Posts mit dem Label China werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label China werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 4. Dezember 2017

Haruki Murakami / Mister Aufziehvogel (1)


Lesen mit Tina

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Mal eine ganz andere Form von Buchbesprechung …

Wir, Tina und ich, haben 1,5 Wochen für das Buch gebraucht. Das Buch ist so grausam, dermaßen düster und gewaltträchtig, sodass es mich ein wenig an Kafka von der Düsterkeit und an Steven King von den Horrorszenarien erinnern lässt. Ich werde inhaltlich nicht viel schreiben können. Weil ich froh bin, dass ich mit diesem Buch durch bin, und möchte es am liebsten gleich wieder vergessen. Derzeit bin ich Murakamigeschädigt. Wenn ich mich davon nicht wieder erholen kann, dann war es das mit dem Leseprojekt. Ich habe gestern den ganzen Tag und den ganzen Abend dazu gebracht, das Buch endlich auszulesen. Ich wollte es hinter mich bringen, um keinen weiteren Tag damit zu verbringen. Neben Kafka am Strand ist Mister Aufziehvogel das heftigste Murakami-Buch, das ich bisher von den 12 Bänden gelesen habe, wobei Kafka am Strand von der Konzeption her einer logischen Struktur folgt, die uns in Mister Aufziehvogel einfach gefehlt hat. Uns ist irgendwann der rote Faden verloren gegangen, weil uns zu viele Details der vielen Figuren aufgedrängt wurden …

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein
In Japan nennen ihn konservative Kritiker und Schriftstellerkollegen "batakusai - nach Butter stinkender Wessi", die anderen halten ihn für den Literaturnobelpreisträger der Zukunft. Haruki Murakami polarisiert mit seinen Geschichten und Romanen. Wie seine Helden entzieht er sich der anonymen Masse. Seine Romanfiguren werden in der japanischen Gesellschaft, in der angepasstes Verhalten von existentieller Bedeutung ist, als einsame Wölfe gebrandmarkt. Der 30-jährige Toru Okada in "Mister Aufziehvogel" steigt aus einer Anwaltskanzlei aus und gerät bei der Suche nach seinem Kater mitten in Tokio in eine Traumwelt, in der ihn erotische Verlockungen, aber auch bösartige Intrigen erwarten. Der Brunnen, der Toru den Einstieg in die geheimnisvolle Unterwelt gewährt, ist Zugang zu Vergangenem und Verdrängtem.

Manche Szenen musste ich regelrecht überfliegen, weil sie mir an Grausamkeiten zu geladen waren. Immer wieder haben Tina und ich uns über Sprachnachrichten ausgetauscht. Manchmal versuchte ich Tina zu warnen, wenn ich an Seitenzahl weiter war als sie, sie darauf vorzubereiten, was auf den folgenden Seiten für qualvolle Szenarien folgen. Gestern Abend machte ich sie auf kannibalistische Vorgänge aufmerksam und heute Morgen schrieb mir Tina, dass sie diese schon gelesen habe. Merkwürdig, ich wusste heute Morgen gar nicht mehr, wie sich der Kannibalismus ausgewirkt hatte. Diese Szene hatte ich völlig aus meinem Bewusstsein verdrängt. Ich weiß sie nicht mehr. Ist auch gut so, und ich bat Tina, mich an diese Bilder nicht mehr zu erinnern, denn es zeigt mir, dass meine Verdrängungsmechanismen noch gut funktionieren.
Auch die Namen von den Figuren konnte ich nur oberflächlich verinnerlichen. Sie waren mir alle fremd. Tina war mir da im Vorteil, sie hat sich diese alle rechtzeitig rausgeschrieben …

Eigentlich begann die Geschichte recht harmlos. Es geht um ein junges Ehepaar, das schon seit sechs Jahren verheiratet ist. Der 30-jährige Toru Okada und seine Frau Komiko. Toru, studierter Jurist, schmeißt seinen Job aus einer Anwaltskanzlei, um sich beruflich neu zu orientieren. Komiko arbeitet in einem kleinen Verlag und kommt erst spät abends nach Hause ... Komiko kommt aus einer sehr wohlhabenden und gebildeten Familie, in der aber recht mysteriöse und kriminalistische Dinge geschehen … 

Toru und Komiko vermissen beide ihren Kater, da er nicht nach Hause gekommen ist und so alarmiert Komiko eine Frau mit okkulten Fähigkeiten, um den Kater aufzuspüren …

In der Zwischenzeit, während Komiko auf der Arbeit ist, passieren zu Hause ein paar ominöse Dinge. Toru wird telefonisch von einer wildfremden Frau angerufen, die Telefonsex betreibt. Wer ist diese Frau? Sie wurde später nicht mehr erwähnt.

Torus Frau begeht einen Seitensprung, verlässt eines Abends ganz unverhofft ihren Mann. Sie schreibt ihm einen Abschiedsbrief, dass sie mit einem Mann eine Beziehung angefangen habe, den sie eigentlich gar nicht lieben würde. Sie bittet Toru, sie zu vergessen, da sie nicht vorhabe, wieder zu ihm zurückzukehren. Toru begibt sich auf die Suche nach seiner Frau, die so plötzlich aus der Welt verschwunden ist. Es beginnt eine abenteuerliche Suche nach Innen, oder nach Außen? Eigentlich beides.

Später macht Toru Bekanntschaft mit weiteren merkwürdigen Frauen … Die Handlung beginnt recht real und im Laufe der Geschichte vermischen sich erneut reale und surreale Handlungen, Traum und Wirklichkeit werden eins… Menschen verschwinden hinter Wänden … Toru, der zum Nachdenken in einen trockenen Brunnen steigt, und damit sein Leben riskiert ... Dann gibt es noch eine sechzehnjährige May, die in ihrem Verhalten ebenso Extremitäten aufweist, die ihrem Freund auf einem fahrenden Motorrad von hinten mit ihren Händen die Augen zuhält, der dadurch tödlich verunglückt, während sie den Unfall überlebt …

Da dies auch ein politisches Buch ist, bekommt man grausame Szenen aus dem Krieg zwischen Japan, China und Russland im Zweiten Weltkrieg zu lesen. Mir ist bewusst, dass diese grausamen Szenen durchaus real sind … Aber diese perverse Gewalt spielt sich nicht nur innerhalb der Kriegsereignisse ab …

Keine Figur scheint irgendwie normal zu sein. Und jede Figur kommt mit ihrer eigenen Story, man bekommt zu jeder Persönlichkeit sehr detaillierte Geschichten erzählt, sodass wir irgendwann Probleme hatten, diese vielen Informationen, die vielen Charaktere noch auseinanderzuhalten. Selbst am Schluss fragten wir uns, was es mit manchen Figuren auf sich hatte? Man hätte ruhig ein paar davon weglassen können, das hätte dem Roman keinen Abbruch getan. Und mit weniger Gewalt hätte der Roman auch leben können …


Mein Fazit?

Psychologisch wirkt die Geschichte recht fundiert. Murakami ist ein Tabubrecher. Er zeigt in seinem Roman die Abgründe eines jeden Menschen. Mir scheint, als risse er ihnen die Fassade von den Gesichtern. Toru war die Figur, die sich dem gestellt hat, hat sich auf die Suche begeben, seine Probleme erst Mal symbolisch zu lösen. Was ist Wahrheit und was ist Traum? Ist das die Wahrheit, was wir mit den menschlichen Augen sehen können; ist Wahrheit das, was uns Menschen bewusst ist? Und was ist die Unwahrheit? Ist die Unwahrheit das, was man mit den Augen und mit den Händen nicht zu fassen bekommt und trotzdem existiert?
Alles hing miteinander zusammen, jedoch auf so kompliziertere Weise wie ein dreidimensionales Puzzle (…) in dem die Wahrheit nicht unbedingt real sein musste und das Reale nicht unbedingt wahr. (591)

Ein sehr symbolträchtiges Buch, das mit vielen Metaphern arbeit.

Und zu der Gewalt sind Tina und ich der Meinung, dass diese vielen Aggressionen in dem Buch die Aggressionen des Autors sind, die er in sich trägt, und sie nach außen auf das Papier gepackt hat.

Meine Bewertung?

Es hat zu viel des Guten ... 

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
1 Punkte: Differenzierte Charaktere
1 Punkte: Authentizität der Geschichte
1 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

... deshalb Punktabzüge und nur neun von zwölf Punkten.

 Und hier geht es auf Tinas Buchbesprechung. Wir hatten am Abend ein sehr ausführliches Telefongespräch. 

Weitere Informationen zu dem Buch


  • Gebundene Ausgabe: 684 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (1. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383214479X

___________
Gelesene Bücher 2017: 54
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Dienstag, 6. Oktober 2015

Christa Hein / Der Blick durch den Spiegel

Klappentext
Wir befinden uns in Riga zu Beginn unseres Jahrhunderts: Es ist die Zeit großer Umbrüche. Erzählt wird die Geschichte einer Frau, Sophie Berkholz, Ende Zwanzig, Lieblingstochter ihres Vaters, eines angesehenen Legationsrates. Die selbstbewußte Sophie, groß und schlank, gehörte zu den ersten Frauen, denen es gestattet wurde, ein Mathematikstudium zu absolvieren. Doch trotz hervorragender Ausbildung und ihrer beruflichen Tätigkeit als Dozentin für Mathematik am Rigaer Polytechnikum ist Sophie nicht glücklich: Sie bleibt den vorgegebenen Mustern ihrer Gesellschaftsschicht verhaftet. Auch die Ehe, die sie schließlich mit Albert eingeht, nimmt nach dem euphorischen Beginn schnell bedrückende Züge an: Nach der Geburt der Tochter Lina erkennt Sophie schließlich, daß sie dabei ist, das verhaßte Leben ihrer Mutter zu wiederholen.
Im Jahre 1903 beginnt Japan mit seiner fieberhaften Aufrüstung gegen das russische Reich. Albert, ein für seine innovativen Ideen gefragter Konstrukteur, wird im militärischen Auftrag des Zaren an die östlichste Spitze des Landes nach Port Arthur ans Gelbe Meer beordert. Sophie entschließt sich gegen den Widerstand der Eltern, ihm zu folgen. In ihrem Gepäck führt sie geheime Unterlagen ihres Mannes mit sich. Eine lange und abenteuerliche Reise mit der gerade fertiggestellten Transsibirischen Eisenbahn beginnt, eine Fahrt voller Ereignisse und folgenreicher Begegnungen, bei der es zu Verwicklungen, Verschwörung, ja sogar zu Mord kommt: bleibende Eindrücke, die Sophies Blick auf die Welt verändern.


Autorenporträt
Christa Hein, geboren 1955 in Cuxhaven, veröffentlichte in deutscher und englischer Sprache. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin und Dozentin in Berlin.
Ihr erfolgreiches Debüt Der Blick durch den Spiegel erschien 1998 in der Frankfurter Verlagsanstalt, es folgten die Romane Scirocco (FVA 2000) und Vom Rand der Welt (FVA 2003). Im Herbst 2015 erscheint ihr neuer Roman Der Glasgarten.
Erworben habe ich das Buch über Bücher-Oxfam. Die ersten Seiten finde ich schonmal recht interessant. Bin neugierig auf Weiteres.


Samstag, 11. Oktober 2014

Gail Tsukijama / Die Straße der tausend Blüten

Klappentext
Tokio 1939. In der Straße der tausend Blüten wachsen zwei Brüder ohne ihre Eltern auf, liebevoll umsorgt von ihren Großeltern. Wie diese träumen sie von einer Zukunft, die fest in den Traditionen des alten Japan verankert ist. Doch bald bricht im Land eine neue Zeit an, in der es keinen Platz mehr für die alten Werte zu geben scheint. Werden Hiroshi und Kenji ihren Weg in einer veränderten Welt finden? 


Autorenporträt
Die Autorin ist in San Franzisko geboren, wohnt derzeit in Kalifornien. Die Mutter ist Chinesin, der Vater Japaner. 
Das Buch ist im Handel nicht mehr verfügbar. Nur noch antiquarisch.

Ich selbst habe das gebundene Buch recht preisgünstig  im Restseller-Laden Jokers erhalten. Die Autorin ist mir unbekannt.


Montag, 1. September 2014

Dai Sijie / Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht

Klappentext
Schicksalhaft kreuzen sich in Peking die Wege einer französischen Studentin und eines chinesischen Gemüsehändlers. Beide sind auf der Suche nach der verlorenen Hälfte einer uralten, seidenen Schriftrolle. Denn diese birgt nichts Geringeres als die geheimnisumwobenen Anfänge des Buddhismus. Fasziniert vom Zauber der Schrift und ihrer Macht begeben sie sich auf eine entbehrungsreiche Reise.

Autorenporträt
Dai Sijie, geboren 1954 in der Provinz Fujian in China, wurde von 1971 bis 1974 im Zuge der kulturellen Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Nach Maos Tod studierte er Kunstgeschichte und emigrierte 1984 nach Paris. »Balzac und die kleine chinesische Schneiderin«, sein erster Roman, wurde ein...
So, heute beginnt zwischen Anne und mir das gemeinsame Lesen. Das erste gemeinsame Buch aus unserem SuB wurde von Anne für heute ausgewält.

Von dem Autor habe ich bisher gelesen:
Siji, Dai: Mao und der Pirol im Käfig
Dann gibt es noch eine Buchverfilmung:

Balzac und die kleine Schneiderin
Den Film habe ich mehrmals gesehen aber das Buch nicht gelesen. Habe es mir nicht gekauft.




Sonntag, 15. Juni 2014

Das Reispflanzerlied / Eileen Chang

Klappentext
China, 50er Jahre: Der junge Bauer Jin'gen und seine Frau kämpfen ums Überleben, aber auch um ihre Hoffnung, die sie mit dem Aufbruch in den Kommunismus verbanden. Unversöhnlich prallen Staat und Individuum aufeinander, und es beginnt ein makabrer Totentanz. Eileen Chang erzählt einfühlsam und menschlich ein modernes Drama. Seit der Bodenreform ist der Bauer Jin'gen sein eigener Herr, doch die Ernte reicht kaum, um ihn und seine Familie zu ernähren. Als der Landbevölkerung eine Sonderabgabe zugunsten der heldenhaften Soldatenfamilien aufgezwungen wird, steht ihre Existenz auf dem Spiel: Die Bauern werden elendig verhungern, wenn sie der Partei folgen- jener Partei, von der sie sich so viel erhofft hatten. In ihrer Not wagen die Dorfbewohner das Unmögliche, den Aufstand gegen die Machthaber- mit katastrophalen Folgen. 

Autorenporträt
Eileen Chang, eigentlich Zhang Ailing, geboren 1920 in Shanghai, veröffentlichte ihre ersten Erzählungen 1942 in der von Japanern besetzten Stadt Schanghai. 1952 ging sie zunächst nach Hongkong und Taiwan, 1955 dann in die USA, wo sie an verschiedenen Universitäten unterrichtete. Sie starb 1995 in San Francisco.
Das Buch habe ich bei Jokers preisgünstig erworben. Ein Restseller. Der Klappentext hatte mich neugierig gestimmt. Vom Genre her wird wird das Buch unter moderner Klassiker eingereiht.





Donnerstag, 12. September 2013

Ursula Krechel / Shangai fern von wo

Klappentext
Shanghai am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Für Tausende Juden ist es das letzte Schlupfloch. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche: Anwälte, Handwerker, Kunsthistoriker, und wenn sie in dieser überfüllten Stadt und dem feucht drückenden Klima zurechtkommen wollten, dann waren Erfindungsgabe und Tatkraft gefordert. Ursula Krechels bewegender Roman erzählt von Menschen, die versuchen, das Überleben zu lernen.


Autorenportrait
Ursula Krechel wurde 1947 in Trier geboren. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach erschienen Gedichtbände, Prosa, Hörspiele und Essays. Zahlreiche Auszeichnungen für ihr Werk, insbesondere ihren großen Exil-Roman "Shanghai fern von wo". Für den Roman "Landgericht" wurde sie 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Ursula Krechel lebt in Berlin.

Nach den ersten dreißig Seiten kann ich schon mal sagen, dass mir das Buch sehr gefällt. Es ist recht authentisch geschrieben. Von der Autorin habe ich bisher gelesen:

Landgericht, das mir auch gut gefallen hatte, weshalb ich mir ein weiteres Buch von Krechel zugelegt habe.





Montag, 19. August 2013

Isabel Allende / Fortunas Tochter

Klappentext

Fortunas Tochter erzählt die bewegte Geschichte der Eliza Sommers, einer lebenshungrigen jungen Frau, die zwischen zwei Kulturen lebt und einen abenteuerlichen Weg geht. Als chilenisches Findelkind in der Obhut einer englischen Familie aufgewachsen, bricht sie, kaum 17jährig, aus ihrer wohlbehüteten Welt aus und stürzt sich auf der Suche nach ihrem Geliebten in die Wirren des kalifornischen Goldrauschs.

Autorenportrait

Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima/Peru geboren. Nach Pinochets Militärputsch am 11. September 1973 ging sie ins Exil. 1982 erschien ihr erster Roman La casa de los espíritus (dt. Das Geisterhaus, 1984), der zu einem Welterfolg wurde. Der dänische Regisseur Bille August verfilmte den Roman 1993. 


Allende arbeitete unter anderem als Fernseh-Moderatorin und war Herausgeberin verschiedener Zeitschriften. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kalifornien. Ihr Werk erscheint auf deutsch im Suhrkamp Verlag.

Von der Autorin habe ich eine ganze Reihe von Büchern gelesen:

Das Geisterhaus
Das Portrait aus Sepia
Die Insel unter dem Meer
Die Stadt der wilden Götter
Mayas Tagebuch

Mir haben alle Bände gut gefallen, der beste Band allerdings war mir Die Insel unter dem Meer. Isabel Allende ist mit ihren 71 Jahren nicht mehr jung, aber ich ich hoffe, dass sie noch viele, viele Jahre leben wird, damit sie noch viel Zeit bekommt, weitere Bücher zu schreiben.


Freitag, 12. Oktober 2012

Anchee Min / Madame Mao




Gebundene Ausgabe: 347 Seiten

Verlag: Scherz (2002)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3502104719





Klappentext



Im Gedächtnis vieler Menschen ist sie die weißknöchrige Teufelin, ehrgeizig, unversöhnlich und grausam. Wer Madame Mao wirklich war, bleibt Phantasie und Geheimnis. Dieser Roman erzählt auf unvergleichlich brillante Weise die Geschichte einer Frau, die wie keine andere in China eine ganze Generation geprägt hat und zu den faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts gehört. Anchee Min blickt tief in Madame Maos Seele und verleiht einer überaus talentierten, leidenschaftlichen, zornigen Frau eine Stimme.»Liebesgeschichte und politisches Epos zugleich. Die Geschichte der Madame Mao, einer stolzen Schönheit, die zur mächtigsten, meist gefürchteten und schließlich geächteten Frau in China wurde.« (ELLE) 

 Das Buch habe ich bei Oxfam für 3,50 € entdeckt und musste es unbedingt mitnehmen. Viel habe ich schon gelesen über den Diktator Mao Zedong, und seine Kulturrevolution in China aber noch gar nichts über seine langjährige Frau. Ich habe den Prolog schon mal gelesen und ich finde es interessant  dass Maos Frau 38 Jahre lang gebraucht hat, bis sie ihn durchschaut hatte. Eigentlich erst nach seinem Tod.


Madam Mao, die gerade im Gefängnis sitzt, und der das Todesurteil wiederholt hinausgeschoben wurde mit der Hoffnung, sie werde über ihre Straftat Reue zeigen. Sie bat stattdessen ihre Tochter darum, eine Biografie über ihr Leben zu schreiben, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wer sie wirklich war und wie sie die Lügen ihres Mannes noch durchschauen konnte. Doch die Tochter, die ihre Mutter als Feindin sieht, verweigerte sich.

Es hat sich jemand anderes gefunden, Anchee Min, die diese Aufgabe übernahm. 

Das wird nun meine neue Wochenendlektüre. Ich habe zwar am Wochenende ausnahmsweise wenig Zeit zum lesen, habe aber dafür bis Dienstag Abend Zeit, das Buch durchzubekommen.