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Montag, 19. August 2019

Meine literarische Reise nach Dublin (5)

Unser fünfter Tag in Dublin
Montag, 05.08.2019

Wir haben den letzten Tag größtenteils am Flughafen verbracht. Es waren viele Stunden Aufenthalt, aber es war wunderschön. Wir, Tanja und ich, lieben Flughäfen. Es ist herrlich,  die vielen Reisenden zu beobachten, zu denen man selbst auch gehört. Vor allem bleiben meine Augen lange an dem Fahrplan haften, an dem Boarding, auf dem die Flüge aus aller Welt aufgezeichnet sind. Da schlägt mein Herz gleich viel höher. Obwohl der Flughafen wesentlich kleiner als z. B. der von Frankfurt ist, gab es keine Langeweile.


Als nächstes mache ich mich nun auf, meine restlichen Fotos hier reinzustellen. Einige davon kennt man schon aus dem Video, vgl. Teil 4, und aus den vorhergehenden Besprechungen von 1-4. Trotzdem möchte ich sie nochmals hier abdrucken, damit alle schön chronologisch geordnet sind, wenn man sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte. 

Erster Tag: Mit dem Airlinier 771 vom Dubliner Flughafen nach Dublin, Mesphils Road. 


Diese Linie bringt alle Reisenden an ihr Zielort. 

Hier ein Foto von dem Hotel von unserem Zimmer und von dem Hauptportal.  



Im Zimmer lag auf dem Tisch ein Stadtplan, der uns gut begleitet hat.




Erste Erkundungstour. Uns sind gleich die vielen Figuren, Statuen, ins Auge gestochen. Aber eine Beschreibung, was sie bedeuten könnten, lag nicht vor. Wahrscheinlich ist diese dem Auge des Betrachters überlassen. Eine Klosterfrau, die die Hand offen hält, um für mittellose Menschen ein Almosen zu erbeten. 



Danach sind wir in den St Stephen-Greens-Park, der zwar wunderschön war, aber völlig vom Publikum überlaufen. An dem Teich sind uns auch die vielen Möwen aufgefallen. Sie wirkten sehr gierig, werden von den Menschen gefüttert. Enten sah man hier keine. Wahrscheinlich wurden sie von den gierigen Möwen verdrängt. Aber ich habe die Möwen trotzdem geliebt. Man hörte sie überall. 


Die Menschenmasse im Park hat Tanja und mich vertrieben. Wir haben ihn nach einer kleinen Pause wieder verlassen und unsere Beine trugen uns immer mehr ins Zentrum der Stadt. Mit meiner Irland App begaben wir uns schließlich auf die Suche nach einem von drei Musikgeschäften. Dabei sind wir an vielen Souvenirläden stehengeblieben, in dem ich das eine oder andere Geschenk für meine Lieben in der Heimat habe finden können. 

Danach haben wir ein Einkaufscenter besichtigt, das uns ein wenig an das heimelige Loop5 in Weiterstadt erinnert hat, nur viel nobler als das unsrige.


Anschließend haben wir das erste Musikgeschäft gefunden, dessen Mitarbeiter uns aber wieder weggeschickt hat, da es nur Musikinstrumente aber keine Musiknoten im Bestand hatte. Oh je, dachte ich mir, das wäre ja ein Witz, wenn ich wegen der Musiknoten nach Irland reise, aber wieder zurückfliegen werde, ohne fündig geworden zu sein. Der Verkäufer hat uns eine andere Adresse aufgeschrieben, und endlich haben wir den richtigen Laden gefunden. Sechs Musikbücher habe ich finden können, die mich sehr beglückt haben. Manche Bücher waren für Gitarre, Harfe oder für die TinWhistle bestimmt, aber die Musikstücke waren auch für die Flöte geeignet, solange der tiefste Ton das C ist. Aber D-Dur kann man auch auf der Flöte spielen. 




Der zweite Tag in Dublin: Der Ausflug nach Bray

Auf dem Weg zum Bahnhof sind wir an einer katholischen Kirche vorbeigekommen. Ein paar wenige Leute befanden sich darin, die den Rosenkranz gebetet hatten. Wir waren ganz leise, und man hat uns besichtigen lassen. Es war eine sehr schöne Kirche. Vor allem der Adler als Rede- und Buchpult hat mir besonders gefallen. Auf den Hinterflügeln des Vogels lag eine große Bibel. 


Weiter auf dem Weg zum Bahnhof haben wir eine weitere Statue besichtigt, mitten auf einem Wohngebiet sieht man eine Frau, die in Flammen aufgeht. Interessant, dass Anne in der Skulptur das Gegenelement zu Feuer das Wasser gesehen hat. Am Fußende dieser Figur sehe ich die lodernden Flammen ... 


Als wir den Bahnhof erreichten, schauten wir uns den Fahrplan an, und es war schön zu lesen, dass der Zug nach Bray im 15 Minuten Takt fuhr. Wir zogen uns die Fahrkarten am Automaten. Als wir in Bray ankamen, konnten wir nur mit gültiger Fahrkarte den Bahnhof wieder verlassen. An den Ausgängen musste man die Fahrkarte maschinell auslesen lassen. Dort standen Beamte, die kontrollierten, sobald ein Automat piepste, weil womöglich eine Karte ungültig war, schritten sie ein. 

In Bray angekommen, war es schön, diese Seeluft einatmen zu können. Aber richtig gut konnte man am Strand nicht spazieren gehen, weshalb ich mich an den Strand setzte und das Meer und die vielen Menschen beobachtet habe. Tanja unternahm ohne mich einen etwas längeren Spaziergang. 


Obwohl wir hier viel Zeit verbracht haben, habe ich nur wenige Fotos gemacht. Hier war alles stark touristisch ausgelegt, dass wir an diesem Ort nicht zu Mittagessen wollten und so fuhren wir am frühen Abend wieder zurück. Aber leckeres cremiges Eis, das wir anderswo in Dublin kein zweites Mal mehr bekamen, haben wir hier genießen dürfen. In Bray selbst gab es wenig zu besichtigen. Im Reiseführer waren eigentlich ganz andere Orte angegeben, die empfohlen wurden. Die Dame an der Hotelrezeption wies uns nach Bray, und wahrscheinlich deshalb, weil hier viel Unterhaltungsprogramm geboten wurde. Viel Kirmes auch für die Kinder, aber wir waren nicht auf Kirmes aus. Trotzdem haben wir viele Stunden direkt am Wasser zugebracht. 

Als wir uns wieder in Dublin befanden, sind wir erneut auf eine Figur gestoßen, die ein Gebäude ohne Hilfsmittel erklettert. Ich habe noch keine Idee, was diese Figur bedeuten könnte. Trotzdem ist sie sehr schön. Was den Iren so alles einfällt, finde ich wunderbar. 


Als wir später wieder zurück gefahren waren, hielten wir Ausschau nach einem Restaurant. Wir wollten so viel irisch wie möglich. Wir mieden Italiener und Asiaten, wobei wir keine Restaurants dieser Art gesehen haben. Nach einem langen Spaziergang haben wir ein schönes Restaurant mit ausländischer Küche gefunden. Nun, das ging, weil wir die Speisen aus der Karte in der Heimat nicht kannten. 


Der dritte Tag in Dublin
Erneuter Meeresausflug mit anschließendem James Joyce Museumsbesuch

Nach einem kräftigen Frühstück wollten wir als erstes die Samuel Beckett-Brücke besichtigen, die wir recht schnell gefunden haben. Und danach wollten wir James Joyce einen Besuch erstatten. Doch unsere Pläne wurden erst mal über Bord geworfen, da wir in der Nähe ein Touristenschiff gesehen haben, und wir Lust bekommen haben, eine kleine Seerundreise mitzumachen. 


Von dem Schiff habe ich kein Foto gemacht, weil mir zu viele Leute darin gesessen haben. 
Aber auf dem Meer ging es so bunt weiter, wie ich Dublin kennengelernt habe. Leuchttürme in allen Grundfarben. Rot, grün, blau, gelb. Ich habe aber nicht alle fotografiert. jeder weiß, wie Leuchttürme aussehen.



Die Schifffahrt dauerte eine Stunde, und so hielten wir uns mehr als einen halben Tag an dieser Seite der Küste auf. Auch hier war alles touristisch ausgelegt. Anschließend sind wir mit dem Bus ins James Joyce Center gefahren. So viele Statuen wie das Auge nur schauen konnte. Boa, wie kunstvoll kreativ Iren sind. Ich habe viele abfotografiert, aber noch lange nicht alle. Das merkte ich erst, als wir am letzten Tag mit dem Bus wieder zurück zum Flughafen fuhren, der mitten durch das James Joyce´Center gefahren ist. Um einer Reizüberflutung entgegen zu fiebern, werde ich nicht alle Fotos hier rein geben.


Nicht mehr lange, so haben wir recht schnell das James Joyce Haus gefunden, wofür ich mir eine Stunde zur Besichtigung eingeplant hatte. Definitiv zu wenig, das Doppelte an Zeit wäre hier angebracht gewesen. Auf dem Foto befindet sich das Haus von James Joyce, der nicht sein gesamtes Leben hier zugebracht hat.




Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Bart und Innenbereich

James Joyce war auch musisch unterwegs, er was Baritonist


Viele seiner Gedichte wurden musisch vertont. 


Und im Folgenden seine wunderschöne Schlafkammer. Sehr klein, trotzdem urgemütlich.



Auf seinem Arbeitstisch sehe ich Marcel Prousts Buch mit dem Titel: Jean Santeuil. Dieser Buchtitel ist doch auch im Deutschen übersetzt, hat aber eine schlechte Kritik erhalten, da es hauptsächlich aus Fragmenten bestehen würde. Ein Vorgänger zu seiner Recherche. 

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Bild könnte enthalten: Innenbereich

Das nächste Foto ist ein Foto eines Fotos mit James Joyce.


Im Hof sind die Wände reichlich mit bunten Malereien, teilweise mit Joyce verziert.


Nachdem Tanja mich nach einer Stunde wieder abgeholt hat, sind wir wieder ins Joyce Zentrum, und wollten zu Mittag essen, obwohl es bereits schon 18:00 Uhr war. 

Ein wunderschöner Tag, hoffe, dass er auch für Tanja ergiebig war. Meine nächste Bildungsreise, die im September 2019 nach Schweden geht, werde ich alleine verbringen. 

Und weil ich Dublin so schön fand, musste ich mir im Souvenierladen zwei T-Shirts kaufen.


Unser vierter Tag in Dublin
Sehr viele unterschiedliche Eindrücke
Oscar Wilde

Ein so reicher Tag, wie wir ihn erlebt haben, fand ich grandios. 

Beginnen möchte ich mit Oscar Wilde, den wir sehr bald schon haben auffinden können. Im Merrion Square fanden wir ihn auf einem Felsen liegen. Aber bevor wir den Park betreten hatten, bestaunten wir die Bilder vieler Künstler*innen, die an dem Zaun ausgehängt waren. 

Ein Künstler hatte Joyce mit einem Buch gemalt. Fand ich sehr schön. 





Und nun von außen das Haus von Oscar Wilde, in dem ein amerikanisches College untergebracht ist.




In dem Park fanden wir wieder sehr triste Statuen. An irgendeinem Felsen stand: Ich wurde nicht gefragt, ob ich geboren werden möchte. Aber ich weiß nicht mehr, wo dieser Spruch abgedruckt stand. Auf der unteren Fotografie, ein Gemälde in Stein gemeißelt, sieht man Menschen und im Hintergrund Galgen.



Die nächsten Skulpturen waren außerhalb des Parks, mitten im Zentrum aufgestellt. Auch diese waren sehr ergreifend. 






Anschließend sind wir ins Trinity College. Hier der Campus. Überall wunderschöne 
 Statuen. 

Ich habe noch nie ein Land mit so vielen Statuen gesehen, die ein Buch in den Händen halten.





Danach unternahmen wir einen Bummel durch das Zentrum der City. Es war so vielfältig. Es zeigte jeden Tag immer ein anderes Gesicht. 


Die Bespaßung von Kindern. 



Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und im Freien

Schön fand ich, dass die Kinder hier noch so klassische Straßenspiele praktizierten. 


Im Schaufenster bestaunten wir wunderschöne Glasblumen. 


Aber auch Einstein, Chaplin und den Surrealisten Salvador Dali durften wir aus Glas bestaunen. 


Danach sind wir in einer alten Schuhfabrik, die zu einem Restaurant umfunktioniert wurde, essen gegangen.

Bild könnte enthalten: Tisch und im Freien



Auch Kinder waren künstlerisch produktiv. 


So, das waren im Wesentlichen unsere Tage in Dublin. 

Da der fünfte Tag nach dem Frühstück und dem Kofferpacken auf dem Dubliner Flughafen verbracht wurde, habe ich dazu keine extra Seite erstellt, weshalb dieser Tag im Text ganz oben steht.

Puh, es ist schon viel Arbeit gewesen, die sich aber gelohnt hat, weil man das Gefühl bekommt,  Dublin mental ein zweites Mal zu besuchen. 

Fasziniert haben mich auch die Wappenzeichen von Dublin. Als musischer Mensch ist ganz klar, dass mir die Harfe sehr imponiert hat, aber auch das zweite Wappenzeichen, das sogenannte Kleeblatt finde ich auch wunderschön. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, haben die Iren in der Geschichte viel Leid erlitten, weshalb sie auch ganz viel Glück verdient haben. Ja, ich weiß, andere Länder, denen es schlecht geht, haben es auch verdient, nur hat kein anderes Land solche schmucke Symbole für sich ausgewählt, und kein anderes Land ist aus meiner Sicht so kreativ in der Problembewältigung gewesen. Obwohl Irland ein sehr armes Land war, stehen die Bücher und die Musik an erster Stelle. Irland hat sich von der Armut weitestgehend erholt, auch wenn es von der Infrastruktur her nach oben noch viel Potential gibt. Es ist keine Schande, arm zu sein, selbst wenn viele Menschen andere Menschen nach ihrem Vermögen urteilen. Je mehr Geld ein Mensch besitzt, desto besser soll er sein. Welch eine Täuschung. 

Was ist mir noch aufgefallen? In Irland gibt es nicht so viele Fettleibige Menschen wie bei uns und das liegt daran, weil in den Lebensmitteln kein Zucker hinzugefügt wird. Zucker war nur in den Süßigkeiten zu finden. Und da soll mir noch einer sagen, dass die Lebensmittel ohne Zusätze nicht verkauft werden würden. Selbst unser Biomarkt Alnatura hat sich angepasst. Auch Alnatura vermischt die Lebensmitteln mit reichlich viel Kunstzucker.  Ein Diabetiker könnte auch in diesem Biomarkt nicht einkaufen gehen. Oder er beschränkt sich hauptsächlich auf Obst und Gemüse.  

Im Folgenden, hier klicken, ein kritischer Link zu dem Wappenzeichen der Harfe.

Klee, Kleeblätter, Irisch, Tag, Glück, Grün, Irland Coat of arms of Ireland.svg 


Mein Fazit zu der Reise
Ich habe mich häufig gefragt, ob Tanja bei der Reise auch glücklich war. Sie bejahte meine Frage, und so musste ich ihr auch glauben. Tanja ist Reisen gewohnt, aber sie hat bisher keine Bildungsreise unternommen und fliegt mehr zu den gängigen Reiseländern, vielmehr zu den Erholungsorten Richtung Süden. Das konnte ich ihr hier nicht bieten, denn zum Baden war es an der See zu kalt, und richtige Wandertouren waren hier auch nicht angebracht, dafür hätte man richtig raus in die Natur fahren müssen. Aber darauf war meine Reise nicht ausgelegt. Doch sie wollte unbedingt mit und sie sagte selbst, dass es diesmal etwas Anderes war. Meine Erfahrung ist nun die gewesen, einen Erholungsurlaub in einem anderen Land würde ich nicht gerne alleine machen, aber einen Bildungsurlaub, das geht, oder mit Freund*innen mit den selben Interessen. Man ist so sehr mit den Inhalten beschäftigt, die mich persönlich in jeder Hinsicht innerlich ausfüllen. 

Auf jeden Fall werde ich Dublin irgendwann einen zweiten Besuch abstatten. 

Meine nächste Reise geht nach Schweden, ist für Stockholm ausgelegt. Flug und Hotel sind schon gebucht. Vom 17.09. bis 22.09.19

Tschüss, Dublin, bis zum nächsten Besuch.