Samstag, 21. Juli 2018

Joanne K. Rowling / Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre  

Ich habe den letzten Teil ausgelesen und bin etwas traurig darüber, dass die Geschichte jetzt vorbei ist, da mir bestimmte Figuren so richtig ans Herz gewachsen sind, obwohl sich mir hier in diesem Band zwischendrin von den Zusammenhängen her etwas schwer verständlich erwiesen haben. Gefühlt ist Band sieben der schwerste von allen für mich gewesen.

Wie viel werde ich nun schreiben? Ich möchte eigentlich für mich ein paar Details aufzählen, damit ich nach einer gewissen Zeit mich immer wieder in die Handlung zurückversetzen kann. Ich versuche einen Mix zusammenzubekommen.

Hiergeht es zum Klappentext und zu den Buchdaten.

Die Handlung
Achtung Spoiler

Der siebte Band unterscheidet sich massiv von den letzten Bänden. Hier wird ordentlich gekämpft, Schlachten werden durchgeführt, und die Zauberschule Hogwarts bekommt nach dem Sturz Dumbledores einen neuen Schulleiter. Ausgerechnet Prof. Severus Snape bekommt diesen Posten zugesprochen, der sich als Voldemorts Gefährte erweist. Nach dem Sturz von Albus Dumbledore regiert jetzt Lord Voldemort an der Schule und außerhalb der Schule  ...

Potter verliert gute Freunde an den dunklen Lord, deren Namen ich nicht nennen möchte, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Potter und seine FreundInnen gehen aber auch nicht zurück nach Hogwarts, denn Harry verfolgt ein einziges Ziel, sämtliche Horkruxe zu finden, sie anschließend zu zerstören, um den dunklen Lord zu besiegen. Hermine und Ron möchten ihn dabei begleiten, damit er nicht alleine ist. Es beginnt eine große Reise ins Abenteuer. Und erneut findet hier zwischen diesen drei FreundInnen eine schwere Prüfung statt …

Potter ist gezwungen, sich mit der Vergangenheit seines ehemaligen Schulleiters Albus Dumbledore auseinanderzusetzen, als die polemische Pressefrau Rita Kimmkorn eine unwahre Biografie über ihn verfasst und veröffentlicht hat, die zum Bestseller avanciert. Potter hat Angst, dass Rita Kimmkorn mit den angeblich falschen Berichten recht haben könnte, und begibt sich auf Spurensuche, denn es gibt zu viele Leute, die der Lügenpresse vertrauen ... Dabei erkennt Harry, wie wenig er von Albus Dumbledore weiß, und muss sich eingestehen, dass dieser seine Geheimnisse mit ins Grab genommen hat.

Doch in diesem Band gibt es auch Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Der Cousin Dudley Dursley zum Beispiel zeigt sich Harry gegenüber versöhnlich. Er reicht ihm zum Abschied seine Hand, da Harry ihm einmal das Leben gerettet hat ...

Durch Dumbledores Sturz haben nun die Todesser die Macht des Ministeriums erobert. Sie haben alle Codes geknackt, alle Schutzzauber eliminiert und sind nun in der Lage, im Ministerium böse Zauber durchzuführen, ohne sich damit selbst strafbar zu machen.

An der Zauberschule besteht nun eine Besuchspflicht. Die Eltern haben nicht mehr das Recht, ihre Kinder zu Hause unterrichten zu lassen. Die reinblütigen Mugglestämmigen sind an der Schule nicht mehr zugelassen. Das neue Regime hält Mugglestämmige für böse, wobei hier der Begriff böse verzerrt ist, da sich Lord Voldemort und seine Armee niemals als böse bezeichnen würden.

Harry hat nach wie vor Probleme, sich vor der magischen Energie von Lord Voldemort zu schützen. Er kann in seinen Geist schauen, empfängt dadurch dessen Signale und Gedanken, ohne dass er es möchte. Albus Dumbledore und Severus Snape hatten zu Lebzeiten versucht, ihm Okklumentik beizubringen, damit er Voldemorts Gedanken besser abfedern kann, doch leider ohne Erfolg, wobei das gewollt ist, es gehört zu Harrys Schicksal dazu, Voldemorts Energie zu empfangen, auch wenn sie noch so schmerzvoll ist, da diese Energie ihn auf die richtige Spur bringt ...

Später wird man auch in die Kindheit von Potters Eltern und seiner Tante Petunia und in die von Snape geführt. Diese Kapitel machen deutlich, was Petunia von ihrer Schwester Lily getrennt hat und weshalb Snape so war, wie er war.

Obwohl Dumbledore im letzten Band im Kampf mit Voldemorts Armee hingerichtet wurde, und er dadurch gar nicht mehr lebt, führt eine Szene zwischen ihm und Potter zu einer Versöhnung, als würde Potters Geist mit Dumbledores Geist kommunizieren und viele Rätsel sich dadurch im Gespräch auflösen lassen. Dumbledore gibt ihm weise Tipps mit auf seinem Weg:
>>Bedaure nicht die Toten, Harry. Bedaure die Lebenden, und vor allem diejenigen, die ohne Liebe leben. Indem du zurückkehrst, könntest du dafür sorgen, dass weniger Seelen verstümmelt werden., weniger Familien auseinandergerissen werden.<< (2007, 731)

Potter versteht diese Art von Kontaktaufnahme nicht richtig und fragt, ob diese Kommunikation real sei:
>>Ist das hier wirklich? Oder passiert es in meinem Kopf?<< Dumbledore strahlte ihn an, und seine Stimme drang laut und stark in Potters Ohren (…) >>Natürlich passiert es in deinem Kopf, Harry, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist?<<

Das Schreibkonzept
Der Aufbau dieses Bandes ist etwas anders als der Aufbau der letzten Bände. Auf der ersten Seite bekommt man es mit schönen und weisen Textstücken zu tun, dient wohl als eine Einleitung zur kommenden Geschichte. Auf den folgenden Seiten kommt man in einen Dialog zwischen dem dunklen Lord und Severus Snape …
Erst sehr viel später wird man wieder zu den Dursleys geführt, wo Potter noch untergebracht ist. Nun beginnt für Harry, nachdem er das Haus seiner Verwandten verlassen hat, die große Abenteuerreise. Im Abschlusskapitel erlebt man Potter als einen erwachsenen Mann und man lernt seine gegründete Familie kennen. Er hat Ginny geheiratet, seine Kinder haben die Namen seiner Eltern und den von Albus Dumbledor erhalten. Auch Ron und Hermine haben eine Familie gegründet. Ich fand es so schön, wie die Kinder der nachfolgenden Generation selbst auch die Zauberschule auf Hogwarts besuchen.

Cover und Buchtitel
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)Nun wird es Zeit, endlich zu sagen, was ich von dem Cover halte. Der schwarzhaarige Harry Potter ist auf dem Cover nicht wirklich schwarzhaarig. Genau gesagt hat er blonde Haare, die Umrandung jedes einzelnen Haares dagegen ist schwarz. Das ist sicher nicht die Schuld der Autorin, die in ihren Büchern alle Klischees gesprengt hat, die es zu sprengen gibt. Es sind die deutschen Verlage, die es nicht zulassen können, mitteleuropäische und nordeuropäische Figuren mit schwarzen Haaren darzustellen. Umgekehrt kenne ich in der deutschen Literatur keine SüdländerIn mit blonden oder roten Haaren. Die SüdländerInnen werden immer als dunkelhaarig und als dunkelhäutig beschrieben, obwohl bei den meisten die Haut nicht von natur aus dunkel, sondern sonnengebräunt ist.

Den Buchtitel dagegen fand ich sehr gut getroffen, auch wenn ich jetzt darüber nichts geschrieben habe, weil ich auch nicht verraten möchte, was die Heiligtümer des Todes sind. Das Cover zeigt deutlich den bösen Lord, der mit dem jungen Potter kämpft, während sich im Hintergrund die ganze Schule und die Todesser versammelt haben und gespannt der Szene lauschen, wo doch Potter eigentlich hätte tot sein sollen und sich Voldemort schon als Sieger ausgegeben hat… Diese Art von kämpferischer Auseinandersetzung fand ich sehr spannend, aber die Schlacht davor war mir persönlich zu viel, und ich abschalten musste, wegen der massiven Gewalt.

Meine Meinung
Nach dem Snape durch Lord Voldemort ein tragisches Schicksal ereilt, wurde mir noch einmal bewusst, dass das Böse, wenn es am Ende siegen sollte, sich selbst vernichten wird. Das Böse kennt keine Freunde, alle sind Feinde, selbst die, die glauben, mit dem Bösen geeint zu sein. Das Böse schafft sich selber ab, weshalb das Gute unbedingt siegen muss, denn sonst ist der Planet dem Untergang geweiht. Das wurde mir klar, als der böse Lord Snape kaltblütig durch seine Schlange aus dem Verkehr gezogen hat. Ich hatte mit Snape echtes Mitleid …

Ungeklärte Fragen?
Mich würde wirklich interessieren, woher die Autorin ihren Stoff her hat. Ich habe solchen Respekt vor ihr, denn mir kommt es vor, als trage sie ein ganzes Universum in sich. Diese vielen unterschiedlichen Figuren, die vielen unterschiedlichen Handlungen faszinieren mich. Ich kann nur staunen, wie sie es geschafft hat, diese Bücher zu schreiben, ohne sich zu verheddern. Vielleicht kann mir Tina, die Harry Potter-Expertin, mit einer Antwort aushelfen.

Mein Fazit?
Eine absolute Potter-Anhängerin bin ich nach dem siebten Band noch immer nicht geworden, trotzdem weiß ich nun, aus welchen Figuren und aus welchen Handlungen sich dieses Mammutmärchen zusammensetzt, und genau dies war mein Ziel, es herauszufinden. Und somit habe ich dieses Ziel erreicht. Nun bin ich auf die Verfilmung gespannt, die ich mir noch anschaffen werde, die allerdings stark von der Buchvorlage abweichen soll.

Ein langer Fantasyroman, in dem es um Freundschaft geht, um Liebe, um den Zusammenhalt, um das Kämpfen bzw. um den Erhalt wichtiger Werte und Tugenden. Das hat mir gut gefallen. Vor allem die Liebe, die Harry nicht in seiner Verwandtschaft hat finden können, fand sie in einer anderen Familie. Und so musste ich an unseren großen Dichter Goethe denken, der einen Roman über die Wahlverwandtschaft geschrieben hat. Die Weasleys liebten Harry Potter wie ein Familienmitglied. Das fand ich sehr schön.

Meine Bewertung?
2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
1 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
Elf von zwölf Punkten

______________________________
Diejenigen, die nie nach Macht strebten,
sind vielleicht am besten geeignet, sie auszuüben.
(Aus Harry Potter, S. 726, BD 7)

Gelesene Bücher 2018: 28
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Sonntag, 15. Juli 2018

Wie leicht kommt ihr mit euren BuchhändlerInnen ins Gespräch?


Wie leicht fällt es euch, mit der Buchhandlung eures Vertrauens ins Gespräch zu kommen? Nun, ich habe von zwei Freundinnen gehört, dass sie es sehr gut schaffen, mit ihrer Buchhändlerin ins Gespräch zu kommen. Es sei dadurch eine richtig gute Beziehung entstanden. Und so habe ich den Versuch gestartet, hier in Darmstadt mit der einen oder anderen Buchhandlung über die von mir gelesenen Bücher zu sprechen, die sie im Geschäft ausgestellt hatten. Bei zwei Buchläden ist mein Versuch dazu kläglich gescheitert. Ich bin auf taube Ohren gestoßen. Nicht, dass ich geplappert hätte wie ein Wasserfall, nein, ich hatte mich ganz dezent herangetastet, und nichts hat sich getan.

Eine andere Freundin beklagte, dass ihre Buchhändlerin nicht einmal wusste, was ein Bücherblog sei. Ja, das kann man nicht nachvollziehen, aber so etwas gibt´s auch. 

Mit der dritten Buchhandlung hatte ich ein ganz klitzekleines mehr Glück gehabt. Nur leider ließ sich der Gesprächsstrang nicht halten, denn ehe ich mich´s versah, kam die Buchhändlerin gleich mit einem Buch zu mir, das ich unbedingt lesen sollte. Ich sagte ihr, dass ich derzeit durch meine noch ungelesenen hohen Büchertürme keinen Bedarf sehe, mir neue Bücher anzuschaffen. Ich wollte nicht unhöflich sein, und so ließ ich meinen Diskussionsbedarf zu einem von mir ausgesuchten Buch wieder fallen. Nachdem die Buchhändlerin mit ihrem Vortrag zu ihrem Buch fertig war, ergriff ich erneut die Gelegenheit, über ein anderes Buch zu sprechen. Innerhalb weniger Sekunden hatte die Buchhändlerin mir zwei weitere Bücher angeschleppt.

Schade, dass so gar kein Austausch zustande kam. Über ein Buch lässt sich nur austauschen, wenn beide Seiten dasselbe Buch gelesen haben. Die beiden Bücher, die ich mir in dem Buchgeschäft ausgesucht hatte, hatte die Buchhändlerin zwar auch gelesen, sie aber keinen Austausch mit mir gesucht hatte, denn schließlich hatte ich die von mir ausgewählten Bücher schon und konnten an mich nicht mehr herangetragen werden, und sie aber geschickt die Gelegenheit fand, meinen Lesegeschmack herauszufinden. Unsere Interessen waren leider verschieden. Ich suchte den Austausch, während sie die Kundin in mir suchte. Let´s go, sie hat nur ihren Job getan, wofür sie ja auch bezahlt wird.

Mein Fazit?
Über diese Ereignisse, mit den BuchhändlerInnen ins Gespräch zu kommen, bin ich, wie oben schon erwähnt, kläglich gescheitert. Seitdem bin ich wieder nur brave Kundin, suche mir still meine Bücher aus, die ich zum Bezahlen ohne ein Wort zu sagen schließlich an die Kasse trage und den Buchladen danach wieder verlasse.

Schade, denn es ist schön, über Bücher zu reden, verbal, nicht immer nur über den schriftlichen Weg, indem man ständig über die Ausdrucksform nachdenken muss, und dadurch eine gewisse Spontaneität an Sprache verloren geht.

Mir kommt gerade der Gedanke, dass ich mein Interesse eventuell anders anpacken müsste. In der letzten Buchhandlung sind die Angestellten wirklich belesen, während in den ersten beiden oben erwähnten Buchläden ich mir nicht sicher bin, ob die Angestellten lesen und verkaufen, oder nur verkaufen. Eventuell müsste ich das nächste Mal offen deutlich machen, dass ich erst mal nur den Austausch suche.

Nachtrag: Am Montag, den 16.07.18 kam Tina zu mir zu Besuch und wir hatten ein paar Buchhandlungen in Darmstadt abgeklappert. In meinem Ortsteil hier in Bessungen ist gerade ein Antiquariat am Einziehen und freue mich schon darauf, wenn es eröffnet wird.
Dann gibt es noch eine kleine Buchhandlung an dem Orangeriegarten, der nur nicht auf meinem Weg liegt, aber ich nun vor habe, diesen Umstand in Kauf zu nehmen, um sie regelmäßig aufzusuchen. Sie ist gut sortiert, der Buchhändler aber erstaunt war über die vielen ausgrstellten Bücher, die wir schon gelesen haben. Ein interessanter Austausch entwickelte sich zwischen uns als Kunden und dem Buchhändler. Zuvor hatten wir in der Innenstadt im Hugendubel und Thalia gestöbert. Das sind diese beiden Riesenketten, die die vielen kleinen Buchläden, die wir in der Innenstadt hatten, vom Markt verdrängt haben. Mittlerweile hat sich auch Hugendubel verkleinert. 

Bis auf Weiteres.

Dienstag, 10. Juli 2018

Joanne K. Rowling / Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)Klappentext
An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die übrigen Horkruxe zu finden. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen. Mit Ron und Hermine an seiner Seite begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise durch das ganze Land. Als die drei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch welche Wahl er auch trifft – am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten …
Dies ist der siebte und letzte Band der international erfolgreichen Harry-Potter-Serie, die Generationen geprägt hat.

Alle Bände der Serie:

Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Harry Potter und der Feuerkelch
Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter und der Halbblutprinz
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes


Die Harry-Potter-Serie ist abgeschlossen.


Autorenporträt
J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen und sind vielfach ausgezeichnet worden. Sie wurden über 500 Millionen Mal verkauft, in 80 Sprachen übersetzt und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: Quidditch im Wandel der Zeiten und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zugunsten von Comic Relief und Lumos, Die Märchen von Beedle dem Barden zugunsten von Lumos. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind verfasst, dem Auftakt einer fünfteiligen Filmreihe. Gemeinsam mit Drehbuchautor Jack Thorne und Regisseur John Tiffany entwickelte sie das Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei, das seit 2016 im Londoner West End aufgeführt wird und 2018 am Broadway Premiere feierte. 2012 gründete sie Pottermore, ein Onlineportal, auf dem Fans Neuigkeiten, Artikel und Beiträge von J.K. Rowling finden können. Sie hat auch einen Roman für Erwachsene geschrieben, Ein plötzlicher Todesfall, und unter dem Pseudonym Robert Galbraith Kriminalgeschichten rund um den Privatdetektiv Cormoran Strike verfasst. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Order of the British Empire, den Companion of Honour, den Légion d’honneur und den Hans Christian Andersen Preis.

Meine ersten Leseeindrücke

So, nun ist der siebte und der letzte Potter-Band dieser Serie bei mir angekommen. Dann habe ich es geschafft. Das hätte ich niemals gedacht, dass ich durchhalten werde. Hierbei ein großes Dankeschön an meine beiden Bücherfreundinnen Tina und Monerl.

Im August lese ich nochmals den ersten Band. Das wird mir Freude machen, weil ich die Zukunft dieses Fantasyromans mittlerweile kenne. Ich werde den ersten Band richtig geneßen. Ich freue mich schon darauf. Ich habe den ersten Band vor mehreren Jahren gelesen und bin nicht über den ersten Band hinausgekommen, da er mir zu kindlich war. Das war auch der Grund, weshalb ich diesen Band nicht nochmals lesen wollte. Ich hatte ja nicht vergessen, was die Hauptthemen waren. Die waren in meinem Kopf noch präsent.

Der siebte Teil liest sich recht gut. Habe soeben meine 200. Seite erreicht. Aber trotzdem werde ich erst Mitte nächster Woche damit durch sein.

Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Special Rehearsal Edition Script)Es macht mir mittlerweile Freude, diesen Potter zu lesen. Ich könnte mir vorstellen, mir auch diesen Band anzuschaffen, auch wenn er nicht viel mit den Vorgängern zu tun hat. 
Zumindest hat Potter hier die Schule hinter sich. Diesen Potter würde ich mir schließlich im September vornehmen.

Weitere Informationen zu dem Buch

·         Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
·         Verlag: Carlsen; Auflage: 1 (Oktober 2007)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3551577773




Samstag, 7. Juli 2018

Helmut Böttiger / Wir sagen uns Dunkles (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre 

Eine Liebesbeziehung zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann, wie ich sie nicht erwartet habe, obwohl der Buchtitel darauf hingewiesen hat, dass Dunkles, Schweres zwischen ihnen stehen könnte, über das sie sprechen müssten. Ich konnte anfangs, vor dem Lesen dieses Buches, nur spekulieren, was das Dunkle bedeuten könnte, da ich den Klappentext überflogen habe, weil ich selbst meine Entdeckungen machen wollte. Immerhin habe ich an der Universität studiert, an der Ingeborg Bachmann doziert hatte. In der U-Bahn-Station, Bockenheimer Warte in Frankfurt Main, ist an der Wand ein Hörsaal der Goethe-Universität abgebildet, auf der Ingeborg Bachmann als Dozentin zu sehen ist.

Hier geht es zur Erinnerung zum Klappentext und zu den Buchdaten.

Sie sagen sich Dunkles, tauschen sich darüber aus, weil es Zeit wird, das Dunkle nicht weiter zu verdrängen, sondern es an die Oberfläche zu holen. Dieses Dunkle ist eine Gemeinsamkeit, die Celan und Bachmann miteinander zwar teilen, aber in einer entgegengesetzten Form. Obwohl sie beide, aus meiner Sicht, sich geistig sehr ähneln, quasi wie Zwillingsseelen auf mich gewirkt haben, so sind es die politischen Umstände, die unterschiedliche Herkunft und die unterschiedlichen Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die sie getrennt haben. Während Celan ein Verfolgter der Nazis war, war Bachmann vom Leben eine begünstigte Österreicherin, wie Böttiger das so schön ausgedrückt hat.
Paul Celan und Ingeborg Bachmann lernten sich in Wien 1948 kennen. Zwischen ihnen beiden entstand eine Liebesbeziehung, die leider auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten war.

Paul Celan
Paul Celan war ein deutscher Jude. Nicht nur, dass er selbst in Rumänien im Arbeitslager von 1942 bis 1945 eingesperrt wurde, und man ihn dort zu Zwangsarbeit verurteilt hatte, verlor er auch seine Eltern, die nach Transnistrien, Ukraine, abtransportiert und dort im KZ ermordet wurden. Ein schweres Trauma für den Sohn Paul, der das Arbeitslager wie durch ein Wunder überlebt hat, er aber für den Rest seines Lebens gezeichnet war.

Celan wurde am 23.11.1920 in Czernowitz, damals noch Rumänien, geboren. Seine Gedichte sind geprägt von diesen horriblen Erlebnissen des Nationalsozialismus. Eigentlich ist der Name Celan ein Pseudonym, das abgeleitet wurde aus dem Geburtsnamen Antschel, der später mit Ancel rumänisiert, und daraus das Anagramm Celan gebildet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete Celan erst nach Österreich und zog später weiter nach Frankreich, wo er in Paris bis zu seinem Freitod, 1970, lebte. Paul Celan ertränkte sich in dem Fluss der Seine.
1947 wurde in Bukarest das Gedicht Die Todesfuge auf Rumänisch gedruckt und veröffentlicht. Das Gedicht erschien in der Zeitschrift namens Contemporalus.

Ingeborg Bachmann
Die österreichische Lyrikerin und Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, nur sechs Jahre jünger als Paul Celan, wurde am 25.06.1926 in Klagenfurt, die Hauptstadt vom Bundesland Kärnten, geboren und ist 1973 in Rom durch einen Brand in ihrer Wohnung ums Leben gekommen. Sie war gerade mal 47 Jahre alt. Die Art und Weise wie Bachmann umkam, hat sich für mich aus dem Buch wie ein passiver Suizid herausgelesen. Sie litt an einer Polytoxikomanie, sodass sie in ihrem Medikamentenwahn nicht bemerkt hat, wie sie durch eine brennende Zigarette die Wohnung und sich selbst in Brand gesetzt hat.

Auch Ingeborg Bachmann ist von den Nazis geprägt, da die Nationalsozialisten schon in den Anfängen der 1930er Jahre in Kärnten einmarschiert sind. Bachmanns Vater trat zu dieser Zeit in die NSDAP ein. Der Einmarsch Hitlers Truppen prägte Bachmanns Kindheit massiv. Ein Auszug aus ihrem Tagebuch:
(…) diese ungeheure Brutalität, die spürbar war, dieses Brüllen, Singen und Marschieren - das Aufkommen meiner ersten Todesangst. Ein ganzes Heer kam da in unser stilles, friedliches Kärnten … (40f)

Über die zusätzlichen Schrecken des Krieges gibt es eine Szene, die ich mir unbedingt herausschreiben musste. Eine Szene, die ich erschreckend und faszinierend zugleich finde:
Obwohl Nachbarn durch Bombenabwürfe getötet worden sind, flüchtete sie nicht mehr in den Bunker, wo sie es wegen der schlechten Luft und der >>stumpfen, stummen Massen<< kaum aushält. Sie stellt sich einen Sessel in den Garten und liest dort: "Ich habe mir fest vorgenommen, weiter zu lesen, wenn die Bomben kommen“. (2018, 46).
Auch Ingeborg Bachmann ist ein traumatisiertes Kind. Dass der Vater Nazianhänger war, das muss man auch erst mal verkraften, besonders nach dem Krieg, als die Naziverbrechen immer mehr ans Licht kamen. Bachmann zog es nach Italien, wo sie in Rom ihr Leben als freie Schriftstellerin bis zu ihrem Tod fortsetzte. 

Celan schrieb mehrere Gedichte, die er seiner Geliebten gewidmet hat.
Corona zählt zu den vierundzwanzig Gedichten in Mohn und Gedächtnis. Ingeborg Bachmann fand dieses Gedicht als das schönste, das Paul Celan für sie geschrieben hat.
Momente aus >>Corona<< werden zu Formeln, die im weiteren Verlauf ihrer Beziehung wie eine gegenseitige Versicherung verwendet werden. (…) Die >>Gedichte<< sind auf jeden Fall das Maß ihrer Beziehung, sie sind ihre Grundlage. Und zu ihrer Eigenart gehören wesentlich auch dunkle Stellen – es ist die Form von Dunkelheit, die in >>Corona<< vielleicht ihren vollkommensten Ausdruck findet. (…) >>Corona<< wurde in Wien geschrieben. Dieses Gedicht scheint auf eine verborgene viel mehr über die Beziehung zwischen Bachmann und Celan auszusagen, als es konkrete Daten und Dokumente vermögen. (51f)

Mehr möchte ich nicht verraten und verweise Weiteres auf das Buch.

Das Schreibkonzept
Eine literaturwissenschaftliche Doppelbiografie, die in einer sachlichen Sprache abgefasst wurde. Auf den 270 Seiten ist das Buch in vierzehn Kapiteln gegliedert, die kurz und präzise geschrieben sind. Auf einigen Seiten sind von Celan und Bachmann Schwarz-Weiß-Fotografien abgebildet. Auch ein paar wichtige Gedichte der beiden LyrikerInnen kann man dem Buch entnehmen. Die Gedichte sind sehr ausdrucksstark und bespickt mit vielen Metaphern.

Wir sagen uns DunklesCover und Buchtitel
>>Wir sagen uns Dunkles<<, diese Verszeile ist der Code ihrer Liebe. (51), denn es wird Zeit, dass man weiß und man aufhört, die Schatten, die der Nationalsozialismus in vielen Teilen Europas geschlagen hat, noch weiter stumm zu ertragen. Mich hat sowohl das Cover als auch der Buchtitel angesprochen.

Meine Meinung
Zwei sehr traurige Schicksale an Menschen, die mir mehr als sympathisch waren. Mich haben sie sehr bewegt und gleichzeitig traurig gestimmt. Bachmann und Celan reden über das Dunkle hauptsächlich aber in Dichtform. Opfer war nicht nur Celan, auch Bachmann war ein Opfer ihrer Zeit, wie ich oben schon geschrieben habe.
Es sind die Gedichte, die Celan und Bachmann zusammenbringen, aber die politische unterschiedliche Herkunft sie beide getrennt hat. Sowohl Bachmann als auch Celan waren psychisch gesehen keine gefestigten Persönlichkeiten, beide sterben auf eine tragische Art und Weise.
Ein wenig störend fand ich in dem Buch die vielen Interpretationen zu den beiden DichterInnen. Es blieb dadurch wenig Raum für eigene Gedanken. Für LeserInnen, die zuvor noch keine Biografien dieser beiden Persönlichkeiten gelesen haben, können die vielen Interpretationen ein wenig anstrengend wirken. Ansonsten habe ich durch das Buch viel Neues erfahren können. 
  
Mein Fazit?
Wären die Gedichte von diesen beiden DichterInnen nicht so furchtbar traurig, fände ich sie wunderschön. Denn wie kann Dunkles, Grauenvolles schön sein?  In dieser Doppelbiografie habe ich eine Liebesbeziehung erlebt, die ich nach außen hin allerdings als sehr still wahrgenommen habe, nach innen wiederum sehr laut. Oder besser gesagt, für mich wirkte das innerliche Leben dieser beiden äußerst sehr sensiblen Menschen lauter als das äußere …
Abgesehen von einer einzigen Abweichung fand ich das Buch von dem Literaturkritiker Hans Böttiger sehr gut recherchiert und interessant ausgefüllt. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist zwar mit seinen 272 ein dünnes Buch, aber reichlich gefüllt mit weiteren Fakten und Informationen, die ich hier in meiner Besprechung nicht erwähnt habe, um anderen LeserInnen nicht zu viel vorwegzunehmen. Ein sehr lesenswertes Buch für Menschen, die sich näher mit diesen beiden außergewöhnlichen DichterInnen befassen möchten.

Weitere Informationen zu dem Buch
Das Gedicht Corona habe ich gesprochen auch auf Youtube gefunden, das ich von der Ausdrucksweise nicht nur gedruckt so schön finde ... 



Meine Bewertung
2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Literaturwissenschaftliches, gut recherchiertes Buch
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
12 von 12 Punkten.

Vielen Dank an den DVA-Verlag und an das Bloggerportal für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.
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Gelesene Bücher 2018: 27
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Sonntag, 1. Juli 2018

Helmut Böttiger / Wir sagen uns Dunkles

Vorab eine kurze Leseplanung dazwischengeschoben 

Nach der Hälfte von dem recht umfangreichen Irving von insgesamt 1137 Seiten, Bis ich dich finde, haben meine Lesepartnerin Tina und ich in der Mitte von 577 Seiten eine Lesepause eingelegt, damit wir noch andere Lesetermine wahrnehmen können. Ich stehe zwischen John Irving und Harry Potter, der ebenfalls recht umfangreich ist, weshalb ich erstmal das Buch von Böttiger vorziehen möchte. Tina liest ab dem 1. Juli in der Leserunde von Whatchareadin mit. Bei mir steht immer zum Monatsbeginn ein weiterer Harry Potter an, mittlerweile den letzten Band, lese ich nach Böttiger, den Irving setzen wir Ende Juli fort, den wir dann im Anschluss wie gewohnt rezensieren werden.

Hier die Buchvorstellung zu John Irvings Buch.

Wir sagen uns DunklesUnd im Folgenden die Buchvorstellung Wir sagen uns Dunkles von Helmut Böttiger.

Klappentext
Die Geschichte einer unmöglichen Liebe
Es ist eine Liebesgeschichte, um die sich viele Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich als junge, noch unbekannte Lyriker im Frühling 1948 kennen, und ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gezeichnet war, dauerte bis Anfang der Sechzigerjahre, als beide schon längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählten. Kaum jemand wusste von der Nähe der beiden, und sie hielten es auch in der Tat nie lange miteinander aus – zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die gegenseitig zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben. 
Der vielfach ausgezeichnete Kritiker Helmut Böttiger legt die bislang erste umfassende Darstellung der Beziehung Bachmanns und Celans vor. Eine faszinierende psychologische Studie zweier herausragender Dichter, die gemeinsam um Worte rangen, einander brauchten und doch nicht miteinander leben konnten.

„… die Liebesgeschichte dieser beiden Dichter gehört zu den dramatischsten und folgenreichsten Begebenheiten der deutschen Literatur nach 1945“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Autorenporträt
Helmut Böttiger, geboren 1956, ist einer der renommiertesten Literaturkritiker des Landes. Nach Studium und Promotion war er als Literaturredakteur u.a. bei der Frankfurter Rundschau tätig. Seit 2002 lebt er als freier Autor und Kritiker in Berlin und veröffentlichte u.a. »Nach den Utopien. Eine Geschichte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (2004) und »Celan am Meer« (2006). Er war Kurator der Ausstellung »Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland« (2009) und Verfasser des Begleitbuchs. 1996 erhielt er den Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik, 2012 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Für sein zuletzt veröffentlichtes Buch »Die Gruppe 47« wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2013 ausgezeichnet.
Eigentlich mag ich keine Liebesgeschichten lesen, aber hier mache ich mal eine Ausnahme, da die beiden, Paul Celan Ingeborg Bachmann, recht interessante Persönlichkeiten waren.

Weitere Informationen zu dem Buch

·         Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
·         Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (28. August 2017)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 342104631X

Hier geht es auf die Verlagsseite von DVA.


Freitag, 29. Juni 2018


Was ist euer beliebtester Leseort?
Auf dem Weg zu meiner Dienststelle hatte ich mich heute gefragt, weshalb ich mein Buch zu Hause gelassen habe? Ich lese gerade mit meiner Freundin Tina einen recht umfangreichen Irving, und da wäre es doch angebracht, in dem Buch in jeder freien Minute zu lesen? Vor allem, wenn ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Dann kam mir die Frage, was denn mein Lieblingsort zum Lesen ist? Ganz klar kam mir die Antwort. Im Rückzug. Zu Hause in meinem großen Ohrensessel umgeben von mehreren Büchertürmen, die noch ungelesen um meinen Sessel herumstehen. Denn ich möchte die Welt in dem Buch genießen, mich ganz darauf einlassen, auf die Sätze, auf die Wortwahl, auf die Charaktere der Figuren, auf die Geschichte, ohne sie lesend mit der Öffentlichkeit zu teilen. Dies betrifft allerdings nur belletristische Bücher. Fachbücher oder Zeitschriften kann ich ohne Weiteres in der Öffentlichkeit lesen, wenn ich morgens nicht zu müde dafür bin. Viele Menschen lesen gerne in Cafés, in den Sommermonaten in Parks ... Das geht bei mir nicht, weil ich zu sehr von den Geräuschkulissen abgelenkt wäre. Außerdem bin ich jemand, die in der Öffentlichkeit gerne unauffällig Menschen beobachtet, sodass ich mich auf das Lesen nicht ausreichend konzentrieren könnte.

Nach Dienstschluss, auf dem Weg nach Hause, bin ich zu sehr mit meinen Gedanken beschäftigt, reflektiere meine Arbeit in der psychiatrischen Einrichtung mit kranken Menschen, mit denen ich zu tun hatte, und verarbeite so meinen Arbeitstag, was mir gelungen oder misslungen ist, um von meinen Erfolgserlebnissen zu zehren, oder um aus meinen Fehlern zu lernen. Zu Hause kann ich schließlich wieder abschalten, genieße die Ruhe, um mich ganz meinen Büchern lesend und schreibend zu widmen.

Welchen Ort präferiert ihr zum Lesen?

Ich bin auf eure Erlebnisse gespannt.