Freitag, 1. September 2017

Wenn mein geliebtes Haustier geht, dann geht ein Teil von mir mit ...


Selbsterfahrung in eigener Angelegenheit ... 


Gestern Abend, 31.08.2017, wurde mein geliebter Kater namens Momo gegen 17:30 Uhr eingeschläfert. 
Er litt unter verschiedenen Erkrankungen und trotz guter tierärztlicher Behandlung konnte mein Kater in seiner Endphase nicht mehr stabilisiert werden. Er war 15/16 Jahre alt und lebte bei mir und bei meiner zehn Jahre alten Katzendame Alice seit 10,5 Jahren. Momo litt unter einem chronischen Katzenschnupfen, und ich muss dankbar sein, dass er nicht schon mit zwölf Jahren daran gestorben ist. Ich habe ihn mit Vitaminen aufgepäppelt, mit ein paar klassischen homöopathischen Mitteln wenn der Schnupfen nicht zu stark war, mit Antibiotikum, wenn nichts anderes mehr geholfen hat. Und zuletzt litt er unter einer massiven Hautirritation, die ihn noch mehr geschwächt hat. Sein schwacher Körper hat es nicht mehr geschafft, mit der Hauterkrankung fertigzuwerden. Sinnbildlich und psychoanalytisch gedacht hat mir die Hauterkrankung gezeigt, dass Momo sich in seiner Haut nicht mehr wohlgefühlt hat. Er hat psychisch sogar sehr darunter gelitten, und ich mit ihm mit.  

Und zusätzlich wurde Momo zuletzt noch Brustkrebs diagnostiziert. Recht spät, aber auch, weil ich meinen Tierarzt darüber nicht früher in Kenntnis gesetzt hatte. Ende letzten Jahres habe ich am Momos Bauch eine große Beule ertastet. Ich habe diese Beule für mich behalten, weil ich so Angst hatte, dass es Krebs sein könnte und so habe ich mir eingeredet, dass diese Beule ein gutartiges Fettgeschwulst sei. Aber ich hatte Momo ein Blutbild machen lassen, und die Werte waren nicht besorgniserregend. Eine OP wäre sowieso nicht in Frage gekommen, da Momo zu alt dafür gewesen wäre. In der Zwischenzeit haben sich jede Menge Knötchen an dieser Körperstelle entwickelt ...  

Mein Wohnzimmer hat sich in den letzten vier Wochen zu einem Pflegezimmer verwandelt. Überall noch zusätzliche Liegeplätze, mit einer speziellen Kühldecke, um den Juckreiz nicht noch weiter zu forcieren. Jede Menge Trink- und Fressnäpfe, da Momo immer weniger gegessen und getrunken hat, und ich die Hoffnung hatte, er könnte sich wieder regenerieren, er könnte wieder Appetit bekommen. Ich hatte ihm Hühnchen in der Pfanne gegart. In den ersten vier Wochen habe ich ihm mehrmals täglich sein Futter an seinen Schlafplatz hingetragen, wovon er hauptsächlich nur die Soße geschleckt hat. Zuletzt verweigerte er jegliche Futterangebote.
Er hatte sich in der Höhle seines Kratzbaumes zurückgezogen, wo ich ihn schwer erreichen konnte. Eine starke Wesensveränderung, wo er doch sonst immer meine Nähe gesucht hat. 

Warum schreibe ich dies auf meinen Literaturblog? Weil ich viele kätzige, buchige Erlebnisse mit Momo hatte. Und weil ich das große Verlangen verspüre, auf irgend eine Art und Weise mich mit Menschen, die in der selben Lage sind, zu verbinden. Dies nimmt mir ein wenig die innere Einsamkeit während dieser entsetzlichen Trauerphase ...

Das eine oder andere Buch, das ich vor mehreren Jahren schon gelesen habe, ich es jetzt unbedingt nochmals lesen möchte, und neue hinzugefügte Literatur, sollen helfen, mir bei meiner Trauerbewältigung etwas zur Seite zu stehen, um den Verlust meines treuen Freundes besser zu verwinden.


Meine kätzigen-buchigen Erlebnisse?

Momo suchte immer meine Nähe auf. Immer wenn ich mit einem Buch in meinem großen Lesesessel saß, kam Momo, sprang auf meinen Schoß, um sich draufzulegen. Buch und Kater ließen sich gut halten, wenn meine Lektüre keine Überlänge hatte. Hatte das Buch aber eine Überlänge, zu viele Seiten, viel zu schwer, um beides zu tragen, denn mein Momo war auch sehr kräftig, er brachte satte 8 Kilo auf die Waage, so musste ich mich immer entscheiden zwischen dem Buch und Momo. Und ich hatte mich immer für Momo entschieden, manchmal aber in einer Form des Kompromisses. Ich gab ihm die Zärtlichkeiten, die er brauchte, indem ich das Buch für eine gewisse Zeit zur Seite legte. Noch komplizierter wurde es schließlich, wenn ich mich auf meinem Laptop mitten in einer Buchbesprechung befand, auch da kam er, dann waren wir hier schon zu dritt. Den Laptop platzierte ich auf meine Sessellehne, weil ich von dem Schreiben nicht loskam, Momo auf meinem Schoß und das Buch auf der anderen Sessellehne, immer in der Hoffnung, alles drei bewältigen zu können. Das erforderte schon eine gewisse Akrobatik, damit mein Laptop heil bleiben konnte und nicht auf den Boden fiel. Aber schreiben konnte ich so nicht, also legte ich den Laptop ab, denn Momo war mir so wichtig, er war für mich die Nummer eins. Momo kam immer zu mir und nicht nur auf meinem Sessel ... Und jetzt fehlt er mir so sehr. Obwohl ich einen Schreibtisch habe, las und schrieb ich immer in meinem Lesesessel, der auch zum Katzensessel avanciert ist. 

Ich habe Bücherfreundinnen, die leider nicht aus Darmstadt sind, sodass wir deutschlandweit viel telefoniert hatten, um uns über die gemeinsam gelesenen Bücher auszutauschen. Sehr oft hat Momo dabei gemauzt, weil er Zuwendung eingefordert hat, während ich telefoniert hatte. Und so werde ich auch seine Stimme sehr vermissen, denn immer wenn ich mit ihm gesprochen habe, gab er mir mit seinem Stimmchen Antwort. 💕



Nachtrag: Samstag, den 02.09.2017:

Vor meiner Türe lag heute eine kleine selbstgeschriebene Buchgeschichte von mehreren Seiten, die der kleine Jan, sechs Jahre alt, mit seiner Mutter Susanne für mich und Momo gedichtet hat. Diese Geschichte, ohne auf die Richtigkeit der Details zu achten, bestätigt nochmals meine Büchererlebnisse, die ich gemeinsam mit Momo gesammelt habe.  







AutorInnen: Jan und Susanne H. 


Ich habe glücklicherweise noch meine Alice, denn ich kann mir kein Leben mehr ohne ein Tier an meiner Seite vorstellen. Ich hoffe, dass mein Herz groß genug ist, wo eines Tages noch Platz für andere Tiere sein wird, ohne dass Momos Platz von einem anderen Tier ersetzt wird. Momo bleibt einzigartig, sowie auch alle anderen Tiere einzigartig sind. Sollte eines Tages ein neues Tier bei uns einziehen, dann bekommt dieses Tier neue Schlafplätze. Momos Nischen und die vielen zusätzlichen Krankenstationen werden bis dahin abgebaut sein. 



Wie geht es nun weiter?

Momo wird kremiert. In Darmstadt gibt es ein Tierkrematorium, wohin ich seinen Leichnam zusammen mit meiner lieben Freundin Monica hingefahren habe. Dort suchte ich auch eine Urne aus, in der Momos Asche hineingelegt wird. Danach werde ich angerufen, um Momo abzuholen. Ich habe meinen Tierarzt gefragt, wie vertrauenswürdig diese Einrichtung sei? Ich hatte tatsächlich die Sorge, der Krematoriumsbestatter würde aus Momos Leichnam Viehfutter machen. Mein Tierarzt meinte, dass ich mir diese Sorge nicht zu machen bräuchte ... 

Im Krematorium zeigte man mir, wie die Asche eines verbrannten Tieres aussieht. Ich habe sie mir anders vorgestellt. Also habe ich zu Hause in der Suchmaschine nach Tierasche gegoogelt, wieder empfand ich diese Angst, dass der dortige Angestellte einen anderen Stoff in die Urne hineinlegen würde, während Momo doch noch zu Katzenfutter verarbeitet in einer Whiskasdose landen könnte ... Aber das Bild auf Google entsprach demselben Bild, das mir dieser Mitarbeiter im Tierkrematorium gezeigt hat. 

Die Einäscherung erfolgt nicht sofort, sondern erst in ein paar Tagen, da vor Momo noch andere tote Tierkörper auf ihre Einäscherung warten würden. Nachdem Monica und ich nach Hause gefahren sind und wir Momo dort gelassen haben, würde Momos Körper in ein Kühlfach gelegt, wie man das auch mit toten Menschen macht.


Ich werde dann schließlich Momos Asche später in unseren Garten verstreuen, und die Urne behalten. 

Zuhause angekommen, ohne mein Tier, und die vielen leeren Schlaf- und Liegeplätze konnte ich noch nicht abräumen. Auch seine Näpfe stehen an seinen Plätzen. Ich werde sie noch ein paar Wochen hier stehen lassen. Auch die Düfte in meinem Wohnzimmer, Baldrianwurzel und ätherische Öle liegen noch in der Luft, die mich wahnsinnig an Momo erinnern lassen, da ich diese Essenzen für ihn eingesetzt hatte zur Beruhigung seiner Seele und zur Schleimlösung seiner Atemwege. 

Momo war ein so lieber und warmherziger Kater, ein so treuer Gefährte, wenn auch seine ersten Jahre wohl nicht so glücklich verlaufen sind. Momo kam als Fundkater zu mir.  Die ersten Besitzer, die aus dem Darmstädter Stadtteil Eberstadt kamen, sind aus der Wohnung ausgezogen, und haben den Kater einfach im Haus zurückgelassen. Damals hieß er noch Mikesch, ich nannte ihn Momo. Dortige Nachbarn haben ihn aufgenommen, aber der Kater wollte nicht bei ihnen bleiben, bis er schließlich über mehrere Wege zu mir gebracht wurde ... Momo litt in den ersten Jahren, nachdem er zu mir gekommen ist, unter massiven Verlustängsten. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, Momo in den letzten Wochen seines Lebens richtig begleitet zu haben, aber mir ist es gelungen, ihm sein seelisches Trauma aus seinen ersten Lebensjahren zu nehmen. Vielleicht ist er durch seine schlechte Jugend so kränklich gewesen. Momo musste ich in diesen zehn Jahren recht häufig zu unserem Tierarzt bringen ... 

Nun steht das Wochenende an, und ich habe das dringende Bedürfnis, mich mit dieser Trauer auseinanderzusetzen. Ich habe viele tolle und feinstoffliche Erfahrungen mit meinen beiden Katzen gemacht, deshalb kann ich nur sagen, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als unsere Schulweisheit nur zu erfassen vermag. Es liegt an jedem selbst, daran zu glauben oder es auch zu lassen. 

Momo und ich waren seelisch stark verbunden. Es gibt in der Tat eine Seelenverwandtschaft 💕zwischen Mensch und Tier, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte ... 

Das obige Buch über die Katzenhomöopathie habe ich von einer Freundin geliehen bekommen. Für leichte Beschwerden ist das Buch sehr hilfreich, ansonsten immer erst zum Tierarzt mit dem kranken Tier. Eine andere Tierheilpraktikerin, die ich aus meinen Kreisen kennengelernt habe, teilte mir mit, dass man einen Katzenschnupfen mit Homöopathie nicht heilen könne, weshalb ich diesen Weg nicht ernsthaft beschritten bin, weil dies auch meine Erfahrungen mit Homöopathie waren. Ich probierte etwas anderes aus, mit professioneller Hilfe auf dem Gebiet der Kinesiologie, aber die Kinesiologie hatte gar nicht geholfen. Und trotzdem ist es ein Wunder, dass Momo solange am Leben bleiben konnte. Sein betagtes Alter setzte wohl noch zusätzlich zu, weshalb er keine ausreichenden Abwehrstoffe mehr hatte bilden können.

Ich hatte und habe totales Vertrauen zu meinem Tierarzt Martin Kniese, der meine Katzen medizinisch immer gut versorgt hat, er Spritzen verabreicht hat, ohne dass meine Katzen mauzen oder zucken mussten; und er hat meine Katzen immer mit Streicheleinheiten behandelt. Und er hat uns nie über Momos Übergewicht Vorwürfe gemacht. 

Mein Momo war sehr kontaktfreudig, er hat es immer gerne gehabt, wenn wir Besuch hatten, dass er von meinen BesucherInnen gestreichelt wurde. Nein, nicht von jedem. Er hat nicht jeden an sich herangelassen. Nur Menschen, denen er vertrauen konnte. Er kam immer in unsere gesellschaftliche Runde, miaute und freute sich über die liebe Hand, die über seinen Körper strich. Deshalb wohl habe ich das Bedürfnis, Momos Abschied öffentlich zu machen. Es gab Menschen, die ihn an seinen kranken Tagen besucht haben, andere, die sich regelmäßig nach seinem Befinden erkundigt hatten und ihm Genesungswünsche ausrichten ließen, Menschen, die zu weit weg waren, um Momo zu besuchen ...

Und auf Facebook kennen alle meine Freunde meinen Momo, sie kennen die Liebe, die ich für diesen Kater empfunden habe. Und ich weiß um die Liebe, die Momo für mich und Alice empfunden hat.

Auch ist er nicht mehr in den Garten gegangen. Momo wurde mit der Zeit in seiner Bewegung immer weniger. Die letzten 1,5 Jahre hat er hauptsächlich schlafend zugebracht. 






Ich danke allen, die an ihn in dieser schweren Zeit gedacht haben. Ich danke auch für den Beistand, den mir diese Menschen geleistet haben, als der kranke Momo noch gelebt hat und danach, als Momo von uns gegangen ist. 

Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Tierarzt Martin Kniese und seinem sehr freundlichen und lieben Team in Darmstadt für die so empathische und fachlich-medizinische gute Beratung und den Umgang bedanken. Ich durfte bei meinem Kater bis zum Schluss in der Tierarztpraxis bleiben. Dies alles weiß ich sehr zu schätzen.

Für die seelische Begleitung danke ich meiner lieben Freundin Monica, die in diesen schweren Stunden des Abschiednehmens bei uns war. 

Ich lerne von meiner Katzendame Alice, die tatsächlich frei von Trauer ist, sie mir aber gestern tröstend zu Seite stand, indem sie zu mir kam, und mich gestreichelt hat. Sie lebt ganz normal weiter, als wäre nichts geschehen. Ich werde sehen, wie Alice langfristig mit diesem Verlust fertig wird ... 

Momo ist jetzt frei von diesem schlimmen Schnupfen ... Der Schnupfen hat im Laufe der Jahre sein Immunsystem zerstört, weshalb wohl noch so viele andere Krankheiten im Anschluss dazukamen. Er ist jetzt frei von all seinen Schmerzen. Auch ist er frei von meinen Ängsten um ihn. Ich selbst bin nun auch frei von seinem Schnupfen, frei von seiner schweren Hauterkrankung, frei von seinem Leiden. 



R. i. P. Ruhe, nein, gehe in Frieden, mein großer Freund Momo. In meinem Herzen und in meinem Geist bleibst du immer lebendig. 

Meine tiefsten Gedanken zu meinem Freund schreibe ich hier nicht nieder ... 

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Wenn ich die obigen Bücher gelesen habe, werde ich einige Punkte, die für mich wichtig waren, hier nachtragen. Aber eins möchte ich noch erwähnen, viele meiner spirituellen Erlebnisse finden Übereinstimmung mit den Theorien aus den Büchern. Gerade was das Praktizieren von Tierkommunikation zwischen Mensch und Tier betrifft, die sich mental abspielt, kann ich diese Bücher sehr empfehlen, denn es gibt dazu reichlich viele Übungen, die ich intuitiv schon praktiziert hatte, bevor ich von diesen Theorien gelesen hatte ... 
Es gibt noch ein anderes Buch über die Tierkommunikation, das ich aber nicht hier habe, da ich es verliehen und noch nicht zurückbekommen habe. Habe hier einen Link zu dem Buch eingefügt:

https://www.amazon.de/Lautlose-Sprache-Intuitive-Kommunikation-Tieren/dp/3926388730/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1505060730&sr=1-1&keywords=lautlose+sprache

Das Leben ist schon merkwürdig. Ich hatte eigentlich am 31.08.2017 ein schönes Erlebnis zum Thema Bücher und zur Buchmesse 2017. Ich wurde per eMail informiert, dass ich als Buchbloggerin eine Akkreditierung erhalten habe. Das war noch vor dem Tierarztbesuch. Ich konnte meine Freude über diese Akkreditierung nicht vollständig ausleben, da ich gleich nach Dienstschluss mit Momo zum Tierarzt gefahren bin, und viel Zeit dort und anschließend im Krematorium zugebracht habe. Nun befinde ich mich in solch einer tiefen Trauer, dass ich noch immer keine Zeit finden konnte, mich mit dieser Akkreditierung zu beschäftigen. Aber bis zur Buchmesse ist ja noch ein Weilchen hin. Natürlich bin ich darüber sehr, sehr dankbar. 

Leben und Tod laufen parallel, sowie gute und weniger gute Begebenheiten ebenso. 

Nachtrag: Am Dienstag, den 05.09.2017 wurde ich angerufen, dass ich die Urne abholen könne und wir vereinbarten dazu einen Termin. Die Asche habe ich wie geplant im Garten verstreut, etwas von Momos Asche habe ich aber behalten. Obwohl blau meine Lieblingsfarbe ist, bin ich bei der Auswahl einer Urne sehr zielstrebig auf diese rote zugegangen, ohne groß zu überlegen. Ich musste hinterher etwas darüber reflektieren, weshalb ich mich für die rote Urne entschieden habe. Klar, rot steht für Kraft und Energie. Da ja die Urne nicht für mich war, sondern für Momo, sollte er die Kraft wieder zurückerlangen, die er durch seine Erkrankungen verloren hat. Die Katze auf dem Baum bestärkt noch zusätzlich meine symbolische Deutung. Da ich durch verschiedene feinstoffliche Erfahrungen an das Weiterleben der Tierseele glaube, wünsche ich Momo auf seiner Reise neue Kraft und viel Liebe. Die rote Rose hat Momo von dem Mitarbeiter des Tierkrematoriums geschenkt bekommen. Das fand ich sehr lieb und sehr emphatisch. 





Mein Fazit? 

Ich könnte Momos Tod einfach abhaken und mir sagen, dass er erlöst ist und gut ist; wie dies häufig bei Menschen die übliche Art ist. Nur leider funktioniert diese Taktik bei mir nicht, wenn ich Gefühle versuche zu verdrängen. Ich bin gezwungen, mich geistig und emotional mit dieser traurigen Thematik auseinanderzusetzen. Es entstehen so viele Fragen, auch viele Schuldgefühle nehme ich an mir wahr, die kann ich nicht alle ad acta legen, nur weil sie unangenehm sind. Es gibt nämlich nicht nur verschiedene Sterbephasen für die Kranken, es gibt im Gegenzug auch Trauerphasen für die Zurückgebliebenen. Die Auseinandersetzung damit kann am Ende einen Reifeprozess in Gang setzen, wo man in der Lage ist, Frieden mit allem zu schließen. Ich habe damit auch das Ziel, Fehler bei einem Neutier nicht zu wiederholen. Mit guten Büchern ist man damit auch nicht allein. Ich befinde mich gerade in der Trauerphase, nicht wahrhaben zu können, dass Momo nicht mehr da ist, und  sich mir die Frage aufgestülpt hat, ob ich wirklich alles gegeben habe? 

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Verschiedene Medien zur Trauerbewältigung und Buchbesprechungen:

Zum Tierheilpraktikerin Beate Seebauers Buch: Wann darf ich dich gehen lassen?
Viele nützliche Meditationen kann man aus dem Buch entnehmen, mit deren Hilfe man Antworten zur passiven und aktiven Sterbehilfe finden kann. Und jede Menge Informationen und Tipps für die Sterbe- und Trauerphasen. Techniken, die Sterbephasen abzumildern, hierzu kommt das Buch zu spät, und hoffe trotzdem, dass mein Kater in Würde gehen konnte. Ich war bis zuletzt bei ihm. Nun, bei Alice, wenn ihre Zeit gekommen ist, weiß ich dann besser Bescheid. 
Das Buch bietet noch vieles mehr. Es hilft, sich auch mit den Schuldgefühlen auseinanderzusetzen. Das wird der nächste Schritt bei mir sein.

Mit dem selben Cover gibt es auch eine CD, auf der verschiedene geführte Meditationen abgespielt sind. Die CD kostet 14,99 €. Doch leider bin ich mit der CD nicht klar gekommen. Sie hat mich so gar nicht angesprochen, sodass ich sie vorzeitig abbrechen musste. Aber die Bücher sind wirklich toll. Man kann sich die Mediationen herausnehmen, ohne diese CD. Ich hatte nach einer Buchmeditation ein wunderschönes Erlebnis. 



Kurze Besprechung zu dem Buch von Beate Seebauer: Sprich mit deinen Tieren



>Tierkommunikation ist die Fähigkeit, mental oder auch telepathisch mit einem Tier in Kontakt zu treten.<

Viele fragen sich, was Telepathie ist? Die Autorin:
Telepathie bezeichnet den gedanklichen Austausch von Informationen. 

Und diesen gedanklichen Austausch hatte ich schon recht häufig. Ich bekam Infos, die sich später bei Überprüfung als richtig herausgestellt haben.

Auch in diesem Buch gibt es Techniken, Kontakt mit dem Haustier aufzunehmen. Ganz besonders hilfreich fand ich, Techniken anzuwenden in Situationen, wo man zu sehr mit dem Tier mitleidet. Damit ist nicht immer das eigene Tier gemeint, sondern ganz besonders wenn es um die schlechte Behandlung von Tieren insgesamt geht, wie z. B. bei der Verletzung von Tierrechten und Tierschutz. Dazu zählen die schlechte Behandlung von Tieren in Schlachthäusern, Tierversuche im Pharmalabor, u.v.a.m. Man kann mit Hilfe von mitgelieferten Meditationstechniken lernen, mit den Tieren mitzufühlen statt mitzuleiden. Mit Mitleid könne man den Tieren nicht wirklich helfen, wenn die gesunde Abgrenzung fehlt. Das erlebe ich nicht nur mit Tieren so, sondern auch in der Arbeit mit kranken Menschen.

Zum Abschluss habe ich auf youtube Videos gefunden, die mir total aus der Seele sprechen:


Abschied von einem Tier:




Brief jenseits vom Regenbogenland:



Glauben muss man mit dem Herzen und nicht mit den Augen.
(Beate Seebauer)
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Und folgende Bücher zur Tierthematik habe ich noch vor, mir anzuschaffen und zu lesen:


Wir kommen in Frieden: Botschaften der Tiere
Tierseelen im Jenseits: Tröstliche Botschaften aus dem TierhimmelWenn sich Wege trennen ...: Verstorbenes Tier - Trauernder MenschTiere erzählen vom Tod: Wie Tiere ihr Sterben erleben und den Weg ins Licht finden  

Kommentare:

  1. Mein herzliches Beileid, liebe Mira. Ich drücke Dich.

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  2. Hallo, liebe Anne,
    vielen Dank für dein Mitgefühl. <3. Unser Buch müssen wir noch etwas vertagen, ich bin noch nicht soweit.
    Liebe Grüße, Mira

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