Samstag, 8. September 2018

Joanne K. Rowling / Harry Potter und das verwunschene Kind (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre   

Mir hat dieser Band wider Erwarten sehr gut gefallen. Eine außergewöhnliche Geschichte in Theaterfassung, die einzige unter den acht Potter-Bänden, die mir dazu noch so nahegegangen ist. So viele Ereignisse, mit denen ich nicht gerechnet hatte, so viele Szenen, die unvorhersehbar waren, haben mich fasziniert. Aber es gab auch jede Menge Wiederholungen. Ich möchte nicht zu viel verraten, und so werde ich schauen, dass ich einen guten Mix zwischen Spoiler und Aufdeckung hinbekomme.

Hier geht es zum Klappentext und zu den Buchdaten.

Die Handlung
Sie knüpft dort an, wo der letzte Band geendet hat. Man bekommt es hier mit dem nicht mehr ganz so jungen Harry Potter zu tun, der seinen Weg gemacht hat und beruflich als Leiter im Zaubereiministerium tätig ist. Anfangs ist er 37 Jahre alt, später vergehen weitere Jahre und so befindet er sich im stolzen Alter von Anfang und Mitte vierzig. Harry Potter hat seine Jugendliebe Ginny Weasley geheiratet und mit ihr eine Familie gegründet. Drei Kinder, die alle den Namen bedeutender Menschen erhalten haben, gehen aus dieser Ehe hervor. Am stärksten vertreten ist hier der Sohn Albus Severin Potter. Die anderen beiden Kinder treten sehr selten auf. Außerdem bestehen zwischen Harry und Albus massive psychologische Beziehungskonflikte, obwohl sie sich vom Charakter her sehr ähneln. Ist Harry Potter tatsächlich ein Held gewesen, wie er und alle anderen behaupten? Damit hat Albus ein Identifikationsproblem und hinterfragt äußerst kritisch die Heldentaten seines Vaters …

Hermine Granger hat Ron Weasley geheiratet, und aus dieser Ehe stammt ein Mädchen namens Rose.

Draco Malfoy war mit einer Hexe verheiratet, Astoria, die nicht mehr am Leben ist. Der Witwer Malfoy besitzt zwei Kinder. Eines davon ist Scorpius. Scorpius hatte, bevor er Albus kennengelernt hat, keine Freunde und ist dadurch sehr einsam, denn es geht das Gerücht um, dass Scorpius nicht wirklich der Vater von Malfoy ist, sondern von Lord Voltemord ... Auch zwischen Scorpius und dem Vater bestehen massive psychologische Beziehungskonflikte, da Scorpius unbewusst Identitätsprobleme durch seinen Vater entwickelt, und lehnt sich gegen ihn auf. Scorpius möchte sich nicht mit den bösen Taten seines Vaters aus dessen Kindheit identifizieren. Immerhin zählte Malfoy damals durch seinen eigenen Vater zu den Todessern …

Alle diese Kinder besuchen wie einst die Eltern auch die Zauberschule auf dem Schloss Hogwarts. Zwischen Albus Potter und Scorpius Malfoy entwickelt sich eine feste Freundschaft. Zuerst begegneten sie sich im Hogwarts-Express, in einem Abteil, in dem Scorpius allein vorgefunden wurde. Albus fühlte sich schnell zu Scorpius hingezogen …

Albus ist Harrys zweites Kind und als es auf Hogwarts eingeschult wird, ist es erst mal sehr traurig, dass der Zauberhut es für das Schulhaus der Slytherin vorgesehen hat. Auch Scorpius besucht das Schulhaus der Slytherin.

Ich fragte mich anfangs, da Voldemort tot ist, aus welchen Abenteuern dieses Theaterstück bestehen könnte?

Das Abenteuer
Amos Diggory, der Vater von Cedric, der bei den Quidditchspielen, beim Trimagischen Turnier vor 25 Jahren, von Voldemort getötet wurde, klopft hilfesuchend bei Potter an und bittet ihn, den so geliebten Sohn mithilfe eines Zeitumkehrers wieder zurückzuholen. Amos versucht mit diversen Manipulationstechniken an Potters Gewissen zu rütteln, da es wegen ihm, so Amos, damals so viele Todesopfer gegeben hätte …

Obwohl Potters Gewissen angeknackst ist, erteilt er Amos eine Absage. Er wisse nicht, wie er Cedric zurückholen könne, da er über keinen Zeitumkehrer verfügen würde und wisse auch nicht, wo dieser aufzutreiben sei …

Nun stellt sich Albus heimlich zur Verfügung, Cedric zusammen mit Scorpius einen Zeitumkehrer aufzuspüren, um Amos zu helfen. Hier beginnt nun das Abenteuer, denn wenn ein Zeitumkehrer es tatsächlich schafft, Cedric wieder zurückzuholen, dann bestünde die Gefahr, dass auch Voldemort zurückkehrt …

Seit Potter den Kampf mit Voldemort gewonnen hat, seitdem lebt die Zauberwelt im Frieden. Scheint tatsächlich das Böse ausgerottet zu sein? Diesen Gedanken hegt auch Ginny, als Potters Narbe erneut anfängt zu schmerzen.

Albus und Scorpius finden tatsächlich einen Zeitumkehrer, den sie allerdings nicht richtig bedienen können und bringen sich dadurch in Lebensgefahr. Daraus zieht Potter die Konsequenzen und verbietet Albus den Kontakt zu seinem besten Freund Scorpius und greift dabei zu restriktiven autoritären Erziehungsmethoden, die so gar nicht zu Harry Potter passen, da er schon sehr bemüht ist, seinen Kindern ein guter Vater zu sein …

Die beiden Freunde wagen einen weiteren Versuch, Cedric zurückzuholen, und begeben sich erneut in Lebensgefahr. Sie machen die Bekanntschaft mit Delphi, die vorgibt, die Nichte von Amos zu sein, bis sie ihr wahres Gesicht zeigt …

Mithilfe des Zeitumkehrers und mit einem Verwandlungszauber finden zeitlich gesehen mehrere Parallelen statt. Gegenwart und Vergangenheit treffen aufeinander … Albus und Scorpius stecken in der vergangenen Zeit fest, und wissen nicht, wie sie wieder herauskommen könnten.

Das Schreibkonzept
Wie gesagt, hat die Autorin aus diesem zweiteiligen Band ein Theaterstück entworfen, das aus vier Akten und unterschiedlich vielen Szenen besteht. Man muss sich eine Theaterbühne vorstellen, auf der dieses Märchen sich abspielt. Ich konnte mir aber keine Theaterbühne vorstellen, weil mir die vielen Bilder aus den Vorgängern noch in mir behaftet gewesen sind. Ich habe gar nicht so mitbekommen, dass dies ein Theaterstück ist.

Cover und Buchtitel? 
Nun, wer ist denn das verwunschene Kind? Ist das Albus Potter oder Harry Potter? Ist Harry Potter nicht schwarzhaarig? Man bekommt in dieser Geschichte eine Wiederholung vorgesetzt, als Harry Potters Eltern vom dunklen Lord abgerichtet wurden und er das kleine Kind zu einer Vollwaisen gemacht hat. Durch den Zeitumkehrer wird Albus Potter Zeuge, als das Kind seine Eltern verloren hat und bekommt dadurch ein anderes und besseres Verständnis zu dem Selbstporträt seines Vaters. Ich finde, dass der Titel bis zum Schluss nebulös geblieben ist. Das verwunschene Kind? Das könnte sogar auch Scorpius Malfoy sein, da gemunkelt wird, er sei in Wahrheit das Kind des dunklen Lords. Da dies unklar geblieben ist, gibt es einen Punktabzug.
Das Cover an sich finde ich recht schön. 

Meine Identifikationsfigur
Scorpius Malfoy.

Meine Meinung
Erstaunlicherweise konnte ich mich diesmal richtig gut in die Szenen hineinversetzen. Was für mich ein wenig verwirrend gewirkt hat, waren die verschiedenen Rollenwechsel, die in diesem Märchen stattgefunden haben. Aber es war aushaltbar. Schön fand ich dagegen, dass auch dieser Roman/Theaterstück sich als ein richtig großer Freundschaftsroman entpuppt hat. Das fand ich so wunderbar. Dass Malfoy in seiner Kindheit ein Fiesling war, haben sich nun die Charaktere in diesem Band ein wenig ins Positive verschoben.Die Beziehung wischen ihm und Potter fand hier eine Aufwertung statt, auch dadurch, weil die Söhne unzertrennlich befreundet sind. Hier lernt man Draco neu kennen. Aus ihm ist ein liebender Vater geworden. Und Scorpius? Er ist mir richtig sympathisch, ist mir ans Herz gewachsen, da er sehr gutmütig und sensibel ist. Niemals würde er seine Freunde im Stich lassen.
Gefallen hat mir auch, dass dieser Band nicht so gewaltträchtig war wie die anderen Bände.

Mein Fazit?
Ein superschöner Fantasy Roman, den man allerdings nicht lesen sollte, ohne sich vorher mit den anderen Bänden vertraut gemacht zu haben.

Hier geht es zu einer sehr kritischen Rezension, die ich allerdings auch sehr ernst nehmen kann. Die Enttäuschung der Rezensentin ist durchaus nachzuvollziehen, wenn ich auch nicht alle Kritikpunkte mit ihr teilen kann. Nur weil sich zum Beispiel Gleichgeschlechtliche heftigst umarmen, müssen sie nicht gleich homosexuell sein.

Meine Bewertung
2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
1 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
11 von 12 Punkten.

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Öffnest du dein Tintenfass der Macht
und des Glücks, so lass deine Tinte
von Edelmut und Güte fließen.

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Mittwoch, 5. September 2018

Joanne K. Rowling / Harry Potter und das verwunschene Kind


Klappentext 
Die offizielle Bühnenfassung der Originalinszenierung von »Harry Potter und das verwunschene Kind«.Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.
Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten vermutet. 
Das Skript zu »Harry Potter und das verwunschene Kind« erschien erstmals als »Special Rehearsal Edition Script« anlässlich der Premiere von Jack Thornes Theaterstück. Es basiert auf einer Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne und wurde im Sommer 2016 in London uraufgeführt. Zuschauer und Kritiker waren begeistert und die Buchfassung wurde sofort zum internationalen Bestseller. 
Diese überarbeitete Bühnenfassung enthält die endgültigen Dialoge aus dem Theaterstück, die sich seit den ersten Proben zum Teil leicht verändert haben. Zum exklusiven Bonusmaterial gehört ein Gespräch zwischen dem Regisseur John Tiffany und dem Autor Jack Thorne, die Anekdoten zum und Gedanken über das Lesen von Theaterstücken austauschen. Außerdem gibt es nützliche Hintergrundinformationen: den Stammbaum der Familie Potter und eine Chronologie der Ereignisse, die vor Beginn von »Harry Potter und das verwunschene Kind« stattgefunden haben.


Autorenporträt
J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen und sind vielfach ausgezeichnet worden. Sie wurden über 500 Millionen Mal verkauft, in 80 Sprachen übersetzt und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: Quidditch im Wandel der Zeiten und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zugunsten von Comic Relief und Lumos, Die Märchen von Beedle dem Barden zugunsten von Lumos. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind verfasst, dem Auftakt einer fünfteiligen Filmreihe. Gemeinsam mit Drehbuchautor Jack Thorne und Regisseur John Tiffany entwickelte sie das Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei, das seit 2016 im Londoner West End aufgeführt wird und 2018 am Broadway Premiere feierte. 2012 gründete sie Pottermore, ein Onlineportal, auf dem Fans Neuigkeiten, Artikel und Beiträge von J.K. Rowling finden können. Sie hat auch einen Roman für Erwachsene geschrieben, Ein plötzlicher Todesfall, und unter dem Pseudonym Robert Galbraith Kriminalgeschichten rund um den Privatdetektiv Cormoran Strike verfasst. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Order of the British Empire, den Companion of Honour, den Légion d’honneur und den Hans Christian Andersen Preis.
  
Weitere Informationen zu dem Buch

·         Taschenbuch: 368 Seiten, 14,99 €
·         Verlag: Carlsen (21. März 2018)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3551317267


Meine ersten Leseeindrücke?

Eine ungewöhnliche Fassung, verglichen mit den anderen 7 Potter-Bänden. Gefällt mir recht gut. Aber abwarten. Doch auch inhaltlich gibt es Veränderungen. Man bekommt es hier mit dem erwachsenen Harry Potter zu tun, 37 Jahre alt, der mit Ginny Weasley eine Familie gegründet hat. Nun besuchen alle seine Kinder die Zauberschule auf Hogwarts.



Montag, 3. September 2018

Matt Haig / Wie man die Zeit anhält (1)

Lesen mit Tina

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Leider hat mir dieses surreale Buch nicht so gut gefallen, wie Haigs letzter Band Ich und die Menschen. Es hat mir an Tiefgang gefehlt und auch die Thematik, aus der man hätte mehr machen können, konnte mich nicht weiter fesseln. Meine Anfangseuphorie über die Zeitreise von mehreren hunderten von Jahren konnte leider nicht aufrechterhalten werden.

Hier geht es zum Klappentext und zu den Buchdaten.

Die Handlung
Die Handlung ist schnell erzählt.
Auf den ersten Seiten lernt man den Protagonisten Tom Hazard kennen, der unter einer seltenen Veranlagung leidet. Der Name dieser Veranlagung wird als Anagerie bezeichnet und ist nicht allzu sehr bekannt. Tom ist 439 Jahre alt, im besten Alter, für seine Verhältnisse noch jung, auch wenn er sich selbst als alt bezeichnet, wenn er sich mit ganz normalen Menschen vergleicht, die hier als Eintagsfliegen charakterisiert werden. Nur etwa 1000 Menschen seien universal in dieser fiktiven Welt von jener Anlage betroffen. Geboren wurde Tom 1581. Hendrich, Toms Compagnon, bzw. Toms Chef unter ihnen, stellt diverse Regeln auf, die helfen sollen, sich in der Welt zurechtzufinden, ohne aufzufallen, denn sonst bestünde die Gefahr, verfolgt zu werden. Im 16. Jahrhundert wurden solche Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder ertränkt. In der Moderne sind es WissenschaftlerInnen, die aus diesen Menschen Versuchskaninchen machen, würden sie in der Gesellschaft auf sich aufmerksam machen.

Menschen wie Tom gehören einer Albatros-Organisation an. Eine kleine Geheimgruppe, die sich weltweit gegenseitig hilft und schützt. Diese Menschen sind strengen Regeln unterworfen. Die erste Regel lautet: Du sollst nicht lieben. Wie will man sonst den PartnerInnen klarmachen, dass sie nicht altern? Dass selbst die eigenen Kinder eines Tages älter aussehen werden als man selbst?
Eine weitere Regel lautet, alle acht Jahre die Identität und den Wohnort zu wechseln ...

Menschen mit der Anagerie-Veranlagung verfügen über ein effektives Immunsystem. Bakterien und Viren können ihnen nichts anhaben. Ebenso von der Pest und der Cholera bleiben sie verschont. Auch der Alterungsprozess setzt sich nur sehr, sehr langsam fort.

1623 lernt Tom Rose kennen, die er zur Frau nahm, mit der er ein Kind gezeugt hat, ein Mädchen, das den Namen Marion erhält. Marion erbt die Anlagen ihres Vaters und kommt damit nicht klar, da der Vater Frau und Kind verlassen musste, um die Familie durch sich nicht in Gefahr zu bringen. An den Hauswänden sind böse Beschimpfungen geschrieben und weisen auf mögliche Morddrohungen hin. Obwohl Tom seine kleine Familie verlässt, gerät Marion trotzdem auf die schiefe Bahn …

Tom fühlte sich in der Einsamkeit sehr unglücklich und nicht selten denkt er daran, sein Leben selbst zu beenden. Aber die Liebe zu Marion hält ihn am Leben, obwohl er seine Tochter viele Jahre nicht mehr gesehen hat, und macht sich auf die Suche nach ihr …

In der Gegenwart ist Tom Lehrer an einer Gesamtschule und unterrichtet Geschichte. Lebendige Geschichte, da Tom vieles selbst erlebt hat. Nur wissen das seine SchülerInnen aus der neunten Klasse nicht. Er kennt z. B. Shakespeare und andere bedeutende Persönlichkeiten.

Tom sucht immer wieder nach dem Sinn seines Lebens und sehnt sich nach Normalität.

Das Schreibkonzept
Das Buch besteht auf den 380 Seiten aus vier Teilen und aus vielen Kurzkapiteln. Das Buch hält sich an keinen chronologischen Abläufen. Die Albatros-Organisation ist in dieser magischen Welt weit verbreitet. London, Los Angeles, New-York, Paris, Australien, Sri Lanka …
Auf der ersten Seite findet man eine kurze Einleitung zu der Geschichte, bevor es mit dem ersten Teil losgeht. Man kommt gut in die Handlung rein, die Kapitel sind alle leicht lesbar. Zum Ende hin entwickelt sich dieser Roman kurzweilig zu einem Thriller.

Cover und Buchtitel?  
Das Cover ist für mich sehr ansprechend und der Buchtitel hat mich bis zur letzten Seite beschäftigt. Ich hatte schon befürchtet, die Bedeutung überlesen zu haben, als ich dann schließlich ganz am Ende, auf der sogenannten letzten Seite, fündig geworden bin. Ob mich nun der Titel überzeugt hat, darüber muss ich noch weiter nachdenken.

Identifikationsfigur
Meine Identitätsfigur ist Tom, da auch ich im Laufe meines Lebens immerzu den Sinnfragen hinterhergerast bin. Damit angefangen hatte ich schon in meiner Kindheit. Mit zwölf Jahren legte ich mich in die Badewanne, die den Sarg ersetzen sollte und so spielte ich tot sein. Ich wollte wissen, wie sich der Tod anfühlt, denn was ist der Tod, was ist das Leben? Warum gibt es uns Menschen? Warum gibt es mich? Warum führen Menschen Kriege? Gibt es einen Gott? Müsste der Himmel nicht aus allen Nähten platzen, wenn immer mehr Menschen geboren werden, um wieder zu sterben, um anschließend in den Himmel zu gelangen? Was ist das Nichts? Ist das Nichts auch eine Religion? Bei dieser letzten Frage erinnere ich mich noch genau. Da war ich zehn Jahre alt. Ich hatte wirklich alle Theorien hinterfragt, religiöse und gesellschaftliche, mit der ich aus der erwachsenen Welt behaftet wurde. Wie einsam hatte ich mich mit diesen vielen Fragen damals schon gefühlt. Und wie schwer war es für mich, diesen Fragen ohne Antworten schuldig zu bleiben?

Meine Meinung
Mir wurde das Buch zur Mitte hin, als mir schließlich die Figuren vertraut geworden sind, langweilig. Der Autor hat in bestimmten Handlungen versucht, ein wenig Action reinzubringen, ging ein wenig in die kriminalistische Haltung rein, die sich aber schnell wieder gelöst hat. Am Anfang war ich ganz von der Thematik angetan. Stellte mir sehr häufig die Frage, was ich selbst alles tun würde, hätte ich ein so langes Leben wie diese Menschen aus der Albatros-Gesellschaft. Ich glaube, ich würde sehr verschwenderisch mit der Zeit umgehen. Allerdings bin ich ein sehr langsamer Mensch, und langsame Menschen sollten mehr Lebenszeit zur Verfügung haben. Wie häufig habe ich die Welt auf den Kopf gestellt, um alle Perspektiven betrachten zu können.

Auf jeden Fall hätte ich Zeit, alle Bücher zu lesen. Aber dennoch würde ich nicht mit Tom tauschen wollen. Zu erleben, wenn die Menschen und Tiere alle sterben, mit denen man groß geworden ist, oder mit denen man das Leben geteilt hat, würde mich sehr nachdenklich und traurig stimmen. Toms Hang zur Melancholie und Schwerfälligkeit sind für mich gut nachzuvollziehen. Am besten ist, die Jahre sinnvoll zu nutzen, die man zur Verfügung hat. Es ist gut, wie es ist, nicht unsterblich zu sein. Eine Lebenserwartung von mehr als 500 Jahren betrachte ich schon fast als unsterblich. Gut, dass es solche Menschen nicht gibt.

Mein Fazit?
Es war schön, sich in diese Ideen hineinversetzt zu haben. Ein nettes Märchen. 

Meine Bewertung
2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
1 Punkte: Authentizität der Geschichte, Spannung
1 Punkte: Fantasievoll ohne dass es zu kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
10 von 12 Punkten.

Tinas Buchbesprechung.
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Gelesene Bücher 2018: 35
Gelesene Bücher 2016: 72
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Montag, 27. August 2018

Matt Haig / Wie man die Zeit anhält

Lesen mit Tina

Klappentext
Wenn Liebe die Zeit besiegt.
Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.

Autorenporträt
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.
Dies ist das zweite Buch, das ich von dem Autor lesen. Das Buch Ich und die Menschen fand ich sehr schön und erhoffe mir von dem vorliegenden Band dieselbe Lesespannung.


Meine ersten Leseeindrücke?

Derzeit habe ich 115 Seiten gelesen und die Thematik finde ich genial. Es geht vereinzelt um Menschen, die älter als 500 Jahre alt sind und sie aber im Geheimen leben, denn bekommen Ärzte mit, dass es solche Exoten untern ihnen gibt, dann würden sie interessant werden und von WisenschaftlerInnen gejagt, wie im Mittelalter Hexen gejagt wurden. Der Forschung wegen würden sie eingesperrt und zu Versuchskaninchen gemacht werden. Man will hinter das Phänomen kommen, wie es sein kann, dass es menschenähnliche Wesen gibt, die fast unsterblich sind.

Ich kann mich wahnsinnig gut in diese Thematik reindenken und reinfühlen.

Weitere Informationen zu dem Buch

·         Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
·         Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (20. April 2018)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3423281677



Samstag, 25. August 2018

Peter Wohlleben / Das geheime Netzwerk der Natur (1)

Lesen mit Tina

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre 

Mir hat dieses Buch, wie Wohllebens Vorgänger auch, ziemlich gut gefallen. In seiner einfachen, fantasievollen  und empathischen Sprache ist das Buch leicht zu verstehen. Für Wissenschaftler wurde es allerdings wegen seiner leichten Sprache eher belächelt. Doch was ist daran falsch, ein gut lesbares, leicht verständliches Buch zu schreiben, vor allem für Menschen, die nicht vom Fach sind? Auf der Seite 216 las ich mit Verwunderung, dass Wohlleben sich rechtfertigen musste, weshalb seine literarische Sprache zu emotional, zu bildhaft … schlussfolgernd zu unwissenschaftlich sei? Für mich selbst sind Emotionen auch nicht weniger wertvoll als unser Denken, unsere Vernunft …

Man denke dabei an die Auswirkungen des Nationalsozialismus´, woran man sehen konnte, wohin eine emotions- und empathielose Gesellschaft und Politik hingeführt haben.
Die Empathie (ist) eine der stärksten Kräfte im Umweltschutz und kann mehr bewirken als sämtliche Vorschriften und Gesetze. (2017, 117)

Die Wichtigkeit von Empathie trifft aus meiner Sicht nicht nur im Umweltschutz zu, sondern überall, wo man es mit Lebewesen zu tun bekommt.

Hier geht es zum Klappentext und zu den Buchdaten.

Mir war nicht alles neu, was Wohlleben in seinem Buch geschrieben hat, trotzdem fand ich das Buch interessant, ein paar dieser Kenntnisse nochmals aufzufrischen.

Interessant fand ich die Theorie mit der Evolution. Evolution bedeutet keinesfalls eine Veränderung im Sinne von Verbesserung, sondern lediglich eine Veränderung im Sinne von Anpassung. Auch unser menschlicher Körper ist davon betroffen. Zum Beispiel Anpassung des Kauapparats. Durch unsere weiche Ernährung wachsen dem Kiefer keine Weisheitszähne mehr. (Meinem Bruder sind tatsächlich keine Weisheitszähne gewachsen …)

Wohlleben vergleicht die Natur mit einem großen Uhrwerk, da alles in ihr übersichtlich geordnet sei, und alles und jedes habe dort seinen Platz. Selbst die Kleinstlebewesen, die man nur unter einem Mikroskop beobachten kann. Allerdings könne man ein mechanisches Uhrwerk leichter reparieren als das Uhrwerk der Natur. Fehlt beispielsweise bei einer mechanischen Uhr ein Rädchen, so könne man dieses leichter wieder ersetzen, während in der Natur ein fehlendes Rädchen viele weitere Störungen mit sich und nach sich ziehen würde. Er zeigt aufschlussreich, wenn z. B. Wölfe ausgerottet werden, welche Auswirkungen es auf die Natur hat. 

Die Themen zu den Tieren haben mich am meisten interessiert. Das heißt nicht, dass mir die Pflanzenwelt gleichgültig ist. Nein, das ist sie nicht. Für die Bäume hatte ich schon Mitleid, wie viele (natürliche) Feinde auch Bäume haben können und sie nicht in der Lage sind, ihnen aus dem Weg zu gehen oder gar vor ihnen wegzulaufen. Dies wurde mir durch das Buch richtig bewusst, und ich wirklich Mitleid mit ihnen hatte.

Nicht nur wie ein Uhrwerk, nein auch wie ein Netzwerk beschreibt der Autor die Naturabläufe, die zwischen allen Lebewesen bestehen. Alles sei miteinander verknüpft, und einfache und komplizierte Zusammenhänge würden sich daraus ergeben. Nichts würde ohne Sinn geschehen.

Interessiert hat mich auch das Leben der Insekten. Nicht gerade meine Lieblingstiere aber im Sommer hat man ungewollt mit ihnen auch in der Wohnung zu tun, und ich sie schnellstmöglich wieder draußen haben möchte. 
Fasziniert fand ich den Borkenkäfer, da er nicht so schlecht sein soll wie sein Ruf. In den Medien werden sie als Schwächeparasiten angeprangert, die eine Gefahr für alle Bäume darstellen würden. In Wirklichkeit würden die Borkenkäfer nur kranken und angeschlagenen Bäumen zu Leibe rücken. Nur durch die Massenvermehrung können diese Tierchen auch gesunden Bäumen gefährlich werden. Eine Massenvermehrung sei allerdings durch uns Menschen verursacht, durch zu große Plantagen, durch den massigen Schadstoffausstoß und durch den Klimawandel gerät die Käferpopulation aus dem Gleichgewicht.
Einzelne Bäume dagegen, die krankhaft befallen werden, werden als Lebensgrundlage für Ameisenbuntkäfer, für Spechte und viele andere Arten.
Insofern sind Borkenkäfer die Türöffner für solche Totholzbewohner und schaffen für sie im Falle einer in ehemaligen Plantagen vorübergehend ein Schlaraffenland. (…) Insofern sind Borkenkäfer nicht nur Totengräber, sondern auch Geburtshelfer. (81)

Neugierig stimmte mich auch das Leben verschiedener Insekten in der Nacht. Insekten können von Menschen erzeugtes künstliches Licht nicht von dem Mondlicht unterscheiden. Vor allem die Nachtfalter sind irritiert, wenn sie gegen eine leuchtende Lampe knallen, weil sie die Lampe mit dem Licht des Mondes verwechseln. Immer wieder umkreisen sie bis zu ihrer Erschöpfung die Lampe. Deshalb sind diese nachtaktiven Insekten so versessen darauf, in ein leuchtendes Zimmer zu flattern, während es draußen dunkel ist. Wohlleben bezeichnet die leuchtende Lampe als ein Kunstmond. Ich fand diesen Begriff sehr passend und schön.

Glühwürmchen, auch Leuchtkäfer genannt
Diese Käferchen benötigen bis zur Geschlechtsreife ca. drei Jahre. Erst wenn diese Tierchen erwachsen sind, ist deren Leben auf nur wenige Tage beschränkt. Während das Leben der Männchen nach der Paarung zu Ende geht, stirbt das Weibchen nach der Eiablage. In ihrem Sexualtrieb leuchtet das Hinterleib der Käferdame zwecks Partnersuche in der Nacht, da sie selbst, verglichen mit ihrer männlichen Gattung, nicht fliegen kann, weshalb sie das Licht benötigt, um auf sich aufmerksam machen zu können. Interessant finde ich, dass die Glühwürmchen das Licht nicht selbst erzeugen können. Im Hinterleib befindet sich eine Kammer mit Bakterien, die dafür sorgen, dass zum Leuchten Chemikalien freigesetzt werden.

Das verwesende und das weniger verwesende Fleisch / Mein Widerspruch
In dem Kapitel Leichenschmaus behandelt Wohlleben Aasfresser, die verwesende Kadaver als delikate Nahrung zu sich nehmen und wir dabei Ekelgefühle entwickeln und vergessen, dass der Mensch selbst auch Leichen konsumiert. Wohlleben sieht allerdings einen Unterschied zu den verwesenden Tieren in der Natur und den geschlachteten Tieren, die auf unserem Teller landen. Der Grad der Verwesung sei bei geschlachteten Tieren nicht so gravierend wie der in der Natur. Hier muss ich widersprechen, denn beim geschlachteten Tier werden dem Fleisch künstliche Zusatzstoffe hinzugefügt, um den Verwesungsprozess zu stoppen oder gar zu verdecken. Das geschlachtete Tier landet schließlich im Kühlfach und bleibt dort bis das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das kann bis zu 14 Tagen dauern. Niemand kann mir weismachen, dass das getötete Tier hier keinem Verwesungsprozess ausgesetzt ist. Das angeblich rötliche Fleisch in der Fleischtheke ist nicht die Naturfarbe des getöteten Tieres, es sind eher die Farbstoffe. Die beigemengte Chemie sorgt dafür, dass das Fleisch gut aussieht und dass es nicht nach Fäulnis riecht. Demgegenüber verzehrt auch der Mensch verwesendes Fleisch und dies ist genauso eklig wie die verwesenden Kadaver in der freien Wildbahn. Denn das Fleisch aus dem Schlachthaus setzt sofort den Fäulnisprozess ein, das Fleisch verliert seine natürliche Farbe, wird grau, sobald das Tier tot ist. 

Die empathische bzw. die nonverbale Tierkommunikation
Interessant finde ich, dass auch Wohlleben die Erfahrung mit der Kommunikation mit Tieren gemacht hat. Das hat nichts mit Naivität zu tun, aber man wird schnell als naiv bezichtigt, weshalb man, um dies zu vermeiden, nicht mit jedem über diese Thematik sprechen kann. Ich war mutig, und habe dem ein ganzes Label auf meinem Blog gewidmet, weil ich jede Menge Erfahrungen mit meinen eigenen Haustieren damit machen konnte.

Wohlleben teilt uns seine Erfahrung einer dankbaren Krähe namens Koko mit, die im Winterhalbjahr regelmäßig vor seinem Haus geflogen ist, wenn sie dort Körner gefüttert bekommen hat:
Dass die Krähe nonverbal mit uns kommunizierte, hatte ich völlig übersehen. Sie flog eines Tages mit einer Eichel im Schnabel an mir vorbei und versteckte sie vor mir im Gras. Als sie jedoch sah, dass ich sie dabei beobachtete, holte sie die Eichel wieder heraus und flog noch ein Stückchen weiter, um sie endgültig meinen Blicken zu entziehen und sicher zu vergraben. Erst dann kam sie wieder herübergeflogen, und holte sich ihre morgendliche Körnerportion.

Darüber sind noch mehrere Seiten in Wohllebens Buch gedruckt, auf die ich gerne von Seite 115 bis 117 verweisen möchte, um weitere Details zu entnehmen.

Das geheime Netzwerk der Natur: Wie Bäume Wolken machen und Regenwürmer Wildschweine steuernCover und Buchtitel?   
Sehr ansprechend. Dadurch, dass dies ein Fachbuch über die Natur ist, gibt es nicht viel zu interpretieren. Den Titel finde ich passend, weil sich das Leben in der Natur tatsächlich im Geheimen abspielt, sich vieles im Stillen zuträgt, im Dnkeln, wo wir mit dem bloßen Augen nicht hinkommen. 
Allerdings stört mich der Spielgelaufkleber ein wenig. Das Politmagazin Spiegel bewertet die Bücher nicht, sondern es richtet sich lediglich nach den Verkaufszahlen. Platz 1 bedeutet demnach nicht, dass das von Spiegel das bestbewertete Buch ist, sondern das meistverkaufte Buch. 

Mein Fazit?
Immer mal wieder eine Wohltat, neben belletristischen Büchern auch ein Fachbuch zu lesen, wobei ich beruflich auf meinem Gebiet reichlich mit Fachliteratur eingedeckt bin.

Eine sehr schöne Buchbesprechung von Tina zu dem Buch, die viel umfangreicher ist als meine, ist  hier nachzulesen.

Meine Bewertung
2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Authentizität der Geschichten im Buch
2 Punkte: Tolle Recherchen über die Natur und den Lebewesen
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein
12 von 12 Punkten.

Vielen Dank an den Ludwig Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.
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Gelesene Bücher 2018: 34
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Donnerstag, 23. August 2018

Peter Wohlleben / Das geheime Netzwerk der Natur

Das geheime Netzwerk der Natur: Wie Bäume Wolken machen und Regenwürmer Wildschweine steuernKlappentext 
Die Natur steckt voller Überraschungen: Laubbäume beeinflussen die Erdrotation, Kraniche sabotieren die spanische Schinkenproduktion und Nadelwälder können Regen machen. Was steckt dahinter? Der passionierte Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben lässt uns eintauchen in eine kaum ergründete Welt und beschreibt das faszinierende Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren: Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Gibt es eine Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Arten? Und was passiert, wenn dieses fein austarierte System aus dem Lot gerät? Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen lehrt uns Deutschlands bekanntester Förster einmal mehr das Staunen. Und wir sehen die Welt um uns mit völlig neuen Augen …

Autorenporträt
Peter Wohlleben, Jahrgang 1964, studierte Forstwirtschaft und leitet heute einen umweltfreundlichen Forstbetrieb in der Eifel. Er ist häufig Gast in TV-Sendungen, hält Vorträge und Seminare und ist Autor von Büchern zu Themen rund um den Wald und den Naturschutz. Mit seinen Bestsellern Das geheime Leben der Bäume, Das Seelenleben der Tiere und Das geheime Netzwerk der Natur hat er Menschen auf der ganzen Welt begeistert.

Ich habe alle Vorgänger von dem Autor gelesen und rezensiert.

Meine ersten Leseeindrücke?
150 Seiten habe ich bisher gelesen und habe wie bei den Vorgängern auch hier jede Menge interessante, neue Einblicke zu Tier und Natur gewinnen können. Wenn ich auch nicht in allem mit dem Autor konformgehe.

Dazu später mehr in der Buchbesprechung.
Schön fand ich, dass auch Wohlleben von der telepathischen Tierkommunikation gesprochen hat, von seinen kommunikativen Erfahrungen mit seinen Tierpartnern. Ich freue mich sehr, darüber in meiner späteren Buchbesprechung schreiben zu können.

Weitere Informationen zu dem Buch

·         Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
·         Verlag: Ludwig Buchverlag (11. September 2017)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3453280962