Samstag, 30. September 2017

Sonya Fitzpatrick / Tierseelen im Jenseits (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Ich bin durch mit dem Buch und es hat mir recht gut gefallen, ohne die Frage beantworten zu wollen, ob ich überhaupt an das Jenseits glaube. Zur besseren Veranschaulichung, wie die Autorin mit den Tieren in Kontakt tritt und wie sie überhaupt mit der Tierkommunikation begonnen hat, sollen die folgenden englischsprachigen 

Videos auf youtube zeigen, s. u. . Unabhängig davon, ob ich diese Theorie mit dem Jenseits in Frage stelle oder nicht, haben mir die vielen Tiergeschichten sehr gut getan. Viele Fragen habe ich in dem Buch finden können, die ich mir nach Momos Tod, mein Kater, selbst auch gestellt hatte. Fragen wie z.B., ob er es gut bei mir hatte, ob er sich von mir geliebt gefühlt hat, und ob es richtig war, ihn gehen zu lassen. Interessant fand ich, welche Antworten dabei für die Ratsuchenden herausgekommen sind. 

Interessant war zudem für mich zu lesen, wie andere Menschen mit der Trauer ihres verstorbenen Tieres umgegangen sind. 





Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Der Tod eines Haustieres ist für viele ebenso schlimm wie der Verlust eines geliebten Menschen. Und auch die trauernden Tierbesitzer stellen sich oft Fragen wie: Warum musste das geschehen? Ist mein Tier glücklich, wo es jetzt ist? Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein anderes Haustier zu mir nehme?Sonya Fitzpatrick ist nicht nur in der Lage, mit Tieren telepathisch zu kommunizieren, sie kann auch mit den Seelen im Tierhimmel Kontakt aufnehmen. Einfühlsam gibt sie Antworten auf all diese Fragen, spendet den Menschen Trost und hilft ganz konkret, die Trauer zu bewältigen.

Die 77-jährige englische Autorin ist eine erfahrene Tierkommunikatorin. In England gibt es eine TV-Sendung mit ihr, in der TierbesitzerInnen sie telefonisch kontaktieren können, um Problemfragen, bezogen auf das Haustier, stellen zu können. Die Autorin soll durch die Tiere auf metaphysischer Ebene Infos preisgegeben haben, die sie nicht hätte wissen können …

Sonya Fitzpatrick kam 1940 mit einem Hörfehler auf die Welt, sodass sie dadurch in ihrer Kindheit keine richtigen menschlichen Spielgefährten hatte, und sie stattdessen viel mit ihren Haustieren nonverbal kommuniziert hat. Eine Fähigkeit, so die Autorin, über die eigentlich jedes Kind verfügen würde, nur im Laufe der Zeit verliert das Kind durch die Erziehung diese wieder …

Die Geschichten in dem Buch sind recht einfach, beschreiben exakt das Leben der Tiere mit ihren Menschen. Es geht um Abschiede, um Verluste, es werden Gewissensfragen behandelt und viele Krankheiten, mit denen die Haustiere zu kämpfen hatten. Und viele andere Themen mehr…

Mich hat das Sterben und das Loslassen sehr beschäftigt. Wann ist der Zeitpunkt der richtige, sich von seinem Haustier zu trennen? Mich selbst plagten nämlich Schuldgefühle, ob ich meinen Kater Momo am 31.08.2017 nicht zu früh habe gehen lassen? So die Autorin:
Sollten Sie je in diese Lage kommen, dass Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, dann horchen Sie in Ihre Gefühle hinein. Ihre Gefühle kennen die richtige Entscheidung bereits, (2014, 145).

Ein Tier einschläfern zu lassen, erfordert für mich immer eine ungeheure Kraft, da ich mir immer gewünscht habe, dass meine Tiere einen natürlichen Tod sterben. Aber ich habe das nie geschafft. Ich fühle mich von der Autorin verstanden:
Ein Haustier einschläfern zu lassen, gehört sicher zu den schmerzlichsten Erlebnissen eines tierlieben Menschen. Aber es ist auch (…) ein großes Geschenk für ein Tier, das große Schmerzen hat und dem das Leben in einem Körper zur Last geworden ist. (155)

Tröstlich ist auch, dass kein Tierarzt zu einer Erlösungsspritze raten würde, wenn sie nicht angebracht wäre. Ja, ich hatte mich Tage später mit der Frage gequält, ob ich meinen Tierarzt nicht hätte davon abhalten sollen? Diese Frage stelle ich mir nun nicht mehr.


Mein Fazit?

Die vielen Tiergeschichten und der Prozess mit dem Sterben des kranken Tieres hat mir doch gezeigt, dass der Umgang mit den vielen traurigen Themen bei den meisten  Menschen doch sehr ähnlich ablaufen. Ich habe auf vielen Seiten dieses Buches Trost finden können. Die Geschichten waren alle sehr authentisch geschrieben ...


Weitere Informationen zu dem Buch

Ich möchte mich recht herzlich beim Ansata-Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar bedanken. 

·         Broschiert: 192 Seiten, 16,99 €
·         Verlag: Ansata (28. Juli 2014)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3778774824

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Ansata, Randomhouse München.  

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Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist
von hier an einen anderen Ort,
und wenn es wahr ist, was man sagt,
dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden,
welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?
(Sokrates)

Gelesene Bücher 2017: 41
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Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Montag, 25. September 2017

Sonya Fitzpatrick / Tierseelen im Jenseits

Klappentext
Kommunikation zwischen Mensch und Tier – auch über den Tod hinaus
Der Tod eines Haustieres ist für viele ebenso schlimm wie der Verlust eines geliebten Menschen. Und auch die trauernden Tierbesitzer stellen sich oft Fragen wie: Warum musste das geschehen? Ist mein Tier glücklich, wo es jetzt ist? Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein anderes Haustier zu mir nehme?
Sonya Fitzpatrick ist nicht nur in der Lage, mit Tieren telepathisch zu kommunizieren, sie kann auch mit den Seelen im Tierhimmel Kontakt aufnehmen. Einfühlsam gibt sie Antworten auf all diese Fragen, spendet den Menschen Trost und hilft ganz konkret, die Trauer zu bewältigen. Für jeden Leser dieses berührenden Buches steht am Ende fest: Es gibt keine traurigen Tiere im Himmel!


Autorenporträt
Sonya Fitzpatrick ist weltweit eine der bekanntesten Tierkommunikatorinnen. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in England, entwickelte sie schon von Kindesbeinen an die Fähigkeit, sich mit Tieren auf telepathischem Weg zu verständigen. Mit dieser faszinierenden Gabe hat sie bereits zahllosen Menschen geholfen, Einblick in die verborgene Seelenwelt ihrer Haustiere zu nehmen und eine neue Dimension im Zusammenleben von Mensch und Tier zu erschließen. Sonya Fitzpatrick lebt mit ihren Katzen und Hunden in Texas.
Klingt etwas kitschig und esoterisch, ich weiß, aber ich habe Lust, manchmal auch solche Bücher zu lesen, weil ich über einige Erfahrungen feinstofflicher Art verfüge. Sowohl mit meinen beiden Katzen Momo und Alice, als auch mit sterbenden Menschen in meiner damaligen Hospizarbeit. Seit Momo tot ist, habe ich viel meditiert und habe dabei geistige , transzendente Erfahrungen gemacht, die sehr bedeutsam für mich waren, die man aber auch nicht jedem weitererzählen möchte. 

Weitere Informationen zu dem Buch

·         Broschiert: 192 Seiten, 16,99 €
·         Verlag: Ansata (28. Juli 2014)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3778774824

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Ansata, Randomhouse München.  
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Wenn die Erde schreien könnte,
wären wir alle taub.
(Spruch vom Tierheim Darmstadt)




Freitag, 22. September 2017

Anna Porter / Mord auf der Buchmesse

Lesen mit Tina


Klappentext
Bestsellerautorin Margaret Drury Carter wird auf der Frankfurter Buchmesse der Star des Jahres sein. So jedenfalls hat es ihre Lektorin Marsha Hillier geplant. Sie hat für die Weltrechte der nächsten drei Romane von Margaret zwanzig Millionen Dollar gezahlt - ohne bisher einen einzigen Buchstaben gesehen zu haben- und will die Lizenzrechte auf der Messe so teuer wie möglich an ihre internationalen Kollegen verkaufen.Auf dem festlichen Bertelsmann- Empfang im Intercontinental, zu dem nur die internationale Verlagselite geladen wird, ist Marshas  Deal in aller Munde.Bei Hummer und Champagner wird- wie jedes Jahr- der neuste Branchenklatsch ausagetauscht. HIer hofft Marsha eine Gelegenheit zu finden, dem Agenten Andrew Myles die ersten Kapitel von Margarets neuem Roman abzuringen. doch dazu soll es nicht kommen.Die Party ist in vollem Gange,als Marsha Andrew tot in seinem Sessel findet.Verdächtige gibt es viele, der New Yorker Agent war nicht unbedingt beliebt. Auch Marsha wird von der Frankfurter Polizei verhört. Und verdächtigt.Denn ein Mordskandal könnte den Marktwert der so teuer eingekauften Autorin durchaus erhöhen.Margaret aber amcht Marsha einen dicken Strich durch die Rechnung:Nach einem Mittagessen im Kreise ihrere internationalen Verleger reist sie, von Andrews Tod schwer betroffen, aus Frankfurt ab.Am nächsten Abend schlägt der Tod noch einmal zu. Diesmal ist sein Opfer ein britischer Verleger, einer der letzten Mitbieter in der Auktion um Margarets Weltrechte.Allmählich beginnt Marsha um ihr eigenes Leben zu fürchten. Nicht zu Unrecht. Kaum nach New York zurückgekehrt, warten eine Reihe unangenehmeer Überraschungen auf sie.Sie erfährt das Büchermachen ein mörderisches Geschäft sein kann...


Autorenporträt
Anna Porter ist eine kanadische Schriftstellerin und Verlegerin. Sie ist Autorin von mehreren Kriminalromanen und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der internationalen Verlagsszene. Nachdem sie Schlüsselpositionen in vielen großen amerikanischen und kanadischen Verlagshäusern innehatte, ist sie seit einiger Zeit selbst Verlegerin des Hauses Key Porter Books in Toronto.
Ich bin zwar keine Krimileserin, aber hier musste ich einfach eine Ausnahme machen, da nun recht bald die Frankfurter Buchmesse wieder starten wird. In ungefähr zwei Wochen ist es soweit. Und wir freuen uns sehr darauf, wobei ein Krimi eher erschreckend ist, sich vorzustellen, dass dort Morde begangen werden … Aber wir können gut zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.

Mal schauen, wohin uns diese Morde bringen werden.

Abbruch:

Ich konnte das Buch leider nicht weiter lesen. Ich stecke noch viel zu sehr in meiner Trauer von Momos Tod, mein erst kürzlich eingeschläferter Kater. Ich habe einfach das Bedürfnis, Bücher über Tiere zu lesen und viel zu meditieren. 

Außerdem bin ich keine Krimileserin, aber befände ich mich nicht in Trauer, ich würde das Buch nicht abbrechen, da es ja nicht besonders dick ist. Ich werde Tinas Buchbesprechung verfolgen, da es mich schon auch interessiert, von wem diese Doppelmorde auf der Buchmesse begangen wurden und was die Beweggründe waren.

Es war schön zu lesen, geistig auf der Buchmesse zu sein, und auch noch Frankfurt. Es hätte ja auch Leipzig sein können. Doch leider verlässt man nach ca. 100-150 Seiten die Buchmesse, viele sind wieder nach Hause gereist. Da wäre ich schon gespannt, wie der Kommissar Hübsch seine Ermittlungen bei einer dermaßen großen geografischen Entfernung weiter nachgehen kann. Viele von den Figuren sind aus Amerika, aus Holland, aus England, aus Kanada ... angereist und es stehen ca. 500 Leute in Verdacht. Wir privaten Leute kennen die Buchmesse in einer sehr bescheidenen Form. Wir sind nur BesucherInnen, LeserInnen, während die Leute, die richtig mit Büchern zu tun haben, wie z.B. Verlage, AgentInnen, LektorInnen, SchriftstellerInnen, etc. für diese werden richtige Partys veranstaltet. Auf dieser Party, eine davon die Bertelsmann-Party, sind Normalsterbliche nicht eingeladen. Ich wusste bis dato gar nicht, dass es Buchmessenpartys gibt. Nun ja, dort wurden zwei Morde verübt ... Dieses Buchmesseflair hat mir gut gefallen, konnte mich gut hineinversetzen, abgesehen von den Morden, die fand ich nicht gut, aber es ist ja ein Krimi ... Ich könnte aber ein Buchmessebuch gut auch ohne Morde vertragen.

Wo hatte ich meine Schwierigkeiten? Dass der erste Mord schon gleich auf den ersten Seiten verübt wurde und man es mit vielen Namen zu tun bekommt, deren Gesichter ich mir schwer vorstellen konnte, da die Charaktere noch gar nicht ausgebildet waren. Das hat mich ein wenig überfordert, jetzt, in der für mich noch schweren Zeit, wo es mir etwas an Konzentration fehlt ...  

Wenn Tina mit dem Buch durch ist, werde ich hier ihren Link reinsetzen. 

Hier geht es zu Tinas Buchbesprechung. 





Montag, 18. September 2017

Colin Thompson: Bücher öffnen Welten

Lesen mit Anne


                                                                                                                                                      

Klappentext
Peter macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Buch "Für immer leben". Nach vielen Irrwegen stößt er auf den einzigen Menschen, der das Buch gelesen hat, das uralte Kind. "Colin Thompson erzählt davon, was in und hinter den Büchern geschieht, die uns sonst nur den Rücken zukehren." (DIE WELT) "Diese Parabel auf den Sinn von Leben und Sterben, von Werden und Vergehen ist, ... ähnlich wie "Der kleine Prinz" von Saint-Exupéry, ein Buch für jede Altersstufe." (NDR)


Autorenporträt
Colin Thompson wurde 1942 geboren und ist ein englisch-australischer Schriftsteller und Illustrator für Kinder- und Jugendliteratur. Er hat mehr als 70 Werke verfasst und ein Puzzles mit Büchermotiven wie sie in seinem hier voliegendem Werk zu finden sind, entwickelt.

Das Buch ist mit seinen 40 Seiten schnell gelesen, obwohl man angehalten ist, nicht schnell zu lesen, denn in dem Werk gibt es viel zu schauen und zu bestaunen. Jede Menge Bücher auf jeder Seite und jede Seite ist anders. Bücher öffnen Welten, damit ist der Buchtitel sehr gut getroffen. Sich Zeit lassen und entdecken. Originell fand ich die Figur das uralte Kind. Ich schreibe aber jetzt zu dieser Figur nichts weiter, sonst hat man schon zu viel verraten.

Mit Anne telefoniert: Auf jeden Fall ist dieses Buch jugendtauglich ohne Altersbeschränkung. Für Bücherliebhaber besonders geeignet aber auch für Kinder, die es mit Büchern nicht so haben. Jede Seite breitet eine ganze Welt von Büchern auf. Sehr farblich, sehr stilvoll und sehr originell. Eine Stadt von Büchern, die niemals aussterben wird … 

Und hier geht es zu Annes Buchbesprechung.


Weitere Informationen zu dem Buch

  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Lappan (15. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch, 9,99 €
  • ISBN-10: 3830361637
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Gelesene Bücher 2017: 39
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86

Sonntag, 17. September 2017

Rachel Urquhart / Das zweite Gesicht (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre



Das Buch hat mir recht gut gefallen. Es beinhaltet eine recht traurige Familiendramatik. Die Handlung spielt sich 1842 in Massachusetts statt.

Ich habe das Buch als einen historischen Roman aufgefasst, nachdem ich etwas in der Suchmaschine gegoogelt habe, da ich zuvor noch gar nichts über die Shaker-Klostergemeinschaft gehört habe. Das Kloster an sich wird als Die Stadt der Hoffnung bezeichnet.

Schwestern und Brüder gehen getrennte Lebensformen nach, sie zelebrieren aber gemeinsam die klösterlichen Regeln und Festivitäten. Inhaltlich unterscheidet sich diese Klostergemeinschaft nicht sonderlich von den Klöstern hierzulande, abgesehen von ein paar wenigen Merkmalen wie z.B. den praktizierenden göttlichen Ehrentanz ...

Sie verfolgen asketische und zölibatäre Lebensformen, d. h. sie leben streng religiös und fern von weltlichen Verlockungen. Die Shaker bezeichnet man als eine amerikanische Freikirche aus dem Jahre 1736. Der Name Shaker ist abgeleitet von dem rituellen Schütteltanz. Im Tanz verehren die Klostermitglieder Gott.



  Schütteltanz der Shaker, Radierung, ca. 1840


Gegenstand dieses Romans ist die Darstellung der Familie Kimbell, die aus vier Familienmitgliedern zusammengesetzt ist und auf einer recht heruntergekommenen Farm lebt. Das Familienoberhaupt Silas Kimbell erlebe ich hier als eine Bestie, das nicht nur die Farm heruntergewirtschaftet hat, das auch seine Tochter Polly schon im Alter von zehn Jahren angefangen hat sexuell zu missbrauchen und seinen kleinen Sohn Ben immer wieder versucht im Wasser zu ertränken. Ein Mensch, der besessen ist von blanker und roher Gewalt. Dass Ben noch lebt, ist Polly zu verdanken, die ihn immer wieder von dem Vater weggezerrt hat. Die Mutter ist selbst Opfer, und sehr eingeschränkt in ihrer Handlungsfähigkeit. Auch sie wird von Silas körperlich massiv misshandelt. Polly sieht nur noch einen Weg, die Familie von dieser Gewalt zu befreien. Sie zündet eines Nachts, als der Vater schon schläft, das Haus an. Der Brand wurde zusammen mit der Mutter gut geplant und erfolgreich durchgeführt. Die Mutter und der kleine Ben warteten in der Kutsche auf Polly.

Nach dieser Tat brennt das Haus lichterloh und die Familie reist mit den letzten Habseligkeiten davon. Die Kinder ahnen noch gar nicht, wohin die Reise geht. Die Mutter behält das für sich, bis sie mitten in der Nacht das Kloster aufsucht, mit der Bitte, die Kinder bei ihnen aufzunehmen, ohne die Gründe zu benennen … Nun beginnt ein neues Leben für Polly und Ben im Kloster und für die Mutter außerhalb dieser Einrichtung. Da das Kloster keine engen Banden duldet, werden gleich zu Beginn die Kinder voneinander getrennt. Das habe ich als recht furchtbar und lieblos erlebt. 

Im Kloster versucht Polly ihre Fassade zu wahren. Sie gibt sich erfolgreich als Seherin, doch die Klostermutter versucht hinter diese Fassade zu blicken. Sie mahnt Polly immer wieder zur Beichte. Da Polly darauf nicht eingeht, wird die Klostermutter Polly gegenüber immer misstrauischer …

Und Polly weiß noch gar nicht, dass sie schwanger ist. Das bekommt eine Mitschwester raus, die mit Naturheilverfahren arbeitet. Erst entwickelte sich zwischen der Schwester Charity und Polly eine Freundschaft, bis Charity eines Tages bemerkt, dass Polly schwanger ist. Ab diesem Zeitpunkt wendet sich Charity von Polly ab und bezichtigt sie als eine Hure, die ihre Fleischeslust nicht zu beherrschen wusste. Charity ahnte nicht, dass Polly das Kind ihres Vaters in sich trägt.

Aus Kimbals Nachbarschaft wird ein Branddetektiv eingeschaltet, der die Ursache dieses Brandes analysieren soll. Er begibt sich auf die Suche nach den Familienmitgliedern …

Mehr möchte ich nun inhaltlich nicht verraten. Nur noch ein paar Sätze zum Konzept der Autorin. Der Roman wird in verschiedenen abwechselnden Perspektiven erzählt. Mal aus der Sicht von Polly, dann wiederum aus der Sicht des Branddedektivs, aus der Sicht verschiedener Schwestern … Das hat den Roman noch zusätzlich lebendig gemacht. 


Buchbewertung:

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

Zwölf von zwölf Punkten.


Weitere Informationen zu dem Buch

Ich möchte mich recht herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar beim btb-Verlag bedanken. 

·         Taschenbuch: 416 Seiten
·         Verlag: btb Verlag (10. April 2017)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3442714826
·         ISBN-13: 978-3442714827
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Gelesene Bücher 2017: 38
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86




Freitag, 1. September 2017

Wenn mein geliebtes Haustier geht, dann geht ein Teil von mir mit ...


Selbsterfahrung in eigener Angelegenheit ... 


Gestern Abend, 31.08.2017, wurde mein geliebter Kater namens Momo gegen 17:30 Uhr eingeschläfert. 
Er litt unter verschiedenen Erkrankungen und trotz guter tierärztlicher Behandlung konnte mein Kater in seiner Endphase nicht mehr stabilisiert werden. Er war 15/16 Jahre alt und lebte bei mir und bei meiner zehn Jahre alten Katzendame Alice seit 10,5 Jahren. Momo litt unter einem chronischen Katzenschnupfen, und ich muss dankbar sein, dass er nicht schon mit zwölf Jahren daran gestorben ist. Ich habe ihn mit Vitaminen aufgepäppelt, mit ein paar klassischen homöopathischen Mitteln wenn der Schnupfen nicht zu stark war, mit Antibiotikum, wenn nichts anderes mehr geholfen hat. Und zuletzt litt er unter einer massiven Hautirritation, die ihn noch mehr geschwächt hat. Sein schwacher Körper hat es nicht mehr geschafft, mit der Hauterkrankung fertigzuwerden. Sinnbildlich und psychoanalytisch gedacht hat mir die Hauterkrankung gezeigt, dass Momo sich in seiner Haut nicht mehr wohlgefühlt hat. Er hat psychisch sogar sehr darunter gelitten, und ich mit ihm mit.  

Und zusätzlich wurde Momo zuletzt noch Krebs diagnostiziert. Recht spät, aber auch, weil ich meinen Tierarzt darüber nicht früher in Kenntnis gesetzt hatte. Ende letzten Jahres habe ich am Momos Bauch eine große Beule ertastet. Ich habe diese Beule für mich behalten, weil ich so Angst hatte, dass es Krebs sein könnte und so habe ich mir eingeredet, dass diese Beule ein gutartiges Fettgeschwulst sei, da Momo beim Abtasten kaum berührungsempfindlich reagierte. Aber ich hatte Momo ein Blutbild machen lassen, und die Werte waren nicht besorgniserregend. Eine OP wäre sowieso nicht in Frage gekommen, da Momo zu alt dafür gewesen wäre. In der Zwischenzeit haben sich jede Menge Knötchen an dieser Körperstelle entwickelt ...  Die Hautirritation kam wohl durch das Krebsgewebe in seinem Körper.

Mein Wohnzimmer hat sich in den letzten vier Wochen zu einem Pflegezimmer verwandelt. Überall noch zusätzliche Liegeplätze, mit einer speziellen Kühldecke, um den Juckreiz nicht noch weiter zu forcieren. Jede Menge Trink- und Fressnäpfe, da Momo immer weniger gegessen und getrunken hat, und ich die Hoffnung hatte, er könnte sich wieder regenerieren, er könnte wieder Appetit bekommen. Ich hatte ihm Hühnchen in der Pfanne gegart. In den ersten vier Wochen habe ich ihm mehrmals täglich sein Futter an seinen Schlafplatz hingetragen, wovon er hauptsächlich nur die Soße geschleckt hat. Zuletzt verweigerte er jegliche Futterangebote.
Er hatte sich in der Höhle seines Kratzbaumes zurückgezogen, wo ich ihn schwer erreichen konnte. Eine starke Wesensveränderung, wo er doch sonst immer meine Nähe gesucht hat. 

Warum schreibe ich dies auf meinen Literaturblog? Weil ich viele kätzige, buchige Erlebnisse mit Momo hatte. Und weil ich das große Verlangen verspüre, auf irgend eine Art und Weise mich mit Menschen, die in der selben Lage sind, zu verbinden. Dies nimmt mir ein wenig die innere Einsamkeit während dieser entsetzlichen Trauerphase ...

Das eine oder andere Buch, das ich vor mehreren Jahren schon gelesen habe, ich es jetzt unbedingt nochmals lesen möchte, und neue hinzugefügte Literatur, sollen helfen, mir bei meiner Trauerbewältigung etwas zur Seite zu stehen, um den Verlust meines treuen Freundes besser zu verwinden.


Meine kätzigen-buchigen Erlebnisse?




Momo suchte immer meine Nähe auf. Immer wenn ich mit einem Buch in meinem großen Lesesessel saß, kam Momo, sprang auf meinen Schoß, um sich draufzulegen. Buch und Kater ließen sich gut halten, wenn meine Lektüre keine Überlänge hatte. Hatte das Buch aber eine Überlänge, zu viele Seiten, viel zu schwer, um beides zu tragen, denn mein Momo war auch sehr kräftig, er brachte satte 8 Kilo auf die Waage, so musste ich mich immer entscheiden zwischen dem Buch und Momo. Und ich hatte mich immer für Momo entschieden, manchmal aber in einer Form des Kompromisses. Ich gab ihm die Zärtlichkeiten, die er brauchte, indem ich das Buch für eine gewisse Zeit zur Seite legte. Noch komplizierter wurde es schließlich, wenn ich mich auf meinem Laptop mitten in einer Buchbesprechung befand, auch da kam er, dann waren wir hier schon zu dritt. Den Laptop platzierte ich auf meine Sessellehne, weil ich von dem Schreiben nicht loskam, Momo auf meinem Schoß und das Buch auf der anderen Sessellehne, immer in der Hoffnung, alles drei bewältigen zu können. Das erforderte schon eine gewisse Akrobatik, damit mein Laptop heil bleiben konnte und nicht auf den Boden fiel. Aber schreiben konnte ich so nicht, also legte ich den Laptop ab, denn Momo war mir so wichtig, er war für mich die Nummer eins. Momo kam immer zu mir und nicht nur auf meinem Sessel ... Und jetzt fehlt er mir so sehr. Obwohl ich einen Schreibtisch habe, las und schrieb ich immer in meinem Lesesessel, der auch zum Katzensessel avanciert ist. 

Ich habe Bücherfreundinnen, die leider nicht aus Darmstadt sind, sodass wir deutschlandweit viel telefoniert hatten, um uns über die gemeinsam gelesenen Bücher auszutauschen. Sehr oft hat Momo dabei gemauzt, weil er Zuwendung eingefordert hat, während ich telefoniert hatte. Und so werde ich auch seine Stimme sehr vermissen, denn immer wenn ich mit ihm gesprochen habe, gab er mir mit seinem Stimmchen Antwort. 💕



Nachtrag: Samstag, den 02.09.2017:

Vor meiner Türe lag heute eine kleine selbstgeschriebene Buchgeschichte von mehreren Seiten, die der kleine Jan, sechs Jahre alt, mit seiner Mutter Susanne für mich und Momo gedichtet hat. Diese Geschichte, ohne auf die Richtigkeit der Details zu achten, bestätigt nochmals meine Büchererlebnisse, die ich gemeinsam mit Momo gesammelt habe.  







AutorInnen: Jan und Susanne H. 


Ich habe glücklicherweise noch meine Alice, denn ich kann mir kein Leben mehr ohne ein Tier an meiner Seite vorstellen. Ich hoffe, dass mein Herz groß genug ist, wo eines Tages noch Platz für andere Tiere sein wird, ohne dass Momos Platz von einem anderen Tier ersetzt wird. Momo bleibt einzigartig, sowie auch alle anderen Tiere einzigartig sind. Sollte eines Tages ein neues Tier bei uns einziehen, dann bekommt dieses Tier neue Schlafplätze. Momos Nischen und die vielen zusätzlichen Krankenstationen werden bis dahin abgebaut sein. 



Wie geht es nun weiter?

Momo wird kremiert. In Darmstadt gibt es ein Tierkrematorium, wohin ich seinen Leichnam zusammen mit meiner lieben Freundin Monica hingefahren habe. Dort suchte ich auch eine Urne aus, in der Momos Asche hineingelegt wird. Danach werde ich angerufen, um Momo abzuholen. Ich habe meinen Tierarzt gefragt, wie vertrauenswürdig diese Einrichtung sei? Ich hatte tatsächlich die Sorge, der Krematoriumsbestatter würde aus Momos Leichnam Viehfutter machen. Mein Tierarzt meinte, dass ich mir diese Sorge nicht zu machen bräuchte ... 

Im Krematorium zeigte man mir, wie die Asche eines verbrannten Tieres aussieht. Ich habe sie mir anders vorgestellt. Also habe ich zu Hause in der Suchmaschine nach Tierasche gegoogelt, wieder empfand ich diese Angst, dass der dortige Angestellte einen anderen Stoff in die Urne hineinlegen würde, während Momo doch noch zu Katzenfutter verarbeitet in einer Whiskasdose landen könnte ... Aber das Bild auf Google entsprach demselben Bild, das mir dieser Mitarbeiter im Tierkrematorium gezeigt hat. 

Die Einäscherung erfolgt nicht sofort, sondern erst in ein paar Tagen, da vor Momo noch andere tote Tierkörper auf ihre Einäscherung warten würden. Nachdem Monica und ich nach Hause gefahren sind und wir Momo dort gelassen haben, würde Momos Körper in ein Kühlfach gelegt, wie man das auch mit toten Menschen macht.


Ich werde dann schließlich Momos Asche später in unseren Garten verstreuen, und die Urne behalten. 

Zuhause angekommen, ohne mein Tier, und die vielen leeren Schlaf- und Liegeplätze konnte ich noch nicht abräumen. Auch seine Näpfe stehen an seinen Plätzen. Ich werde sie noch ein paar Wochen hier stehen lassen. Auch die Düfte in meinem Wohnzimmer, Baldrianwurzel und ätherische Öle liegen noch in der Luft, die mich wahnsinnig an Momo erinnern lassen, da ich diese Essenzen für ihn eingesetzt hatte zur Beruhigung seiner Seele und zur Schleimlösung seiner Atemwege. 

Momo war ein so lieber und warmherziger Kater, ein so treuer Gefährte, wenn auch seine ersten Jahre wohl nicht so glücklich verlaufen sind. Momo kam als Fundkater zu mir.  Die ersten Besitzer, die aus dem Darmstädter Stadtteil Eberstadt kamen, sind aus der Wohnung ausgezogen, und haben den Kater einfach im Haus zurückgelassen. Damals hieß er noch Mikesch, ich nannte ihn Momo. Dortige Nachbarn haben ihn aufgenommen, aber der Kater wollte nicht bei ihnen bleiben, bis er schließlich über mehrere Wege zu mir gebracht wurde ... Momo litt in den ersten Jahren, nachdem er zu mir gekommen ist, unter massiven Verlustängsten. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, Momo in den letzten Wochen seines Lebens richtig begleitet zu haben, aber mir ist es gelungen, ihm sein seelisches Trauma aus seinen ersten Lebensjahren zu nehmen. Vielleicht ist er durch seine schlechte Jugend so kränklich gewesen. Momo musste ich in diesen zehn Jahren recht häufig zu unserem Tierarzt bringen ... 

Nun steht das Wochenende an, und ich habe das dringende Bedürfnis, mich mit dieser Trauer auseinanderzusetzen. Ich habe viele tolle und feinstoffliche Erfahrungen mit meinen beiden Katzen gemacht, deshalb kann ich nur sagen, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als unsere Schulweisheit nur zu erfassen vermag. Es liegt an jedem selbst, daran zu glauben oder es auch zu lassen. 

Momo und ich waren seelisch stark verbunden. Es gibt in der Tat eine Seelenverwandtschaft 💕zwischen Mensch und Tier, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte ... 

Das obige Buch über die Katzenhomöopathie habe ich von einer Freundin geliehen bekommen. Für leichte Beschwerden ist das Buch sehr hilfreich, ansonsten immer erst zum Tierarzt mit dem kranken Tier. Eine andere Tierheilpraktikerin, die ich aus meinen Kreisen kennengelernt habe, teilte mir mit, dass man einen Katzenschnupfen mit Homöopathie nicht heilen könne, weshalb ich diesen Weg nicht ernsthaft beschritten bin, weil dies auch meine Erfahrungen mit Homöopathie waren. Ich probierte etwas anderes aus, mit professioneller Hilfe auf dem Gebiet der Kinesiologie, aber die Kinesiologie hatte gar nicht geholfen. Und trotzdem ist es ein Wunder, dass Momo solange am Leben bleiben konnte. Sein betagtes Alter setzte wohl noch zusätzlich zu, weshalb er keine ausreichenden Abwehrstoffe mehr hatte bilden können.

Ich hatte und habe totales Vertrauen zu meinem Tierarzt Martin Kniese, der meine Katzen medizinisch immer gut versorgt hat, er Spritzen verabreicht hat, ohne dass meine Katzen mauzen oder zucken mussten; und er hat meine Katzen immer mit Streicheleinheiten behandelt. Und er hat uns nie über Momos Übergewicht Vorwürfe gemacht. 

Mein Momo war sehr kontaktfreudig, er hat es immer gerne gehabt, wenn wir Besuch hatten, dass er von meinen BesucherInnen gestreichelt wurde. Nein, nicht von jedem. Er hat nicht jeden an sich herangelassen. Nur Menschen, denen er vertrauen konnte. Er kam immer in unsere gesellschaftliche Runde, miaute und freute sich über die liebe Hand, die über seinen Körper strich. Deshalb wohl habe ich das Bedürfnis, Momos Abschied öffentlich zu machen. Es gab Menschen, die ihn an seinen kranken Tagen besucht haben, andere, die sich regelmäßig nach seinem Befinden erkundigt hatten und ihm Genesungswünsche ausrichten ließen, Menschen, die zu weit weg waren, um Momo zu besuchen ...

Und auf Facebook kennen alle meine Freunde meinen Momo, sie kennen die Liebe, die ich für diesen Kater empfunden habe. Und ich weiß um die Liebe, die Momo für mich und Alice empfunden hat.

Auch ist er nicht mehr in den Garten gegangen. Momo wurde mit der Zeit in seiner Bewegung immer weniger. Die letzten 1,5 Jahre hat er hauptsächlich schlafend zugebracht. 








Ich danke allen, die an ihn in dieser schweren Zeit gedacht haben. Ich danke auch für den Beistand, den mir diese Menschen geleistet haben, als der kranke Momo noch gelebt hat und danach, als Momo von uns gegangen ist. 

Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Tierarzt Martin Kniese und seinem sehr freundlichen und lieben Team in Darmstadt für die so empathische und fachlich-medizinische gute Beratung und den Umgang bedanken. Ich durfte bei meinem Kater bis zum Schluss in der Tierarztpraxis bleiben. Dies alles weiß ich sehr zu schätzen.

Für die seelische Begleitung danke ich meiner lieben Freundin Monica, die in diesen schweren Stunden des Abschiednehmens bei uns war. 

Ich lerne von meiner Katzendame Alice, die tatsächlich frei von Trauer ist, sie mir aber gestern tröstend zu Seite stand, indem sie zu mir kam, und mich gestreichelt

hat. Sie lebt ganz normal weiter, als wäre nichts geschehen. Ich werde sehen, wie Alice langfristig mit diesem Verlust fertig wird ... 

Momo ist jetzt frei von diesem schlimmen Schnupfen ... Der Schnupfen hat im Laufe der Jahre sein Immunsystem zerstört, weshalb wohl noch so viele andere Krankheiten im Anschluss dazukamen. Er ist jetzt frei von all seinen Schmerzen. Auch ist er frei von meinen Ängsten um ihn. Ich selbst bin nun auch frei von seinem Schnupfen, frei von seiner schweren Hauterkrankung, frei von seinem Leiden. 







R. i. P. Ruhe, nein, gehe in Frieden, mein großer Freund Momo. In meinem Herzen und in meinem Geist bleibst du immer lebendig. 

Meine tiefsten Gedanken zu meinem Freund schreibe ich hier nicht nieder ... 

                                  💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗

Wenn ich die obigen Bücher gelesen habe, werde ich einige Punkte, die für mich wichtig waren, hier nachtragen. Aber eins möchte ich noch erwähnen, viele meiner spirituellen Erlebnisse finden Übereinstimmung mit den Theorien aus den Büchern. Gerade was das Praktizieren von Tierkommunikation zwischen Mensch und Tier betrifft, die sich mental abspielt, kann ich diese Bücher sehr empfehlen, denn es gibt dazu reichlich viele Übungen, die ich intuitiv schon praktiziert hatte, bevor ich von diesen Theorien gelesen hatte ... 
Es gibt noch ein anderes Buch über die Tierkommunikation, das ich aber nicht hier habe, da ich es verliehen und noch nicht zurückbekommen habe. Habe hier einen Link zu dem Buch eingefügt:

https://www.amazon.de/Lautlose-Sprache-Intuitive-Kommunikation-Tieren/dp/3926388730/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1505060730&sr=1-1&keywords=lautlose+sprache

Das Leben ist schon merkwürdig. Ich hatte eigentlich am 31.08.2017 ein schönes Erlebnis zum Thema Bücher und zur Buchmesse 2017. Ich wurde per eMail informiert, dass ich als Buchbloggerin eine Akkreditierung erhalten habe. Das war noch vor dem Tierarztbesuch. Ich konnte meine Freude über diese Akkreditierung nicht vollständig ausleben, da ich gleich nach Dienstschluss mit Momo zum Tierarzt gefahren bin, und viel Zeit dort und anschließend im Krematorium zugebracht habe. Nun befinde ich mich in solch einer tiefen Trauer, dass ich noch immer keine Zeit finden konnte, mich mit dieser Akkreditierung zu beschäftigen. Aber bis zur Buchmesse ist ja noch ein Weilchen hin. Natürlich bin ich darüber sehr, sehr dankbar. 

Leben und Tod laufen parallel, sowie gute und weniger gute Begebenheiten ebenso. 

Nachtrag: Am Dienstag, den 05.09.2017 wurde ich angerufen, dass ich die Urne abholen könne und wir vereinbarten dazu einen Termin. Die Asche habe ich wie geplant im Garten verstreut, etwas von Momos Asche habe ich aber behalten. Obwohl blau meine Lieblingsfarbe ist, bin ich bei der Auswahl einer Urne sehr zielstrebig auf diese rote zugegangen, ohne groß zu überlegen. Ich musste hinterher etwas darüber reflektieren, weshalb ich mich für die rote Urne entschieden habe. Klar, rot steht für Kraft und Energie. Da ja die Urne nicht für mich war, sondern für Momo, sollte er die Kraft wieder zurückerlangen, die er durch seine Erkrankungen verloren hat. Die Katze auf dem Baum bestärkt noch zusätzlich meine symbolische Deutung. Da ich durch verschiedene feinstoffliche Erfahrungen an das Weiterleben der Tierseele glaube, wünsche ich Momo auf seiner Reise neue Kraft und viel Liebe. Die rote Rose hat Momo von dem Mitarbeiter des Tierkrematoriums geschenkt bekommen. Das fand ich sehr lieb und sehr emphatisch. 





Mein Fazit? 

Ich könnte Momos Tod einfach abhaken und mir sagen, dass er erlöst ist und gut ist; wie dies häufig bei Menschen die übliche Art ist. Nur leider funktioniert diese Taktik bei mir nicht, wenn ich Gefühle versuche zu verdrängen. Ich bin gezwungen, mich geistig und emotional mit dieser traurigen Thematik auseinanderzusetzen. Es entstehen so viele Fragen, auch viele Schuldgefühle nehme ich an mir wahr, die kann ich nicht alle ad acta legen, nur weil sie unangenehm sind. Es gibt nämlich nicht nur verschiedene Sterbephasen für die Kranken, es gibt im Gegenzug auch Trauerphasen für die Zurückgebliebenen. Die Auseinandersetzung damit kann am Ende einen Reifeprozess in Gang setzen, wo man in der Lage ist, Frieden mit allem zu schließen. Ich habe damit auch das Ziel, Fehler bei einem Neutier nicht zu wiederholen. Mit guten Büchern ist man damit auch nicht allein. Ich befinde mich gerade in der Trauerphase, nicht wahrhaben zu können, dass Momo nicht mehr da ist, und  sich mir die Frage aufgestülpt hat, ob ich wirklich alles gegeben habe? 


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Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist
von hier an einen anderen Ort,
und wenn es wahr ist, was man sagt,
dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden,
welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?
(Sokrates)

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Verschiedene Medien zur Trauerbewältigung und Buchbesprechungen:

Zum Tierheilpraktikerin Beate Seebauers Buch: Wann darf ich dich gehen lassen?
Viele nützliche Meditationen kann man aus dem Buch entnehmen, mit deren Hilfe man Antworten zur passiven und aktiven Sterbehilfe finden kann. Und jede Menge Informationen und Tipps für die Sterbe- und Trauerphasen. Techniken, die Sterbephasen abzumildern, hierzu kommt das Buch zu spät, und hoffe trotzdem, dass mein Kater in Würde gehen konnte. Ich war bis zuletzt bei ihm. Nun, bei Alice, wenn ihre Zeit gekommen ist, weiß ich dann besser Bescheid. 
Das Buch bietet noch vieles mehr. Es hilft, sich auch mit den Schuldgefühlen auseinanderzusetzen. Das wird der nächste Schritt bei mir sein.

Mit dem selben Cover gibt es auch eine CD, auf der verschiedene geführte Meditationen abgespielt sind. Die CD kostet 14,99 €. Doch leider bin ich mit der CD nicht klar gekommen. Sie hat mich so gar nicht angesprochen, sodass ich sie vorzeitig abbrechen musste. Aber die Bücher sind wirklich toll. Man kann sich die Mediationen herausnehmen, ohne diese CD. Ich hatte nach einer Buchmeditation ein wunderschönes Erlebnis. 



Kurze Besprechung zu dem Buch von Beate Seebauer: Sprich mit deinen Tieren



>Tierkommunikation ist die Fähigkeit, mental oder auch telepathisch mit einem Tier in Kontakt zu treten.<

Viele fragen sich, was Telepathie ist? Die Autorin:
Telepathie bezeichnet den gedanklichen Austausch von Informationen. 

Und diesen gedanklichen Austausch hatte ich schon recht häufig. Ich bekam Infos, die sich später bei Überprüfung als richtig herausgestellt haben.

Auch in diesem Buch gibt es Techniken, Kontakt mit dem Haustier aufzunehmen. Ganz besonders hilfreich fand ich, Techniken anzuwenden in Situationen, wo man zu sehr mit dem Tier mitleidet. Damit ist nicht immer das eigene Tier gemeint, sondern ganz besonders wenn es um die schlechte Behandlung von Tieren insgesamt geht, wie z. B. bei der Verletzung von Tierrechten und Tierschutz. Dazu zählen die schlechte Behandlung von Tieren in Schlachthäusern, Tierversuche im Pharmalabor, u.v.a.m. Man kann mit Hilfe von mitgelieferten Meditationstechniken lernen, mit den Tieren mitzufühlen statt mitzuleiden. Mit Mitleid könne man den Tieren nicht wirklich helfen, wenn die gesunde Abgrenzung fehlt. Das erlebe ich nicht nur mit Tieren so, sondern auch in der Arbeit mit kranken Menschen.

Zum Abschluss habe ich auf youtube Videos gefunden, die mir total aus der Seele sprechen:


Abschied von einem Tier:




Brief jenseits vom Regenbogenland:



Glauben muss man mit dem Herzen und nicht mit den Augen.
(Beate Seebauer)

Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar 
(Antoine Saint Exupery)
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10.06.2018

Nun sind 9,5 Monate vergangen, seit Momo nicht mehr hier ist. Er fehlt mir noch immer sehr und tausche mich manchmal mit anderen aus, die ebenfalls ihren tierischen Freund verloren haben, und sie sagen alle, dass das viel Zeit braucht, bis der Schmerz nicht mehr so arg zu spüren ist. Aber ganz verloren habe ich Momo nicht, denn er ist ganz tief in mir drin. Die vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen werde ich nie vergessen. Nun ist wieder die warme Jahreszeit da und ich vermisse dich im Garten, ich vermisse dich auf der Mauer, ich vermisse dich in den Kübeln ... Wie oft hast du mich aus meiner Stube gelockt, um mit dir im Garten zu sein. Momo, du und Alice, ihr seid meine verwandten Seelen. 💕💕💕

Nun ist Mio bei uns. Ich habe ihn schon lieb gewonnen, aber er kann niemals deinen Platz füllen. Das soll er auch nicht. Er hilft mir manchmal, meinen inneren Schmerz zu vergessen, weil er eine neue Herausforderung ist. 

Momo
Alice 
Mio

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