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Montag, 28. März 2016

Mirellas Leseprojekte

In meiner vierjährigen Bloggerkarriere habe ich ein paar Leseprojekte veranstaltet, habe mir aber nie ein Label dazu angelegt. Dies noch nachträglich aufzuholen, wäre sehr zeitaufwendig, da sich mittlerweile sehr viele Bücher angehäuft haben. Deshalb habe ich überlegt, mir nun eine Liste zu erstellen, auf der alle meine Leseprojekte festgehalten sind, damit sie nicht versanden. Anfangs hatte ich noch keine Blogerfahrung, ich konnte noch nicht wissen, welche Schwerpunkte sich mir beim Lesen ergeben würden. Viele AutorInnen kannte ich zwar schon, aber viele kannte ich auch nicht. Wenn ich von gewissen AutorInnen sehr angetan war, hatte ich beschlossen, mir so viele Bücher wie nur möglich von diesen anzuschaffen und sie auch zu lesen. Nun habe ich diese Liste doch gestückelt. 

Hier auf dieser Seite geht es nur um Isabel Allende. 


Mein erstes Leseprojekt startete ich mit Isabel Allende. Habe so ziemlich alle Bücher von ihr gelesen, nur das jüngste Buch noch nicht, Der japanische Liebhaber, da mich die letzten Bücher von der Autorin ein wenig enttäuscht haben. Irgendwie haben die letzten Bücher von der Konsistenz her nachgelassen und ich wage zu behaupten, I. A. würde viel zu viele Bücher innerhalb kürzester Zeit schreiben. Das macht sich aus meiner Sicht mittlerweile am Inhalt bemerkbar.


Das Geisterhaus hatte ich in meinen Zwanzigern das erste Mal gelesen. Einige Jahre später wurde im Kulturradio dieses Buch vorgelesen, sodass ich Lust bekam, es ein weiteres Mal zu lesen. Danach setzte ich die Allende-Bücher mit dem Lesen fort.


Was hat mir an Isabel Allendes Bücher gefallen? Sie schreibt historische Romane, die auf mich sehr authentisch gewirkt haben. Sehr gute recherchierte Themen. Auch von dem magischen Realismus fühlte ich mich sehr angezogen. Außerdem wirkten viele ihrer Figuren authentisch und deren Auftreten und deren Charaktereigenschaften habe ich als recht differenziert erlebt. 




Isabel Allende 

Gelsen habe ich, 
  1. Amandas Suche 
  2. Das Geisterhaus
  3. Das Portrait aus Sepia
  4. Das Siegel der Tage
  5. Die Insel unter dem Meer
  6. Die Stadt der wilden Götter
  7. Eva Luna
  8. Fortunas Tochter
  9. Inés meines Herzens
  10. Mayas Tagebuch
  11. Mein erfundenes Land
  12. Paula
  13. Von Liebe und Schatten
Das Buch  Die Stadt der wilden Götter wurde als Jugendbuch deklariert aber es hat mir so gar nicht gefallen. Entweder ist man eine Jugendbuch-Autorin oder man ist es nicht und es war gut, dass sich die Autorin entschlossen hatte, keine Jugendbücher mehr zu schreiben. Die Insel unter dem Meer hat mir am besten gefallen.





Montag, 11. Februar 2013

Isabel Allende / Mayas Tagebuch (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Das Buch hat mir neben den anderen Allende Büchern auch sehr gut gefallen.
Man erfährt ein wenig über die Diktatur Südamerikas, Chile und Argentinien, wie diese die dort lebenden Menschen geprägt hat. Isabel Allende lässt in allen ihren Büchern das Politische miteinfließen.
An manchen Stellen wurden die Personenbeschreibungen ein wenig Klischeehaft dargestellt, was mir nicht so gut gefallen hat... aber dadurch, dass mir im übrigen das Buch gut gefallen hat, war es für mich zu verschmerzen.

Militärdiktatur, Putsch, organisierte Verbrechen mit mafiose Strukturen und Korruption, dominieren, rückblickend bis 1973 hinführend bis zur Gegenwart, das Land Chile und Argentinien. In diesem Buch geht es aber hauptsächlich um Chile. Argentinien wird am Rande erwähnt. Menschen, die versuchten, sich dem System zu wiedersetzten, wurden gefangengenommen und von ihren Peinigern mit roher Gewalt malträtiert.
Auch der Rassismus, ganz besonders in Chile, grassiert unter den vielen verschiedenen Menschen an Hautfarbe und Herkunft. Politisch benachteiligt sind hierzu hauptsächlich dunkelhäutige Menschen... .
Auch der psychologische Hintergrund der jeweiligen Romanfiguren steht hier im Vordergrund.

Was auch nicht neu ist, sind die spiritistischen Aspekte. Auch in diesem Band werden Freundschaften mit den Geistern geschlossen, Horoskope gelesen, Tarot gelegt, u.a.m.
Aber mich stört das nicht, denn sonst hätte ich Allendes Bücher nicht weiter lesen können. Ihre Bücher lesen sich nicht wie billige Literatur. Das Buch liest sich nicht wie Kitsch oder wie oberflächliche Esoterik-Literatur, wobei es mit Esoterik wenig zu tun hat. Ich glaube, dass das Spiritistische Bestandteile der südamerikanischen Kultur sind.

In diesem Roman geht es um Maya Vidal. Sie ist die Heldin dieses Romans. Sie gehört einer anderen Generation an, dennoch bekommt sie die oben erwähnten politischen Auswirkung zu spüren ...

Maya wächst bei ihren Großeltern auf der Insel Chiloé auf. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Maya noch ein Säugling war. Der Vater ist Pilot von Beruf, dadurch wenig zu Hause und viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er fähig wäre, sich um die Erziehung seiner Tochter zu kümmern. Die Mutter ist Dänin, und lebt auch in Dänemark, die mit ihrer Tochter gar nichts zu tun haben möchte. Sie hat sich dort eine neue Familie gegründet.

Maya erlebte Dank ihrer Großeltern väterlicherseits eine wohlbehütete Kindheit, dennoch gerät sie im jugendlichen Alter auf Abwegen. Unbewusst leidet ihre Seele darunter, von ihren Eltern verlassen worden zu sein, wie sich dies aus mehreren Therapiegesprächen mitverfolgen lässt.

Eine recht gute Beziehung hatte Maya zu ihrem Großvater gepflegt, der leider noch vor ihrem 19. Lebensjahr verstorben ist. Sie nannte den Großvater Pop. Wenn sie in seelische Nöte geriet, dann war er es, der sie begleitete und ihr mit folgenden Worten beistand:
Mein Pop hat einmal gesagt, die Liebe mache einen gut. Einerlei, wen wir lieben, ob wir wieder geliebt werden oder die Beziehung von Dauer ist. Schon die Erfahrung, zu lieben, verwandelt uns. 257
Dieses Zitat hat mir recht gut gefallen. Ich finde, da steckt ein Kern Wahrheit drin.

Maya wird von ihrer Großmutter zu Manuel geschickt. Manuel ist auch so etwas wie ein Großvater, der allerdings recht verschlossen ist, Nähe wenig zulassen kann, da er durch die Mitliärdiktatur trotz der fortgeschrittenen Zeit noch immer stark gebeutelt ist, spricht aber nicht davon. Wichtige Informationen zwischen Maya und Manuel kommen erst am Ende des Buches zum Vorschein, die ich aber nicht verraten werde. Die Beziehung zwischen Manuel und Maya gestaltet sich emotional anfangs als recht schwierig, wachsen aber mit der Zeit immer mehr zusammen... . Manuel lebt in einem Haus ohne Türen an den jeweiligen Zimmern. Zum Schluss kommt man drauf, weshalb seine Zimmer offen sind. Manuel gehört zu denen, der politisch stark verwundet wurde, Gewalt erlitten hat und dadurch gelernt hat, sich emotional stark abzukapseln. Maya ist diejenige, die ihn durchschaut... .

Maja gerät mit dem Gesetzt in Konflikt und wird aufgrund ihres jugendlichen Alters in ein Internat gesteckt, in dem sie sich therapeutisch zu unterziehen verpflichtet wird. Sie hatte die Wahl zwischen einem Internat und einem Jugendgefängnis. Sie entschied sich für das Internat. Kurz bevor sie alle Therapien abgeschlossen hatte und ihre Entlassung bevorstand, reißt sie aus dem Internat aus, und gerät in den Fängen von Straßenkriminellen, von Drogenbossen, von Drogen und Dealern, von Sexualverbrechern, die junge Mädchen kidnappen und sie wieder wie Dreck auf die Straße werfen, wenn sie sich an den Mädchen befriedigt haben. Dieses Leben findet im reichen Las Vegas statt. Die Stadt der Millionäre, aber auch eine Stadt von Gegensätzen. Parallel dazu gibt es mehrere Elendsvierteln, geprägt von Armut, Drogen, Obdachlosigkeit, und von Süchten.
Diese habe ich mit großer Spannung gelesen, auch weil die Ereignisse sehr facettenreich sind, so verweise ich Weiteres auf das Buch... .

Maya gelingt es, teilweise aus eigener Kraft und teilweise durch Helfer und Helfershelfer aus dieser Szene wieder herauszukommen. Maya versucht sich mit ihrem Freund David, was ihre Erlebnisse betreffen, auszusprechen und ein Zitat hat mir auch ganz gut gefallen:
Als ich Daniel gerade kennengelernt hatte, wollte ich einen guten Eindruck machen, meine Vergangenheit löschen, auf einem weißen Blatt Papier von vorn beginnen und eine bessere Version von mir erfinden, doch als wir uns näher kamen und uns liebten, wurde mir klar, dass das nicht möglich ist und auch nicht wünschenswert. Was ich bin, bin ich durch meine Erfahrungen geworden und auch durch meine groben Fehler. Mich bei Daniel auszusprechen hat gut getan, es hat mich bestätigt, was unser Freund und Psychiater Mike immer sagt, dass die Dämonen an Macht verlieren, wenn wir sie aus den Tiefen holen, wo sie sich versteckt halten, und ihnen im hellen Licht in die Augen sehen (..) 286 f.
Daniel, auch angehender Psychiater, derzeit noch Medizinstudent,  zeigt Verständnis und erwidert dazu:
 (…) also Daniel jedenfalls meint, die Hälfte der Probleme dieser Welt wären gelöst, wenn jeder einen Pop hätte, der ihn bedingungslos liebt, statt eines Überichs, dass ständig Forderungen stellt, weil die guten Eigenschaften durch Zuneigung gedeihen. 290
Ich sehe das ähnlich... . Aber dennoch war Maya nicht vor ihren Problemen geschützt, obwohl sie einen Pop in ihrem Leben hatte. Ein Kind, das den Großeltern abgegeben wird, neigt unbewusst immer zu Überlegungen die zu Selbstanklagen führen, ob sie selbst schuldig sei, weshalb ihre Eltern sie nicht haben wollten. Und hier genau liegt das Trauma... . Menschen, die mit solch einer Schuldfrage, die ihnen nicht mal bewusst ist, aufwachsen, wachsen psychisch oftmals auch recht labil auf. Ohne die Obhut ihrer Großeltern, die zu einer gewissen psychischen Stabilität ihrer Enkelin beitrugen, wäre Maya wahrscheinlich ganz Straßenopfer geblieben, wie ihr junger Straßenfreund, noch ein Kind, namens Freddy, es gewesen ist, der in seinem kurzen Leben in Heimen zubrachte.

Da ich Freddys Leben auch interessant fand, möchte ich ein wenig auf sein Leben eingehen.
 Freddy brach wiederholte Male aus den Heimen aus, auf den Straßen Las Vegas wohnte und dadurch in den Banden der Jugendkriminalität geriet. Er lernte dort das Kiffen und die Anwendung aller möglichen Sorten von Drogen. Als Wohltäter versuchten, ihn von der Straße zu holen als er dort bewusstlos aufgefunden wurde, und ihn in eine Suchtklinik steckten, um ihn an einer Entziehungskur teilnehmen zu lassen, so wurde Freddy, der vorübergehend clean war, so depressiv, dass Maya ihn nicht wieder erkannte. Nach der Entlassung ging Freddy wieder zurück auf die Straße. Freddy war nicht stark genug, ohne Drogen zu leben, obwohl er als Zwölfjähriger noch andere Möglichkeiten gehabt hätte, die ihm angeboten wurden, er sie aber verabscheute, weil Freddy die Straße gut kannte, er kannte das elendige Leben, während ihm das andere, die Resozialisierung in die Gesellschaft, die Heilung, so gar nicht vertraut war... . Freddys Leben war von Geburt aus psychisch schon nicht gesund... .

Zurück zu Maya und Daniel.
Ein anderes Zitat folgt nun, noch immer im Dialog zwischen Maya und Daniel befindend, als es darum geht, woher Maya die Kraft zum Leben gefunden habe, um aus dieser ganzen Misere wieder herauszufinden. Im Gegensatz zu Freddy nahm sie die Behandlungen an, und als sie clean war, zog es sie zu ihrer Großmutter wieder zurück. Pop war ja schon tot.:
Der Geist ist viel interessanter als der Körper, Daniel. (…) Vielleicht findest du heraus, wieso ich so gern leben will, während andere, die gesund sind, sich umbringen. 294
Ja, ich finde auch, dass das eine berechtigte Frage ist, wobei für mich Menschen, die angeblich gesund sind, sich aber das Leben nehmen möchten, nicht wirklich gesund sind und unbewusst auch ihre Defizite haben. Maya hat in ihrem Leben neben der leidvollen Erfahrungen auch viel Gutes erlebt, während Freddys Leben ausschließlich aus negativen Erfahrungen bestand. Aber hier ist nicht Freddy gemeint, sondern ganz normale Menschen jenseits dieses Milieus, in dem Maya, Freddy und viele andere junge Menschen geraten sind.

Leider ist es zwischen Daniel und Maya zu keiner engen Liebesbeziehung gekommen, und Maya erleidet einen psychischen Zusammenbruch, findet aber die Kraft durch die Unterstützung ihres Zweitgroßvaters Manuel wieder heraus. Auch hier baut Maya innerlich Schuldgefühle auf und glaubt, dass ihr Leben für Daniel zu anstrengend und zu kompliziert sei.

Dazu Manuels Theorie:
Liebeskummer nennt man das wohl, laut Manuel die trivialste Tragödie überhaupt, aber weh tut es trotzdem. (lol ) 426.
Ich mache nun hier an dieser Stelle Schluss. Vieles aus dem Buch ist noch unerwähnt geblieben; viele Wendungen und Überraschungen, viele Abenteuer. Das Buch muss man selbst lesen, mehr lesen als darüber reden und den Inhalt, die Personen, in sich nehmen und mit sich tragen, da sie auch ein Teil von uns selber sind... .

Obwohl Maya ihre Erlebnisse in einem Tagebuch festhält, kriegt man davon wirklich wenig mit. Sie erzählt von ihrem Leben, wie es andere Erzähler in der Ichperspektive auch tun, so dass ich manchmal vergessen habe, dass sie über Tagebuchaufzeichnungen verfügt. Das jedenfalls kam nicht wirklich deutlich rüber.

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„Musik ist eine Weltsprache“
         (Isabel Allende)

Gelesene Bücher 2013: 12
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86

Freitag, 8. Februar 2013

Isabel Allende / Mayas Tagebuch


Gebundene Ausgabe
 447 Seiten, 24,95 €
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (2. August 2012)

Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518422871



Anstelle eines Klappentext´s, Isabel Allende persönlich zu ihrem Buch:



Ich habe die Autorin bisher noch gar nicht in ihrer Muttersprache reden gehört.

Autorinnenportrait

Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima/Peru geboren. Nach Pinochets Militärputsch am 11. September 1973 ging sie ins Exil. 1982 erschien ihr erster Roman La casa de los espíritus (dt. Das Geisterhaus, 1984), der zu einem Welterfolg wurde. Der dänische Regisseur Bille August verfilmte den Roman 1993. Allende arbeitete unter anderem als Fernseh-Moderatorin und war Herausgeberin verschiedener Zeitschriften. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kalifornien. Ihr Werk erscheint auf deutsch im Suhrkamp Verlag.

Allende zählt zu meinen LieblingsautorInnen. Ich habe einige Werke von ihr gelesen. Ein Buch steht noch ungelesen im Regal. Ich denke, dass ich nun fast alle Bände von ihr gelesen habe.


Sonntag, 28. Oktober 2012

Isabel Allende / Die Stadt der wilden Götter (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Nun habe ich das Buch zu Ende gelesen und man hat dem Buch schon angemerkt, dass es ein Jugendbuch ist,  in dem eine künstliche Spannung erzeugt wird, die mehr Jugendlichen reizt. An manchen Stellen ist es aber auch die Sprache, die so salopp gesprochen ist, die ich von Allende so nicht gewohnt bin. Ein zweites Mal würde ich das Buch nicht lesen, habe aber überlegt, welchem Jugendlichen ich dieses Buch herantragen würde? 


Der Roman hat mich ein wenig auch an Mozarts Zauberflöte erinnert, denn auch hier gibt es eine Flöte, die alle Tiere und Naturmenschen mit ihren Tönen verzaubert und friedlich stimmt. Mit Hilfe der Flöte werden die Abenteuer und die damit verbundenen Gefahren des Flötenträgers überwunden....

Die Hauptperson in dem Buch ist der junge Alex Cold, fünfzehn Jahre alt, Flötenspieler, und lebt mit seiner fünfköpfigen Familie in Kalifornien. Seine Mutter ist krebskrank, im Endstadium, und kann sich nicht mehr um ihre Kinder, die sie abgöttisch liebt, kümmern. Der Vater ist Arzt, der beschließt, Alex zu seiner Mutter (Großmutter) Kate nach New York zu schicken, da er die Mutter in ein besseres Krankenhaus für längere Zeit begleiten möchte, das  außerhalb von Kalifornien liegt. 

Alex hadert, er möchte nicht zu seiner Großmutter, er möchte lieber mit seinen beiden Schwestern zur Großmutter mütterlicherseits, was nicht möglich ist, da die Großmutter sich unmöglich noch um drei Kinder kümmern könne... . 

Großmutter Kate ist eine merkwürdige Person, von Beruf ist sie Journalistin. Sie zeigt keinerlei Gefühlsregung ihrem Enkel gegenüber und stellt sich später eher als eine harte Nuss mit einem weichen Kern heraus...

 Mit ihren recht unkonventionellen Erziehungsmethoden fordert sie Alex immerzu heraus und sorgt dadurch für Überraschungen... Z.B.  holt sie Alex nicht wie vereinbart vom Flughafen ab und nach einiger Zeit des Wartens schließt er sich einem jungen Mädchen an, die sich als Junkie herausstellt und sie bringt Alex dazu, Drogen zu rauchen. Alex wollte kein Spielverderber sein, und kiffte mit und macht die Erfahrung, die viele Leute auch gemacht haben, dass in den Drogen nichts Außergewöhnliches festzustellen war:
Die Male, wenn er gekämpft oder etwas getrunken hatte, war er sich überhaupt nicht vorgekommen wie auf einem Flug ins Paradies, was einige seiner Freunde behaupteten, sondern hatte bloß gespürt, wie sich sein Kopf vernebelte und seine Beine wie Watte wurden. Richtig high wurde er davon, an einem Seil an einer Felswand zu hängen, unter sich den Abgrund, und genau zu wissen, wohin er als nächstes den Fuß setzen musste. Nein, mit Gras und solchem Zeug hatte nichts am Hut.
Alex bestieg recht oft mit seinem Vater Berge... .
Gemeinsam mit Kate tritt er eine Expedition an ins Reich des Amazonas. Alex zeigte Widerstände, doch als sie schließlich dort ankamen, wollte er auch nicht mehr zurück. Eine Gruppe von Amerikanern, geführt von einem Anthropologen, der schon viele fragliche Studien zu den Lebensweisen der Indianer veröffentlicht hatte, und weiter das Ziel verfolgte, die Studien fortzusetzen. Seine Studien allerdings bestätigen das abfällige und primitive Bild, das er selbst von den Naturmenschen gemacht hat und so bekommt man gut mit, wie hier wissenschaftliche Studien manipuliert werden. 

Zu den Zeremonien der Indianer gibt der Professor vor, dass sie kämpferisch, kaltblütig, wild und mörderisch seien. Ein Bild, das man von vielen Westernfilmen kennt, die man als Kind sich angeschaut hat. Doch die Ärztin verteidigt die Indianer:

"Sie ist ein Ritus, die Zeremonie, um den eigenen Mut auf die Probe zu stellen. Die Indianer malen ihren Körper, bereiten ihre Waffen vor, singen, Tanzen und dringen (...) in das Dorf eines anderen Stammes ein. Sie bedrohen sich gegenseitig und teilen auch ein paar Hiebe mit Holzprügel aus, aber dabei gibt es selten mehr als einen oder zwei Toten. In unserer Kultur ist es genau umgekehrt: von Zeremonie keine Spur, nur Massenmord…"
Zu den ExpediteurInnen gehört auch eine Ärztin, ganz zum Leidwesen des Anthropologen, die ein ganz anderes Indianerbild besitzt, absolut kein abfälliges und so gibt sie dem Professor oft Widerpart, wenn er sich zu den Indianern minderwertig äußert. Doch Vorsicht, diese Ärztin gibt sich anders als sie wirklich ist...
In dem Amazonadschungel leben auch Bestien und Alex fragt den Athropologen, welche gefährlicher seien, die Bestien oder die Indianer? Die Indianer würden wie Raubtiere leben, zudem noch kannibalisch, da sie andere Menschen fressen würden, sogar Menschen aus dem eigenen Stamm. Sie würden auch morden, um sich Frauen zu beschaffen... 

Kate ist wieder mal witzig, die gerne auf Abenteuer aus ist. Auch vor dem Dschungel und den Indianern habe sie keine Angst, denn sie würde lieber von den Indianern umgebracht werden, als in New York an Altersschwäche sterben.

Nach außen hin verfolgt die Ärztin das Ziel, die Indianer gegen verschiedene Krankheiten zu impfen, mit dem Argument, dass immer mehr Weiße in die Indianerreservate eindringen, und diese mit Krankheiten anstecken. Das Immunsystem der Indianer sei gegen unbekannte Viren zu schwach, der Körper produziere keine ausreichenden Abwehrstoffe... . (Masern, Grippe u. a. m.)

Unter den Expediteuren befindet sich auch die zwölfjährige Nadia zusammen mit ihrem Vater und ein paar Soldaten. Nadia ist ein Dschungelkind, zwölf Jahre alt, die eine tiefe Freundschaft mit Alex eingeht.

In den tiefen Wäldern macht Alex zum ersten Mal die Erfahrung, verschiedene Frauenkörper zu sehen, als sich diese in den Flüssen sich wuschen und badeten, fast nackt, die Kleider von sich geworfen. Folgende Textstelle hat mir außergewöhnlich gut gefallen, als Alex den fast nackten Körper seiner Großmutter mit dem eines Kinderkörpers von Nadia und mit dem einer jungen Frau (die Ärztin), kurvenreich und stramm, verglich. Ich fand das recht sympatisch, dass Alex sich nicht vor dem Körper seiner Großmutter geekelt hat, sondern eine interessante Sichtweise pflegte:

Nun vergleicht er den Körper seiner Großmutter -spindeldürr, voller Knötchen, die Haut zerfurcht-mit den zarten goldenen Kurven der Ärztin, die einen züchtigen schwarzen Badeanzug trug, und mit Nadia, die noch so kindlich unbefangen wirkte. Er stellte fest, wie sich der Körper mit dem Alter verändert, und dachte, dass alle drei, jede auf ihre Weise, schön waren.
Alex und Nadia werden nun von den Nebelmenschen aus der Reisegruppe entführt und nun beginnt das Abenteuer. Besonders Alex wird nun mit Gefahren konfrontiert, die er zuvor nicht kannte. Jaguar ist sein Seelennamen und Adler den von Nadia. Alex entwickelt übersinnliche Fähigkeiten, die Nadia schon längst beherrschte. Sie hatte noch nie eine Schule besucht, beherrscht aber das Dschungelleben und sämtliche Sprachen der Indianer, und bereichert mit ihrem Wissen Alex, der oft an seine Schulkameraden zurückdenkt, die neben Nadia recht langweilig wirkten.

Interessant fand ich auch das Bild, dass Indianerfrauen sogar kleinen Welpen, die keine Mutter mehr hatten, an ihren Brüsten saugen ließen. Ich hatte mal ein Foto dazu gesehen, glaubte eher an einer optischen Täuschung.

Interessant fand ich auch folgende Lebensweise, von der ich schon bei den Arabern gelesen hatte. Es geht um den Umgang mit Tiertötung als Nahrungsquelle.

Der Indianer bittet den Fisch um Erlaubnis und erklärt ihm, dass er ihn töten muss, weil er etwas zu essen braucht; und danach bedankt er sich bei ihm dafür, dass er sein Leben für für ihn gegeben hat, (…). Der Fisch versteht das, weil er vorher selbst andere Fische gefressen hat, und jetzt ist er an der Reihe. So läuft das.
Sowohl der Indianer, als auch das Tier, jagen nur soviel, wie ihr Hunger zulässt. Und beide, sowohl Mensch als auch Tier, leben in freier Natur. Das Tier lässt sein Leben in freier Natur und nicht in Massenzuchtanlagen wie in der westlichen Welt.

Von den Arabern weiß ich, dass sie, wenn sie an Festtagen ein Lamm schlachten, sich bei dem Lamm entschuldigen und bedanken sich gleichzeitig, dass es geopfert wird. 

Die Indianer sehen zwischen Tieren und Menschen keinen Unterschied. Die Tiere werden den Menschen nicht untergeordnet. Beide stehen, Mensch und Tier, auf einer Stufe.
Als eine große Tierschützerin sind mir solche Umgangsformen mit Nutztieren mehr als willkommen.


Zum Schuss sei noch gesagt, dass Isabel Allende eigentlich bekannt dafür ist, ihre Themen gut zu recherchieren, um über Amerika und Lateinamerika zu schreiben. Die Handlungen an sich sind schon fiktiv, aber die Fakten, mit denen die Handlungen ausgeschmückt werden, eigentlich real, mit Ausnahme mancher Wesen hier in diesem Buch, wie z.B. die Nebelmenschen und die Bestien, die als Symbolfigur fungieren.


Ich mache hier nun Schluss, möchte nicht alles verraten. Große Abenteuer, die diese beiden jungen Menschen in der Stadt der wilden Götter eingegangen sind, lasse ich im Buch zurück und gehe nicht darauf ein. Soll sie jeder selber nachlesen und geistig gesehen selbst diese Abenteuer mitmachen.
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Musik ist eine Weltsprache 
(Isabel Allende)

Gelesene Bücher 2012: 77
Gelesene Bücher 2011: 86


Sonntag, 2. September 2012

Isabel Allende / Das Portrait in Sepia (1)


Eine Buchbesprechung der o. g. Lektüre

Ich habe das Buch nun beendet und es hat mir genauso gut gefallen wie alle anderen Allende - Bücher auch. Jede Menge weltliche Themen sind in dem Buch gepackt, was mich sehr anspricht, vor allem, wenn  sie von einer Autorin geschrieben sind, die sich nicht nur um viele Liebesthemen dreht. Nein, sie schreibt zwar auch über Liebesgeschichten, aber sie greift auch viele politische Themen auf;  zu den Kriegen Lateinamerikas um 1880 herum und später. Über den Kampf um Menschen- und Frauenrechte, über die unterschiedlichen Weltreligionen und deren Handhabung, über den Rassismus Amerikas und den von China innerhalb von Amerika (Chinatown). Sie schreibt über die Kinderprostitution und Menschenhandel mit Frauen und Kindern, und auch über das Leben innerhalb der Aristokratie in Chile...  . Sie schreibt über den Kampf zu Gerechtigkeit innerhalb der verschiedenen Klassen.
Die Widerstandskämpfer setzten sich für eine gerechtere Welt ein, denn sie waren der Meinung, dass

 Die Gesetze von den Starken erfunden (wurden), um die Schwachen zu beherrschen.

Dieses Zitat hat mich recht nachdenklich gestimmt und ich mir die Frage gestellt habe, wie kann das möglich sein, dass es einer Minderheit gelingt, eine Mehrheit zu lenken? Und das nicht nur bei Allende im Buch, nein, auch gegenwärtig und überall ist das tatsächlich so. Wieviel Macht von den Herrschenden ausgeht, ist ein wenig absurd, finde ich, aber wahr.

Was der Rassismus in Amerika betrifft, so war dieser dermaßen ausgeprägt, dass sich viele  AmerikanerInnen nicht vorstellen konnten, dass Menschen anderer Hautfarbe auch zur Menschenrasse zählten.

Die vielen Kriege Chiles, Salpeterkrieg 1880 und verschiedene Bürgerkriege, Partisanenkriege im übrigen Teil von Südamerika, zeigen das selbe Kriegsgesicht, wie die Kriege von europäischen AutorInnen, wie z.B: Fallada, Remarque, Borchert u.a.m. . Es ist egal, in welcher Sprache der Krieg dargestellt wird, das Gesicht ist immer dasselbe, wenn der Krieg nicht heroisiert wird, wie dies in rechter Literatur der Fall ist. Doch auch hier gibt es Figuren, die als Helden in den Krieg ziehen, um für ihr Vaterland zu kämpfen, und kommen verkrüppelt völlig entideoligisiert zurück.Ähnlich wie Borchert, der hochmütig in den Krieg zog und aber als Pazifist zurückkehrte.
Es gibt aber auch andere, die aus purer Überzeugung immer wieder in den Krieg ziehen, ohne dass der Krieg sie verändert hat... . 

Die Protagonistin des Romans nennt sich Aurora del Valle, der ein recht widriges Schicksal widerfahren ist, da ihre Mutter, Lynn Sommer, eine bildhübsche aber recht naive neunzehnjährige Frau, stirbt bei ihrer Geburt. Der Vater von Aurora verleugnet die Vaterschaft. Er hatte an Lynn ein einziges Interesse, und das war, Lynns Körper vor seinen männlichen Freunden nackt vorzuführen, als er eine Wette abschließt, dass Lynn sich darauf einlassen wird.. .

Aurora wird in den ersten fünf Lebensjahren von Lynns Eltern in Kalifornien großegezogen. Eliza, Lynns Mutter und die Großmutter von Aurora ist mit einem Chinesen verheiratet, aber die Vermählung zwischen einer Amerikanerin und einem Chinesen wurde nicht anerkannt. Trotzdem leben sei wie ein Paar. aber in der amerikanischen Gesellschaft so unauffällig wie möglich. Ihr Mann Mao, ein chinesische Mann, ist ein hochangesehener Arzt und beherrscht die Kunst der Akupunktur. Als Lynn unter seinen Händen während der Geburt stirbt, macht er sich als Arzt große Vorwürfe.
Großvater Mao widmet sich ganz der Erziehung seiner Nichte und so wächst Aurora in den ersten fünf Jahren zwischen mehreren Welten auf. In Amerika, Kalifornien, im Stadtteil Chinatown, indem nur nach Amerika eingewanderte Chinesen leben, das geprägt ist von Mafia, Korruption, (Kinder)Prostitution und Kriminalität.

Im Alter von fünf Jahren wird Aurora Zeugin, als ihr Großvater in Chinatown von organisierten Banden  überfallen und körperlich dermaßen verletzt wird, dass er ein paar Tage später seinen Verletzungen erlag. Eliza hat nicht mehr die Kraft, Aurora alleine aufzuziehen, und gibt sie an den Großeltern väterlicherseits, ohne dass das Kind darauf vorbereitet wird. Die Großmutter Pauline Rodriguez, die sich schon immer ein kleines Mädchen gewünscht hat aber nur drei Jungen geboren hat, mittlerweile alle im erwachsenen Alter, nimmt die Kleine bei sich auf. Pauline und ihr Mann gehören zum Adelsgeschlecht aber  als recht ungebildet wird die Großmutter beschrieben. Sie besitzt eine mehrstöckige Bibliothek, ohne dass sie jemals ein Buch daraus entnommen und gelesen hat. Das hat mich auch an Marcel Proust erinnert, der dasselbe berichtet hat von der französischen Aristokratie, wo wenig gelesen wird, aber über prunkvolle Bibliotheken verfügen. Die Großmutter Paula verschweigt Aurora die Herkunft und klärt sie nicht darüber auf, dass ihr Sohn Matias der Erzeuger von ihr ist.

Als Auora erwachsen wird, ist sie ständig auf der Suche nach ihren Wurzeln, nach ihrer Identität. Schon als Kind stellt sie immer wieder die Frage, wer denn nun der Vater sei. Als gesetzlicher Vater hat sich der Neffe von Pauline, Severo, einschreiben lassen, der sich zu Lynn stark hingezogen fühlte und sich mit ihr noch kurz vor ihrem Tod verheiratet hat. Und so findet für Auora die lebenslange Suche nach ihrer Herkunft statt. Am Schluss findet sie alle Teile, die sich wie ein Puzzle zusammenfügen lassen.

Interessant fand ich auch in Chile die verschiedenen Lebensformen, geteilt zwischen Tradition und Moderne. Die Rollen waren vorgeschrieben, und besonders Mädchen wurden schon recht früh auf Haushalt, Heirat und Kindergebären vorbereitet. War ja in Europa zu dieser Zeit nicht anders. Fragen, weshalb Frauen wenig intelligent waren als ihre Männer, darf man sich mit diesem Hintergrund so nicht mehr stellen, denn sie wurden zu Hausfrauen, Mütter ... schon sehr früh erzogen. In China wurden viele Mädchen, wo die Tradition den Vorrang hat, wie sinnlose Gegenstände weggeworfen, ertränkt, ermordet und niemand wurde dafür strafrechtlich verfolgt. 
Die Mädchen waren sexuell nicht aufgeklärt, und es galt als verpönt, schwangeren Frauen auf den Bauch zu schauen. Es gehörte sich nicht und so blickten die Leute auf der Straße weg, wenn sie einer Schwangeren begegneten. 
 Viele junge Frauen wurden schwanger, noch bevor sie wussten, wo die Kinder herkommen. Aurora stellt diese Frage recht früh und sieht bei ihrer schwangeren Tante Nivea den dicken Bauch und erkundigt sich diesbezüglich bei ihrer Großmutter, die ihr zur Antwort gibt, Nivea habe eine Melone verschluckt.

Über die SüdamerikanerInnen herrschten die selben Vorurteile, wie man sie noch heute recht einseitig gegenüber den SüdeuropäerInnen zu hören bekommt, mit den Attributen, sie seien faul, schmutzig, die Männer seien Weiberhelden, gebärfreudig u.v.a.m.

Paula Rodriguez ist politisch eher konservativ orientiert und verachtet alle Sozialisten. Sie selbst gilt allerdings in der Familie als Matriarchin, die auch ohne das Frauenwahlrecht eine Menge zu sagen hat. Demnach ist sie gegen das Wahlrecht für Frauen, da Frauen dumme Geschöpfe seien, die, würden sie wählen dürfen, mit der Wahl nur Unheil anrichten täten. Die Frauen würden nur das wählen, was ihnen ihre Ehemänner und die Priester vorschreiben würden:

Ich brauche kein Wahlrecht, um zu tun, was mir passt, denn ein paar von uns regieren hinter dem Thron.

Und so erweist sich auch ihr Leben bis zu ihrem Tod.. Paula Rodriguez erreicht alles, was sie möchte. Ohne die Einwilligung der Regierung, ohne die ihres Mannes. Sie hat in der Tat alle Fäden in der Hand, sowohl in der Gesellschaft, als auch in der Familie.


Durch den Überfall an ihren Großvater Mao ist Aurora ist seit frühster Kindheit von Albträumen geplagt. Im Alter von dreizehn Jahren bekommt sie von ihrem Adoptivvater Severo eine Kamera geschenkt, damit sie ihre Albträume fotografieren könne :-). Severo wollte das Mädchen damit ein wenig aufziehen, sie trösten und legt ihr quasi ein Hobby, Fotografin zu werden,  in den Schoß.

Hier beende ich nun meine Buchbesprechung. Das Buch ist sehr facettenreich und dadurch, so finde ich, zeichnet sich eine gute Schriftstellerin und ein guter Schriftsteller aus. Es gibt vieles, was ich noch nicht erwähnt habe, aber alles, was mir persönlich wichtig war.

Ich gebe dem Buch zehn von zehn Punkten. Zehn und nicht weniger, weil der Autorin es  gelungen ist, die Menschen in ihrem Buch differenziert darzustellen und sie viele weltliche Themen bearbeitet, ohne dass diese oberflächlich wirkten. In jedem von ihr aufgezeichnetem Land gab es gute und weniger gute Menschen. Und genau das ist mein Lesestil, mein Faible zu guter Literatur.


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„Die rechte Vernunft liegt im Herzen“ (Theodor Fontane)

Gelesene Bücher 2012: 61
Gelesene Bücher 2011: 86



Donnerstag, 30. August 2012

Isabel Allende / Portrait in Sepia

 
Verlag: Suhrkamp, 2012
Seitenzahl: 587
 ISBN-10: 3518463845
Gebunden Kleinformat:  10,00 €


Klappentext
Aurora del Valle, aufgewachsen im pompösen Haus ihrer Großmutter, hat eine bewegte Kindheit und Jugend zwischen dem Europa der Belle Époque, Kalifornien und Chile hinter sich. Je mehr sie aber von der Welt kennenlernt, umso deutlicher wächst in ihr das Bedürfnis, aus eigener Kraft zu leben. Eine Kamera, die sie als Kind geschenkt bekommt, wird ihr zum Mittel der Suche nach ihrer persönlichen Wahrheit. Als sie auf einem Foto, das sie selbst gemacht hat, mit dem Verrat des Mannes konfrontiert wird, den sie liebt, entschließt sie sich, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu erforschen. 


Autorenportrait im Klappentext
Isabel Allende, 1942 in Lima/Peru geboren, arbeitete lange Zeit als Journalistin und verließ Chile nach dem Militärputsch 1973. Seit 1988 lebt sie mit ihrer Familie in Kalifornien. An den überwältigenden Erfolg ihres ersten Romans "Das Geisterhaus" konnte sie mit weiteren Bestsellern wie "Eva Luna", "Fortunas Tochter" und "Paula" anknüpfen. Heute gilt Isabel Allende als die erfolgreichste Autorin der Welt.

Von Isabel Allende habe ich schon recht viele Bücher gelesen. Sie schreibt ziemlich gute historische Romane über die politische Unterdrückung Südamerikas (Chile, Peru, u.a.) und über den Kampf von Menschenrechten, aber auch über die Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Das Beste, das mir von ihr gefallen hat, war Die Stadt unter dem Meer. Und das Buch Das Geisterhaus habe ich vor mehr als zwanzig Jahre gelesen und etwa vor einem Jahr ein zweites Mal. Ich besitze es auch zwei Mal... .

Nun bin ich auf dieses Buch gespannt, die ersten einhundert Seiten habe ich schon verspickt... . Wollte eigentlich erst morgen damit beginnen, aber meine Ungeduld war doch ein wenig zu groß.

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„Die rechte Vernunft liegt im Herzen“ (Theodor Fontane)

Gelesene Bücher 2012: 60
Gelesene Bücher 2011: 86