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Montag, 11. Dezember 2017

Isabel Allende / Der japanische Liebhaber (1)


Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Dieses Buch von Isabel Allende hat mich arg überrascht.

Mir hat es sehr gut gefallen, womit ich nicht gerechnet habe, nach dem ich so viele negative Kritiken gehört / gelesen habe. Ich selbst hatte damit auch nicht gerechnet, da ihr Schreibstil so nachgelassen hat. Ich weiß nicht mehr, welches Buch es war, das mich total enttäuscht hatte. Eines von den Letzten, weshalb ich mir mit der Anschaffung des vorliegenden Buches so viel Zeit gelassen habe.

Allende beschäftigt sich in diesem Buch mit historischen Themen wie dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus, mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, die bis in die Gegenwart reicht. Und man bekommt es mit mehreren unterschiedlichen Familien zu tun ...
Man benötigt demnach gute Synapsen, wenn man immer wieder von der einen Familie in die nächste gerät, von der Vergangenheit in die Gegenwart, nicht immer chronologisch geordnet, und die vielen unterschiedlichen Figuren haben mich herausgefordert.

Deshalb bin ich in die Geschichte am Anfang schwer reingekommen, als mir die vielen Figuren noch fremd waren und ich mich an dieses Hin- und Herspringen von einer Familie in die nächste gewöhnt habe. Als ich schließlich in dem Geschehen angekommen war, ging es dann recht zügig mit dem Lesen, wobei ich mir mit dem Verarbeiten dieser Themenvielfalt etwas Zeit gelassen habe.

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit. 

Fast jede Figur in dem Buch bringt eine interessante Lebensgeschichte mit, selbst die unscheinbare 23-jährige Irina Bazili, die ursprünglich aus Moldawien kommt und als Opfer mit Kinderpornografie und Pädophilie zu tun bekommen hat. Irina Bazili ist eigentlich nicht ihr richtiger Name, sie hat den richtigen abgelegt, um diese sexuellen Missbräuche zu vergessen, und um eine neue Identität zu erwerben. Allerdings ist Irina dadurch nicht wirklich beziehungsfähig ... Irina beschäftigt sich lieber mit den Problemen anderer Leute …

Doch bevor sie Alma Belasco kennenlernt und für sie arbeiten wird, ist sie im Lark House beschäftigt. Lark House ist ein recht großes Seniorenheim mit einer Pflegestation. Irina ist  bei den Bewohnern beliebt, sie zeigt sich recht kompetent in der Arbeit mit den alten Leuten. Ihr guter Ruf reicht bis zur Heimbewohnerin Alma Belasco, die sie bei sich als Assistentin einstellt.

Alma, die eigentliche Heldin des Romans, ist jüdischer Abstammung, und sie wird im Alter von acht Jahren von der Familie aus Warschau in Begleitung ihrer Kindererzieherin nach Amerika zu Onkel Isaac und Tante Lillian geschickt, die selbst drei Kinder haben. Alma erleidet dadurch ein schweres Trauma, als sie von ihrer Familie getrennt wird. Eine Zeit lang versteckt sie sich weinend im Kleiderschrank, bis sie lernt, ihre Tränen zu schlucken. Zutrauen findet sie von Anfang an in ihrem jüngsten Cousin Nethaniel. Und dieses Vertrauen bleibt bis ins hohe Alter. Alma vertraut ihm alle Sorgen an, selbst ihre intimsten aus der Zeit ihrer körperlichen und pubertären Entwicklung. Auch Nethaniel ist eine sehr interessante Figur, die mir eigentlich von allen Figuren am sympathischsten war, da er sehr sensibel und fürsorglich sich Alma gegenüber gegeben hat … Und er besitzt sehr viel Weisheit. Erst am Schluss erfährt man mehr aus seinem recht außergewöhnlichen Leben.

Bei den Belascos war ein japanischer Gärtner eingestellt namens Takao Fukuda, der einen Sohn, Ichimei, hat. Ichimei war so alt wie Alma. Zwischen den beiden Kindern entwickelt sich eine außergewöhnliche Liebe, die außergewöhnliche Wege geht ...

Die Familie Fukuda wird im Zweiten Weltkrieg interniert, als sich Amerika mit Japan im Krieg befand. Alle in Amerika lebende Japaner, auch die mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, wurden nach Topaz überführt und in ein Internierungslager gesteckt, das mit den Konzentrationslagern in Europa Ähnlichkeit hatte. Erst als Japan kapituliert, werden die Inhaftierten aus den Lagern wieder entlassen. Nicht auszudenken, was die amerikanische Regierung mit diesen Menschen gemacht hätte, wenn das Land den Krieg mit Japan verloren hätte. Und wieder erlebe ich ein Amerika, das Menschen einer ethnischen Gruppe politisch unter Generalverdacht stellt ...

Alma und Ichimei kommen wieder zusammen, aus der Kinderliebe entwickelt sich eine erwachsene Liebe entgegen aller Konventionen. Dies macht die Beziehung außerordentlich kompliziert ... 

Irina wandelt auf den Spuren von Alma. Sie sortiert alle Fotos, Briefe und sonstige Schreiben ihrer Chefin, die so nach und nach zu einer Freundin wird. Doch auch Irina ist gefordert an ihr Trauma zu arbeiten, als Seth, der Lieblingsneffe von Alma, sich in sie verliebt.

Mehr möchte ich nicht verraten.

Mein Fazit?

Eigentlich mag ich keine Liebesromane, aber es gibt Ausnahmen. Allendes Liebesromane sind keine typischen Liebesromane; nicht schnulzig und auch nicht so billig, was das Niveau betrifft. Man bekommt es mit sehr interessanten Persönlichkeiten zu tun … Auch den historischen Teil fand ich hochinteressant.

Auch wenn ich ein paar Fakten verraten habe, bleibt in dieser Romanwelt noch genug anderes zu entdecken und zu erleben. Vieles, was nicht vorhersehbar ist.


Meine Bewertung?

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

Zwölf von zwölf Punkten.


Weitere Informationen zu dem Buch

  • Taschenbuch: 335 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (11. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518467301

Und hier geht es auf die Vderlagsseite von Suhrkamp/Insel.

Auf der Verlagsseite findet man noch jede Menge nützliche Informationen zu der Autorin. 
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Das Herz ist groß, man kann mehr als einen Menschen lieben.
(Isabel Allende)

Gelesene Bücher 2017: 55
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
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Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86




Montag, 4. Dezember 2017

Haruki Murakami / Mister Aufziehvogel (1)


Lesen mit Tina

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Mal eine ganz andere Form von Buchbesprechung …

Wir, Tina und ich, haben 1,5 Wochen für das Buch gebraucht. Das Buch ist so grausam, dermaßen düster und gewaltträchtig, sodass es mich ein wenig an Kafka von der Düsterkeit und an Steven King von den Horrorszenarien erinnern lässt. Ich werde inhaltlich nicht viel schreiben können. Weil ich froh bin, dass ich mit diesem Buch durch bin, und möchte es am liebsten gleich wieder vergessen. Derzeit bin ich Murakamigeschädigt. Wenn ich mich davon nicht wieder erholen kann, dann war es das mit dem Leseprojekt. Ich habe gestern den ganzen Tag und den ganzen Abend dazu gebracht, das Buch endlich auszulesen. Ich wollte es hinter mich bringen, um keinen weiteren Tag damit zu verbringen. Neben Kafka am Strand ist Mister Aufziehvogel das heftigste Murakami-Buch, das ich bisher von den 12 Bänden gelesen habe, wobei Kafka am Strand von der Konzeption her einer logischen Struktur folgt, die uns in Mister Aufziehvogel einfach gefehlt hat. Uns ist irgendwann der rote Faden verloren gegangen, weil uns zu viele Details der vielen Figuren aufgedrängt wurden …

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein
In Japan nennen ihn konservative Kritiker und Schriftstellerkollegen "batakusai - nach Butter stinkender Wessi", die anderen halten ihn für den Literaturnobelpreisträger der Zukunft. Haruki Murakami polarisiert mit seinen Geschichten und Romanen. Wie seine Helden entzieht er sich der anonymen Masse. Seine Romanfiguren werden in der japanischen Gesellschaft, in der angepasstes Verhalten von existentieller Bedeutung ist, als einsame Wölfe gebrandmarkt. Der 30-jährige Toru Okada in "Mister Aufziehvogel" steigt aus einer Anwaltskanzlei aus und gerät bei der Suche nach seinem Kater mitten in Tokio in eine Traumwelt, in der ihn erotische Verlockungen, aber auch bösartige Intrigen erwarten. Der Brunnen, der Toru den Einstieg in die geheimnisvolle Unterwelt gewährt, ist Zugang zu Vergangenem und Verdrängtem.

Manche Szenen musste ich regelrecht überfliegen, weil sie mir an Grausamkeiten zu geladen waren. Immer wieder haben Tina und ich uns über Sprachnachrichten ausgetauscht. Manchmal versuchte ich Tina zu warnen, wenn ich an Seitenzahl weiter war als sie, sie darauf vorzubereiten, was auf den folgenden Seiten für qualvolle Szenarien folgen. Gestern Abend machte ich sie auf kannibalistische Vorgänge aufmerksam und heute Morgen schrieb mir Tina, dass sie diese schon gelesen habe. Merkwürdig, ich wusste heute Morgen gar nicht mehr, wie sich der Kannibalismus ausgewirkt hatte. Diese Szene hatte ich völlig aus meinem Bewusstsein verdrängt. Ich weiß sie nicht mehr. Ist auch gut so, und ich bat Tina, mich an diese Bilder nicht mehr zu erinnern, denn es zeigt mir, dass meine Verdrängungsmechanismen noch gut funktionieren.
Auch die Namen von den Figuren konnte ich nur oberflächlich verinnerlichen. Sie waren mir alle fremd. Tina war mir da im Vorteil, sie hat sich diese alle rechtzeitig rausgeschrieben …

Eigentlich begann die Geschichte recht harmlos. Es geht um ein junges Ehepaar, das schon seit sechs Jahren verheiratet ist. Der 30-jährige Toru Okada und seine Frau Komiko. Toru, studierter Jurist, schmeißt seinen Job aus einer Anwaltskanzlei, um sich beruflich neu zu orientieren. Komiko arbeitet in einem kleinen Verlag und kommt erst spät abends nach Hause ... Komiko kommt aus einer sehr wohlhabenden und gebildeten Familie, in der aber recht mysteriöse und kriminalistische Dinge geschehen … 

Toru und Komiko vermissen beide ihren Kater, da er nicht nach Hause gekommen ist und so alarmiert Komiko eine Frau mit okkulten Fähigkeiten, um den Kater aufzuspüren …

In der Zwischenzeit, während Komiko auf der Arbeit ist, passieren zu Hause ein paar ominöse Dinge. Toru wird telefonisch von einer wildfremden Frau angerufen, die Telefonsex betreibt. Wer ist diese Frau? Sie wurde später nicht mehr erwähnt.

Torus Frau begeht einen Seitensprung, verlässt eines Abends ganz unverhofft ihren Mann. Sie schreibt ihm einen Abschiedsbrief, dass sie mit einem Mann eine Beziehung angefangen habe, den sie eigentlich gar nicht lieben würde. Sie bittet Toru, sie zu vergessen, da sie nicht vorhabe, wieder zu ihm zurückzukehren. Toru begibt sich auf die Suche nach seiner Frau, die so plötzlich aus der Welt verschwunden ist. Es beginnt eine abenteuerliche Suche nach Innen, oder nach Außen? Eigentlich beides.

Später macht Toru Bekanntschaft mit weiteren merkwürdigen Frauen … Die Handlung beginnt recht real und im Laufe der Geschichte vermischen sich erneut reale und surreale Handlungen, Traum und Wirklichkeit werden eins… Menschen verschwinden hinter Wänden … Toru, der zum Nachdenken in einen trockenen Brunnen steigt, und damit sein Leben riskiert ... Dann gibt es noch eine sechzehnjährige May, die in ihrem Verhalten ebenso Extremitäten aufweist, die ihrem Freund auf einem fahrenden Motorrad von hinten mit ihren Händen die Augen zuhält, der dadurch tödlich verunglückt, während sie den Unfall überlebt …

Da dies auch ein politisches Buch ist, bekommt man grausame Szenen aus dem Krieg zwischen Japan, China und Russland im Zweiten Weltkrieg zu lesen. Mir ist bewusst, dass diese grausamen Szenen durchaus real sind … Aber diese perverse Gewalt spielt sich nicht nur innerhalb der Kriegsereignisse ab …

Keine Figur scheint irgendwie normal zu sein. Und jede Figur kommt mit ihrer eigenen Story, man bekommt zu jeder Persönlichkeit sehr detaillierte Geschichten erzählt, sodass wir irgendwann Probleme hatten, diese vielen Informationen, die vielen Charaktere noch auseinanderzuhalten. Selbst am Schluss fragten wir uns, was es mit manchen Figuren auf sich hatte? Man hätte ruhig ein paar davon weglassen können, das hätte dem Roman keinen Abbruch getan. Und mit weniger Gewalt hätte der Roman auch leben können …


Mein Fazit?

Psychologisch wirkt die Geschichte recht fundiert. Murakami ist ein Tabubrecher. Er zeigt in seinem Roman die Abgründe eines jeden Menschen. Mir scheint, als risse er ihnen die Fassade von den Gesichtern. Toru war die Figur, die sich dem gestellt hat, hat sich auf die Suche begeben, seine Probleme erst Mal symbolisch zu lösen. Was ist Wahrheit und was ist Traum? Ist das die Wahrheit, was wir mit den menschlichen Augen sehen können; ist Wahrheit das, was uns Menschen bewusst ist? Und was ist die Unwahrheit? Ist die Unwahrheit das, was man mit den Augen und mit den Händen nicht zu fassen bekommt und trotzdem existiert?
Alles hing miteinander zusammen, jedoch auf so kompliziertere Weise wie ein dreidimensionales Puzzle (…) in dem die Wahrheit nicht unbedingt real sein musste und das Reale nicht unbedingt wahr. (591)

Ein sehr symbolträchtiges Buch, das mit vielen Metaphern arbeit.

Und zu der Gewalt sind Tina und ich der Meinung, dass diese vielen Aggressionen in dem Buch die Aggressionen des Autors sind, die er in sich trägt, und sie nach außen auf das Papier gepackt hat.

Meine Bewertung?

Es hat zu viel des Guten ... 

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
1 Punkte: Differenzierte Charaktere
1 Punkte: Authentizität der Geschichte
1 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

... deshalb Punktabzüge und nur neun von zwölf Punkten.

 Und hier geht es auf Tinas Buchbesprechung. Wir hatten am Abend ein sehr ausführliches Telefongespräch. 

Weitere Informationen zu dem Buch


  • Gebundene Ausgabe: 684 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (1. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383214479X

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Gelesene Bücher 2017: 54
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
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Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86


Mittwoch, 22. November 2017

Beate Seebauer / Herzenspfade (1)

Oder wie gelebte Trauer uns stark macht 


Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Das Buch von  Beate Seebauer ist recht authentisch und sehr empathisch geschrieben ... 

Sie ist sehr mutig gewesen, über sich und über den Verlust ihrer Hündin Safi öffentlich zu schreiben. Das hat mich sehr tief berührt. Da ich ja selbst auch noch einen tierischen Verlust zu verwinden habe, konnte ich mich in vielen ihrer Erfahrungen widerspiegeln. Mit dem  Unterschied; sie war auf den schnellen Tod ihrer krebserkrankten Hündin nicht vorbereitet, sodass sie und ihr Mann ein richtiges Trauma zu verkraften hatten, einen Schock, der langwierig war, und der sie in eine schwerwiegende Depression gestürzt hat.

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Nichts schmerzt mehr als der Verlust eines geliebten Wesens. Wie kann das Leben danach weitergehen? Anhand ihrer eigenen Erfahrungen nach dem plötzlichen Tod ihrer geliebten Hündin Safi zeigt uns Beate Seebauer, dass wir die Traurigkeit, die Wut und die Hoffnungslosigkeit in jedem Fall durch- und erleben sollten – unabhängig davon, ob es sich bei dem Verstorbenen um einen Menschen oder ein Tier handelt. In diesem Buch lässt sie uns an ihrem persönlichen Verarbeitungsprozess teilhaben. Dank berührender Herzensbotschaften sowie erprobter Übungen und Meditationen erkennen auch wir, wie wir unser Herz wieder für die Welt öffnen können.
Sie gibt gute Tipps, macht den Menschen Mut, sich der Trauer des verstorbenen Tieres emotional zu stellen, statt sie zu verdrängen. Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der der Tod noch tabuisiert wird. Nicht die Autorin, denn sie geht durch den Schmerz, den ich mit einer Wunde vergleiche, die nur heilt, wenn der Eiter aus der Wunde geholt wird. Sie arbeitet an ihrer Trauer, unabhängig davon, was andere sagen oder erwarten. Sie nimmt sich die Zeit, die sie dafür braucht, und lässt sich von ihren Mitmenschen keinen Druck machen. Sie lebt es ihren LeserInnen vor …

Wie in ihren anderen Büchern findet man auch in diesem Buch ein gewisses Handwerkszeug, mit der Trauer umzugehen, zu der auch die Überwindung von falschen Schuldgefühlen gehören, verschiedene Meditationen wie die Auseinandersetzung mit dem inneren Kind und die Reise ins Regenbogenland … Auch geht sie vereinzelnd auf die Trauerphasen ein …

Nach jedem Kapitel findet man zu der Thematik eine Herzensbotschaft von den Tieren.

Mehr möchte ich nun nicht verraten.

Mein Fazit?

Ich kann der Autorin nur zustimmen, dass die Heilung wirklich nur durch die Auseinandersetzung mit der Trauer stattfinden kann. Allerdings hat das Buch auch esoterische Züge, sodass ich es jedem empfehlen kann, der vor der Esoterik nicht abgeneigt ist. Ich weiß, dass hierin in unserer Gesellschaft viele Vorurteile herrschen …

Weitere Informationen zu dem Buch

Vielen Dank an den Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

Bestell-Nr. 1310, 9,95 €
ISBN-13: 978-3-8434-1310-7
144 Seiten, broschiert, farbig, mit Abbildungen

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Schirner. 

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Das Herz hat seine Gründe,
die der Verstand nicht kennt.
(Blaise Pascal)

Gelesene Bücher 2017: 53
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Sonntag, 19. November 2017

Richard David Precht / Tiere denken (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Das Buch wirkt recht tiefgründig, bietet viel Stoff zum Nachdenken. Sieht nach gründlicher Arbeit aus, allerdings kann ich nicht sagen, ob Prechts Thesen, die nicht nur aus vielen philosophischen Gedanken bestehen, sondern auch aus factualen, nicht auch etwas zu populistisch sind. Auch weiß ich nicht, wie sehr das Buch ernst zu nehmen ist, denn ich habe von anderen LeserInnen auf Facebook erfahren, dass Prechts Haltung zum Tierkonsum recht zwiespältig sei. Darunter befanden sich einige enttäuschte Gesichter, die im Tierachutz aktiv sind. Precht würde sich selbst nicht an seine Theorien halten, weshalb sie durch diesen Vertrauensbruch keine Bücher mehr von ihm lesen können.

Was für mich am wichtigsten war, das sind die vielen Fragen, die ich mir im Laufe der letzten Jahre im Hinblick der weltweiten misslichen Lage in der Tierhaltung gestellt hatte. Viele Fragen konnte ich in diesem Buch wiederfinden, wie z. B. wie sich der Mensch definiert verglichen zum Tier? Wie definiert der Mensch das Tier? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Warum muten Menschen den Tieren grausame Lebensformen zu? Wie könnte die Zukunft aussehen? Löst sich diese Massentierhaltung wieder auf? Wird es eine gerechtere Lebenshaltung für Tiere geben?

Recht häufig fragte ich mich, warum Gott diese entsetzlichen Qualen an Tieren zulässt? So sind es gerade die Tiere, die vor dem Gesetz am schutzlosesten sind. Antworten dazu finde ich nicht hier, weshalb ich sehr häufig auch spirituelle Bücher zurate gezogen habe, Bücher aus der Esoterik. Ich hoffe, ich werde deswegen nicht angeprangert ... 

Viele Fragen blieben aber auch ungeklärt. Die schizophrene Haltung von Tierkonsumenten, die einerseits empathisches Verständnis ihrem Haustier gegenüber aufbringen, und anderseits wiederum Tiere verspeisen, und sie damit stillschweigend das Morden in den Schlachthäusern unterstützen.

Mir hat es gefallen, dass der Autor zum Beginn eines neuen Kapitels ein passendes Tierzitat eingefügt hat. Ich habe mir viele Zitate  rausgeschrieben. Zitate von großen Meistern und Denkern aus dem Abendland bis hinein in die Gegenwart …
Ich wusste gar nicht, dass selbst Platon über beseelte Planeten nachgedacht hat und diese in Erwägung gezogen hat, dass die Seelen immer wiederkehren könnten. Immerzu in andere Körper, in andere Tier-oder Menschenrassen. Die esoterische Tierkommunikatorin Diana Cooper hat in ihrem neusten Buch Die Botschaft der Tiere genau das beschrieben, und ich sie nicht für voll genommen habe ... So viele Reisen auf den verschiedenen Planeten wurden von Wissenschaftlern unternommen und kein Astronaut ist zurückgekehrt und hat von Lebewesen auf den Planeten berichtet ... 

Prechts Buch beginnt mit einem Vorwort, anschließend mit einer Einleitung, bis man zu den Hauptthemen gelangt. In mehreren Kapiteln folgt die Evolutionstheorie. Man bekommt es z. B. mit den Ansichten von dem bekannten Naturforscher Charles Darwins zu tun. Im Anschluss daran werden die verschiedenen Weltreligionen beschrieben, welche Rangordnung bzw. welche Wertigkeit diese den Tieren entgegenbringen. Anschließend behandelt Precht die Tierethik und wie sie erneuert werden sollte, damit das Tier einen höheren Stellenwert bekommen könnte. In den Schlusskapiteln entwickelt der Autor eine Vision darüber, wie der Massentierbetrieb auslaufen und abgelöst werden könnte durch neuere Verfahren wie z. B. die Herstellung von Kunstfleisch, wofür kein Tier mehr sterben müsse. Diese Vorstellung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn viele Fleischkonsumenten es sicher verwerfen würden. Aber die nächste Generation könnte davon profitieren ...  Dann gäbe es keine Nutztiere mehr. Welch eine Befreiung für die vielen armen Tierseelen.

Precht entwickelt noch eine weitere Vision, wohin die Entwicklung noch gehen könnte; dass Tiere so gezüchtet werden, damit sie keine Schmerzen in der Haltung und beim Schlachten mehr empfinden würden. Was ich davon halte? Jedes Lebewesen möchte leben und Tiere sind gerne auf der Welt. Ich bin für den Erhalt von Leben. Tierkinder entwickeln eine so große Lebens- und Spielfreude, die sich nicht sonderlich von denen der Menschenkinder unterscheiden lassen.

Was die Tierversuche betreffen, so fand ich dieses Kapitel schockierend; ich war nah dran, dieses Kapitel zu überspringen. Ich war in noch keinem Tierversuchslabor. Aber man liest genug darüber.
Auch hier weiß ich nicht, ob die Thesen, die der Autor in seinem Buch einbringt, richtig sind. Affen, die bei vollem Bewusstsein Elektroschocks über sich ergehen lassen müssen, noch schlimmer, wenn ihnen auch noch der Kopf durchgesägt wird, um an das Gehirn zu gelangen. Grauenvolle aber keineswegs neue Bilder, die ich am liebsten wieder vergessen möchte.
Welchen Sinn machen Tierversuche, wenn die Tiere sowieso ein anderes Immunsystem besitzen als Menschen, oder wenn das Gehirn eines Tieres anders beschaffen ist als das von Menschen? Das Tier als eine Sache, als ein Objekt zu betrachten, das keine Gefühle kennen würde? Für mich total absurd, denn man kann doch sehen, dass Tiere leiden, wenn ihnen Schaden zugefügt wird. Wie kann man daran zweifeln, dass Tiere fühlende Geschöpfe sind? In der Schweineindustrie bekommen die kleinen Schweinchen ohne Narkose ihre Hoden entfernt. Diese kleinen Ferkel quicken sehr laut vor Schmerzen und zappeln in den Händen ihrer Peiniger. Jeder kann sehen, dass diese Tiere Schmerzen empfinden. Das muss man doch wissen, Menschen, die mit Tieren arbeiten. Das ist für mich mutwillige Boshaftigkeit den Tieren gegenüber. 

Ich wäre dafür, die Tierversuche abzuschaffen. Viele sind völlig nutzlos wenn ich an die Kosmetik denke. Für die Medizin sollen doch die Triebtäter und Mörder hingehalten werden ...

Das Leben in einem Zoo? Alles nicht wirklich artgerecht. Hierin habe ich auch nichts Neues erfahren, bin selbst recht kritisch, wenn ich durch Tierparks laufe, denn artgerecht ist nur die Freiheit.


Mein Fazit zu dem Buch?

So wirklich weiser bin ich nun nicht geworden. Vieles habe ich vorher selbst schon auch gewusst, trotzdem habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen, aber immer als Laie. Ich weiß nicht, wie Chemiker, Biologen, Naturwissenschaftler dieses Buch bewerten würden. Wahrscheinlich viel kritischer, als ich es getan habe.

Dass hochentwickelte Tiere häufig die besseren Menschen abgeben würden, philosophisch gedacht, und Menschen die schlechteren Tiere, daran habe ich noch nie gezweifelt. Ist es doch der Mensch, der den Planeten Erde bis zur völligen Zerstörung ausbeutet. Mitgefühl von menschlicher Seite ist, wenn man die globale Entwicklung in der Umweltpolitik und bei den Verbrauchern im Umweltverhalten betrachtet, nicht zu erwarten. 


Weitere Informationen zu dem Buch

ORIGINALAUSGABE
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten
ISBN: 978-3-442-31441-6
€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann

Erschienen: 17.10.2016

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Der Mensch ist, was er isst.
Doch der Mensch ist nicht nur, was er isst, 

denn unabhängig von dem, isst der Mensch, 
was er glaubt zu sein.
(Richard David Precht)


Gelesene Bücher 2017: 52
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Sonntag, 12. November 2017

Ian McEwan / Abbitte (1)

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Gleich vorneweg gesagt; was für ein schönes Buch. Ich habe es soeben beendet. Ich liebe Abläufe, die nicht vorhersehbar sind. Davon gibt es in diesem Buch jede Menge. Auch das Ende ist für mich nicht vorhersehbar gewesen. Den Anfang und das Ende hat der Autor sehr ideenreich und gekonnt zusammengefädelt. Viele AutorInnen bemühen sich um diesen Stil, ihre LeserInnen zu überraschen, doch bei den meisten ist der Stil leicht zu durchschauen, sodass das Unvorhersehbare doch vorhersehbar wird. Ganz anders bei McEwan …

Damit diese Überraschungseffekte auch für andere LeserInnen erlebbar bleiben, möchte ich aufpassen, dass ich meine Besprechung so gestalte, dass ich nicht zu viel verraten muss. Leider kann ich nicht alles bedeckt halten ... 

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Die Abgründe und die Macht der Leidenschaft und der Phantasie: An einem heißen Tag im Sommer 1935 spielt die dreizehnjährige Briony Tallis Schicksal und verändert dadurch für immer das Leben dreier Menschen.

Briony Tallis ist eine kleine Künstlerin, eine Dichterin, die schon mit zehn Jahren angefangen hat, erste fiktive Texte zu schreiben. Mit 13 Jahren verfasste sie ihr erstes Theaterstück, das den Titel Die Heimsuchung Arabellas bekam. Sogar Brionys Mutter Emily war von dem Theaterstück angetan gewesen …

Die Familie Tallis hatte Besuch. Für eine unbestimmte Zeit lebten drei Cousinen von Briony bei ihnen. Mit ihnen zusammen wollte sie das Theaterstück zu Hause vorführen, um damit den älteren und schon erwachsenen Bruder Leon, der nicht mehr zu Hause wohnt, für willkommen heißen. Leon sollte mit seinem Freund zu Besuch kommen ...

Die drei Cousinen, zwei zehnjährige Zwillinge namens Jackson und Pierrot und die fünfzehnjährige Lola, sollten mit dem Theaterstück vertraut gemacht werden. Dabei gab es Rollenkonflikte, sodass Briony das Theaterstück wieder abblasen ließ, und es somit nicht mehr aufgeführt werden konnte.

Im Klappentext steht, dass Briony das Schicksal dreier Menschen beeinflusst. Eine ganze Weile dachte ich, dass es das Schicksal ihrer Cousinen sei, das sie durch bestimmte Ereignisse in andere Bahnen lenken würde. Diese drei Cousinen hatten derzeit durch die Trennung ihrer Eltern eine seelische Erschütterung zu verwinden. Vor allem für die Zehnjährigen verlief der Aufenthalt bei der Verwandtschaft als recht schwierig, da sie sich nach dem Heim und nach ihren Eltern zurücksehnten.

Emily konnte sich auch nicht wirklich um ihre kleinen Neffen kümmern, da sie eigene Probleme psychosomatischer Art zu bewältigen hatte, denn auch ihr Mann Jack war mehr abwesend als anwesend. Es schien mir, dass selbst sie beiden in einer Ehekrise schwelgen, die allerdings verdrängt wird. Jack scheint sich in Arbeit zu stürzen, man aber auch den Verdacht hegt, dass er eine Affäre mit einer anderen Frau hat. Emily ahnt zwar etwas, aber sie möchte eigentlich die Wahrheit gar nicht wissen und entwickelt eben psychosomatische Symptome wie die Migräne und zieht sich dadurch auch ins Schlafzimmer zurück, um mit damit fertig zu werden.

Diese Szenen haben mich schon sehr tief berührt. Und auch welchen Umgang die Kinder ohne die Erwachsenen untereinander pflegen. Manches an Fragen hat aber der Autor auch offengelassen; hatte nun Jack eine Affäre oder nicht?, wenn ja, wie lange wollte Emily noch wegschauen und ihre Migränenanfälle noch weiter ertragen? … Dies waren alles nur Nebenrollen, trotzdem spannend …

Die fantasiebegabte Briony lebt manchmal in ihrer Fantasiewelt, sodass sie oftmals nicht merkt, wie sie das eine vom anderen nicht auseinanderzuhalten weiß …

Die eigentlichen Protagonisten waren Cecilia, Brionys ältere Schwester, die Cousinen Lola und Robbie Turner, der Sohn der Haushälterin der Tallis. Robbie war in Cecilias Alter. Sie besuchten gemeinsam dieselbe Schule und machten danach an der Uni denselben Abschluss in Literaturwissenschaft. Allerdings bestand der viel begabte Robbie mit Auszeichnung. Cecilia mochte Robbie nicht besonders. Vielleicht  deshalb nicht, weil Robbie so erfolgreich war. Er hegte noch weitere ehrgeizige Pläne. Er hatte vor, im Anschluss seines Literaturstudiums unbedingt noch Medizin zu studieren. Das Medizinstudium wollte Brionys Vater finanzieren, da seine alleinerziehende Mutter als Hauswirtschafterin dafür das Geld nicht zur Verfügung hatte. Es kann sein, dass Cecilia darauf neidisch war, weshalb sie auf Robbie nicht gut zu sprechen war. Trotzdem ließ sie sich in der Bibliothek ihres Vaters mit Robbie auf eine sexuelle Bindung ein. Briony wird in der dunklen Bibliothek heimliche Zeugin dieses sexuellen Aktes, reimt sich dazu ihre eigene Wahrheit, was fatale Folgen für drei Personen dieses Romans haben wird, über die ich leider nicht sprechen kann.


Mein Fazit?

Es gab schon auch Szenen, die ich hinterfragt habe, speziell was die juristischen Vorfälle betreffen, dass ein kriminalistischer Fall nicht ausreichend untersucht wurde, was zur Folge hat, einen unschuldigen Menschen einzusperren. Es gab nur einen Zeugen, und dieser Zeuge war ein Kind. Die Zeugenaussage dieses Kindes wurde nicht auf die Richtigkeit hin überprüft.
Das war für mich nicht wirklich glaubwürdig … Oder hat es vielleicht etwas mit dem sozialen Rassismus zu tun, weshalb weder ein Verteidiger noch ein Richter gewillt war, das Verbrechen ausreichend zu untersuchen, selbst dann nicht, als nach fünf Jahren die Zeugin ihre Aussage wieder rückgängig machen wollte?

Auf diese Frage werde ich wohl keine Antwort erhalten.  

Meine Bewertung?


2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein


Zwölf von zwölf Punkten.



Weitere Informationen zu dem Buch

Ich möchte mich recht herzlich beim Diogenes-Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar bedanken.

Diogenes Taschenbuch 
544 Seiten 
erschienen am 26. März 2004 

978-3-257-23380-3 
€ (D) 13.00 / sFr 17.00* / € (A) 13.40 

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Diogenes.

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