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Montag, 16. Januar 2017

Morten A. Stroksnes / Das Buch vom Meer (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Irgendwie bin ich von dem Buch ein wenig desillusioniert. Ich habe eigentlich mit einer literarischen Abenteuergeschichte gerechnet á la Ernest Hemingway Der alte Mann und das Meer. Oder mit Moby Dick von Herman Melville. Nein, das war es nicht. Das Buch entpuppte sich eher zu einem Tatsachenbericht, in dem viele kleinere Geschichten über das Meer und seine  Bewohner beschrieben werden. Ein Mix zwischen Tatsachenbericht und Sachbuch. Andererseits aber war ich froh, mich dieser Tötungsjagd verschont zu haben.

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein.
Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen. Ein Sehnsuchtsbuch - über die Freiheit und das Glück, die Naturgewalten zu spüren. Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der vielen Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres. Eine salzige Abenteuergeschichte über die Freiheit und das Glück, den Naturgewalten zu trotzen – und ein atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres. 
Der Klappentext ist recht ausführlich, sodass ich nichts zu ergänzen habe.
Viele Bilder über den Fang der Fische fand ich grauenvoll. Ich erspare mir die Details. Ich habe mich immer wieder bei der Frage ertappt, wieso Mann so wild darauf ist, Tiere zu töten? Ich denke dabei an die Jäger auf dem Festland und die Jäger auf dem Wasser. Weshalb machen sich die beiden Protagonisten auf, einen Eishai zu fangen, um ihn anschließend umzubringen? Des reinen Abenteuers wegen? Nein, nicht nur. Weil die Neugier so groß ist, einen Eishai aus der Nähe zu betrachten. Diese Neugier könnte ich noch verstehen, aber weshalb muss der Eishai getötet werden? Weil diese Mordlust wohl zum Abenteuer dazugehört. Doch der Erzähler dieser Geschichten ergreift dann schließlich doch die Partei für diese Meeresbewohner, weshalb der Schluss nicht ganz so dramatisch geendet hat. Auf den folgenden Seiten stellt sich der Autor selbst die Frage, wer denn nun das Seeungeheuer ist? Der Mensch oder der Haifisch? Es seien wesentlich mehr Haifische von den Menschen gefangen und getötet worden als Menschen von Haifischen.

Auch wenn das Buch meinen Erwartungen nicht entsprochen hat, habe ich es dennoch mit großem Interesse gelesen. Vieles war mir zwar nicht neu was die Evolution unseres Planeten betrifft,  aber vieles kannte ich auch nicht, weshalb ich dem Buch neun von zehn Punkten vergebe.

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
1 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus


Weitere Informationen zu dem Buch:

Ich möchte mich recht herzlich für dieses zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar beim DVA-Bücherverlag, Randomhouse München, bedanken. 

Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger, Sylvia Kall 
Originaltitel: Havboka - eller Kunsten å fange en kjempehai fra en gummibåt på et stort hav gjennom fire årstider
Originalverlag: Forlaget Oktober, Oslo
Gebundenes Buch, Leinen, 368 Seiten, 13,5 x 19,0 cm, 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-421-04739-7
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Erschienen: 29.08.2016
Des Weiteren gibt es hier auf der DVA-Verlagsseite ein interessantes Interview zu dem Buch.

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Gelesene Bücher 2017: 02
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86





Freitag, 11. November 2016

Hans von Dohnanyi / Mir hat Gott keinen Panzer ums Herz gegeben (1)

Verschwörer gegen Hitler

Briefe aus Militärgefängnis und Gestappohaft von 1943-1945


Eine Buchbesprecbung zur o. g. Lektüre

Diese vielen Briefe von Hans v. Dohnanyi stimmen recht betroffen. Sie sind sehr emotional an die Familie, aber ganz besonders an seine Frau Christine Bonhoeffer gerichtet. Vieles wiederholte sich immerzu, aber das war dem Schreiber selbst bewusst …
Und ich schreibe, schreibe immer dasselbe in  tausend Variationen, wie ich es in tausend Variationen immer wiederhole, wenn ich ruhelos auf- und ab wandere. (2016, 62)
Ich zitiere diese Textstelle, damit man von den vielen Wiederholungen im Buch nicht überrascht wird. Oftmals war es recht schwer, diese als Leserin auszuhalten. Manches Mal stand ich kurz vorm Abbrechen, obwohl mir schon bewusst ist, unter welchem enormen seelischen Druck sich dieser Mensch befand. Ohne die Liebe seiner Familie hätte Dohnanyi diese zwei Jahre Haft nicht überlebt, aber was brachte ihm das, wo er sowieso hingerichtet wurde. Dohnanyi hatte bis zum Schluss gehofft ... Zumindest hatte er in dieser Zeit seinen Verstand nicht verloren, und ihm wurde die Zeit durch diese vielen Briefe erträglich gemacht, trotz multipler, schwerer, körperlicher Erkrankungen, mit denen er zusätzlich zu kämpfen hatte.


Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Der Jurist Dohnanyi schloss sich bereits Ende der dreißiger Jahre Widerstandskreisen an. 1942 verhalf er einer Reihe von Juden, die als Agenten getarnt wurden, zur Flucht in die Schweiz, im März 1943 war er an einem Attentatsversuch gegen Hitler beteiligt, der jedoch fehlschlug. Im April 1943 wurde er wegen angeblicher Devisenvergehen im Zusammenhang mit der Fluchthilfe inhaftiert. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 flog seine Mitarbeit an den früheren Putschplänen auf. Am 9. April 1945 wurde er im KZ Sachsenhausen gehängt.
Die Sprache ist zudem oftmals verniedlicht und jede Menge Liebessülzen …
Die Briefe wurden alle zensiert, bevor Dohnanyis Familie sie zu lesen bekam. Politische Botschaften wurden von Hans und seiner Frau verschlüsselt kommuniziert.
Vor allem Hans von Dohnanyi übermittelte von nun an umfangreiche Botschaften, indem er in Büchern, die ihm seine Frau bringen durfte, auf jeder Seite jeweils einen Buchstaben oder eine kleine Buchstabengruppe durch einen darunter angebrachten feinen Bleistiftpunkt markierte. Die markierten Buchstaben ergaben, wenn zuerst die auf den geraden, dann die auf den ungeraden Seiten von hinten gelesen wurden, den Text der Nachricht. In diesen Nachrichten erwies sich Dohnanyi als der heimliche Regisseur des gegen ihn geführten Ermittlungsverfahrens; denn er informierte nicht nur über den Inhalt seiner Vernehmung und ermöglichte damit den  Mitbeschuldigten die Abstimmung ihrer Aussagen, sondern gab auch präzise Anweisungen, welche Aussagen von welchen Zeugen nützlich seien und wie auf den Verlauf des Verfahren Einfluss genommen werden sollte. (124)
Dohnanyi war ein gläubiger Mensch, der durch die lebensbedrohlichen Umstände in der Gefängniszelle immer wieder zu hadern begann, allerdings ohne seinen Glauben tatsächlich verloren zu haben. Das geht aus einem Brief an seine Tochter Barbara hervor, als er von seinen Kindern einen schönen, bunten Frühlingsblumenstrauß geschickt bekommt. In einem Brief bekundet Dohnanyi seine Freude, wie sehr sich die Familie auf diese Jahreszeit immer wieder gefreut hat:
So haben wir uns auf diese Zeit gefreut! Du hast ganz recht. Aber siehst du, so wenig hat der Mensch sein Los in Händen! Und wir dürfen deswegen nicht anfangen, mit dem Schicksal zu hadern, wir müssen hinnehmen, wie es kommt. So schwer es uns auch fällt. (90)
Selbst seinen Humor hat Dohnanyi nicht verloren. Ich musste so schmunzeln, als er sich bei seiner Familie für das tolle Osterpaket bedankte. Denn schließlich könne man selbst in einem Pappkarton nach Ostereiern suchen ...

Obwohl Dohnanyi Grund gehabt hätte, an seiner prekären Lebenssituation zu verzweifeln, wirkten seine Briefe immer recht hoffnungsvoll, aber auch, weil er seine Frau, die selbst gesundheitlich angeschlagen war, zu schonen versuchte.

Auch die Briefe, die an seine drei Kinder gerichtet wurden, waren erfüllt mit vielen weisen Ratschlägen. Im Folgenden ein kleiner Briefausschnitt, der an Klaus Dohnanyi gerichtet ist:
Dass du Deinen Pflichten und Aufgaben in den Dir zumutbaren Rahmen gerecht wirst, bin ich sicher. Du liebst dein Vaterland ohne Frage und ohne viel davon reden zu machen, hast ein unverbundenes Ehrgefühl, stehst für das ein, was du für richtig erkannt hast, bist hilfsbereit und ein guter, zuverlässiger Kamerad. Bleibe dabei, auch wenn das Leben Dir deswegen Enttäuschung bringen sollte; es ist besser, sich den Glauben an das Gute im Menschen um den Preis solcher Enttäuschungen zu bewahren, als ein Menschenfeind zu werden. (142)
Dohnanyi war ein Vielleser. Kraft schöpfte er z. B. oft auch aus den Charles-Dickens-Büchern.
Ich habe einen schlechten Tag heute: Selbst Bleakhouse macht mich nicht besser. Dieser Dickens ist schon ein wunderbarer Seelenarzt. Warum haben wir ihn eigentlich nicht zusammen gelesen? (89)
Dohnanyi war Jurist von Beruf, ich gehe mal davon aus, dass er keine belletristischen Bücher gelesen hat.
Aus der seelischen Not heraus hat Dohnanyi gelernt, mehr auf seine innere Stimme zu hören und weniger auf seine Vernunft. Er rät seiner Schwester:
(…) vertraue nicht so sehr auf das Wissen, den Verstand und die Erfahrungen Deines Mannes (ich habe jetzt viel Zeit zum Nachdenken, kann dir sagen: Im entscheidenden Augenblick sind sie nichts wert) als auf Deine innere Stimme. (95)
Ein paar Zeilen sind diesbezüglich auch an den Gatten gerichtet:
Und Du lieber Freund, schlage in solchen Augenblicken der Gewissheit, wie Du handeln musst, nicht nur an deine Stirn mit Fragen um Rat - denn was könnte bei uns Männern dabei herauskommen als bestenfalls etwas „Vernünftiges“, sondern hole Dir deinen Rat bei der inneren Stimme Deiner Frau, die hoffentlich Deinen Verstand, Dein Wissen und Deine Erfahrungen nicht allzu hoch einschätzen wird   (glaube mir, wenn es darauf ankommt, sind sie wenig wert!) (ebd,)

Mein Fazit zu dem Buch?

Wie viel Glück wir doch haben, nicht in einer Zeit wie dem Nationalsozialismus geboren worden zu sein. Sich Fragen zu beantworten, wie hätte ich mich verhalten?, wäre recht müßig. Auf welche Seite würde man sich selbst stellen? In Anbetracht unserer momentanen politischen Lage durch den europaweiten Zuwachs von Rechtspopulismus kommen mir schon Zweifel auf, inwiefern der Mensch tatsächlich in der Lage ist, aus der Geschichte zu lernen. Muss man selbst durch eine Zeit wie diese gehen, um Recht und Unrecht am eigenen Leib erfahrbar zu machen?
Hans v. Dohnanyi hat eigentlich Deutschland geliebt, hat es als sein Vaterland betrachtet. Dazu die Sichtweise seines Sohnes Klaus:
Der Polizeiarzt Dr. Tietze, dem mein Vater in den letzten Tagen seines Lebens so vertrauensvolle Offenheit schenken konnte, hatte den Eindruck, dass es für Dohnanyi nur zwei Dinge gab: Seine Familie und das Vaterland. Das Vaterland hatte ihn eingesperrt und gelähmt; die Familie gab es nur noch über das Wort; aber das, was diesen bislang so aktiven Täter immer noch bewegte, über das durfte weder geschrieben noch gesprochen werden. (307)
Er wurde ohne gerichtliche Anhörung hingerichtet, und die Familie wurde nicht mal über seinen Tod benachrichtigt. Dohnanyis Frau Christine startete eine Suchaktion, bis sie ihn schließlich nach dem Ende des Krieges für tot erklärte.

Von einer Buchbewertung sehe ich aus Respekt gegenüber dem Autor und dessen Familie ab, da ich der Meinung bin, dass man solche Bücher mit diesem Hintergrund nicht bewerten sollte, ganz gleich, wie gut oder wie weniger gut sie geschrieben sind …


Weitere Informationen zu dem Buch:

Ich möchte mich recht herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar beim DVA-Verlag bedanken.

Und hier geht es per Mausklick auf die Verlagsseite von DVA, Randomhouse München.

DVA-Verlag
€ 24,99 [D] inkl. MwSt.
€ 25,70 [A] | CHF 33,90* 

(* empf. VK-Preis) 
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-421-04711-3
Erschienen: 14.09.2015, 350 Seiten


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 Erinnerungen sind keine Abschnitte in Handbüchern …
(Bodo Kirchhoff)

Gelesene Bücher 2016: 62
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86




Freitag, 16. September 2016

Howard Jacobson / J (1)

Eine kurze Buchbesprechung zur o. g. Lektüre 


Leider bin ich mit der Geschichte, die der Autor in sein Buch verpflanzt hat, überhaupt nicht zu Rande gekommen. Nach 280 Seiten musste ich es schließlich aufgeben. Die letzten 130 Seiten habe ich nicht mehr geschafft.

Nicht, dass der Inhalt kompliziert wäre. Das nicht mal. Mich hat er nur nicht überzeugen können. 

Mich hat diese Art von Gesellschaft, wie sie in dem Buch beschrieben wird, gelangweilt. Ich habe sie als arg übertrieben erlebt.

Eine Gesellschaft, die aus Inzucht besteht, streng abergläubig ist und versessen auf die Einhaltung von Regeln und Normen ist. Menschen, die eine Partnerschaft aus anderen Ortschaften eingehen, werden von den Familien verstoßen ... 

Die Idee fand ich an sich nicht schlecht. Trotzdem ...

Ich gebe gerne noch einmal den Klappentext rein für Leserinnen und Leser, die sich für diese Thematik interessieren und die gerne ihre eigenen Leseerfahrungen machen möchten, und ich selbst auch dazu einlade, da meine Leseerfahrung einerseits sehr subjektiv ist, bin ich andererseits dennoch bemüht, ein wenig Objektivität in diese Buchbesprechung reinzubringen, da es mich selbst ein wenig traurig stimmt, wenn ich ein Buch abbrechen muss. Schließlich ist das nicht die Schuld des Autors, wenn ich einen anderen Geschmack habe ...


2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
1 Punkte: Differenzierte Charaktere
0 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
Die Bewohner Port Reubens leben in scheinbarer Harmonie, sie hören nur noch Schnulzen und lesen kitschige Liebesromane, und nach dem schrecklichen Ereignis, über das nur als »Was geschah, falls es geschah« gesprochen wird, bekamen alle neue Namen. Kevern Cohen misstraut als Einziger dieser »großen Familie« und ihrer freiwilligen Ahnungs- und Meinungslosigkeit. Er ist ein Eigenbrötler, der die Bücher und Jazzplatten seines Vaters aufbewahrt hat und allein in einer Hütte auf den Felsen wohnt. Eines Tages wird ihm Ailinn Solomons vorgestellt, eine schwarzhaarige Schönheit, und die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch Keverns Unbehagen wächst: Ist ihre Liebe wirklich nur aus ihren spontanen Gefühlen genährt, oder haben andere Interesse an ihrer Beziehung? Ist er nur paranoid, oder werden sie tatsächlich überwacht und sind Teil eines allumfassenden, perfekt ausgeklügelten Plans? 
Wenn ich nur nach meinem Lesegeschmack gehen würde, dann würde ich dem Buch nur fünf von zehn Punkten vergeben. 

Und so erhält das Buch nach den obigen Kriterien sieben von zehn Punkten. Ich glaube, dass das fair ist. 

Ach, und übrigens, sollte jemand den Buchtitel suchen, das J auf dem Cover steht nicht für Jacobson. Das J, das dazu noch in der Mitte mit zwei Querbalken versehen ist, ist als Buchtitel gedacht. Aber auch der hat mich nicht so recht überzeugen können. 


Weitere Informationen zu dem Buch:

Ich möchte mich recht herzlich beim DVA-Bücherverlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar bedanken. 

€ 22,99 [D] inkl. MwSt.
€ 23,70 [A] | CHF 30,90* 

(* empf. VK-Preis) 
DVA-Verlag: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-421-04688-8

Erschienen: 12.10.2015 

Nachtrag, 18.09.2016
Ich habe auf www.perlentaucher.de noch eine Rezension von der Buchreporterin Anja Hirsch gefunden, die das ausdrückt, was ich auch mit dem Buch erlebt habe. Ich habe es nur nicht so schön beschreiben können. Anja Hirsch rezensiert für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Und hier der Link per Mausklick zu der Rezension.

Aber auf der DVA-Verlagsseite kann Jede/jeder selbst eine Leseprobe entnehmen. Hierzu folgender Link: per Mausklick.

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Gelesene Bücher 2016: 51
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
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Mittwoch, 1. Juni 2016

Stefan Bollmann / Warum das Leben ohne Goethe sinnlos ist (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Mit so viel Wissen und mit so viel Weisheit wird man darin konfrontiert, dass mein Herz so richtig dabei aufgegangen ist. Und trotzdem gibt es ein großes ABER.

Es ist der Buchtitel, der mich fragen lässt, wie ernst der Autor diesen Titel selbst genommen hat.

Warum unser Leben ohne Goethe sinnlos ist?

Ich fühle mich von diesem Titel so ziemlich provoziert, denn eigentlich ist das ein Buch für Hochgebildete. Um es noch stärker einzugrenzen, es ist ein Buch für LiteraturwissenschaftlerInnen, für GermanistInnen, ein Buch für GoethekennerInnen. Was ist mit dem Rest, Menschen, die nicht in diese Gruppierungen fallen? Was ist mit Menschen, die nicht mal diese Bildung nicht haben?

Ich arbeite im Gesundheitswesen und habe es mit vielen verschiedenen Menschen zu tun. Es gibt sehr viele davon, die Goethe nur vom Namen her kennen, wenn überhaupt. Nun provokativ gefragt; ist das Leben dieser Menschen deshalb sinnlos?

Selbst belesene und gebildete Menschen, denen die Werke Goethes fremd sind, weil sie andere Faibles haben, könnten diesem Buch nicht folgen, da Bollmann seine Theorien an vielen Goethewerken festmacht. Für Menschen, die diese Werke nicht gelesen haben, ist das sicherlich, aus meiner Sicht, nur trockener Stoff. Weil man nicht mitreden kann.

Zwischendrin fragte ich mich, was Bollmann von Beruf ist. Teilweise schreibt er wie ein Psychiater, selbst die Liebe bekommt eine Diagnose … Nicht, dass das falsch ist, ich fand das alles sehr interessant, supergut recherchiert, auch aus dem Fach der Psychiatrie treffend diagnostiziert. Doch nicht jeder weiß, was bipolar ist, was eine Borderline-Persönlichkeitsstörung ist …

Dies zu meiner Kritik …

Die Botschaft ist schon klar, die Bollmann über Goethe in diesem Buch an die LeserInnen aussendet. Das eigene Leben gestalten … Sich selbst authentisch leben … Den inneren Künstler finden … Krise als Chance … Äußere Sicherheiten weitestgehend aufgeben und Risiken wagen … Fremde Maßstäbe nicht zu eigenen machen … Die fühlende Seele zum Ausdruck bringen …

Aber braucht jeder Mensch dazu wirklich Goethe? Ich kann den Titel wirklich nicht ernst nehmen.

Aber auf Seite 272 schreibt Bollmann selbst: 
Um das eigene Leben zu finden, kann es durchaus in Goethes Sinn sein, Goethe nicht zu lesen.
Wahrscheinlich sollte der Titel nur neugierig machen, damit sich eine Masse an LeserInnen mit diesem Buch eindecken …

Ansonsten fand ich das Buch, wie ich eingangs schon geschrieben habe, wirklich sehr lesenswert, sehr interessant, sehr tiefgründig. War schön, gedanklich wieder mit Goethe zu wandeln, an der Hand von Bollmann geführt. Manchmal fühle ich mich in Goethe zu Hause und Bollmann hat mich daran erinnert. Mich hat Bollmann mit seinem Buch auch sehr bereichert. Reichlich geistreiche Zitate sind zu entdecken, Zitate, die einem aus der Seele sprechen können. Dadurch ist das Buch von mir mit vielen Klebezettelchen versehen, doch leider darf ich nicht zu viel schreiben, um den anderen LeserInnen ihre eigenen Entdeckungen nicht vorwegzunehmen. Aber die Zettelchen werde ich für mich persönlich erarbeiten, ohne sie in meine Buchbesprechung einzubauen. Und zitieren, wenn es angebracht ist.

Nur einen Gedanken möchte ich noch festhalten, weil ich ein wunderschönes Zitat gefunden habe, was mein eigenes Leseverhalten betrifft. Aber nicht nur mein eigenes:

Nach meinem Studium habe ich zehn Jahre gebraucht, um wieder Belletristik zu lesen. Ich war an Fachliteratur gewöhnt, und belletristische Bücher hatten für mich nicht mehr denselben Wert, wie sie vor meinem Studium hatten. Und ich denke, es geht vielen anderen LeserInnen ähnlich, Fachliteratur wird eher als real, als wissenschaftlich angesehen, die empirisch untersucht ist, bevor sie vermarktet wird, während Dichtung als reine Fiktion abgetan wird, also als unwahr. Aber gerade die Romane sind es, die den Menschen helfen können, an sich selbst zu arbeiten, oder sich selbst zu finden. Bollmann, der auch Goethe zitiert:
Goethe hatte die Erfahrung gemacht, dass die Kunst bei der Erkundung unserer ideellen Rolle die entscheidenden Dienste leisten kann. Deshalb empfiehlt er in „Dichtung und Wahrheit“ als ersten Schritt zur Überschreitung der realen Rolle - Romanlektüre. Es ist die Minimallösung für alle, die mehr im Leben suchen als fremdbestimmte Normalität. Den >>Trieb, sich mit Romanfiguren zu vergleichen<<, schildert er dort als den >>lässlichsten<<, sprich zugänglichsten Versuch, >>sich etwas Höheres anzubilden, sich einem Höheren gleichzustellen<<. Er sei <<höchst unschuldig<< und >>höchst unschädlich<<. (2006, S. 269)
Dies fand ich ein sehr schönes Zitat.

Mein Tipp an nichtkundige Goethe-LeserInnen: Bevor ihr euch an das Buch heranwagt, lest erst die Goethewerke, wie z. B. Die Wahlverwandtschaften, Die Italienreise, (Faust), Tasso, damit ihr mitreden könnt, was der Autor schreibt. Und wer Glück hat, hatte den Werther schon in der Schule behandelt, und wenn nicht, dann lest auch den Werther.
Man kann aber auch Umwege gehen. Ist nicht immer falsch, Umwege zu gehen. Erst Bollmann lesen, dann die Goethewerke, dann wieder Bollmann lesen, J.

Das Buch erhält von mir neun von zehn Punkten.

Weitere Informationen zu dem Buch

Ich möchte mich recht herzlich für dieses schöne Rezensionsexemplar beim DVA-Bücherverlag, Random House, in München bedanken.

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3421046808
ISBN-13: 978-3421046802


Nachtrag:

Am Donnerstag, den 09. Juni 2016, bin ich, durch Bollmann inspiriert, dienstlich mit ein paar meiner KlientInnen von psychisch kranken Menschen nach Frankfurt gefahren, um ein weiteres Mal das Goethehaus zu besichtigen. Für viele war diese Tour neu, weshalb ich sie für Neue alle paar Jahre wiederhole.

Wir haben an einer einstündigen Führung teilgenommen, und jede Referentin bringt neue Einblicke mit rein. Finde ich immer wieder von Neuem spannend. Am Ende der Führung habe ich der Goethe-Expertin von Bollmanns Buch erzählt. Sie kannte den Buchtitel noch nicht. Sie schrieb ihn sich auf, und wollte sich das Buch unbedingt anschaffen.

Ich möchte nun zwei Fotos hier platzieren. Zum einen Goethes Autorbiografie Dichtung und Wahrheit, aus dem Stefan Bollmann reichlich zitiert hat. Neben den vielen anderen Goethewerken ist dies der einzige Band, der noch in meiner Sammlung fehlt. Die Autobiografie hat einen Umfang von 1400 Seiten und ich muss schauen, in welchem Zeitplan sie passen könnte, damit ich sie in aller Ruhe lesen kann, ohne von lästigen Alltagspflichten unterbrochen zu werden.

Auf dem zweiten Foto sind ein paar Bücher von Johann Caspar Goethe abgebildet. Goethes Vater besaß eine Bibliothek von gerade mal 2000 Büchern. Konnte ich gut mit 

meiner eigenen Minibibliothek vergleichen, die aus knapp 2100 Büchern besteht. 
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Gelesene Bücher 2016: 32
Gelesene Bücher 2015: 72
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Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Donnerstag, 7. April 2016

Jens Andersen / Astrid Lindgren - Ihr Leben (1)


Ich möchte mich erneut recht herzlich für dieses tolle Rezensionsexemplar beim DVA-Buchverlag bedanken.

Lesen mit Anne ...


Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Ich bin von dieser Biografie von Jens Andersen sehr angetan gewesen. Sie hat mich so tief berührt, dass ich über mehrere Nächte von Schweden geträumt habe.

Einen Traum habe ich noch deutlich in Erinnerung. Es war ein Landschaftstraum, umgeben von einem wunderschönen See, an dem ich mich allein befand. Nun, was hat dieser Traum denn mit Astrid Lindgren zu tun? Auf dem zweiten Blick wurde er mir schließlich verständlich. Mich hat das Thema Einsamkeit sehr beschäftigt, denn die Einsamkeit ist ein Thema, das in dieser Biografie recht häufig behandelt wird, und ich dem so gut nachfühlen konnte. Ich bin schon als Kind immer sehr gerne alleine gewesen. Und wie oft macht man die Erfahrung, dass man sich gerade unter Menschen recht einsam fühlen kann. Viele Menschen haben mit dem Alleinsein ein Problem, es macht ihnen Angst, sodass die Einsamkeit in einer Industrienation doch recht negativ besetzt ist. Doch nicht bei Astrid Lindgren. Selbst aus ihrem eigenen Erleben heraus und in ihren Kinderbüchern ist die Einsamkeit ein großes Thema, denn die jungen ProtagonistInnen sind fast alles einsame Wesen, die daraus aber Potenziale schlagen und keineswegs daran verzweifeln ...

Vieles war mir in dem Buch nicht neu, da ich schon andere Bücher von Astrid Lindgren und über sie gelesen habe. Aber die vorliegende Biografie ist aus meinem Leseerlebnis heraus, wie ein anderer Mensch Astrid Lindgren beschreibt, eine der authentischsten überhaupt. Die Texte waren gut durchstrukturiert und die vielen Fotos, darunter auch jede Menge Familienporträts, hat Andersen miteinfließen lassen. Dieser ganze Mix zwischen Text und Bildmaterial hat das Buch so richtig aufleben lassen.

Einige Gedanken, mit denen sich Astrid Lindgren beschäftigt hatte, fand ich auch in meinen eigenen Gedanken wieder, wie z. B. die kritische Nutztierhaltung in Form von Tierfabriken; doch auch die politische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus Hitlers über Tagebucheintragungen fand ich höchst interessant; und die fatale Steuerpolitik Schwedens hat mich beschäftigt. A.L. hatte von ihrem Einkommen als Schriftstellerin 102% Steuern an den Staat entrichten müssen. Literarisch versiert sagt sie den Kampf gegen diese absurde Steuerpolitik an ... Und das Allerwichtigste waren noch jede Menge reformpädagogische Gedanken und Aktivitäten. Astrid Lindgren setzte sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit für die Rechte der Kinder ein … Sie hatte sich auch mit den Büchern von Ellen Key vertraut gemacht, eine schwedische Reformpädagogin, die von 1849 bis 1926 gelebt hat, die Astrid Lindgren als großes Vorbild diente. Key schrieb Über das Recht des Kindes, seine Eltern selbst auszusuchen. Natürlich ist das symbolisch gemeint. Doch diese Thematik findet sich auch in einem der Kinderbücher von Astrid Lindgren wieder, wie z.B. in Rasmus und der Landstreicher. Und was ich zusätzlich ganz interessant fand, Key schrieb auch über die Seelenmorde in den Schulen. Seelenmorde, ein harter Begriff, doch er drückt genau das aus, was manche Kinder auch heute noch an Schulen durchmachen müssen, wenn sie nicht den Vorstellungen jener Bildungseinrichtung entsprechen …

Ein paar Sätze zu ihrer Herkunft möchte ich noch schreiben. Astrid Lindgren wuchs in  Näs, bei Vimmerby, auf. Sie wurde 1907 als zweites von vier Kindern vom Pfarrhofpächter Samuel August Ericsson und seiner Ehefrau Hanna Ericsson geboren. Die Eltern lebten streng religiös, was für die damalige Zeit normal war. Astrid Lindgren verlebte hier eine recht glückliche Kindheit. Sie beschreibt ihre Kindheit als die glücklichste Zeit ihres Lebens. Sie war ein sehr verspieltes Kind, und das blieb sie noch bis ins hohe Alter. Mit siebzig Jahren kletterte sie z.B. noch auf Bäumen. Sie starb 2002 mit 95 Jahren in Stockholm. Drei Jahre vor ihrem Tod erlitt sie einen Schlaganfall und wurde zu einem Pflegefall. Ihre Tochter Karin Nyman kümmerte sich bis zum Tod um ihre Mutter.

Als Erwachsene hatte Astrid Lindgren kein so einfaches Leben mehr. Sie gebär im Dezember 1926 als neunzehnjähriges Mädchen ihr erstes Kind, ein uneheliches Kind, das sie vor der schwedischen Gesellschaft zu verbergen versuchte. Sie brachte das Kind, Lasse, die ersten Jahre schweren Herzens heimlich und anonym bei einer Pflegemutter unter. Sie liebte ihr Kind über alles, und nach jedem Besuch fiel ihr die Trennung sehr schwer ... Dessen ungeachtet, dass ihre Eltern streng religiös lebten, lernten sie schließlich ihren unehelichen Enkel doch noch zu akzeptieren, sodass A. L. Lasse zu den Eltern bringen konnte, nachdem die Pflegemutter ernsthaft erkrankte. Die Großeltern lernten Lasse zu lieben wie ihr eigenes Kind ... Das ist doch eine immense Entwicklung vonseiten der Eltern/Großeltern, die mir imponiert hat.

Über Verhütungsmittel war Astrid Lindgren nicht richtig aufgeklärt. Obwohl der Kindsvater deutlich älter war als sie, da er sich schon in den reiferen Jahren befand, kümmerte er sich auch nicht um die Verhütung. Astrid Lindgren warf ihm Verantwortungslosigkeit vor  …

Nicht nur das Paar-Beziehungsleben von Astrid Lindgren zu  zwei wichtigen Männern wird hier sehr eindrucksvoll beschrieben, sondern auch die freundschaftlichen und beruflichen Kontakte greift Andersen auf. Es existieren dazu jede Menge Briefe zu FreundInnen und zu ihren Fans jeden Alters. Dadurch wird deutlich, wie Astrid Lindgren in ihrem Leben in der Beziehung zu anderen Menschen, bedeutsamen und weniger bedeutsamen, gewirkt hat. Sie blieb in der Öffentlichkeit immer menschlich und immer souverän.

Beruflich war Astrid Lindgren auf vielen Gebieten erfolgreich. In den ersten Jahren arbeitete sie als Sekretärin und als Stenotypistin und arbeite sich hoch als Lektorin in einem Verlag, doch hauptsächlich war sie als Schriftstellerin tätig. In dem Verlag lektorierte sie ihre eigenen Manuskripte ...

In den jungen Jahren hatte sich Astrid Lindgren vehement gesträubt, Schriftstellerin zu werden, obwohl ihre LehrerInnen zu ihrer Schulzeit dazu geraten haben.


Mein Fazit?

Das Buch ist sehr, sehr spannend geschrieben, man möchte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Viele Punkte habe ich hier nicht erwähnt. Es gibt noch Vieles zu entdecken.

Es werden in der Biografie zusätzlich jede Menge Werkproträts zu den Kinder- und Jugendbüchern Astrid Lindgrens vorgestellt und kurz behandelt. Im Anhang hat uns der Biograf Andersen eine Liste erstellt, auf der alle ihre  Kinderbücher abgebildet sind. Es gab ein paar Bücher, die mir zuvor unbekannt waren. Nun bin ich so neugierig geworden, dass ich mir die Trilogie zu Kati in Amerika, Italien und Paris bestellt habe. Ich habe aber noch vor, mir Rasmus und der Landstreicher auch noch zuzulegen. Rasmus macht sich als Waisenkind auf die Suche nach neuen Eltern, die er sich selbst aussuchen möchte …

Die Biografie von Andersen, die ich als sehr lebendig und als recht empathisch erlebt habe, werde ich zu gegebener Zeit ein weiteres Mal lesen.

Das Buch erhält von mir zehn von zehn Punkten.


Nachtrag zum Telefongespräch mit Anne, 8.4.2016

Anne hat das Buch auch schon durch, und es hat ihr auch sehr gut gefallen. Dies war zu Astrid Lindgren ihre erste Biografie, und für sie war alles neu. Wir haben heute Abend telefoniert und über viele Szenen gesprochen, die wir nicht schriftlich festgehalten haben, wie z.B. der sensible Umgang mit ihren Kindern Lasse und Karin. Man wünscht jedem Kind eine Mutter wie Astrid Lindgren. Auch wenn sich heute in der Erziehungsmethode so manches verändert hat, gibt es noch immer sehr viele Kinder, die von ihren Eltern in jeder Form wie z.B. psychisch, sexuell oder körperlich missbraucht werden. 



Das Buch ist in München in der Deutschen Verlags-Anstalt erschienen und ist unter
der ISBN-Nummer  978-3-421-04703-8 erhältlich. 
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Will man glücklich sein, muss es aus einem selbst kommen
 und nicht von einem anderen Menschen.
(Astrid Lindgren)


Gelesene Bücher 2016: 15
Gelesene Bücher 2015: 72
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