpft mit dem Dauerimpfen tatsächlich nützt: "WHO- Generaldirektor wirbt entgegen jeglichen Studien für Corona-Maßnahmen".   



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Ich hamstere kein Speiseöl,
keine Hefe,
kein Mehl
und sonstige Lebensmittel!

Ich hamstere stattdessen:
Bücher
Musiknoten
Notizhefte
leere Tagebücher
Stifte
Musik;
obwohl ich weiß,
dass man Papier nicht essen und nicht trinken kann.
Aber die Buchstaben und die Musiknoten beruhigen mich nun mal 🙈.
Sie nähren meine Seele und meinen Geist von innen!

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Stoppt die Milliarden für die Aufrüstung!
Investiert  die Milliarden in Bildung und Menschlichkeit!
Für einen Wohlfühlort für alle!
Soldaten! Hört auf Bomben zu werfen! 
Werft Weizensamen! (A. Kurkow)

Soldaten; nieder mit den Waffen! (M. Gandhi)
Alle!
Nie wieder Krieg! (K. Kollwitz)
Kriegswillige Politiker an die Front!
Empathische Frauen und Männer an die Macht!
Solidarität mit Ukrainer*innen und allen friedliebenden
Menschen dieser Erde!
Solidarität mit russischen Kriegsgegner*innen!
Schluss mit Diskriminierungen!
Liebe für alle! Hass für keinen! (Ahmadiyya-Muslime)
Kriege entstehen aus dem Scheitern,
das Menschsein der Anderen zu verstehen.
(Dalai Lama)
Wir brauchen keinen Krieg! Krieg brauchen diejenigen, 
denen Gerechtigkeit fremd ist und die die Völker versklaven wollen.
(Andrej Kurkow)

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Gelesene Bücher 2022: 05
Gelesene Bücher 2021: 17
Gelesene Bücher 2020: 24
Gelesene Bücher 2019: 29
Gelesene Bücher 2018: 60
Gelesene Bücher 2017: 60
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86

Ich höre:
Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, Teil 3
Ovid - Metamorphosen
Fjodor F. Dostojewski: Der Idiot
Helene Schucmann u. William Thetford: Ein Kurs in Wundern
Gabriele Krone-Schmalz: Respekt geht anders
(Diese Autorin spricht mir auch aufgrund der aktuellen polit. Lage aus der Seele.)
Spencer Wise: Im Reich der Schuhe