Dienstag, 31. August 2021

Momos vierter Todestag

 Momos vierter Todestag, 

mit diesem vierten Todesjahr soll es der letzte Nachruf sein, den ich nun geschrieben habe. Geplant war eigentlich, diesen bis zu meinem eigenen Tod zu wiederholen, aber nun weiß ich, dass dies nicht nötig ist. Ich weiß zwar nicht, wo der Ort sich befindet, an dem er jetzt ist, aber ich weiß, dass seine Seele nach dem physischen Tod nicht verschwunden ist. Wer Beweise sucht, der findet sie, wer nicht, der findet sie nicht.

Der Tod ist nur das Ende einer Lebensphase und mit dem Beginn einer neuen.
(Gabriele Sauerland, professionelle mentale Tierkommunikatorin)

Den Himmel auf Erden bringen
Durch die Tiere lerne ich meine Sensitivität noch weiter auszubauen. Die Sensitivität, die bei mir schon immer vorhanden war, die ich aber fast ein ganzes Leben lang zu verdrängen versucht hatte in einer verstandes-dominierten Gesellschaft, bis diese wunderbaren tierischen Wesen in mein Leben getreten sind. Denn sie sind es, die mir den Himmel auf Erden bringen und mich an Dinge glauben und teilhaben lassen, die für meinen Verstand noch immer ein absolutes Tabu sind.

Durch den Tod von Monalisa fand ich schon die ersten Hinweise, dass ihre Seele darüber hinaus noch existiert über die exakten Aussagen einer Tierkommunikatorin, die zuvor gar nichts von ihr wusste.

Der zweite Beweis war Momo. Dass er Krebs am Bauch hatte und anschließend jede Menge Metastasen in der Brustgegend, davon konnte eine weitere Tierkommunikatorin auch nichts wissen. Und auf meinem Blog habe ich erst später begonnen, darüber zu schreiben. Außerdem schalte ich meine eigenen Beiträge immer aus, sobald ich eine Tierkommunikatorin in bestimmten Situationen zurate ziehe, damit keine Informationen für sie abrufbar sind. Mittlerweile brauche ich das aber nicht mehr, habe meine Beweise und mein Vertrauen zu bestimmten Expert*innen diesbezüglich nun endlich finden können.

Gerne hätte ich noch gewusst, wo sich der Ort befindet, wo Momo jetzt ist. Das Universum ist so unendlich, ist mit unseren menschlichen Sinnen in dieser exorbitanten Größe überhaupt nicht erfassbar. Aber die Tiere scheinen dazu in der Lage zu sein, über sämtliche Raum- und Zeitsphären hinauszusehen und sogar darin zu wandeln.

Eine Brücke, die uns verbindet 
Immerzu muss ich an Hermann Hesse denken, der in eines seiner Bücher über eine Brücke geschrieben hat, die es geben sollte zwischen dem Dies- und dem Jenseits. Genau diese Brücke wünsche ich mir auch. Wenn man aber Alexander Gosztonyi, verstorbener Rückführungstherapeut, gelesen hat, dann denkt man, dass es so eine Brücke geben muss, dass es sie schon längst gibt, nur müssen die sensitiven Wahrnehmungskanäle dermaßen entwickelt sein, dass sie über das geistige Auge auch sichtbar wird. Und das sind sie bei mir leider nicht. Ich sehe also keine Brücke, und ich sehe auch meinen Momo nicht.

Mios Vision
Aber Mio sieht ihn. Er schnappt mit seinem Mäulchen ganz häufig nach etwas, was ich nicht sehen kann. Mehrere Videos habe ich dazu gemacht. Zusätzlich bin ich fragend an Mio gerichtet in die Tiermeditation gegangen, um zu eruieren, was das ist, wonach Mio schnappt?, und so bekam ich Momo als Bild zu sehen, der in unserer Mitte lag.



Diese Schnappaktionen hatte ich bei Mio ganz häufig beobachtet, bis ich dem schließlich nachgegangen bin. Keine Insekten in dem Raum, nichts Bewegliches in der Luft konnte ich vernehmen. Er hat auch keine Parasiten, das wurde mir mehrfach medizinisch bestätigt.

Alice liegt seelenruhig in der Nähe, obwohl sie die eigentlich sensitive Katze ist. Ich bin in mich gegangen und habe gefragt, ob ich das hier aufschreiben darf. Ich erhielt den Impuls Mut.

Ich schreibe hierbei nicht einfach drauf los. Ich gehe immer in mich, frage mein höheres Selbst, ob ich bestimmte neue Erkenntnisse mit der Welt draußen teilen darf.

Momos Altar
Lieber Momo, nun habe ich beschlossen, Deinen Altar abzubauen. Vier Jahre lang habe ich Dir Blumen vorgesetzt. Auch damit mache ich Schluss, denn es sterben auch Menschen, und was soll ich dann machen? Jedem Heimgegangenen einen Altar hinstellen? Bei dieser Vorstellung verwandelt sich das Wohnzimmer in ein Trauerzimmer. Und das möchte ich nicht. Wobei ich für jeden Gegangenen nicht dasselbe empfinde, was ich für euch Tiere empfinde, weil ihr in eurer Sensitivität und in eurer Selbstlosigkeit ganz anders als die Menschen seid.

Trauer wird nie ganz überwunden sein
Und die Trauer, die ich für Dich empfinde, ganz ehrlich, die wird nie ganz abgeschlossen sein. Manchmal ist es noch immer unfassbar, wie schnell Dein Leben beendet wurde und ich hier nie mehr diesen Momo mit meinen Händen und mit meinen Augen werde greifen können.

Ich werde Dich ohne die weiteren Nachrufe niemals vergessen, und weiter still an Dich denken. Du bist mir nach wie vor so nah. Und es ist Mio, der mir mit seinem Verhalten gezeigt hast, dass Du als Seele bei uns bist.

Momo, der spielende Kater
Das Foto oben habe ich ausgewählt, weil Du der Einzige gewesen bist, der so gerne und so viel gespielt hat. Mio spielt nur gelegentlich und Alice gar nicht. Alice sucht sich lebendes Spielzeug, bin froh, dass das jetzt aber aufgrund ihres Alters deutlich nachgelassen hat. Dennoch bitte ich sie beim Freigang immer, dass sie mir keine Tiere anschleppen soll, wenn die Fenster bei mir zum Lüften offen stehen. Monalisa hatte auch gerne gespielt, sie war nur so kurz bei mir. 

Die ewige Liebe
Zum Abschluss möchte ich noch ein wunderschönes Zitat von Sy Montgomery reinstellen. Dieses Zitat soll jedem Menschen Mut machen, der einen tierischen Freund zu verwinden hat.

Die Liebe hat Millionen von Jahren und Milliarden von Arten überdauert. Kein Wunder, dass die Weisen sagen; Liebe stirbt nie. (…) Liebe überdauert alles, dass nicht einmal der Tod sie auslöschen kann.
Genau dies empfinde ich für Dich, lieber Momo, weshalb Du mir selbst nach vier Jahren Deiner für meine menschlichen Sinne Abwesenheit noch so nahe bist, als wärest Du nie von uns gegangen.

In ewiger Verbundenheit

Deine Mirella

7 Kommentare:

Mirella Pagnozzi hat gesagt…

Huhu, Michaela,
ich habe ja Deinen Kommentar gelesen. Du musst ihn nicht extra für mich nochmals schreiben. Er ist ganz lieb geschrieben und ich danke Dir dafür. Deine Messages zu Momo hast Du wunderbar formuliert. Ist bei mir alles angekommen. Zu den Posts; vielleicht müssen wir, und damit meine ich auch mich, uns angewöhnen, nicht immer über das Handy zu schreiben. Zu kleines Display und eine zu kleine Tastatur verursachen eben leicht nicht nur Tippfehler, sondern auch auslassende Wörter. Mich persönlich stört es bei anderen nicht, solange der Sinn nicht verloren geht, aber bei mir stört es mich schon. Was glaubst Du, wie häufig ich meinen eigenen Kommentar wegen der Tippfehler schon gelöscht hatte? Aber manchmal gebe ich mir einen Ruck, mein Posting trotzdem stehen zu lassen. Von daher verstehe ich Deinen Wunsch nach Löschung auch. Aber wegen mir hättest Du ihn auch stehen lassen können. Wir sollten nicht so streng mit uns sein.
Bis bald und bis zur nächsten Schreibgelegenheit, auf die ich mich schon jetzt freue.
GlG, Mira

Michaela hat gesagt…

Liebe Mira,
gut, dann werde ich mein Posting nicht nochmals schreiben, aber ein Statement habe ich schon noch. Ich wünsche Dir, dass Mio Dir noch mehr Gelegenheiten bieten wird, Dir Momo präsent zu machen. Man spürt deutlich, wie stark Deine Verbindung zu Momo noch ist, und sie sicher auch bleiben wird. Und ist das nicht wunderbar, auf solche Erlebnisse zugreifen zu können? Ich vermisse ein wenig Deine Freude über diese Wunder zwischen den Welten. Und Du bist damit gar nicht alleine. Auf Youtube gibt es ganz viele wirklich seriöse Sendungen über Menschen, die wie Du über spirituelle Anlagen verfügen. Habe auch Du Mut, diese Tabus zu brechen.

P.S. zu den Schreibfehlern. Mir geht es ähnlich, auch ich fahre nicht gerne den PC hoch nur wegen ein paar Kommentare und so schreibe ich tatsächlich viel von meinem Handy aus. Dann werde ich das nächste Mal meine Fehler, wenn es nur vereinzelte sind, einfach stehen lassen.

GlG
Michaela

Mirella Pagnozzi hat gesagt…

Huhu, Michaela,
mein Ziel ist eigentlich, dass ich selbst in der Lage bin, Momo zu (be)greifen. Mit meinen eigenen Sinnen, ohne Mio damit zu belangen. Aber natürlich nicht beschränkt nur auf meinen tierischen Freund. Ich habe diesbezüglich einfach noch viel zu lernen.
Und in anderer Sache, Du hast recht; ich sollte mehr meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass mir diese Möglichkeit gegeben ist. Es ist nicht so leicht, über Gefühle zu schreiben aber in meinen täglichen Meditationen sende ich sie immer wieder im Stillen gepaart mit Dankbarkeit nach oben.
LG, Mira

Michaela hat gesagt…

Kurz gefragt: Wieso hast Du so viel noch zu lernen?

Mirella Pagnozzi hat gesagt…

Also nochmal:

Ach, Michaela, die letzte Antwort für heute Abend. Wenn Du Neues postest, antworte ich erst morgen. Ich habe heute nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe.

Zu Deiner Frage; weil wir Menschen niemals ausgelernt haben. Weder im Beruf,noch bei den Hobbys, etc. ... Das Allerschönste am Wissen ist aber, ihn mit anderen Wissenden teilen zu können, weil man im Austausch vom Anderen noch lernen kann und umgedreht auch. Das allerdings auch, weil der Austausch an sich etwas wunderbar Schönes ist, unabhängig vom ambitionierten Lerneffekt.

Einen schönen Abend und bis die Tage
Mira

Michaela hat gesagt…

Ja, Mira, da hast Du absolut recht. Der Austausch ist es am Ende, der Wissen erst lebendig macht.
So, ich ziehe mich jetzt auch ohne weitere Fragen zurück. Einen schönen Abend Dir und Deinen Miezen,

Michaela

Mirella Pagnozzi hat gesagt…

Moin, moin,
ich lese das gerade herausgekommene Buch von Louise Brown, eine Trauerrednerin, "Was bleibt, wenn wir sterben".

Was mir super gefallen hat, sind die Details, die uns zu dem auszeichnen, was wir sind. Ich bin so froh, dass ich gerade die Details hier festgehalten habe. Denn vor allem wenn jemand für immer fort ist, sind es diese, die man dann immer wieder nachlesen und sich erinnern kann.

In einer schnelllebigen Zeit will man gerade das nicht, sich auf Details fokussieren ... Jetzt, wo Momo vier Jahre nicht mehr hier ist, weiß ich diese mehr als zu schätzen. Habt also Mut, euch an dem zu orientieren, was euer Tier im Verhalten auszeichnet.

LG, Mira